Der Junge im gestreiften Pyjama

von John Boyne 
4,4 Sterne bei1,994 Bewertungen
Der Junge im gestreiften Pyjama
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (1714):
engineerwifes avatar

Toll geschrieben ... aber harter Tobac, besonders für Jugendliche ...

Kritisch (73):
A

Ich finde das Buch nicht schlecht aber man kann es auch sein lassen durch die Kindliche Erzählweise ist es oft ein bisschen träg

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Inhaltsangabe zu "Der Junge im gestreiften Pyjama"

Die Geschichte von 'Der Junge im gestreiften Pyjama' ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596856916
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:FISCHER KJB
Erscheinungsdatum:24.08.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.08.2007 bei Argon Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    cecilyherondale9s avatar
    cecilyherondale9vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: gut geschrieben und viele Wahrheiten
    Aus-Wisch

    Ich rezensiere das Buch "Der Junge im gestreiften pyjama" von John Boyne.

    Cover:
    Das Cover ist schlicht und einfach, blau weiß gestreift. In zusammenhang mit dem buch, hat es aber eine spezielle bedeutung.

    Inhalt:
    Der neunjährige Bruno weiß nichts von der Endlösung oder dem Holocaust. Er ist unberührt von den entsetzlichen Grausamkeiten, die sein Land dem europäischen Volk zufügt. Er weiß nur, dass man ihn von seinem gemütlichen Zuhause in Berlin in ein Haus verpflanzt hat, das in einer öden Gegend liegt, in der er nichts unternehmen kann und keiner mit ihm spielt. Bis er Schmuel kennenlernt, einen Jungen, der ein seltsam ähnliches Dasein auf der anderen Seite des angrenzenden Drahtzauns fristet und der, wie alle Menschen dort, einen gestreiften Pyjama trägt. Durch die Freundschaft mit Schmuel werden Bruno, dem unschuldigen Jungen, mit der Zeit die Augen geöffnet. Und während er erforscht, wovon er unwissentlich ein Teil ist, gerät er unvermeidlich in die Fänge des schrecklichen Geschehens.

    das Buch ist fesselnd und in der erzähler-Perspektive geschrieben. Trotzdem ist es wie on einem neunjährigen und viele von Brumos gedanken werden vermittelt. Sprachlich ist es oft einfach,z.B. heißt es immer Furor (statt Führer) und Aus-wisch (statt ausschwitz), da Bruno es nicht richtig sprechen kann.  Trotzdem bringt einen das Buch zum nachdenken. Ich empfehle es gerne weiter und gebe 4 sterne.

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    Nika488s avatar
    Nika488vor 5 Monaten
    Klasse Buch

    #Rezension 

    John Boyne  - Der Junge im gestreiften Pyjama 

    Klappentext:
    "Die Geschichte von »Der Junge im gestreiften Pyjama« ist schwer zu beschreiben. Normalerweise geben wir an dieser Stelle ein paar Hinweise auf den Inhalt, aber bei diesem Buch - so glauben wir - ist es besser, wenn man vorher nicht weiß, worum es geht. Wer zu lesen beginnt, begibt sich auf eine Reise mit einem neunjährigen Jungen namens Bruno. (Und doch ist es kein Buch für Neunjährige.) Früher oder später kommt er mit Bruno an einen Zaun. Zäune wie dieser existieren auf der ganzen Welt."
    ___
    Mein Fazit!!

    Ich war letztens mit meiner Freundin unterwegs und wir waren natürlich im Buchladen 
    Dort entdeckte sie ein Buch des Autoren und da kamen wir darauf, das ich dieses Buch noch gar nicht gelesen hatte ... Sie sagte zu mir leg dir Taschentücher bereit als ich ihr gestern Abend zeigte, dass ich das Buch angefangen  habe zu lesen..
     
    Zum Inhalt werde ich definitiv nichts schreiben, denn man muss es einfach gelesen haben .. der Tipp mit den Taschentüchern war übrigens super ... 
    Ich konnte dieses Buch nicht aus der Hand legen, es ist einfach unfassbar gut geschrieben und so real und auch traurig zugleich... was war das damals für eine Zeit ... ich kriege jedes mal wieder Gänsehaut ... 

    Ein echt krasses Thema wundervoll umgesetzt.

    5 Von 5 Sternen mit einer ganz klare  #leseempfehlung für denjenigen, der das Buch noch nicht kennt ... 

    #JohnBoyne #DerJungeImGestreiftenPyjama #büchereule #leseratte #liebsteshobby #bücherliebe #leseliebe #leseverrückt #lesewahnsinn #bücherwurm #ohn ebücherohnemich #lesewurm #meineleidenschaft #lesesucht  #bücherjunkie #büchernerd #lesenistliebe #derrealitätentfliehen #buchblog #buchbloggerin #bücherliebhaberin #fischerverlage

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    statement_not_mainstreams avatar
    statement_not_mainstreamvor 5 Monaten
    Empfehlenswert - Buch mit toller Message

    Als ich begonnen hatte das Buch zu lesen, konnte ich es nicht mehr weg legen. Aufgrund der Thematik hatte ich persönlich immer das Gefühl, dass im Verlauf des Buches etwas „Schlimmes“ geschehen wird. 

    Die Geschichte hat mich gepackt und es hat sich wieder einmal bestätigt, dass Kinder von Kindern nicht unterscheiden & manchmal die Entscheidungen der Erwachsenenwelt nicht nachvollziehen können. 

    Der kleine neunjährige Bruno und seine Schwester...wie normal könnte diese Kindheit sein? Wenn da nicht sein Vater wäre.
    Mich hat der junge Protagonist emotional so sehr mitgenommen...ich wollte ihn jedes Mal schütteln um ihm zu sagen "lauf weg Junge, sei nicht so naiv". 
    Es ist ein Kind. Gefangen in der Grausamkeit einer Zeit, die man nie vergessen sollte.

    Geschichtlich und aus der Realität betrachtet vielleicht etwas unglaubwürdig. Vor allem das Ende wäre vermutlich unbemerkt nicht so wie dargestellt möglich gewesen. 
    Da es sich aber um eine fiktive Geschichte handelt, was dem Leser davor auch bekannt ist - finde ich diesen Punkt nicht so relevant.

    Der Schreibstil und die Message an sich sind genial! Sehr empfehlenswert.

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    Isy2611s avatar
    Isy2611vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein gutes Buch über ein wichtiges Thema!
    Ein Junge in Auschwitz

    Ein großes Haus in Berlin, gute Freunde, ein riesiger Forscherdrang: Bruno (9 Jahre) führt ein aufregendes Leben. Er ist sehr bestürzt, als er eines Tages nach Hause kommt, und das Hausmädchen in seinem Zimmer alles in Kisten verpackt. Die Familie muss Berlin verlassen, da der Vater eine neue Position bekommen hat. Das geschah bei einem Abendessen, bei dem der Vater seine beste Uniform getragen hat. Bruno ist gar nicht glücklich darüber. Das neue Haus steht im Nirgendwo, ist viel kleiner und neue Freunde findet er auch nicht. Umso glücklicher ist er, als er eines Tages von seinem Fenster aus Kinder auf der anderen Seite eines Zaunes entdeckt. Aber warum tragen sie und ihre Familie bloß gestreifte Pyjamas?

    Das Buch habe ich an einem Nachmittag gelesen. Das liegt einerseits an seiner Kürze, andererseits an dem sehr gut lesbaren Schreibstil. Die Kürze ist hier keinesfalls ein Kritikpunkt. Vielmehr gelingt es dem Autor, die Geschichte so eingängig und prägnant zu schildern, dass mehr Seiten dem Buch die Aussagekraft nehmen würden. Leider bin ich mit dem Protagonisten Bruno gar nicht warm geworden. Natürlich ist so ein kleiner Junge naiv. Doch Bruno scheint mir zu naiv zu sein. Er weiß nichts von der Endlösung. Er scheint noch nicht einmal zu wissen, was Juden sind. Seine Schwester scheint auch nicht im BDM gewesen zu sein. Und das, obwohl der Vater eine so hohe Position bekleidet? Das erscheint mir unplausibel. Das Ende hat jedoch vieles, was mir im Laufe des Buches nicht gefallen hat, wieder wett gemacht. Denn das Ende ist so überraschend wie auch erschreckend, das es der Leser wohl kaum jemals vergessen kann.

    Ein gutes Buch zu einem wichtigen Thema

    Kommentare: 2
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    Keksisbabys avatar
    Keksisbabyvor 7 Monaten
    this life is so complicated until we see it through the eyes of a child.

    Bruno muss mit seiner Familie Berlin verlassen. Sein Vater wurde vom Führer versetzt und zwar nach Auschwitz. Da ist es so viel langweiliger als in der Großstadt, vor allem versteht der Junge nicht was es mit den vielen Leuten auf sich zu tun hat, die jenseits des Zauns leben und nie herüberkommen. Auf einer seiner Entdeckertouren lernt er Schmuel kennen, ein Junge jenseits des Zauns, der einen gestreiften Pyjama trägt und den Kopf rasiert hat. Die beiden freunden sich an und erzählen sich viel, bei ihren Treffen. Dann aber beschließt Brunos Mutter, dass ein KZ nicht der geeignete Ort ist, um Kinder groß zu ziehen und so bricht Bruno zu einem letzten Abenteuer mit seinem Freund Schmuel auf. Sie wollen versuchen, seinen Vater zu finden, der verschollen ist.

     

    „Der Junge im gestreiften Pyjama“ ist ein Buch was an die Nieren geht. Nicht nur weil es um Konzentrationslager und den Holocaust geht, sondern weil es aus der naiven Sicht eines Kindes geschrieben ist und daher mit einer Leichtigkeit und Unschuld daherkommt. Nur der wissenden Leser kennt die Hintergründe, weiß was sich hinter den Worten „Führer“, „Auschwitz“ und „Juden“ verbirgt. Diese Worte werden im Roman verniedlicht, ja fast verharmlost in „Furor“ und „Auswisch“, genauso wie ein kleines Kind sie verstehen würde. Bruno ist unbeschwert, ein Kind und versucht durch Erforschen Zusammenhänge herzustellen, zwischen seiner bekannten Welt und dem was er im KZ beobachtet, natürlich sind diese Schlüsse unbedarft. Die Einzig aufklärende Komponente ist seine große Schwester, eigentlich ein hoffnungsloser Fall, aber hin und wieder doch dazu nütze ihm die Welt zu erklären. Das Ende habe ich erahnt, als Bruno Schmuel anbietet auf seiner Seite des Zauns nach seinem Vater zu suchen, habe aber bis zum Schluss gehofft der Autor würde es sich anders überlegen. Dennoch ein anderes Ende hätte nicht gepasst und daher bin ich froh, auch wenn ich noch einige Minuten mit dem geschlossenen Buch da saß und das Ganze auf mich wirken ließ. Bruno und Schmuel sind beide gleich alt und haben am selben Tag Geburtstag. Der Zaun wirkt wie ein Spiegel. Er zeigt die zwei Seiten einer Medaille. Auf welcher Seite des Zauns du landest, hängt davon ab in welche Familie du geboren wurdest. Auch heute noch kommt es in manchen Situationen drauf an, in welcher sozialen Schicht man aufwächst.

     

    Das Buch stand seit seinem Erscheinen auf meiner Zu-Lesen-Liste, schade dass ich fast 10 Jahre brauchte es zu lesen. Trotzdem hat es sich gelohnt, nicht viele Bücher hallen nach, aber die die es tun hinterlassen Spuren und dies ist eines davon.

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    KirstenWilczeks avatar
    KirstenWilczekvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Gut, aber m.E. kein Klassiker der Jugendbuchliteratur
    Gut, aber nicht herausragend

    Bruno, ein neunjähriger Junge, forscht gern. Nein, er hat nicht den Mumm einer Pippi Langstrumpf, sondern hält sich bei seinen Expeditionen eigentlich immer an die Regeln und Grenzen, die ihm die Erwachsenen stecken. Er führt eher das Leben eines artigen Jungen, der das Jahrtausendbrausen um sich herum nicht wahrnimmt. Er lebt mit seiner Familie in einer großen Villa im Berlin der beginnenden Vierziger Jahre des letzten Jahrhunderts.
    Der Vater ist ein hoher SS-Kommandant, "mit dem der Furor noch viel vor hat". Bruno hat diesen "Furor" zwar schon persönlich kennengelernt, als dieser sich mit einer netten, jungen Frau bei der Familie zu einem Abendessen einfindet. Bruno misst dem nicht allzu viel Bedeutung bei. Dennoch ändert sich das Leben der Familie danach schlagartig. Der Vater hat eine neue Aufgabe zugewiesen bekommen. Das Reich braucht ihn. Und zwar in "Aus-Wisch". Das ist alles, was Bruno verstanden hat. Also packt die Familie ihre Koffer. Die Eltern, Bruno und seine Schwester Gretel ziehen um. Bruno ist todunglücklich. Das neue Domizil ist nicht annähernd so groß wie das Elternhaus. Nirgendwo gibt es andere Häuser oder Läden, von anderen Kindern ganz zu schweigen. Bruno will wieder nach Hause. Der Vater macht ihm aber unmissverständlich klar, dass seine Aufgabe und der "Furor" vorgehen. Bruno muckt zwar für seine Verhältnisse ziemlich vehement auf, beugt sich dann aber und findet sich allmählich mit der neuen Situation zurecht. Was im Wesentlichen an Schmuel liegt, einem Jungen im gestreiften Pyjama, der hinter dem Zaun lebt. Nachdem Haus und Nachbarschaft ihm nichts zu bieten haben, beginnt Bruno seine Umgebung zu erforschen. Er wagt sich nach langem Fußmarsch mutig an den Zaun. "Dort sah er zunächst einen Punkt, dann einen Schemen, dann ein Strichmännchen aus dem beim Näherkommen ein kleiner Junge wurde."
    Bruno versteht nicht, warum Schmuel immer einen bequemen Schlafanzug tragen darf, während er in zu knappen Hosen und zu engen Schuhen herumlaufen muss. Bruno findet es auch ungerecht, dass auf der anderen Seite des Zauns viel mehr Kinder leben als auf seiner Seite. Es dauert eine Weile, bis ihm Schmuel erzählt, wie er nach "Aus-Wisch" gekommen ist. Man hat ihm sein Zuhause weggenommen, genauso wie Bruno, meint Bruno. Die beiden sehen sich von nun an unter Gefahren für Schmuel jeden Tag an derselben Stelle des Zauns und freunden sich an, obwohl Bruno diese Freundschaft ganz merkwürdig findet, weil sie immer nur dasitzen und erzählen, aber nicht miteinander spielen können. Bis Bruno eines Tages beschließt, dem traurigen Schmuel bei der Suche nach dessen verschwundenem Vater zu helfen, nachdem schon der Großvater plötzlich verschollen war.
    Es ist der letzte Tag von Bruno in "Aus-Wisch", weil die Eltern nach einem Streit entschieden haben, dass die Mutter und die Kinder nach Berlin zurückkehren werden. Bruno besucht Schmuel ein letztes Mal und überschreitet die ihm durch den Zaun gesetzte Grenze, denn er hat es Schmuel versprochen.

    John Boyne präsentiert uns den Nationalsozialismus, die Judenverfolgung und den Holocaust aus der Warte eines unbedarften Neunjährigen, der von den Erwachsenen im Ungewissen gelassen wird, warum es den Zaun gibt und was sich dahinter abspielt. Bruno scheint nicht infiltriert worden zu sein von dem allgegenwärtigen Hass und der unübersehbaren Propaganda gegen die deutsche Bevölkerung jüdischen Glaubens, was ein wenig unwahrscheinlich anmutet, aber nicht gänzlich ausgeschlossen sein muss. Er wird als guter Junge von beinahe schlichtem Gemüt geschildert, der unvoreingenommen auf einen anderen Jungen trifft. Dass die beiden unter den geschilderten Umständen wirklich fast ein Jahr täglich am Grenzzaun unentdeckt eine Freundschaft entwickeln können, macht den Plot mehr als gewagt und scheint bei Kenntnis der historischen Fakten über das Lager und seine Grenzkontrollen mehr als unwahrscheinlich. Das stört beim Lesen nicht so sehr, weil historische Ungenauigkeiten in diesem Fall nicht zu einer Verharmlosung oder gar Banalisierung des verbrieften historischen Geschehens führen. Trotzdem bleibt im Anschluss an die Lektüre eine Irritation zurück.
    Boyne führt konsequent aus Brunos Warte durch die Geschichte, wenn auch an ein bis zwei Stellen die Erzählperspektive nicht gehalten wird. Auch das stört nicht so sehr.
    Es ist eine gut erzählte Geschichte, die den Leser nachdenklich zurücklässt.
    Immer, wenn monumentale Verbrechen anhand von Einzelschicksalen dargestellt werden, tut sich erst die Dimension des Schreckens auf, die Opferzahlen allein - selbst wenn sie noch so hoch sind - nicht vermitteln können.
    Positiv anzumerken ist, dass das Buch Klischees von den bösen Tätern und den armen Opfern vermeidet. Umso eindringlicher wirkt die Botschaft von der Sinnlosigkeit, Willkür und Grausamkeit der Judenverfolgung. Denn was ist an dem Jungen im gestreiften Pyjama so anders als an Bruno? Am Ende nichts. Wirklich gar nichts.

    Das Buch von John Boyne ist für mich kein Klassiker. Dafür ist mir der Plot zu unwahrscheinlich und zwischendurch arg betulich. Es ist aber eine Möglichkeit sich einem Jahrtausendverbrechen zu nähern, das sich mit zunehmender zeitlicher Distanz jedem Begreifen zu entziehen sucht, weil man es aus heutiger Warte nicht mehr nachvollziehen kann, wie sich eine solche Tötungsmaschinerie jemals in Bewegung setzen konnte.
    Jedes Buch, das an dieser Stelle weiterhilft und gegen das Vergessen arbeitet, ist mir willkommen, insbesondere ein gut geschriebenes Kinderbuch. Und das ist es.

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    irini18s avatar
    irini18vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannendes und zugleich auch anspruchvolles Buch. Einfach ein MUST - HAVE !!!
    Ein Must-Have für jedes Bücherregal!

    Die Geschichte ist von der Sicht eines 9 -jährigen Kindes dargestellt.  Wegen seiner Naivität, wird der Leser öfters zum Nachdenken angeregt , das ist auch der Grund weshalb ich das Buch so interessant finde. Boyne zeigt uns außerdem, dass keiner außer den Opfern und den überlenden mit Sicherheit weiß wie schlimm dieses Grauen in Wirklichkeit war . Unser Protagonist ist sehr jung und für ihn sind alle Menschen gleich , der einzige Unterschied liegt an der Kleidung,  seiner Meinung nach  , und obwohl jeder versucht ihm vom Gegenteil zu überzeugen,  dass mehr hinter allem steckt , will er es gar nicht wahr haben. Trotzdem gibt es einige Durchschnitte ,wo man der meinung ist dass diese Naivität nicht real sein kann   und man fängt an das Interesse zu verlieren ,nach einigen Seiten wird aber etwas unerwartetes passiert und das Buch wird wieder spannend (es hat sowohl seine Höhen alles auch seine tiefen , wie jedes andere Buch)  . Da es aus der Perspektive eines Kindes ist, werden auch keine Meinungen/ Ideologien  vertreten. 
    Meiner Meinung nach sollte JEDER das Buch gelesen haben denn man erfährt von unseren kleinen Helden wie die deutschen und wie "die anderen von der anderen Seite des Zauns" waren und wie sie behandelt wurden .

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    JuliaAndMyselfs avatar
    JuliaAndMyselfvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Schockierend und bewegend zugleich.
    Schockierend und bewegend zugleich

    John Boyne beschreibt im Buch "Der Junge im gestreiften Pyjama" das dritte Reich aus der Sicht eines neunjährigen Jungen. Dabei ist dieser Junge der Sohn eines Konzentrationslagerkommandanten. Man merkt schnell, dass der neunjährige Bruno weder versteht, wlechen Job sein Vater ausübt, noch welche Auswirkungen dies auf die Menschen hat. Daher wird das dritte Reich aus einem anderen Blickwinkel, als in üblichen Büchern beschrieben und man gewinnt den Eindruck als würde Bruno das Geschehen durch eine "rosarote" Brille betrachten. Das Buch punktet zudem dadurch, dass es ohne offensichtliche Lehren und ohne ein Abschluss auskommt. Es beschreibt somit nur einen kurzen Auschnitt, ohne dabei auf ein Ende/eine Lehre abzuzielen. Der Autor verzichtet somit auf eine typischerweise offen formulierte Lektion an den Leser. Trotzdem macht man sich als Leser so seine Gedanken darüber. Und aus genau diesem Grund ist das Buch auch wärmstens zu empfehlen.

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    Mimabanos avatar
    Mimabanovor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr eindrucksvoll geschrieben...
    Muss man gelesen haben...

    Die Tatsache, dass das Buch so gut verkauft wird, hat mich nur überrascht, weil es keinen Klappentext hat.Der Titel ist so gut gewählt, dass man automatisch das Buch mal zur Hand nimmt. Auch ich habe es immer wieder gesehen und überall wurde davon gesprochen.Und dann endlich haben wir es in unserer Lesegruppe ausgewählt.Der Schreibstil ist definitiv für Jugendliche gemacht.ABER der Inhalt ist etwas schwierger einzustufen.Ich frage mich einfach ob dies wirklich ein Buch für Kinder ist.Ich denke einfach, dass man Kinder anders in das Thema einführen sollte.Das Buch finde ich dafür nicht geeignet, weil es trotz Umschreibungen doch sehr erschütternd ist.Der Schluss könnte Kinder sogar verstören.Trotzdem vergebe ich die volle Punktzahl weil mir das Buch sehr gefallen hat.Der Schreibstil, obwohl wie oben erwähnt jugendlich geschrieben, hat mich irgendwie fasziniert.Zum Inhalt sage ich nichts.Ich finde man muss das Buch einfach gelesen haben.Meine Empfehlung aber dazu : nur Erwachsene...🌺🌺🌺🌺🌺🌺

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    itwt69s avatar
    itwt69vor einem Jahr
    der Holocaust aus der Sicht eines 9-jährigen Jungen

    Ein unglaublich schockierendes, herzzerreißendes Buch über den Holocaust aus der Sicht des 9-jährigen Bruno, dessen Vater nach Auschwitz versetzt wird, um seine "Arbeit" zu tun. Mit dabei sind die Kinder, die natürlich nichts von der anderen Seite des Zaunes mitbekommen sollen. Doch als Bruno sich mit Schmuel anfreundet, nimmt das Drama seinen Lauf...sehr bewegend...

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