John Boyne Der Schiffsjunge

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Inhaltsangabe zu „Der Schiffsjunge“ von John Boyne

Portsmouth 1787: John Jacob Turnstile ist gerade mal 14, ein Meister in Taschendiebstahl und so einigen anderen Gaunereien. Sein Leben ändert sich schlagartig, als er eines Tages erwischt wird. Doch statt im Gefängnis, landet er auf der Bounty. Unter Kapitän Bligh segeln sie in die Südsee, mit der Mission, auf Tahiti Setzlinge des Brotfruchtbaumes einzusammeln. Ein Abenteuer, dessen Ausgang bekannt ist. Hier aber wird die Geschichte erstmalig aus der Perspektive des Schiffsjungen erzählt. Die Ereignisse, Kapitän Bligh und seine Mannschaft erscheinem in einem komplett neuen Licht. Es ist als würde man von der Meuterei auf der Bounty zum ersten Mal hören. Spannend, aufwühlend und atemlos.

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    Der Schiffsjunge
    Ebookfan

    Ebookfan

    08. February 2014 um 18:18

    Ein tolles spannendes und berührendes Buch. Ich habe es in wenigen Tagen verschlungen.

  • Rezension zu "Der Schiffsjunge" von John Boyne

    Der Schiffsjunge
    Windflug

    Windflug

    10. December 2011 um 16:35

    Ich hatte mich auf dieses Buch sehr gefreut und bin jetzt ein wenig enttäuscht. Worum geht es? Klar, um die Bounty und die Meuterei. Und um John Jacob Turnstile, eine erfundene Figur, der als Straßenjunge aufwächst und zum Zeitpunkt des Handlungsbeginns schon seit Jahren im Haus von Mr. Lewis lebt, der Jungen aufnimmt, die zuerst als Taschendiebe für ihn arbeiten und später als "Frischfleisch" für das Jungenbordell ausgenutzt werden, das er betreibt. Durch einen misslungenen Taschendiebstahl gerät Turnstile vor Gericht und muss entweder ein Jahr ins Gefängnis oder zur See fahren - und zwar mit der Bounty. Er ist dort allerdings eben nicht Schiffsjunge (einer der vielen Dinge, die mich wünschen ließen, ich könnte das Original lesen), sondern persönlicher Bedienter des Kapitäns, und als solcher kommt er diesem recht nah, steht damit auf einer merkwürdigen Position zwischen Offizieren und Besatzung und wird im Laufe der Reise und der dramatischen Ereignisse erwachsen. Soweit zum Inhalt. Das Buch ist spannend und lässt sich gut runterlesen - wenn man über all die kleinen Logikbrüche, Übersetzungsfehler und schlecht recherchierten Details wegsehen kann jedenfalls, die sich darin recht fröhlich tummeln. Ich konnte das nur schlecht, und das hat mir die Lektüre ein wenig vergällt. Der Autor nimmt sich teilweise doch einige Freiheiten mit der historischen Wahrheit heraus, verkürzt und verändert. Das ist an sich völlig in Ordnung, schließlich handelt es sich um einen Roman. Aber ich finde es (ganz besonders für ein Jugendbuch) doch wichtig und redlicher, wenn so etwas in einem Nachwort erwähnt wird. Wird es hier aber nicht. Ganz zu schweigen von den kleinen Unachtsamkeiten wie denen, dass davon gesprochen wird, Walzer und Polka zu tanzen - im Jahr 1788 meines Wissens nichts, was man auf einem englischen Schiff in einer beiläufigen Bemerkung hingeworfen hätte, sondern wenn überhaupt schon bekannt etwas unerhört Neues und teilweise als geradezu anstößig empfunden. Oder der Ausruf Blighs: "Beim Barte des Propheten!" - ich lasse mich ja gern eines besseren belehren, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein guter und gebildeter Christ wie Bligh einen muslimischen Kraftspruch benutzen würde. Mag sein, dass das alles nur Halbwissen ist und es solche Dinge damals durchaus schon gab, und dass der Autor das dem Leser mitteilen wollte, aber naja - mich hat es aus der Geschichte gerissen, weil sie auf mich wie Fremdkörper wirkten. Aber darüber hätte ich noch problemlos wohlwollend hinweggehen können, wenn nicht auch sonst offensichtlich schlampig und ohne Rücksicht auf Verluste und Logikbrüche aller Art geschrieben worden wäre. So wird an zwei Stellen vom Ich-Erzähler Turnstile über seine Herkunft berichtet und wie er in das Haus von Mr. Lewis geriet - und das sind zwei verschiedene Geschichten. Vielleicht möchte mir der Autor damit auf absolut subtile, hintergründige Art mitteilen, dass sein Ich-Erzähler nicht vertrauenswürdig, sondern ein Seemannsgarnspinner ist und ätsch bätsch, Bligh war doch der böse Tyrann und Christian der Held - aber ehrlich gesagt glaube ich das nicht. Zumal das ja nicht die einzige Schludrigkeit ist. Unter anderem drückt sich z.B. Turnstile, der nur zwei Abenteuergeschichten über China gelesen haben will in seinem Leben, dafür von Anfang an ausgesprochen gewählt aus - "Ich bin in Kontemplation versunken". Klar. Und überhaupt, dass er lesen und schreiben kann - mir ist nicht klar, wozu Mr. Lewis seinen Lustknaben das hätte beibringen sollen. Ansonsten bleibt der Junge ziemlich blass, ist eigentlich nur dazu da, die Handlung möglichst genau mitzubekommen, weshalb er auch ständig an Türen lauscht und "zufällig" mitten hineingerät. Das wirkt dann ab einer gewissen Menge etwas gewollt. Die anderen Charaktere sind teilweise ziemlich flach, Christian ist ein intriganter Stutzer, Heywood ein gemeiner Mistkerl (wörtlich, Turnstile nennt ihn immer so), und das bleibt auch so. Was mir recht gut gefallen hat, war allerdings die Darstellung Blighs, der zwar einerseits von Turnstile bewundert wird und sehr nett und klug und tapfer sein kann, andererseits aber auch an Stimmungsschwankungen und Wutausbrüchen leidet, die ihn auch ungerecht gegen seine Mannschaft werden lässt. Warum die Meuterei passiert, ist gut dargestellt - keiner ist in dem Sinne "Schuld", es war mehr der Moment und die Erinnerung an das "Paradies" in Otaheite/Tahiti. Im Boot gab es dann ein paar sehr schnulzige Durchhaltegespräche, die nicht hätten sein müssen, außerdem wird der Steuermann Mr. Fryer auch wiederum sehr uneinheitlich dargestellt und hat zweimal so gut wie das gleiche Gespräch mit Turnstile, das aber seine Gründe, sich trotz seiner Querelen mit Bligh ins Boot zu begeben, unterschiedlich darstellt. Aber wie gesagt, solche Lapsi kannte man ja schon von Turnstiles Vergangenheit. Das Ende hat mich dann noch mehr enttäuscht, weil es völlig unrealistisch war, aber dazu schreibe ich hier natürlich nicht mehr. Und die Übersetzung ist, wie oben angedeutet, wirklich furchtbar. Niemand spricht im Deutschen vom "Erlöser", wenn er Gott oder Jesus meint. Das liest sich total absurd und passt einfach nicht, wenn da ständig von "Ich bat den Erlöser um Rettung" und "Der Erlöser will mich zu sich holen" geredet wird. Und warum man "Cutter" nicht mit "Kutter" übersetzt hat, begreife ich auch nicht. Ich musste dabei an Teppichmesser denken. ;-) Und dann so Sätze wie dieser, die so wenig Sinn ergeben, dass ich den Übersetzer im Verdacht habe, einfach google translator benutzt zu haben: "... doch die Männer an Bord wirkten, als könnten sie einen umbringen, statt einem die Tageszeit zu bieten." Bitte was? Ich habe mir dann nach einer Weile zusammengereimt, dass da im Englischen wohl etwas wie "instead of bidding one a good time" oder so gestanden haben muss, und der Schlaumeier von Übersetzer hat das einfach wörtlich übertragen. Insgesamt führte all das jedenfalls dazu, dass ich das ansonsten durchaus spannende Buch nicht wirklich genießen konnte. Ich denke, ich werde mir statt dessen in nächster Zeit lieber nochmal das Sachbuch von Caroline Alexander, "Die Bounty" antun. Da habe ich eine sehr schöne Hörbuchfassung von, die ist wenigstens realistisch und gut übersetzt. Und spannend ist das auch.

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  • Rezension zu "Der Schiffsjunge" von John Boyne

    Der Schiffsjunge
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. February 2011 um 14:48

    - "Kapitän, Ihr seid der Kommandant des Schiffs, und ich werde eure Befehle natürlich befolgen", erwiderte er geschlagen. "Das werdet ihr allerdings", gab der Kapitän zurück, was mir ungehobelt vorkam, da Mr Fryer ihm höflich geantwortet hatte. Auch kam ich nicht umhin, die amüsierte Miene von Mr Christian zu bemerken, und wunderte mich darüber. - John Jacob ist ein vierzehnjähriger Junge, der in Portsmouth lebt und sich seinen Lebensunterhalt mit kleinen Diebstählen sichert. Am Tag geht er auf die Suche nach potenziellen Opfern und entwendet ihnen die Geldbörse, wertvolle Taschentücher oder Taschenuhren. Seinen Verdienst muss er am Abend bei Mr Lewis abgeben, der ein Haus für Jungen unterhält, die keine Familie mehr haben oder von ihrer Familie verstoßen wurden. Der raffgierige und skrupellose Hausherr unterhält aber auch noch ein Bordell, in dem die Knaben ab einem bestimmten Alter arbeiten müssen. Da sie häufig schon in jungen Jahren zu Mr Lewis gekommen sind, hatte er ausreichend Zeit sie gefügig zu machen und ihnen zu vermitteln, dass sie dankbar sein sollten. John hat bisher auch noch nicht darüber nachgedacht, ob es nicht besser wäre zu fliehen. Doch als eines Tages ein Diebstahl nicht wie geplant abläuft, verändert sich ganz ungewollt sein Leben. Er unterhielt sich mit einem galanten Herren, den er schon häufiger beim Kauf von Büchern beobachten konnte. Bisher traute er sich jedoch nicht ihn zu bestellen. Das sollte aber nun geschehen und zunächst war das Entwenden der Taschenuhr auch gelungen. Weit kam der Dieb allerdings nicht. Er wurde verhaftet und obwohl sich der Bestohlene, aufgrund von einer gewissen Sympathie, für Jacob einsetzte, brachten ihn die Polizisten vor ein Gericht. Da er dem Richter als Wiederholungstäter bekannt war, erhielt er eine Gefängnisstrafe von zwölf Monaten. Der junge Jacob hätte am liebsten mit dem Weinen begonnen, wollte aber stark sein. Da sich der bestohlene Mann bei dem Richter noch einmal für den Jungen eingesetzt hatte, erhielt er die Chance seine Haftstrafe gegen eine Arbeitsstelle auf einem Schiff einzutauschen. Allerdings würde er dann auf unbestimmte Zeit England verlassen. Er willigte trotzdem ein. Der Auslauf der Bounty stand kurz bevor und der Kapitän hatte durch einen Unfall seinen Diener verloren. John sollte ihn ersetzen und wurde somit zu einem Begleiter von William Bligh, der den königlichen Auftrag erhielt, auf Tahiti Stecklinge des Brochtfruchtbaumes zu züchten. Anschließend sollte die Ladung zu den Antillen gebracht werden. Der Rest der Geschichte ist bekannt. Oder doch nicht? Wie hat Jacob die Geschichte erlebt? Was hat er von den Meuterei-Plänen gewusst? Vielleicht war die Situation gar nicht so klar, wie sie uns heute erscheint? John Boyne hat die gut recherchierten geschichtlichen Grundlagen mit einer Prise Fiktion gewürzt und eine spannende und unterhaltsame Geschichte kreiert. Jacobs Erzählung lässt die Ereignisse in einem ganz anderen Licht erscheinen, gibt aber auch den einzelnen Figuren ausreichend Raum, ums ich zu entfalten. Sie werden umfangreich charakterisiert und ihre Handlungen werden nachvollziehbar beschrieben. Dabei überschreitet der Erzähler aber nie seinen eigenen Handlungsrahmen. Er ist nicht allwissend, sondern nur eine Art Reporter und kann deshalb auch nur das berichten, was er gehört und gesehen hat. Seine Gedanken und Gefühle berichtet er zwar, scheint sie aber nicht zu nutzen, um die Geschichte zu verfärben. Sie stehen sozusagen außerhalb der eigentlichen Handlung. Die Sprache ist dabei klar, verständlich und nicht zu kindlich. Für einen Jugendroman fand ich sie sehr angemessen. Und das Ende ist einfach wunderbar! Einzig zwei Aspekte habe ich negativ wahrgenommen. Erstens wird die Herkunft Jacobs zweimal unterschiedlich beschrieben. Und dabei kann es sich nicht um ein Stilmittel handeln, da er beide Male selbst und in keinem außergewöhnlichen Zusammenhang berichtet. Zweitens treten zum Ende hin einige Wiederholungen auf. Spätestens nach der dritten Nennung kennt man den Namen des toten Seemanns. Dieser muss nicht alle Nase lang wiederholt werden. Aber darüber konnte ich im Endeffekt hinwegsehen. Fazit: Ein gelungener und spannender Jugendroman, der entgegen dem Trend ganz ohne Vampire und Zombies auskommt.

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