John Boyne Der Junge im gestreiften Pyjama

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Inhaltsangabe zu „Der Junge im gestreiften Pyjama“ von John Boyne

Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

Diese Buch ist einer der Gründe, weshalb ich damals angefangen habe mehr zu lesen, also hat es die % Sterne auf jeden Fall verdient!

— Mimischellae

Augenöffner! Das Buch hat mich umgehauen und danach braucht man Zeit um darüber nachzudenken.

— SassyEssie

Ich musste das Buch von der Schule aus lesen. Es hat mir aber wirklich gut gefallen😊

— Feli321

Emotional, packend, wundervoll

— MayBooks

Unbedarfte Kinderseele zieht mich immer wieder in den Bann. Traurig, schockierend und mit vielem Worten zwischen den Zeilen.

— BLINDI

Wirklich eins der besten Schullektüren die ich je gelesen habe!

— Mai_Nhi_Kalfa

Gut, aber m.E. kein Klassiker der Jugendbuchliteratur

— KirstenWilczek

Unfassbar bewegend

— DanielPeters

Ein spannendes und zugleich auch anspruchvolles Buch. Einfach ein MUST - HAVE !!!

— irini18

Schockierend und bewegend zugleich.

— JuliaAndMyself

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  • this life is so complicated until we see it through the eyes of a child.

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Keksisbaby

    04. April 2018 um 08:50

    Bruno muss mit seiner Familie Berlin verlassen. Sein Vater wurde vom Führer versetzt und zwar nach Auschwitz. Da ist es so viel langweiliger als in der Großstadt, vor allem versteht der Junge nicht was es mit den vielen Leuten auf sich zu tun hat, die jenseits des Zauns leben und nie herüberkommen. Auf einer seiner Entdeckertouren lernt er Schmuel kennen, ein Junge jenseits des Zauns, der einen gestreiften Pyjama trägt und den Kopf rasiert hat. Die beiden freunden sich an und erzählen sich viel, bei ihren Treffen. Dann aber beschließt Brunos Mutter, dass ein KZ nicht der geeignete Ort ist, um Kinder groß zu ziehen und so bricht Bruno zu einem letzten Abenteuer mit seinem Freund Schmuel auf. Sie wollen versuchen, seinen Vater zu finden, der verschollen ist.   „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein Buch was an die Nieren geht. Nicht nur weil es um Konzentrationslager und den Holocaust geht, sondern weil es aus der naiven Sicht eines Kindes geschrieben ist und daher mit einer Leichtigkeit und Unschuld daherkommt. Nur der wissenden Leser kennt die Hintergründe, weiß was sich hinter den Worten „Führer“, „Auschwitz“ und „Juden“ verbirgt. Diese Worte werden im Roman verniedlicht, ja fast verharmlost in „Furor“ und „Auswisch“, genauso wie ein kleines Kind sie verstehen würde. Bruno ist unbeschwert, ein Kind und versucht durch Erforschen Zusammenhänge herzustellen, zwischen seiner bekannten Welt und dem was er im KZ beobachtet, natürlich sind diese Schlüsse unbedarft. Die Einzig aufklärende Komponente ist seine große Schwester, eigentlich ein hoffnungsloser Fall, aber hin und wieder doch dazu nütze ihm die Welt zu erklären. Das Ende habe ich erahnt, als Bruno Schmuel anbietet auf seiner Seite des Zauns nach seinem Vater zu suchen, habe aber bis zum Schluss gehofft der Autor würde es sich anders überlegen. Dennoch ein anderes Ende hätte nicht gepasst und daher bin ich froh, auch wenn ich noch einige Minuten mit dem geschlossenen Buch da saß und das Ganze auf mich wirken ließ. Bruno und Schmuel sind beide gleich alt und haben am selben Tag Geburtstag. Der Zaun wirkt wie ein Spiegel. Er zeigt die zwei Seiten einer Medaille. Auf welcher Seite des Zauns du landest, hängt davon ab in welche Familie du geboren wurdest. Auch heute noch kommt es in manchen Situationen drauf an, in welcher sozialen Schicht man aufwächst.   Das Buch stand seit seinem Erscheinen auf meiner Zu-Lesen-Liste, schade dass ich fast 10 Jahre brauchte es zu lesen. Trotzdem hat es sich gelohnt, nicht viele Bücher hallen nach, aber die die es tun hinterlassen Spuren und dies ist eines davon.

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  • Seitenzähler 2018

    LovelyBooks Spezial

    Nynaeve04

    Hallo zusammen! Es ist wieder soweit - ab sofort könnt ihr euch für den Seitenzähler 2018 anmelden.   Worum geht es?Im Allgemeinen geht es um die Auflistung der gelesenen Seiten pro Monat/Jahr. Ihr könnt euch dazu ein Ziel setzen wie viele Bücher und Seiten ihr im Jahr lesen möchtet. Ihr könnt aber auch einfach so ohne Ziel mitmachen. Wie funktioniert es?1. Erstellt einen Kommentar, dann kann ich euch hier verlinken. In diesem Kommentar zählt ihr eure Seiten und Bücher. Bitte zählt in jedem Monat selbst eure Gesamtzahl an gelesenen Büchern und Seiten zusammen. Dies könnt ihr bspw. nach folgendem Muster tun: Januar x Bücher - x gelesene Seiten Februar x Bücher - x gelesene Seiten usw. Gesamt: x Bücher - x gelesene Seiten 2. Wer zwei Monate lang seinen Beitrag nicht aktualisiert hat, scheidet aus. Über diesen Startbeitrag erfahrt ihr, wenn ihr gefährdet sein solltet. 3. Bitte tragt eure Aktualisierung immer bis zum 05. des neuen Monats ein. Ich werde dann in den Tagen danach die Aktualisierung im Startbeitrag vornehmen - allerdings nur einmal im Monat. Wenn ihr also erst nach dem 05. des neuen Monats euren Sammelbeitrag aktualisiert und ich bin schon fertig mit der Aktualisierung des Startbeitrags, dann werde ich euch erst bei der nächsten Aktualisierung einen Monat später berücksichtigen. Es gibt keine Rezensionspflicht! Listet bitte nicht in euren Sammelbeiträgen die Bücher auf, das wird sonst für mich zu unübersichtlich - ich will in euren Sammelbeiträgen im Prinzip nur die Zahlen pro Monat sehen. Wenn ihr euch an eure gelesenen Bücher erinnern wollt, dann könnt ihr gerne die Bücher über die Büroklammer anhängen und ihr dürft gerne, wenn ihr es wollt die Rezensionen einfach so posten - ist aber keine Pflicht! Ein Einsteigen nach dem 01.01.2018 ist jederzeit möglich. Falls ihr später einsteigt, schickt mir bitte den Link zu eurem Sammelbeitrag per PN zu, damit er hier nicht untergeht. Danke! :) Falls ihr Fragen habt, dürft ihr euch gerne an mich wenden. Ich wünsche euch viel Spaß dabei! Teilnehmer: -favbooks-, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten --> 3 Bücher/ 1.367 Seiten 0Soraya0, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten  --> 36 Bücher/8.636 Seiten AberRush, Ziel 90 Bücher/35.000 Seiten --> 14 Bücher/6.518 Seiten adventurously, Ziel 40 Bücher/16.000 Seiten --> 10 Bücher/3.955 Seiten Aleetaya, Ziel 24 Bücher/12.000 Seiten --> 5 Bücher/2.414 Seiten Aleida, Ziel 70 Bücher --> 15 Bücher/6.233 Seiten AmberStClaire --> 23 Bücher/5.974 Seiten ANATAL, Ziel 55 Bücher/20.000 Seiten --> 15 Bücher/7.991 Seiten andreina, Ziel 100 Bücher/25.000 Seiten --> 28 Bücher/5.043 Seiten AnneMayaJannika, Ziel 80 Bücher/16.000 Seiten --> 20 Bücher/5.023 Seiten Annika_70, Ziel 60 Bücher --> 13 Bücher/5.822 Seiten Buchgespenst, Ziel 250 Bücher/100.000 Seiten  --> 83 Bücher/23.235 Seiten ChattysBuecherblog, Ziel 60 Bücher  --> 35 Bücher/12.943 Seiten Chrisi3006, Ziel 52 Bücher/15.600 Seiten  --> 23 Bücher/9.906 Seiten Constanze_K, Ziel 10.000 Seiten  --> 8 Bücher/2.672 Seiten Daniliesing  --> 4 Bücher/1.405 Seiten Darcy, Ziel 25 Bücher/10.000 Seiten  --> 2 Bücher/1.670 Seiten Darkmoon81, Ziel 75 Bücher  --> 19 Bücher/7.750 Seiten Denise7xy, Ziel 50 Bücher/20.000 Seiten  --> 16 Bücher/5.911 Seiten DianaE, Ziel 120 Bücher/50.000 Seiten  --> 60 Bücher/21.874 Seiten DieBerta, Ziel 100 Bücher/30.000 Seiten diebuchrezension, Ziel 50 Bücher/15.000 Seiten  --> 20 Bücher/5.777 Seiten dieschmitt, Ziel 52 Bücher  --> 44 Bücher/9.472 Seiten Elfeliya, Ziel 24 Bücher/3650 Seiten  --> 6 Bücher/2.498 Seiten evan, Ziel 40 Bücher  --> 17 Bücher/5.829 Seiten faanie, Ziel 80 Bücher  --> 33 Bücher/14.719 Seiten FantasyBookFreak, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.737 Seiten FrauAragon, Ziel 150 Bücher/50.000 Seiten  --> 3 Bücher/1.153 Seiten Frenx51, Ziel 50 Bücher  --> 7 Bücher/2.064 Seiten glanzente, Ziel 70 Bücher/14.000 Seiten  --> 13 Bücher/4.430 Seiten Hortensia13, Ziel 100 Bücher/30.000 Seiten --> 25 Bücher/10.013 Seiten ioreth, Ziel 50 Bücher/30.000 Seiten  --> 12 Bücher/5.247 Seiten janaka, Ziel 130 Bücher/42.000 Seiten  --> 22 Bücher/6.895 Seiten Jassi1993, Ziel 80 Bücher  --> 24 Bücher/6.471 Seiten jenvo82, Ziel 80 Bücher  --> 18 Bücher/7.091 Seiten Julchen77, Ziel 45 Bücher/15.000 Seiten --> 17 Bücher/5.492 Katinka17  --> 5 Bücher/2.092 Seiten kattii  --> 8 Bücher/2.222 Seiten Keksisbaby, Ziel 100 Bücher   --> 28 Bücher/10.092 Seiten Kirschbluetensommer, Ziel 50 Bücher  --> 14 Bücher/7.678 Seiten kleinechaotin, Ziel 60 Bücher/15.000 Seiten  --> 19 Bücher/5.949 Seiten kleine_welle, Ziel 70 Bücher/25.000 Seiten  --> 20 Bücher/8.948 Seiten Kuhni77, Ziel 100 Bücher  --> 14 Bücher/3.836 Seiten LadySamira091062, Ziel 210 Bücher/156.000 Seiten  --> 38 Bücher/15.252 Seiten Larii-Mausi, Ziel 100 Bücher/20.000 Seiten  --> 15 Bücher/4.535 Seiten lieblingsleben, Ziel 30 Bücher  --> 12 Bücher/3.962 Seiten LindyBooks  --> 4 Bücher/1.036 Seiten littlesparrow  --> 7 Bücher/2.127 Seiten mabuerele, Ziel 300 Bücher/90.000 Seiten  --> 89 Bücher/24.534 Seiten Maddinliest, Ziel 120 Bücher/45.000 Seiten  --> 34 Bücher/12.006 Seiten Marvey, Ziel 45 Bücher  --> 15 Bücher/6.648 Seiten Meeko81, Ziel 52 Bücher/18.200 Seiten  --> 9 Bücher/3.884 Seiten Monice, Ziel 60 Bücher/20.000 Seiten  --> 13 Bücher/5.252 Seiten Musikpferd, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 28 Bücher/4.042 Seiten Nannidel, Ziel 50 Bücher/10.000 Seiten --> 8 Bücher/2.314 Seiten niknak  --> 19 Bücher/5.336 Seiten Nynaeve04, Ziel 80 Bücher/35.000 Seiten  --> 29 Bücher/11.220 Seiten pinucchia, Ziel 57 Bücher/24.000 Seiten  --> 12 Bücher/4.350 Seiten QueenSize, Ziel 80 Bücher  --> 19 Bücher/7.089 Seiten Ro_Ke, Ziel 250 Bücher/80.000 Seiten   --> 98 Bücher/44.937 Seiten sansol, Ziel 150 Bücher  --> 33 Bücher/10.219 Seiten ScheckTina, Ziel 100 Bücher/16.000 Seiten  --> 41 Bücher/13.902 Seiten Steph86, Ziel 120 Bücher, 30.000 Seiten  --> 28 Bücher/5.989 Seiten SomeBody  --> 23 Bücher/8.193 Seiten Sportloewe, Ziel 50 Bücher/4.500 Seiten suggar, Ziel 110 Bücher/36.000 Seiten  --> 33 Bücher/10.933 Seiten sunlight, Ziel 150 Bücher/40.000 Seiten  --> 42 Bücher/11.215 Seiten Sutchy, Ziel 100 Bücher  --> 59 Bücher/17.293 Seiten Venetia, Ziel 50 Bücher   --> Wuschel  --> 30 Bücher/9.558 Seiten Yolande, Ziel 90 Bücher/40.000 Seiten  --> 23 Bücher/11.814 Seiten zessi79  --> 10 Bücher/2.912 Seiten zhera --> 3 Bücher/1.156 Seiten Gesamt: 1.580 Bücher/540.546 Seiten

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    • 212
  • Leserkommentare zu Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    ferial mott

    via eBook 'Der Junge im gestreiften Pyjama'

    Ich finde wichtig, dass über die Zeit des Nationalsozialismus' geschrieben wird. Die Geschichte von Bruno und Schmuel ist ein Schicksal, dass sowohl erwachsenen, wie meiner Mutter, als auch minderjährigen Kriegsinteressierten, wie meiner besten Freundin und mir (wir sind 13), sehr nahegeht. Wichtig ist dabei nur die Kenntnis der Vergehen, die Hitlers Leute damals an den Juden in Auschwitz, als auch in den übrigen Konzentrationslagern, begangen haben. "Der Junge im gestreiften Pyjama" ist aus der äußerst naiven Sichtweise des neunjährigen Brunos geschrieben, er begreift nicht welches Unheil sich da auf der Zaunseite seines neuen polnischen Freundes abspielt, bis es schließlich zu spät ist...

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    • 10
  • Gut, aber nicht herausragend

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    KirstenWilczek

    01. February 2018 um 15:37

    Bruno, ein neunjähriger Junge, forscht gern. Nein, er hat nicht den Mumm einer Pippi Langstrumpf, sondern hält sich bei seinen Expeditionen eigentlich immer an die Regeln und Grenzen, die ihm die Erwachsenen stecken. Er führt eher das Leben eines artigen Jungen, der das Jahrtausendbrausen um sich herum nicht wahrnimmt. Er lebt mit seiner Familie in einer großen Villa im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Vater ist ein hoher SS-Kommandant, "mit dem der Furor noch viel vor hat". Bruno hat diesen "Furor" zwar schon persönlich kennengelernt, als dieser sich mit einer netten, jungen Frau bei der Familie zu einem Abendessen einfindet. Bruno misst dem nicht allzu viel Bedeutung bei. Dennoch ändert sich das Leben der Familie danach schlagartig. Der Vater hat eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen. Das Reich braucht ihn. Und zwar in "Aus-Wisch". Das ist alles, was Bruno verstanden hat. Also packt die Familie ihre Koffer. Die Eltern, Bruno und seine Schwester Gretel ziehen um. Bruno ist todunglücklich. Das neue Domizil ist nicht annähernd so groß wie das Elternhaus. Nirgendwo gibt es andere Häuser oder Läden, von anderen Kindern ganz zu schweigen. Bruno will wieder nach Hause. Der Vater macht ihm aber unmissverständlich klar, dass seine Aufgabe und der "Furor" vorgehen. Bruno muckt zwar für seine Verhältnisse ziemlich vehement auf, beugt sich dann aber und findet sich allmählich mit der neuen Situation zurecht. Was im Wesentlichen an Schmuel liegt, einem Jungen im gestreiften Pyjama, der hinter dem Zaun lebt. Nachdem Haus und Nachbarschaft ihm nichts zu bieten haben, beginnt Bruno seine Umgebung zu erforschen. Er wagt sich nach langem Fußmarsch mutig an den Zaun. "Dort sah er zunächst einen Punkt, dann einen Schemen, dann ein Strichmännchen aus dem beim Näherkommen ein kleiner Junge wurde." Bruno versteht nicht, warum Schmuel immer einen bequemen Schlafanzug tragen darf, während er in zu knappen Hosen und zu engen Schuhen herumlaufen muss. Bruno findet es auch ungerecht, dass auf der anderen Seite des Zauns viel mehr Kinder leben als auf seiner Seite. Es dauert eine Weile, bis ihm Schmuel erzählt, wie er nach "Aus-Wisch" gekommen ist. Man hat ihm sein Zuhause weggenommen, genauso wie Bruno, meint Bruno. Die beiden sehen sich von nun an unter Gefahren für Schmuel jeden Tag an derselben Stelle des Zauns und freunden sich an, obwohl Bruno diese Freundschaft ganz merkwürdig findet, weil sie immer nur dasitzen und erzählen, aber nicht miteinander spielen können. Bis Bruno eines Tages beschließt, dem traurigen Schmuel bei der Suche nach dessen verschwundenem Vater zu helfen, nachdem schon der Großvater plötzlich verschollen war. Es ist der letzte Tag von Bruno in "Aus-Wisch", weil die Eltern nach einem Streit entschieden haben, dass die Mutter und die Kinder nach Berlin zurückkehren werden. Bruno besucht Schmuel ein letztes Mal und überschreitet die ihm durch den Zaun gesetzte Grenze, denn er hat es Schmuel versprochen. John Boyne präsentiert uns den Nationalsozialismus, die Judenverfolgung und den Holocaust aus der Warte eines unbedarften Neunjährigen, der von den Erwachsenen im Ungewissen gelassen wird, warum es den Zaun gibt und was sich dahinter abspielt. Bruno scheint nicht infiltriert worden zu sein von dem allgegenwärtigen Hass und der unübersehbaren Propaganda gegen die deutsche Bevölkerung jüdischen Glaubens, was ein wenig unwahrscheinlich anmutet, aber nicht gänzlich ausgeschlossen sein muss. Er wird als guter Junge von beinahe schlichtem Gemüt geschildert, der unvoreingenommen auf einen anderen Jungen trifft. Dass die beiden unter den geschilderten Umständen wirklich fast ein Jahr täglich am Grenzzaun unentdeckt eine Freundschaft entwickeln können, macht den Plot mehr als gewagt und scheint bei Kenntnis der historischen Fakten über das Lager und seine Grenzkontrollen mehr als unwahrscheinlich. Das stört beim Lesen nicht so sehr, weil historische Ungenauigkeiten in diesem Fall nicht zu einer Verharmlosung oder gar Banalisierung des verbrieften historischen Geschehens führen. Trotzdem bleibt im Anschluss an die Lektüre eine Irritation zurück. Boyne führt konsequent aus Brunos Warte durch die Geschichte, wenn auch an ein bis zwei Stellen die Erzählperspektive nicht gehalten wird. Auch das stört nicht so sehr. Es ist eine gut erzählte Geschichte, die den Leser nachdenklich zurücklässt. Immer, wenn monumentale Verbrechen anhand von Einzelschicksalen dargestellt werden, tut sich erst die Dimension des Schreckens auf, die Opferzahlen allein - selbst wenn sie noch so hoch sind - nicht vermitteln können. Positiv anzumerken ist, dass das Buch Klischees von den bösen Tätern und den armen Opfern vermeidet. Umso eindringlicher wirkt die Botschaft von der Sinnlosigkeit, Willkür und Grausamkeit der Judenverfolgung. Denn was ist an dem Jungen im gestreiften Pyjama so anders als an Bruno? Am Ende nichts. Wirklich gar nichts. Das Buch von John Boyne ist für mich kein Klassiker. Dafür ist mir der Plot zu unwahrscheinlich und zwischendurch arg betulich. Es ist aber eine Möglichkeit sich einem Jahrtausendverbrechen zu nähern, das sich mit zunehmender zeitlicher Distanz jedem Begreifen zu entziehen sucht, weil man es aus heutiger Warte nicht mehr nachvollziehen kann, wie sich eine solche Tötungsmaschinerie jemals in Bewegung setzen konnte. Jedes Buch, das an dieser Stelle weiterhilft und gegen das Vergessen arbeitet, ist mir willkommen, insbesondere ein gut geschriebenes Kinderbuch. Und das ist es.

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  • Ein Must-Have für jedes Bücherregal!

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    irini18

    15. January 2018 um 20:17

    Die Geschichte ist von der Sicht eines 9 -jährigen Kindes dargestellt.  Wegen seiner Naivität, wird der Leser öfters zum Nachdenken angeregt , das ist auch der Grund weshalb ich das Buch so interessant finde. Boyne zeigt uns außerdem, dass keiner außer den Opfern und den überlenden mit Sicherheit weiß wie schlimm dieses Grauen in Wirklichkeit war . Unser Protagonist ist sehr jung und für ihn sind alle Menschen gleich , der einzige Unterschied liegt an der Kleidung,  seiner Meinung nach  , und obwohl jeder versucht ihm vom Gegenteil zu überzeugen,  dass mehr hinter allem steckt , will er es gar nicht wahr haben. Trotzdem gibt es einige Durchschnitte ,wo man der meinung ist dass diese Naivität nicht real sein kann   und man fängt an das Interesse zu verlieren ,nach einigen Seiten wird aber etwas unerwartetes passiert und das Buch wird wieder spannend (es hat sowohl seine Höhen alles auch seine tiefen , wie jedes andere Buch)  . Da es aus der Perspektive eines Kindes ist, werden auch keine Meinungen/ Ideologien  vertreten. Meiner Meinung nach sollte JEDER das Buch gelesen haben denn man erfährt von unseren kleinen Helden wie die deutschen und wie "die anderen von der anderen Seite des Zauns" waren und wie sie behandelt wurden .

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  • Schockierend und bewegend zugleich

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    JuliaAndMyself

    12. January 2018 um 22:57

    John Boyne beschreibt im Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama" das dritte Reich aus der Sicht eines neunjährigen Jungen. Dabei ist dieser Junge der Sohn eines Konzentrationslagerkommandanten. Man merkt schnell, dass der neunjährige Bruno weder versteht, wlechen Job sein Vater ausübt, noch welche Auswirkungen dies auf die Menschen hat. Daher wird das dritte Reich aus einem anderen Blickwinkel, als in üblichen Büchern beschrieben und man gewinnt den Eindruck als würde Bruno das Geschehen durch eine "rosarote" Brille betrachten. Das Buch punktet zudem dadurch, dass es ohne offensichtliche Lehren und ohne ein Abschluss auskommt. Es beschreibt somit nur einen kurzen Auschnitt, ohne dabei auf ein Ende/eine Lehre abzuzielen. Der Autor verzichtet somit auf eine typischerweise offen formulierte Lektion an den Leser. Trotzdem macht man sich als Leser so seine Gedanken darüber. Und aus genau diesem Grund ist das Buch auch wärmstens zu empfehlen.

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  • Muss man gelesen haben...

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Mimabano

    27. December 2017 um 09:02

    Die Tatsache, dass das Buch so gut verkauft wird, hat mich nur überrascht, weil es keinen Klappentext hat.Der Titel ist so gut gewählt, dass man automatisch das Buch mal zur Hand nimmt. Auch ich habe es immer wieder gesehen und überall wurde davon gesprochen.Und dann endlich haben wir es in unserer Lesegruppe ausgewählt.Der Schreibstil ist definitiv für Jugendliche gemacht.ABER der Inhalt ist etwas schwierger einzustufen.Ich frage mich einfach ob dies wirklich ein Buch für Kinder ist.Ich denke einfach, dass man Kinder anders in das Thema einführen sollte.Das Buch finde ich dafür nicht geeignet, weil es trotz Umschreibungen doch sehr erschütternd ist.Der Schluss könnte Kinder sogar verstören.Trotzdem vergebe ich die volle Punktzahl weil mir das Buch sehr gefallen hat.Der Schreibstil, obwohl wie oben erwähnt jugendlich geschrieben, hat mich irgendwie fasziniert.Zum Inhalt sage ich nichts.Ich finde man muss das Buch einfach gelesen haben.Meine Empfehlung aber dazu : nur Erwachsene...🌺🌺🌺🌺🌺🌺

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  • der Holocaust aus der Sicht eines 9-jährigen Jungen

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    itwt69

    30. November 2017 um 19:52

    Ein unglaublich schockierendes, herzzerreißendes Buch über den Holocaust aus der Sicht des 9-jährigen Bruno, dessen Vater nach Auschwitz versetzt wird, um seine "Arbeit" zu tun. Mit dabei sind die Kinder, die natürlich nichts von der anderen Seite des Zaunes mitbekommen sollen. Doch als Bruno sich mit Schmuel anfreundet, nimmt das Drama seinen Lauf...sehr bewegend...

  • Der gestreifte Pyjama.

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Wuschel

    07. November 2017 um 13:40

    Bereits vom Film war ich gerührt. Er ging mir unter die Haut. Nie war ich mir klar ob ich darüber weinen oder lachen sollte, denn in meinen Augen war es ein gewisses Maß an Ironie. Dann nahm ich das Buch zur Hand. Zuerst war ich überrascht, denn es erinnerte eher an ein Kinderbuch von der Schriftgröße. Bereits nach wenigen Tagen hatte ich es verschlugen. Auch im Buch musste ich oft schmunzeln. Meist mit einem schlechten Gewissen, denn ich wusste um was es in dem Buch geht. Doch auch der Schreibstil erschien recht kindlich. Dennoch... man stelle sich vor die Welt aus der Sicht eines 9 jährigen Jungen zu sehen. Er versteht nicht was in vor sich geht. Natürlich hört er was er erklärt bekommt, doch wie erklärt man einem so kleinen Menschen den Krieg? Oder warum ein Mensch schlechter sein soll als man selbst? Das schöne an der Geschichte ist, dass der Junge trotz der "Lehre", welche man ihm irgendwann anfing zu unterziehen sein Kind sein beibehielt. Zu seinem Freund stand und in der schwersten Stunde für ihn da war, auch wenn es für seine Geschichte vielleicht nciht ganz so  einen Verlauf nahm, wie es sich manch einer gewünscht hätte.  Eine Geschichte über einen Zaun. Einen Zaun, der uns heute noch gerne im Leben begegnet. Eine Geschichte die durch Mark und Bein geht. 

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  • Ein Buch für jedes Bücherregal.

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Ellaa_

    06. November 2017 um 17:26

    Inhaltsangabe:Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.Meine Meinung:Da ich mir gerne ein Buch über den zweiten Weltkrieg vornehme, war ich trotzdem sehr aufgeregt was dieses Buch angeht. Eine völlig neue Perspektive, Einzigartig hervorgebracht. Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten. Sieht aber aus wie das Muster der "Pyjamas" der Bauern. Äußerst passend. Schreibstil: Das Buch hat einen flüssigen, leichten  Schreibstil, was nochmal verstärkt das der Protagonist jünger ist. Ich musste mich anfangs sehr daran gewöhnen, jedoch ging es nach einer Zeit. Kapitel: Die Kapitel laufen sehr gut über. Die jeweiligen  Überschriften sind  kurz gehalten und aussagekräftig. Genau richtig für eine solche Lektüre. Der kleine Bruno muss umziehen- von der Stadt auf das Land. Was ihm natürlich gar nicht passt, bis er in der Nähe einen Bauernhof entdeckt. Zumindest glaubt er das. Denn er ist noch nicht vollkommen aufgeklärt. Eine sehr tragische Freundschaft beginnt.. Idee: Dieses ernste Thema- wurde einfach mal aus einer anderen Perspektive erzählt- die eines Kindes. Was für mich sehr erfrischend war und da ich davor schon den Film sehen durfte, sehr ausdrucksstark. Die Zeit war wirklich schlimm und besonders für Kinder nicht richtig erfassbar. Es zeigt auch wunderbar wie viele Leute vor dem offensichtlichen die Augen verschließen. An einigen Stellen war es mir unbegreiflich, dass so viele Menschen nichtmal Schüsse gehört haben sollen.. Den Schluss fande ich aufschüttelnd. Eigentlich wird der klägliche Rest der vielleicht vorhanden Menschlichkeit der Nazis weggespült.. zum Glück wacht Brunos Vater noch auf. Das hat mir nochmal sehr gefallen. Charaktere: Der Protagonist, ist der 9 Jährige Bruno, der naiv, neugierig und an manchen Stellen unbelehrbar ist. Ein typischer 9 Jähriger, der perfekt dargestellt wurde. Da hat sich der Autor wohl seiner alten Tage besonnen. Sein Vater ist Hauptmann der SS Truppen in Ausschwitz.Schmuel, der beste Freund von Bruno,  ist ein kleiner liebreizender Junge, den ich sehr mochte. Er ist Jude. Und genau zwischen diesen kleinen unschuldigen Jungen wächst eine aussichtslose und gefährliche Freundschaft heran. Sehr liebenswerte Story. Allerdings muss ich sagen: An vielen Stellen wirkte die Freundschaft der beiden, sehr distanziert und auch nicht besonders stark, denn Bruno wirklich ziemlich egoistisch anfangs. Gefiel mir nicht so sehr. Deshalb 0,5 Sternchen Abzug. Mein Fazit: Für mich eine kleine Pflichtlektüre um auch in die unschuldigsten der Opfer zur damaligen Zeit einen kleinen Einblick zu erhaschen. 

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  • Eine sehr bewegende Geschichte.

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    nastiwho

    21. October 2017 um 11:36

    Die meisten werden die Story wahrscheinlich kennen. Es ist aus der Sicht eines neun jährigen Junge geschrieben, was ich toll fand. Ich mochte Bruno richtig gerne. Das Ende war natürlich sehr traurig. Den Film hab ich gleich danach auch noch angeschaut kann beides nur empfehlen.

  • Der Junge im gestreiften Pyjama von John Boyne

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Tamii1992

    19. October 2017 um 09:40

    Schon lange hat mich ein Buch nicht mehr so berührt wie "Der Junge im gestreiften Pyjama". Die Geschichte fängt ganz "harmlos" an und wandelt sich dann immer mehr und mehr in eine ernste Handlung um. Es gibt nur wenige Kapitel in der der Leser ein gutes und glückliches Gefühl verspüren kann. Man sollte für dieses Buch auf jeden Fall nicht zu sensibel sein.Der Schreibstil verkörpert ganz die Gedanken eines neun jährigen Jungen. Die Sätze sind recht kurz gehalten, die Schrift eher groß geschrieben. Wäre die Handlung nicht, könnte man meinen es sei ein Kinderbuch. Die einzelnen Kapitel stecken voller Cliffhanger, was das Unheimliche an dem Buch ist. Es gibt Handlungen die nicht niedergeschrieben wurden. Niemand redet über das was gleich geschieht, aber jeder weiß es.Der Hauptcharakter ist Bruno, der mit seiner Familie von Berlin nach "Aus-Wisch" zieht, damit sein Vater seine neue Position ausüben kann. Bruno ist ein sehr aufgeweckter, nachdenklicher und sehr naiver Junge. Was ihm einerseits sehr sympatisch macht, aber andererseits empfindet man tiefes Mitgefühl für den Jungen. Der zweite Hauptcharakter ist Schmuel. Über Schmuel ist nicht wirklich viel bekannt. Er lebt seit geraumer Zeit mit seiner Familie in einem KZ-Lager und ist sehr in sich hineingekehrt. Über seine Familie ist so gut wie nichts bekannt.

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  • Der Junge im gestreiften Pyjama

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    deichpoesie

    16. October 2017 um 23:54

    Es gibt Ereignisse in der Geschichte, welche nur schwer in Worte zu fassen sind. Es ist womöglich noch schwieriger, wenn ein Autor vor dem Hintergrund des Holocaust versucht, eine Geschichte zu erzählen. John Boyne unternimmt den Versuch in seiner Erzählung „Der Junge im gestreiften Pyjama“, um dieses Problem zu lösen. Der Leser selbst darf am Ende entscheiden, ob ihm dies wirklich gelungen ist! Zum Buch: Bruno ist ein aufgeweckter Junge im Alter von 9 Jahren. Er und seine Familie leben in Berlin – doch dies soll sich schon bald ändern. Sein Vater, der stets in Uniform durch das Haus schreitet, hat einen neuen wichtigen Posten angenommen. Dafür ist es notwendig Berlin mit der gesamten Familie zu verlassen. Einzig die Großeltern und Brunos beste Freunde bleiben zurück. Der Junge ist äußerst enttäuscht und kann nicht begreifen, warum er seine geliebte Umgebung so plötzlich verlassen muss. Als die Familie ihre „neue Heimat“ erreicht, wird die schlechte Laune nur noch mehr verstärkt. Bruno findet sich mitten im Nirgendwo wieder. Lediglich ein riesiger umzäunter Bereich, welcher am neuen Familiensitz angrenzt, bildet die neu gewonnene Nachbarschaft. Er entdeckt keinerlei Kinder – keine neuen Spielkameraden – er fühlt sich allein und im Stich gelassen. Sein Wissensdurst ist zwar vorhanden, doch einige Dinge kommen ihm unwirklich und unbegreiflich vor. Der „Furor“ hat Großes vor und deswegen ist sein Vater mit einer neuen Aufgabe betraut worden – in Aus-Wisch! Doch warum muss er mit seiner unausstehlichen Schwester und seiner Mutter hier sein? Warum laufen ständig Soldaten im Haus auf und ab? Warum verbietet man ihm seine Erkundungsausflüge? Trotz dieser vielen Fragen wagt es Bruno nicht, seinen Vater direkt darauf anzusprechen. Sein Vater verlangt Dinge, die nicht von ihm erklärt werden. Bruno kann sich für sein Alter ausgesprochen gut artikulieren – doch seine Wissensbestände weisen einige Lücken auf, die seine Familie anscheinend nicht schließen will. Alles ändert sich, als Bruno gegen eine Anweisung verstößt und am Zaun entlangwandert. Dabei macht er eine Entdeckung, die alles – wirklich alles – verändern wird. Er entdeckt den Jungen im gestreiften Pyjama. Fazit: In seinem Nachwort schildert John Boyne sehr deutlich die Problematik, wenn man sich einem so schwierigen Kapitel wie dem Holocaust literarisch widmen möchte. In vielerlei Hinsicht tat ich mich schwer, mich dieser Erzählung hinzugeben. Boyne weist bereits zu Beginn der Erzählung darauf hin, worum es sich möglicherweise handeln könnte. Es wird immer deutlicher und der Leser blickt manchmal verwundert auf, wenn die Naivität des Jungen Bruno zum Vorschein kommt. Ist er denn wirklich blind? Sieht er denn nicht den Zusammenhang und Horror vor „der eigenen Haustür“? Natürlich können die Leser nunmehr beginnen, dieses Buch in allen Einzelheiten auseinander zu nehmen. Der Junge ist doch 9 Jahre alt – der muss doch was wissen, wenn sein Vater ein Mann der SS war. Was ist mit seiner Schwester? War sie denn kein Mitglied des BdM? Es tauchen unheimlich viele Fragen auf, die vermuten lassen, es handele sich hier um eine schlechte Recherche des Autors. Doch das ist in meinen Augen nicht die Intention des Verfassers. Der Autor versucht, die kindliche Zerbrechlichkeit und Naivität anhand einer Erzählung zu verdeutlichen, Boyne gelingt dieser sensible Spagat. Er zeichnet sicherlich ein etwas überspitztes Bild eines naiven Kindes – doch findet sich nicht vielleicht auch der eine oder andere Leser in Bruno wieder? Waren wir nicht auch etwas naiv und unvoreingenommen, als Schulfächer wie Geschichte noch nicht zum alltäglichen Lehrplan gehörten?  Ich muss zugeben, dass ich erst zum Ende der Erzählung (vor allem nach dem hervorragenden Nachwort des Autors!) ein klares verständnisvolles Bild vor Augen hatte.

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  • Schöne Geschichte, die lesenswert ist.

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    Meereszeilen

    11. September 2017 um 18:49

    Inhalt: Bruno weiß nichts vom Holocaust oder dergleichen. Er ist ein streng erzogener, einsamer Junge, der mit seiner Familie nach Polen ziehen musste, weil sein Vater zum Kommandant befördert wurde. In seinem neuen zuhause fühlt er sich zuerst nicht sonderlich wohl und geht irgendwann auf Entdeckungstour. Dabei trifft er auf Schmuel, der hinter dem Zaun lebt, den man aus Brunos Fenster sehen kann. Langsam werden ihm die Augen geöffnet und plötzlich ist er in den Fängen des schrecklichen Geschehens. Cover: Das Cover finde ich sehr ansprechend, da es an den Pyjama erinnert und auch eher schlicht gehalten wurde. Mich stört es auch nicht, dass der Titel fast über das ganze Cover geht und auch der Name des Autors hat eine gute Größe und Position. Meine Meinung: "Der Junge im gestreiften Pyjama" wurde von John Boyne verfasst und von Brigitte Jakobeit, aus dem Englischen, übersetzt. Ich fand die Idee hinter der Geschichte sehr ansprechend, da ich diese Zeit von früher auch so, sehr interessant finde und immer wieder gerne neues darüber lese. Da ich auch den Film bereits kannte habe ich eigentlich nichts weiter erwartet. Dabei hab ich aber trotzdem gehofft, dass mich das Buch genauso fesselt, wie der Film. Dabei ist es eine bewegende Geschichte, die uns ein Einblick in die grausame Vergangenheit schenkt. Dabei mag ich den Protagonisten Bruno wirklich sehr. Klar er ist noch ein Kind und somit in manchen Situationen auch recht nervig aber ich finde, da kann man drüber weg sehen, weil es halt am alter des Protagonisten liegt. Auch Schmuel mag ich. Den Jungen hinter dem Zaun, im gestreiften Pyjama. Er ist zwar sehr still und zurückhaltend, was in seiner Situation aber mehr als verständlich ist. Ich finde auch die Schriftgröße sehr schön und passend zur Seitenzahl. Auch der Schreibstil hat mich überzeugt, da ich das Buch in ca. drei Tagen durch hatte. Dabei war der Schreibstil sehr flüssig zu lesen und es wurde aus der Sicht eines Kindes geschrieben. Das Ende ist zwar leider nicht besonders schön aber es passt dennoch zur Geschichte und ist auch sehr überraschend. Ich habe es jedenfalls so, als ich zum ersten Mal den Film gesehen habe, nicht erwartet. Im Allgemeinen ging es um eine wachsende Freundschaft und um eine grausame und wichtige Zeit. Fazit: Für mich ist die Geschichte einfach ein muss, weil es eine Geschichte ist, die das Herz berührt. Außerdem erzählt das Buch über eine wichtige Zeit, die auch heutzutage noch ein wichtiges Thema ist.

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  • Durch die Augen eines Jungen

    Der Junge im gestreiften Pyjama

    pamN

    07. September 2017 um 11:56

    ‎Bruno muss sein sein Zuhause in Berlin verlassen, da sein Vater eine neue Stelle in Aus-Wisch vom Furor übertragen bekommen hat. Als er einen Jungem im gestreiften Pyjama kennenlernt, beginnt er sich dort heimisch zu fühlen, denn er hat nun einen Freund...auf der anderen Seite des Zaunes. Das Cover ist sehr schlicht, was mir aber super gefällt. Es passt zur Story und gibt dem Leser keine Richtung vor. Den Schreibstil fand ich super. Ich hatte wirklich das Gefühl einem 9 Jahre alten Jungen und dessen Geschichte zu lauschen. Dadurch wurde auch die Unwissenheit und Unschuld von Bruno problemlos transportiert. Außerdem gab es keine zähe oder langweilige Stelle. Ich wollte das Buch nicht aus den Händen legen.Im Buch gibt es keine großen emotionalen oder handlungsbezogenen Höhen oder Tiefen. Es ist wie ein Tagebuch eines kleinen Jungen und wie er die Welt und Personen um sich herum wahrnimmt. Es ist jedoch interessant wie wenig er über den Nationalsozialismus, Juden und Auschwitz weiß und erklärt bekommt. So gut wie nichts. Trotz Privatlehrer, der diese Themen für unabdingbar haelt. Der Leser erfährt nicht wirklich viel über die anderen Charaktere (Vater, Mutter, Schwester), aber das passt ebenfalls zur Story. Denn Bruno ist viel alleine und muss sich einigen Verhaltensregeln im Umgang mit den anderen unterwerfen.Die Freundschaft zwischen Bruno und Schmuel finde ich unglaublich rührend. Jedoch wäre es interessant gewesen zu lesen, wie und ob sich Brunos Meinung zu Schmuel geändert hatte, wenn er mehr gewusst hätte.Ich muss zugeben, dass ich sehr froh bin, dass das Ende nicht so krass war wie im Film. Das Film-Ende hat mich unglaublich erschüttert und in Tränen zurückgelassen. Das Ende des Buches ist etwas offener, aber selbstverständlich nichtsdestoweniger  erschütternd.

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