Der Junge auf dem Berg

von John Boyne 
4,3 Sterne bei179 Bewertungen
Der Junge auf dem Berg
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Neue Kurzmeinungen

CorneliaPs avatar

stark, sollte Schullektüre sein

jenvo82s avatar

Dieser kindlich, naive Roman fängt ein Leben am Rande der Wirklichkeit ein und zeigt auf erschreckende Weise, wie Schuld entsteht.

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Inhaltsangabe zu "Der Junge auf dem Berg"

Seit über 10 Jahren ein Welterfolg: ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹ Mit seinem neuen Roman kehrt John Boyne in das dunkelste Kapitel unserer Geschichte zurück.

Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

Ein brandaktuelles Buch in Zeiten des weltweiten Rechtsrucks.

»Unfassbar und unfassbar gut. « The Times

»Ein Bravourstück … Überwältigend. « The Guardia

n »Die Leser werden John Boynes Botschaft begreifen: Wenn das Pierrot passieren kann, dann kann es auch uns passieren.« Irish Indipendent

»Erneut zwingt uns diese Parabel über einen Jungen in Kriegszeiten dazu, über das Beste und das Schlechteste im Menschen nachzudenken. « The Irish Times

»Eine tief bewegende Parabel … Diese erschreckende Darstellung jugendlicher Verführbarkeit und Sühne klingt noch lange nach. « Daily Mail

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783737340625
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:FISCHER KJB
Erscheinungsdatum:24.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 21.08.2017 bei Igel Records erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    jolovesbookss avatar
    jolovesbooksvor einem Monat
    Höhere Erwartungen

    Inhalt:

    Pierrot, Sohn einer französischen Mutter und eines deutschen Vaters, landet 1936 in einem Pariser Waisenhaus, wird aber schon nach kurzer Zeit von einer Verwandten abgeholt, adoptiert und auf ein Gehöft in Bayern mitgenommen. Bald lernt er den Eigentümer des Anwesens kennen: Adolf Hitler. In dieser Umgebung wird Pierrot, der sich mittlerweile Peter nennt, immer mehr von der Autorität Hitlers und der Ideologie des Nationalsozialismus verführt, während er seine Vergangenheit in Frankreich immer weiter verdrängt.

    Meinung:

    Ich hatte während des Lesens von „Der Junge auf dem Berg“ viele Bedenken, denn so ganz harmlos finde ich es nicht, wenn geschichtliche Ereignisse abgeändert oder ergänzt werden. Aber akzeptiert man die schriftstellerische Freiheit, die sich John Boyne nimmt, und lässt man sich darauf ein, dass er keinen historischen Roman, sondern eine parabelhafte Geschichte erzählen will, so kann man damit gut leben. Nach meinem Geschmack war mir der Roman zu kindlich und oberflächlich verfasst. An manchen Stellen habe ich es mir gewünscht Boyne würde weiter in die Tiefe gehen. Am Ende ging dann alles sehr schnell und plötzlich war Pierrot nicht mehr 7 sondern 16. Alles in allem hätte ich mir insgesamt mehr Tiefe gewünscht.


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    jenvo82s avatar
    jenvo82vor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieser kindlich, naive Roman fängt ein Leben am Rande der Wirklichkeit ein und zeigt auf erschreckende Weise, wie Schuld entsteht.
    Die Anziehungskraft der Mächtigen

    „Aber du bist noch jung, du bist erst sechzehn; du hast noch viele Jahre vor dir, um zu verarbeiten, dass du bei all dem mitgemacht hast. Aber red dir nie ein, du hättest von nichts gewusst.“


    Inhalt


    Pierrot Weber wächst in Frankreich auf, als Sohn eines Deutschen und einer Französin. Doch als seine Eltern nur wenige Jahre nacheinander versterben, steht der kleine Junge allein da. Zunächst kommt er in ein Waisenhaus, doch schon wenig später ergibt sich für ihn die Möglichkeit zu seiner leiblichen Tante Beatrix nach Österreich zu ziehen. Diese ist Angestellte im Berghof, einer ganz besonderen Residenz, die Adolf Hitler als Erholungsort nutzt. Pierrot darf sich fortan nur noch Peter nennen, soll seine französische Herkunft um jeden Preis verschweigen und seinen jüdischen Freund aus glücklichen Tagen möglichst bald vergessen. Alles, was dem Führer ein Dorn im Auge sein könnte, muss unbedingt vermieden werden. Und obwohl Peter das nicht versteht und sich keinen Reim darauf machen kann, macht er alles so, wie ihm befohlen wird. Schon bald findet der Junge sogar Gefallen an den schicken Uniformen, den großen Zielen des Führers und dessen engagierter Politik. Peter beobachtet, wie leicht es sich lebt, wenn man Macht ausübt, wie andere zurückweichen, wenn man harte Töne anschlägt und dass er sich doch recht gern an seinem Vorbild Adolf Hitler orientiert. Nur die Schattenseiten dieses Daseins erkennt Pierrot zu spät, die verhängnisvollen Entscheidungen, das Scheitern eines ganzen Systems, von dem der Junge nur wenig selbst erkannt und fast alles nur übernommen hat …


    Meinung


    Der irische Bestsellerautor John Boyne widmet sich auch in diesem Roman wieder dem Leben während des Nationalsozialismus aus der Sicht eines Kindes. Diesmal legt er Wert darauf zu zeigen, wie sich ein unschuldiges Kind in unmittelbarer Nähe zur Willkürherrschaft verändert und wohin all die Menschlichkeit verschwindet, die doch einst erlernt und gelebt wurde. Dabei setzt er auf die Naivität eines Jungen, auf seinen Wunsch nach Anerkennung und Zuwendung, auf sein Urvertrauen in die Richtigkeit erwachsener Entscheidungen – nur das ebenjener Junge den falschen Leuten vertraut und nicht durchschaut, dass jedes Lob nur auf Gehorsam basiert und jeder Fehltritt hart bestraft wird.


    Ganz klar, ich bin ein großer Fan des Autors, vor allem weil seine Geschichten immer mein Herz erreichen, weil er sich grandios in die Gedankenwelt eines Kindes hineinversetzt und den Leser mitnimmt auf eine vereinfachte Form der Welt ringsherum. Der Schreibstil selbst ist denkbar einfach gehalten, in klaren überschaubaren Sätzen mit einem eindeutigen Handlungsverlauf, so dass auch jüngere Leser den Text sehr gut erschließen können.

    John Boyne erschafft im ersten Teil eher eine mitleidige Stimmung des Lesers bezüglich des Hauptprotagonisten, welche aber im Folgenden immer mehr verkümmert, weil sich Peter zu einem Abbild des Hausherren entwickelt und damit viele Sympathien verliert. Sehr gelungen fand ich in diesem Zusammenhang die Erkenntnis, dass sich Peter auf sein Wesen sehr viel einbildet und es partout nicht versteht, warum ihm alle so abweisend und kalt begegnen. Die Schuld sucht er nicht bei sich selbst und Widerworte duldet er nicht.

    Auf anschauliche Art und Weise wird hier gezeigt, welche Anziehungskraft die Mächtigen haben, wie leicht und beeinflussbar das Wesen eines Kindes ist und wie schnell Bewunderung in fatale Verhaltensweisen umschlagen kann. Ein kleines Manko hat das Buch aber doch: es arbeitet als Zeitraffer, presst die vielen Jahre nachdem der Führer abgesetzt wurde und aus dem jungen Pierrot ein Mann geworden ist auf nur wenige Seiten der Erzählung. Dadurch verliert der Roman in der zweiten Hälfte etwas an Gewichtung, lässt Wichtiges aus, bleiben Lücken bestehen. Selbst das Erwachsenwerden des Protagonisten bleibt blass, er selbst scheint nach wie vor gefangen in seinem kindlichen Leben und damit liegt die Aussagekraft des Buches etwas unter Wert.


    Fazit


    Ich vergebe 4,5 Lesesterne für diesen besonderen Roman, erzählt aus kindlicher Perspektive, der ein Leben am Rande der Wirklichkeit schildert und die Frage nach Schuld und Unwissenheit aufwirft, sie aber gewissenmaßen unbeantwortet lässt. Empfehlenswert ist der Roman für alle, die sich gerne in Geschichten hineinversetzen, für jüngere Leser, die nicht unbedingt auf Bedeutungsschwere und einen logischen Aufbau Wert legen. Generell würde ich dieses Buch ins Genre Kinder-und Jugendliteratur einsortieren, als Roman hat es wenig Bestand. Dennoch hat mir auch diese Geschichte schöne Lesestunden beschert, die ich selbst meinem 5-jährigen Sohn in Ansätzen erklären konnte.

    Kommentare: 4
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    Yolandes avatar
    Yolandevor einem Monat
    Kurzmeinung: Ich war enttäuscht über die ziemlich oberflächlich dargestellte Veränderung des Jungen
    Zu wenig differenziert

    John Boyne wurde am 30. April 1971 in Dublin, Irland geboren. Er studierte Englische Literatur am Trinity College in Dublin und Kreatives Schreiben an der University of East Anglia in Norwich.

    Bekannt wurde Boyne durch seinen Roman "The Boy in the Stripped Pyjama" (Der Junge im gestreiften Pyjama), der 2006 erschien und in 46 Sprachen übersetzt wurde. Das Buch wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet und 2007 auch verfilmt.
    John Boyne lebt und arbeitet in Dublin.
    (Quelle: Wikipedia)

    Inhalt (Klappentext):
    Pierrot wächst allein mit seiner Mutter in Paris auf. Der Vater hat die Familie verlassen, gebrochen von der Erinnerung an die Gräueltaten des Ersten Weltkriegs. Als auch noch seine Mutter stirbt, würde Pierrot am liebsten bei seinem besten Freund Anshel Bronstein leben. Doch es ist das Jahr 1936, und Anshel ist Jude. Bei ihm wäre Pierrot nicht sicher. Also zieht er zu seiner Tante, die Angestellte auf einem reichen Anwesen in Deutschland ist. Der Hausherr hat sich freundlicherweise bereit erklärt, auch ihren Neffen aufzunehmen. Doch der Hausherr ist nicht irgendjemand. Es ist Adolf Hitler.

                            - DIESE REZENSION KANN SPOILERN!!!-

    Das Buch ist das erste des Autors, das ich gelesen habe und zu dem Zeitpunkt meiner Lektüre war es bei lovelybooks in der Kategorie "Romane" einsortiert, die meines Erachtens völlig verfehlt ist.
    Es handelt sich eindeutig um einen Kinder, bzw. Jugendroman. Die Sprache ist sehr einfach und viele der Charaktere sind klischeehaft und plakativ dargestellt. Die Verwandlung des liebenswerten und mitfühlenden Pierrot in den "Führer-hörigen" Peter wurde viel zu wenig erklärt. Es geschieht sozusagen "über Nacht" und ist meiner Meinung nach auch nicht glaubwürdig. Wie kann der Einfluss einer sicher nicht immer vor Ort weilenden Person größer sein als der derjenigen, mit denen man ständig umgeben ist?
    Merkwürdig fand ich auch, dass sich der 8 oder 9jährige Junge verständig mit Adolf Hitler unterhalten und sogar mehrfach (!) "Mein Kampf" lesen kann, dann aber als 15jähriger eindeutige ironische Bemerkungen einer Klassenkameradin nicht kapiert. Das war mir alles nicht schlüssig.
    Fazit: Unter dem Aspekt, dass es sich um einen Kinder-, bzw. Jugendroman handelt und eine vielschichtigere Sichtweise die Leser eventuell überfordern würde, gebe ich dem Roman noch 2,5 Sterne, die ich auf 3 Sterne aufrunde. Als Ewachsenenroman würde ich maximal 2 Sterne vergeben.


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    Ro_Kes avatar
    Ro_Kevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein bewegender Jugendroman, der jedoch entscheidende Prozesse nur unzureichend darstellt, um vollends zu überzeugen.
    "Ist es für unschuldige Kinder wirklich so einfach, verdorben zu werden?"

    Klappentext (Lovelybooks):

    Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

    Meine Meinung:

    Das beklemmende Gefühl und meine zahlreich vergossenen Tränen, die „Der Junge im gestreiften Pyjama“ bei mir ausgelöst hat, werde ich niemals vergessen und so war ich doch sehr gespannt auf John Boynes neuen Jugendroman.

    Dem Autor ist es mit den ersten Seiten sehr gut gelungen, sich in die sensible Kinderseele des kleinen Pierrot hinein zu fühlen und diesen zusammen mit seinem familiären Umfeld, sowie der sehr engen Freundschaft zu einem jüdischen Nachbarsjungen, sehr authentisch vorzustellen.

    Es fiel mir dadurch leicht, mich ihm bzw. seinem Schicksal emotional verbunden zu fühlen, verstärkt durch den sehr ausdrucksstarken Schreibstil. 

    Als Pierrot schließlich als Waisenjunge in Kontakt bzw. in die Fänge des „Herrn Hitler“, dem Führer, gerät, macht er eine Wandlung durch, die ich zwar von der Dramaturgie her sehr spannend fand, mir aber ein erklärender Prozess völlig fehlte. 

    Etwas überspitzt kann man sagen, nachdem er dreimal innerhalb kurzer Zeit „Mein Kampf“ gelesen und Passagen auswendig gelernt hat, wurde aus Pierrot, dem französischen Jungen mit großem Herz, der völlig gefühlskalte Nazijunge Peter. 

    Mir war das leider viel zu flach und einige darauffolgende Passagen zu effekthascherisch und nicht uneingeschränkt für die jugendliche Zielgruppe angemessen.

    Auch, wenn mich der Epilog wiederum sehr berühren konnte, fehlte mir auch hier wieder eine ausgereifte Prozessdarstellung bzw. Reflexion. 

    So bleibt eine Geschichte, die ich vom Plot her absolut genial finde, jedoch in ihrer Umsetzung zu viele Lücken aufweist. 

    Fazit:

    Ein bewegender Jugendroman, der jedoch entscheidende Prozesse nur unzureichend darstellt, um vollends zu überzeugen.

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    Mondprinzessinvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach nur klasse!
    Der Junge auf den Berg - John Boyne

    Wieder einmal führt John Boyne uns die Wahrheit gnadenlos vor Augen und zeigt uns damit wie schrecklich die Zustände während des Zweiten Weltkrieges wirklich waren.

    In dem Buch "Der Junge auf dem Berg" geht es um den Jungen Pierrot, der die ersten Jahre seines Lebens mit seiner Mutter in Frankreich lebt und einen besten Freund hat, der Jude ist. Als Pierrot seine Mutter verliert, kommt er zuerst in einen Waisenhaus, bis seine Tante ihn findet. Sie nimmt den Jungen mit auf den Berghof. Doch der Berghof ist kein normales Haus, genauso wie die Bewohner keine normalen Leute sind. Dieses Haud ist die Sommerresidenz Hitlers. Mit jedem weiteren Tag, den Pierrot dort b´verbringt, umso größer wird seine Bewunderung für Hitler. Und Pierrot würde alles tun, um die Anerkennung des Führers zu bekommen! Wirklich alles!

    Das Buch zeigt uns wie naiv und beeinflussbar man als Kind doch ist und HJohn Boyne beweist uns wieder einmal, dass Gut und Böse erst durch uns erschaffen werden. Dieses Buch ist zugleich faszinierend, wie auch erschreckend. Von mir eine ganz klare Leseempfelung.

    Mondprinzessin

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    -nicole-s avatar
    -nicole-vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gelungener und gleichzeitig erschreckender Roman, den man nicht so schnell vergisst.
    Ein Buch, das man nicht so schnell vergisst

    Gefährliche Macht…

    Im Jahr 1936: Der siebenjährige Pierrot wächst bei seiner Mutter in Paris auf. Seinen Vater, der die Schrecken des Ersten Weltkriegs nie überwunden hat, hat er schon vor Jahren verloren. Als schließlich auch seine Mutter stirbt, nimmt ihn seine Tante Beatrix bei sich auf. Diese arbeitet als Hausdame in einem deutschen Haushalt und für Pierrot ist das große Haus auf dem Berg von nun an sein neues Zuhause. Doch alle merken, dass es keine gewöhnliche Zeit ist – denn der Zweite Weltkrieg steht kurz bevor. Auch das Haus ist kein gewöhnliches – denn es ist Hitlers Sommerresidenz.
    Schon einige Zeit nach seiner Ankunft lernt Pierrot den Führer kennen und gerät mit erschreckender Geschwindigkeit unter dessen Einfluss. In den folgenden Jahren ist er erpicht darauf, ihm seine Treue zu beweisen und ist bereit, alles dafür zu tun – auch Verrat…

    Nachdem ich vor zwei Jahren „Der Junge im gestreiften Pyjama“ gelesen habe und dieses Buch mir immer noch im Gedächtnis geblieben ist, war ich neugierig auf „Der Junge auf dem Berg“. Hier steht ebenfalls ein Kind im Mittelpunkt, aus dessen Sicht die Geschichte auch erzählt wird. Den anfangs siebenjährigen Pierrot, dessen Mutter Französin und der Vater Deutscher war, schließt man sofort ins Herz – er ist ein herzlicher und hilfsbereiter Junge. Doch als er nach dem Tod seiner Eltern zu seiner Tante Beatrix, die Hausdame im Berghof ist, und er somit im Haushalt von Hitler lebt, macht er eine Veränderung durch. Diese ist sehr erschreckend zu verfolgen – als Leser fragt man sich, wo der Junge vom Anfang geblieben ist. Doch Pierrot gerät immer mehr unter Hitlers Bann.
    Der Schreibstil ist flüssig und gibt die Geschehnisse klar wieder – und diese werden von Seite zu Seite beklemmender – vor allem Pierrots Lebensverlauf, den man über mehrere Jahre verfolgen kann, ist mehr als Überraschend. Wie schon im Roman „Der Junge im gestreiften Pyjama“ bekommt man einen Einblick in die damalige, tiefdunkle Zeit. Hier gibt es sogar kurz eine Verbindung zu dem Roman. Dieses Buch ist sehr gut geschrieben und regt zum Nachdenken an.

    „Er sagt, er bringt Licht in die Köpfe der Deutschen – dabei ist er die Finsternis im Herzen der Welt.“ – Seite 203

    Mein Fazit: Ein gelungener und gleichzeitig erschreckender Roman, der zum Nachdenken anregt. John Boyne beschreibt hier die Wandlung eines Kindes, wie man sie sich nicht vorstellen mag. Es gibt einen beklemmenden Einblick in die damalige, schreckliche Zeit und die Handlung überrascht in seinem Verlauf. Ein berührendes Buch, das man nicht so schnell vergisst und sehr lesenswert ist.

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    S
    SandraKavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Berührt und ist absolut lesenswert.
    Absolut lesenswert.


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    Wuestentraums avatar
    Wuestentraumvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr interessante Geschichte, die zum Nachdenken anregt
    Der Junge auf dem Berg

    Pierrot lebt mit seinen Eltern in Paris. Sein bester Freund ist Anshel, der in der Wohnung unter ihnen wohnt. Pierrots Vater war im Krieg und ist, seit er zurück ist, stark verändert. Eines Tages ist er verschwunden und sie bekommen einige Zeit später die Nachricht, er sei in Deutschland von einem Zug überrollt worden. Plötzlich wird auch Pierrot’s Mutter krank und stirbt kurz darauf. Pierrot kann nicht bei Anshel und seiner Mutter bleiben, er landet im Waisenhaus. Dort geht es ihm nicht schlecht, außer dass er von einem bösen Jungen gedemütigt und geärgert wird. Dann meldet sich plötzlich seine Tante Beatrix, die Schwester seines Vaters aus Deutschland und will Pierrot zu sich holen. Er macht sich auf die lange Reise nach Deutschland und landet im Berghof von Adolf Hitler. Dort ist Beatrix Hausdame und Herr Hitler hat erlaubt, dass Pierrot dort leben kann, aber nur wenn er nicht stört und nicht im Weg ist. Bald darauf bekommt Pierrot die ersten Instruktionen von seiner Tante und dem Chauffeur Ernst. Er heißt ab sofort Peter und Kontakt zu seinem jüdischen Freund Anshel darf er auch nicht mehr haben. Anfangs versteht Pierrot die Welt nicht mehr. Dann lernt er Adolf Hitler kennen und gerät sofort unter dessen Einfluss. Er tut alles, um diesem Mann zu gefallen. Folgsam und untertänigst scheint er in dieser Welt völlig aufzugehen, und er will unbedingt in die Hitlerjugend und in den Krieg. Er bekommt das Gefühl von Macht durch die Nähe, die er zum Führer hat und übertreibt maßlos.

    Pierrot verändert sich im Laufe der Jahre, sehr zu seinem Nachteil. Unter dem Einfluss von Hitler wird Pierrot arrogant, abstoßend und ungerecht zu anderen Menschen. Als er eine Uniform von Hitler bekommt, die er auch in der Schule trägt, wollen die meisten Kinder nichts mehr mit ihm zu tun haben. Auch Katharina, in die Pierrot sich verliebt, distanziert sich von ihm. Pierrot gibt den Angestellten im Berghof Anweisungen, so als wäre er selbst der Hausherr. Er verübt Verrat an seiner Tante, dem Chauffeur Ernst und der langjährigen Köchin Emma. Nach einem schlimmen Zwischenfall zwischen ihm und Katharina, dem Ende des Krieges und dem Tod von Adolf Hitler kommt Pierrot langsam wieder zur Besinnung und begreift, was er für schlimme Fehler und Taten begangen hat und hofft auf Vergebung. Er zieht in der Welt umher, bis er wieder nach Paris zurückkehrt. Und zu seinem alten Freund Anshel.

    Der Schreibstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Die Charaktere waren sehr authentisch dargestellt. John Boyne bringt den Leser mit diesem Buch zum Nachdenken. Aus einem lieben Kind wird ein herrschsüchtiger, arroganter, verräterischer Junge. Es wird einem klar gemacht, wie man von einem dominanten Menschen beeinflusst und manipuliert werden kann. Wie man sich selbst verändern kann, nur um sich zu unterwerfen und zu gefallen. Eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, Verrat und Grausamkeit.

    Fazit:

    Mir hat dieses Buch sehr gefallen, die Geschichte sowie die Veränderung von Pierrot war mehr als interessant. Aber leider konnte mich das Buch nicht berühren oder emotional erreichen.

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    Meereszeilens avatar
    Meereszeilenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: John Boyne konnte mich wieder überzeugen!
    John Boyne konnte mich wieder überzeugen!

    Inhalt:
    Pierrot verliert seine Eltern, weshalb ihn seine Tante mit zu sich nimmt. In einen deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Doch zu dieser Zeit steht der Zweite Weltkrieg unmittelbar bevor. Und es ist auch kein gewöhnliches Haus, in dem Pierrot jetzt lebt.. Es ist der Berghof vom Führer höchstpersönlich.
    Schnell gerät er unter die Fittiche des Führers und um diesen seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit. Vor allem zum Verrat.

    Cover:
    Ich mag das Cover echt gerne, da auch die Farben sehr schön miteinander harmonieren. Besonders der Hauptton, in diesem Fall das rot, wurde sehr gut getroffen und fällt positiv ins Auge. Die dunklen Berge unten passen zum Gesamtbild, genauso wie der Stacheldraht. Auch der weiße Titel passt sehr gut aufs Cover und hat eine schöne Größe und Position. Der Autorenname hat ebenfalls einen guten Platz bekommen und fällt auch nicht unnötig auf.

    Meine Meinung:
    Ich wollte das Buch schon lange einmal lesen, kam aber erst letztens dazu, es mir auch zu kaufen. Danach habe ich es natürlich sofort angefangen. Dabei habe ich eine spannende und interessante Geschichte erwartet, denn ich habe auch "Der Junge im gestreiften Pyjama" sehr gerne gelesen.
    Der Anfang war bereits lesenswert und ich habe das Buch nur selten aus der Hand gelegt. Ich musste einfach immer weiterlesen, da die Geschichte mich in ihren Bann gezogen hat. Dabei war es wirklich interessant Pierrot beim Aufwachsen zusehen, besonders unter dem Einfluss des Führers.
    Pierrot war als kleiner Junge echt süß. Doch in seinem neuem zu Hause merkte man recht schnell, wie sehr Macht einen doch verändern kann. Er wurde größer, älter und härter. Sein Charakter hatte sich wirklich extrem verändert. Ab da war er auch nicht mehr süß, sondern eher anstrengend und auch abstoßend. Aber seine Entwicklung war sehr interessant zu beobachten.
    Seiner Tante gegenüber war ich am Anfang sehr skeptisch. Ich war mir nicht so sicher, ob sie jetzt gut oder schlecht war. Im Laufe der Geschichte mochte ich sie aber immer mehr. Richtig in mein Herz geschlossen habe ich sie aber trotzdem nicht. Dennoch war sie ein wirklich schöner Charakter.
    Der Schreibstil des Autors ist flüssig, weshalb ich auch förmlich über die Seiten geflogen bin. Aber dabei hat auch die Schriftgröße geholfen, welche mich positiv überrascht hat. Man konnte sich auch alles sehr gut vorstellen und der Autor hat nicht zu detailliert geschrieben.
    Ich habe mir über das Ende, während des Lesens, keine großen Gedanken gemacht. Ich kam aber auch einfach nicht dazu, denn die Geschichte hat mich zu sehr in ihren Bann gezogen. Das Ende war aber schön, wenn auch nicht allzu überraschend. Es war aber auf jeden Fall ein gelungener Abschluss.

    Fazit:
    Das Buch hat definitiv meine Erwartungen erfüllt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und die Geschichte war auch wirklich sehr interessant. Ich fand es einfach spannend, Pierrot beim Aufwachsen zuzusehen, besonders unter den Fittichen von dem Führer.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Monaten
    Der Junge auf den Berg

    Buchinfo

    ·         Seitenanzahl: 300 Seiten

           Cover: Hardcover

    ·         Verlag: Fischer

    ·         Erschien am: 24. August 2017

    ·         Sprache: Deutsch

    Klappentext

    Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz.

    Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

     Aufbau des Buches

    Das Buch besteht aus 3 Teilen die in einer bestimmten Zeitspanne spielen. Die drei Teile sind dann auch nochmal in Kapitel unterteilt wobei jedes Kapitel eine neue Überschrift erhält.

    Die Kapitelnummern an sich sind allerdings in gesamten Buch vorlaufend

    Geschrieben ist das Buch aus Pierrots Sicht in 3. Person.

    Lesebeispiel

    (Pierrot ist mit seiner Tante Beatrix und dem Chauffeur Ernst auf den Weg in die Stadt um Pierrot neu einzukleiden)

    „Jedes Mädchen mag einen Mann in Uniform“, erklärte Ernst.

    „Jedes Mädchen vielleicht“, bemerkte Beatrix. „Aber nicht jede Uniform.“

    „Du weißt, warum, die Leute Uniformen tragen, oder, Pierrot?“, sprach der Chauffeur weiter.

    Der Junge schüttelte den Kopf.

    „Weil sie glauben, dann könnten sie alles machen, was sie wollten.“

    „Ernst“, tadelte Beatrix ihn leise.

    „Dann können sie andere behandeln, wie sie es in normaler Kleidung nie tun würden. Dazu Krägen, Trenchcoats und hohe Stiefel – Uniformen erlauben es uns, unsere Grausamkeit auszuleben, ohne jemals Schuld zu empfinden.“

     

    Eigene Meinung

    Schon immer wollte ich ein Buch aus der Zeit des zweiten Weltkrieges lesen, was aus der Sicht eines normalen Bürgers geschrieben ist. „Der Junge auf den Berg“ erzählt genau aus dieser Sicht. Ein kleiner Junge, dessen bester Freund ein Jude ist, wächst nach dem Tod seiner Eltern im Haus von Adolf Hitler auf und gerät immer mehr in seine Fänge.

    John Boyne entwickelt sich wirklich zu einer meiner Lieblingsautoren. Hätte ich die Zeit gehabt, so hätte ich das Buch innerhalb eines Tages durchgehabt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    StefanieFreigerichts avatar
    "Der Junge auf dem Berg" / "The Boy at the Top of the Mountain" wird NICHT verlost, jeder nimmt mit seinem eigenen Exemplar teil, im Original oder übersetzt.

    Die Aufteilung habe ich mir "gemopst" bei Marina_Nordbreze https://www.lovelybooks.de/autor/John-Boyne/Der-Junge-auf-dem-Berg-1457681331-w/leserunde/1475124378/

    Zur Leserunde
    Daniliesings avatar
    Es ist für uns schon eine liebgewonnene Tradition geworden und vielleicht für euch ja auch? Zum Ende des Jahres blicken wir auf unsere gelesenen Bücher zurück und jeder im LovelyBooks Team überlegt sich ein Buch, das ihn in diesem Jahr ganz besonders begeistern konnte. Die Lieblingsbücher des LB-Teams 2017 möchten wir euch hier verraten und ans Herz lesen. Es ist eine bunte Mischung verschiedener Genres und bestimmt für jeden was dabei.

    Auf einen von euch wartet dabei ein besonderer Gewinn!
    Wir verlosen ein großes Lieblingsbücher-Paket unter allen Teilnehmern dieser Verlosung. In diesem Paket wird jedes der hier genannten 17 Lieblingsbücher einmal vertreten sein.

    Und los geht es mit unseren Herzensbüchern des Jahres:

    diewortklauberin empfiehlt "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky
    Ein Okapi ist ein abwegiges Tier. Ebenso abwegig erscheint es, dass ein Traum von einem ebensolchen einen Todesfall ankündigen soll. Doch das ist nur eine der Kuriositäten, die dem Leser in diesem kleinen Dorf im Westerwald begegnen.
    „Was man von hier aus sehen kann“ hat mich besonders durch seine Unaufgeregtheit begeistert. Es ist eine Geschichte, die leise und schlicht daher kommt und die großen Themen bespricht, ohne sie anzusprechen: den Tod, der uns immer plötzlich trifft, obwohl er unweigerlich Teil des Lebens ist, die Liebe, auf die das Gleiche zutrifft, und den Mut trotzdem (oder eben deswegen) das Leben zu wagen.


    PiaDis empfiehlt "Die Blutschule" von Max Rhode
    Dieses Buch hat mich nicht mehr losgelassen. Es ist wirklich verstörend, spannend und gleichzeitig richtig gut. Es steht zwar Thriller drauf, aber da ist schon auch ein wenig Horror drin. Nichts für schwache Nerven ;-) Ein Buch das mich wirklich immer noch ein wenig beschäftigt. Ich habe das Buch fast am Stück gelesen, weil es mich nicht los lassen wollte ...

    sarah_elise empfiehlt "Rendezvous mit einem Oktopus" von Sy Montgomery
    Er kann 16.000 Küsse auf einmal verteilen, Tricks lernen, Türen öffnen, miese Laune verbreiten und mit seinen Tiefseeaugen die Türen zu einer noch unbekannten Welt öffnen. Der Oktopus. Mein Buch des Jahres hat mich auf jeder Seite verzaubert und zugleich meinen Blick erweitert. Meinen Blick auf meine große Liebe, das Meer. Ein liebevolles und tiefgründiges Buch über die Seele der Ozeane für alle Tiefseetaucher, Hobbyaquanauten und jeden Literaturliebhaber.

    infinitejourney empfiehlt "Blade Runner" von Philip K. Dick
    Ein Klassiker, der hochaktuelle Fragen aufwirft: Was braucht ein Mensch um sich als Mensch zu fühlen, wie weit sollen Gefühle gesteuert werden, was ist künstliches Leben wert? Entworfen wird eine dystopische Zukunft, die theoretisch in erschreckend greifbarer Nähe liegt und zum Reflektieren anregt. In Verbindung mit dem filmischen Sequel mein persönliches Lesehighlight in diesem Jahr.

    Marina_Nordbreze empfielt "The Hate U Give" von Angie Thomas
    Selten hat mich beim Lesen ein Buch so wütend gemacht. Warum ist unsere Gesellschaft im 21. Jahrhundert noch immer so furchtbar rassistisch? Für mehr Wut auf die Missstände und mehr Kraft zur Veränderung empfehle ich ganz dringend die Lektüre von "The hate u give" von Angie Thomas, die ungeschont den Alltagsrassismus in den USA beschreibt. Vielleicht bewirkt das Buch auch hier in Deutschland ein Umdenken bei so manchem Leser. Wünschenswert wäre es.

    Malista empfielt "Warten auf Bojangles" von Olivier Bourdeaut
    Eine Liebeserklärung an das Leben in allen seinen Facetten! Voll Liebe, Hoffnung und Mut erzählt der Autor die Geschichte eines Familienlebens, das auf Grund der Krankheit der Mutter, eigentlich alles andere als leicht sein sollte. Dennoch erscheint das Leben dieser Familie beneidenswert liebevoll und leichtfüßig und es begleitet einem beim Lesen ein herrliches Gefühl, das alles möglich sein kann.

    SandraKath empfiehlt "Caraval" von Stephanie Garber
    Stephanie Garber hat mich beim Lesen komplett vergessen lassen, dass "Caraval" ihr Debüt ist. Man taucht ein in diese magische Welt und kann nicht mehr unterscheiden, was wahr und was nur eine Illusion ist, wem man vertrauen kann und wer lügt. Man folgt Scarlett in ein Spiel um Leben und Tod und sucht mit ihr gemeinsam nach den Antworten auf so viele Fragen. Und gerade, wenn man denkt, dass alle Rätsel gelöst sind, liest man die letzte Seite...

    markusros empfiehlt "Die Geschichte der Bienen" von Maja Lunde
    Angestachelt und aufgerüttelt von meiner Tochter, die in der Schule das Thema Bienen und Bienensterben behandelt hat, habe ich mich im Urlaub auf den Roman gestürzt. Ein paar wenige laue Sommerabende am Campingplatz später hatte ich das Buch verschlungen. Neben viel Spannung und schöne Lesestunden hat mir das Buch auch beim aktuellen Thema „Insektensterben“ geholfen, einige aktuelle politische Diskussionen besser einordnen zu können, etwa rund um Glyphosat. Und um selber wenigstens im Kleinen was Gutes zu tun: Im eigenen Garten haben wir seit dem Herbst eine extra bienenfreundliche Wildblumenwiese gesät.

    kultfigur empfiehlt "1Q84" (Buch 1 & 2) von Haruki Murakami
    Ich habe in diesem Jahr für mich das erste Mal Hörbücher ausprobiert. Eigentlich war ich skeptisch, doch nachdem ich 1Q84 von Haruki Murakami (Buch 1 + 2) ungekürzt bei Spotify entdeckt und gehört habe, bin ich absolut fasziniert. Zur erzählerischen Qualität des Autors muss man, glaube ich, nichts sagen und die Geschichte hat, unaufgeregt gelesen von David Nathan, einen unglaublichen Sog. Noch nie waren Figuren für mich so real und zum Greifen nahe und als es zu Ende ging, war ich tieftraurig. Was für ein Glück, dass Buch 3 noch auf mich wartet :-)

    TanjaMaFi empfiehlt "Ein Gentleman in Moskau" von Amor Towles
    Einen klügeren, warmherzigeren und optimistischeren Charakter als Graf Rostov habe ich in einem Buch selten erlebt. 1922 wird er im Hotel Metropol in Moskau unter Hausarrest gestellt und durchlebt in diesem irgendwie sehr gemächlichen Mikrokosmos die nächsten 30 turbulenten Jahre im sich rapide ändernden Russland. Quasi durch das Fenster erlebt der Leser nicht nur einzigartige Figuren aber auch eine faszinierende Reise durch die Zeit. "Ein Gentleman in Moskau" ist definitiv das Buch, das mich dieses Jahr am meisten begeistert hat.

    Sharyssima empfiehlt "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff
    Ein Buch, das mich dieses Jahr vollkommen überrascht und überzeugt hat, ist "Illuminae" von Amie Kaufman und Jay Kristoff. Wer glaubt, ein ganz normales Science-Fiction-Buch vor sich zu haben, täuscht sich gewaltig. Die spannende Story wird nämlich mit einem bunten Mix aus Chats, Protokollen, Berichten, Funksprüchen und Bauplänen erzählt, die die Geschichte so plastisch und realistisch machen, dass man sich selbst auf den Raumschiffen im Weltall wähnt. Ein Buch, das geradezu nach einer Verfilmung schreit!

    NaddlDaddl empfiehlt "Im Traum kannst du nicht lügen" von Malin Persson Giolito
    Endlich mal wieder ein Thriller, der mich komplett überzeugen konnte! "Im Traum kannst du nicht lügen" fängt zwar eher ruhig an, zieht einen aber immer mehr in seinen Sog. Majas Gedanken rund um den Prozess sind absolut spannend, ich war wie gebannt von der Frage, was passiert ist, wer welche Rolle gespielt hat und wer die Schuld an den Geschehnissen trägt. Eine Geschichte, die nicht nur aus schwarz und weiß besteht – schon lange hat mich kein Buch mehr so nachdenklich hinterlassen.

    Daniliesing empfiehlt "Before they pass away" von Jimmy Nelson
    So wenige Romane, wie in diesem Jahr, habe ich wohl selten gelesen. Dafür durfte ich große Mengen an (Papp)bilderbüchern anschauen und ein paar interessante Sachbücher entdecken. Kurz vor knapp sind mir jedoch ein Buch und ein Fotograf begegnet, die mich nicht mehr losgelassen haben. Deshalb geht meine Empfehlung an den Bildband "Before they pass away" mit den atemberaubenden Fotos von Jimmy Nelson. Er hat es sich zur Aufgabe und Berufung gemacht, indigene Völker auf der ganzen Welt und in den entlegensten Winkeln der Erde zu entdecken, sie kennen zu lernen und natürlich zu fotografieren. Dieser kleine Einblick in ihren Alltag, der zugleich in starkem Kontrast zu unserer modernen, schnelllebigen Welt steht, macht dieses Buch für mich so eindrucksvoll!

    Cari_f empfiehlt "Nevernight - Die Prüfung" von Jay Kristoff
    Meine persönliche Entdeckung dieses Jahres sind die Bücher von Jay Kristoff. Sowohl "Illuminae", das er zusammen mit Amie Kaufman geschrieben hat, als auch "Nevernight - Die Prüfung" haben mich absolut in ihren Bann gezogen. Letzteres lässt die Leser in eine düstere Fantasywelt eintauchen und strotzt nur so vor Ironie, Schonungslosigkeit und Ideenreichtum. Dieses Buch ist zwar nichts für Zartbesaitete, lässt aber die Herzen all jener höher schlagen, die gerne anspruchsvolle Fantasy mit wunderbar unperfekten Protagonisten lesen. Eins meiner Highlights des Jahres 2017!

    aba empfiehlt "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von José Eduardo Agualusa
    Ein Buch, das mich zugleich berührt, unterhalten und auch zum Nachdenken gebracht hat, ist "Eine allgemeine Theorie des Vergessens" von dem angolanischen Schriftsteller José Eduardo Agualusa. In seinem Roman erzählt er die Geschichte einer Frau, die 30 Jahre lang allein und isoliert in der angolanischen Hauptstadt gelebt hat. In ihrer eigenen Wohnung! In derselben Zeit erlebt das Land große politische und wirtschaftliche Umstellungen. Die Protagonistin dieses Romans schafft es, das Schicksal vieler Menschen zu beeinflussen, und das während ihrer Isolation und ohne es überhaupt zu ahnen. Glaubhaft und höchst spannend erzählt Agualusa diese unglaubliche Geschichte, an die ich noch sehr sehr lange denken werde!

    Gexi empfiehlt "Götterblut" von Stella A. Tack
    Für Fantasy mit griechischer Mythologie bin ich eigentlich immer zu haben und Stella A. Tacks Buch war ein Volltreffer. Warrior ist eine eigenwillige und etwas kratzbürstige Protagonistin, die man schnell ins Herz schließt und die einen oft zum Lachen bringt. Sie nimmt uns mit auf eine Taxifahrt durch die Hölle und auf ein Golfspiel der Götter im Olymp und richtet dabei einiges an Chaos an. Für mich wurde durch dieses Buch klar, dass deutsche Fantasy viel kann! Mein Fazit: einfach göttlich.

    Daria87 empfiehlt "Der Junge auf dem Berg" von John Boyne
    Dieses war mein erstes Buch des Autors und ich war vollends begeistert. Sein Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und die Geschichte konnte mich von Anfang an fesseln. Meisterhaft beschreibt John Boyne wie leicht vor allem Kinder beeinflussbar sind und wie wichtig es ist, dass sie gute Vorbilder haben. Eine absolute Leseempfehlung!

    Wir hoffen an dieser Stelle natürlich, dass wir vielen von euch das ein oder andere - oder gleich alle ;-) - unserer Lieblingsbücher schmackhaft machen konnten.

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    Mal angenommen, ihr dieses Jahr nur ein einiziges Buch zu Weihnachten verschenken, das für euch ein echtes Highlight war. Für welches Buch würdet ihr euch entscheiden und wieso?

    Bei dieser Verlosung könnt ihr bis einschließlich 3. Januar 2018 mitmachen! Wir wünschen euch schöne Weihnachten mit euren Lieben und einen guten Start ins neue Jahr!
    Kathleen1974s avatar
    Letzter Beitrag von  Kathleen1974vor 9 Monaten
    Herzlichen Dank :-)
    Zur Buchverlosung
    Marina_Nordbrezes avatar

    Ein Junge und der Führer

    Mit "Der Junge im gestreiften Pyjama"  hat John Boyne bereits einen ergreifenden Roman geschrieben, der die Leser sprachlos zurückgelassen hat. 10 Jahre später, in Zeiten eines wachsenden Rechtspopulismus erzählt der Bestsellerautor in seinem neuesten Buch eine weitere historische Geschichte, die nichts an ihrer Aktualität verloren hat. "Der Junge auf dem Berg" erzählt von Pierrot, einem Jungen im zweiten Weltkrieg, von einem Berghof der besonderen Art und von Schuld und Unschuld ... und lässt uns begreifen: das was dem kleinen Pierrot passiert, kann auch uns passieren.


    Über das Buch     
    Als Pierrot seine Eltern verliert, nimmt ihn seine Tante zu sich in den deutschen Haushalt, in dem sie Dienst tut. Aber dies ist keine gewöhnliche Zeit: Der zweite Weltkrieg steht unmittelbar bevor. Und es ist kein gewöhnliches Haus: Es ist der Berghof – Adolf Hitlers Sommerresidenz. Schnell gerät der Junge unter den direkten Einfluss des charismatischen Führers. Um ihm seine Treue zu beweisen, ist er zu allem bereit – auch zum Verrat.

    >> Hier geht es zur Leseprobe!

    Über John Boyne
          
    John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er ist der Autor von sechzehn Romanen, darunter ›Der Junge im gestreiften Pyjama‹, der sich weltweit sechs Millionen Mal verkaufte, zahlreiche internationale Buchpreise gewann und mit großem Erfolg verfilmt wurde. John Boynes Romane wurden in über vierzig Sprachen übersetzt.

    Gemeinsam mit FISCHER vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von "Der Junge auf dem Berg". Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 13.08. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantworte folgende Frage:   

    Warum möchtest du an dieser Leserunde teilnehmen? 

    Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.         

    Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.
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    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    John Boyne erzählt eine Parabel über Verführung. Sie ist gültig für heute.

    Man liest [.] sehr schnell, durch die exzellente Erzählkunst Boynes und die geschmeidige Übersetzung von Ilse Layer, dennoch lässt es einen nicht so schnell wieder los.

    Für mich war es ergreifend und erschreckend das zu lesen

    Dieses Buch ist für mich ein geschichtliches Meisterwerk.

    Sprachlich und inhaltlich gelingt John Boyne erneut das literarische Kunststück, seinen Roman so zu verfassen, dass er gerade von jüngeren Lesern verstanden wird

    [.] dafür lohnt dieses Buch sich, eine meisterhaft geschriebene Geschichte, wie wir sie von Boyne kennen und erwarten, ist es noch dazu. Danke!

    Das Buch ist zugleich auch eine Mahnung an die Menschen, die dem dummen und einfachen Populismus verfallen.

    Das Buch ist so erzählt, dass der Leser dicht an Pierrot heranrückt und nachvollziehen kann, was in ihm vorgeht.

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