John Boyne The Heart's Invisible Furies

(20)

Lovelybooks Bewertung

  • 13 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 20 Rezensionen
(7)
(11)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „The Heart's Invisible Furies“ von John Boyne

Cyril Avery is not a real Avery or at least that's what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn't a real Avery, then who is he? Born out of wedlock to a teenage girl cast out from her rural Irish community and adopted by a well-to-do if eccentric Dublin couple via the intervention of a hunchbacked Redemptorist nun, Cyril is adrift in the world, anchored only tenuously by his heartfelt friendship with the infinitely more glamourous and dangerous Julian Woodbead. At the mercy of fortune and coincidence, he will spend a lifetime coming to know himself and where he came from - and over his three score years and ten, will struggle to discover an identity, a home, a country and much more. In this, Boyne's most transcendent work to date, we are shown the story of Ireland from the 1940s to today through the eyes of one ordinary man. The Heart's Invisible Furies is a novel to make you laugh and cry while reminding us all of the redemptive power of the human spirit.

Auf jeden Fall anders... Aber nichts für zart besaitete Leser.

— dani_eb

Ein Buch wie Cyrils Leben, mit ups und downs. Einige Passagen hätte ich mir gerne gespart, andere waren großartig. Ein Buch das bewegt.

— danielamariaursula

Lesevergnügen bereitende, fiktive Lebensgeschichte eines Iren, der sein nahezu ganzes Leben braucht, zu sich selbst zu stehen.

— Jezebelle

Eine Reise durch die Lebensbiographie eines irischen Mannes auf der Suche nach sich selbst

— Lilith79

Sehr interessant, aber manchmal ein wenig unrealistisch

— kabalida

Wer ist Cyril Avery und was hat Irland damit zu tun?

— camilla1303

Ein Buch zum Lachen und Weinen, das sich mit wichtigen Themen und großen Gefühlen beschäftigt. Stellenweise etwas zu makaber.

— R_Marie

Viele Emotionen und ein paar Macken

— Lupina15

Ein herzzereisendes Buch, das einen nicht los lässt

— histeriker

Sehr unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

— skurril

Stöbern in Romane

Außer sich

Einerseits ein faszinierendes Debüt, andererseits eine persönliche Qual beim Lesen. Zu viel Abfall, Niederträchtigkeit und Einsamkeit...

parden

Der Typ ist da

Ganz nett zu lesen, aber nicht der Ortheil den ich gerne lese.

19angelika63

Der Gentleman

Herrlich witzig und urkomisch!

Kristall86

Tage ohne Hunger

Ein beeindruckendes Buch, das unter die Haut geht.

leserattebremen

Alles, was ich nicht erinnere

abgebrochen

Prinzenmama05

Der verbotene Liebesbrief

spannend, verwirrend und dabei sehr gefühlvoll - pures Lesvergnügen

Petra1984

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • John Boynes Neuer: außergewöhnlich und schräg

    The Heart's Invisible Furies

    dani_eb

    25. April 2017 um 19:16

    Außergewöhnlich, schräg, traurig, lustig, aufwühlend und doch optimistisch. Ein Buch, dessen Eindruck sich kaum kurz zusammenfassen lässt… Worum geht’s? "Cyril Avery is not a real Avery — or at least, that’s what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn’t a real Avery, then who is he?" Der Junge Cyril Avery kommt als uneheliches Kind in der Nachkriegszeit in Irland auf die Welt… Seine junge Mutter muss sich alleine durch das Leben schlagen, nachdem der Pfarrer der Kirche sie aus dem Dorf verwiesen hat als bekannt wurde, dass sie schwanger ist. So kommt es auch, dass Cyril bei Adoptiveltern landet. Das Buch erzählt Cyrils Lebensgeschichte – wie er aufwächst, seine Freunde kennenlernt und im Lauf der Jahre ständig auf der Suche nach sich selbst ist. Von Unsicherheiten geleitet, manövriert sich Cyril phasenweise von einer missverständlichen Lage in die nächste und ist gefangen in seinem Alltag.  Seine unverhohlene Bewunderung für den weit glamouröseren Freund Julian Woodbead stellt Cyril immer wieder in den Schatten und lässt Selbstzweifel in ihm aufkommen. Auch seine exzentrische Stiefmutter und sein Adoptivvater, der ständig betont, dass Cyril kein „echter Avery“ ist, lassen Cyrils Kindheit und Jugend alles andere als normal verlaufen. "If only the lives of the Averys  and the Woodbeads had never intersected in the first place. My nature might not have turned out any different but at least I wouldn’t have found  myself in this terrible mess." In der Geschichte erleben wir die Entwicklung Irlands von den 1940er Jahren bis heute. Nahe am Alltag und teilweise mit schockierender Direktheit zeigt John Boyne anhand seiner Figur welchen Einfluss Politik, Religion und die allgemeine Denkweise der Menschen auf eine Einzelperson haben können. Dabei verliert der Autor nie die nötige Portion Humor und die Geschichte bleibt unterhaltsam und mit einer guten Dosis Sarkasmus auch sehr lebendig. "Had I been a person of more religious scruple, I might have believed that God had answered my prayers, but the fact was, before going to sleep that night I’d already committed a few more sins, so instead I put it down to good detective work on the part of Garda Síochána." John Boyne widmete diese Buch John Irving. Auch wenn ich nicht genau sagen kann warum (und für mich „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ eher schleppend zu lesen war), passt diese Widmung ganz gut. Irgendetwas am Stil erinnert mich an John Irving – gefällt mir aber hier noch deutlich besser.

    Mehr
  • Ein Leben voller Höhen und Tiefen

    The Heart's Invisible Furies

    danielamariaursula

    07. April 2017 um 17:01

    Dies ist angeblich John Boynes ambitioniertestes Werk. Und genau das war mein Problem, ich hatte das Gefühl, daß der Autor zu viel auf einmal wollte und in diese 600 Seiten lange Lebensgeschichte zu viel hineinpacken wollte. Die Strafbarkeit von Homosexualität in Irland und ihre Verfolgung, anonyme Adoption, AIDS, Entwicklungsroman, Anne Frank, Katholizismus,…. Der Entwicklungsroman war dem Klappentext nicht zu entnehmen, lediglich die Entwicklung Irlands verknüpft mit der Identitätssuche des anonym adoptierten Cyril Avery. Ich mag einfach nur wenige Entwicklungsromane und dieser Teil des Romans machte mir wieder überdeutlich warum. Ich wollte das Buch zeitweise abbrechen und habe es nicht getan, weil eine Rezensentin mir Mut machte, daß es ab der Mitte besser würde. Das stimmte absolut. Aber auch wenn es sowohl anfangs, als auch gegen Ende viel besser wurde, kann ein Buch, daß ich stellenweise abbrechen möchte nicht über mittelmäßige 3 Sterne hinauskommen, auch wenn es kein mittelmäßiges Buch ist, es schwankt einfach zwischen 1 und 5 Sternen. Worum geht es wirklich? Die blutjunge Catherin Goggins wurde kurz vor Ende des 2. Weltkrieges im erzkatholischen Irland schwanger. Als die Schwangerschaft der 16-jährigen offensichtlich wird, wird von der Familie verstoßen. Sie flüchtet nach Dublin und trifft schon unterwegs auf Sean MacIntyre, der in Dublin mit seinem Freund Jack Smoot zusammenziehen will. Eine schicksalhafte Begegnung, auf die die Geschichte immer wieder zurückgreifen wird. Nach der Geburt wird Cyril sofort von einer buckligen Nonnen den reichen Averys gebracht, die keine Kinder bekommen können. Dort wächst er im Wohlstand, aber lieblos auf. Mit 7 lernt er den gleichaltrigen umwerfenden Julian Woodbead kennen und entdeckt, daß er homosexuell ist, im Gegensatz zu Julian. Fortan träumt er von Julian, es wird über die Jahre geradezu zu einer unerwiderten Obsession. 7 Jahre später werden sie Zimmergenossen im Internat. Bei der ständigen Selbstbefriedigung träumt Cyril nur von Julian, der aber nicht von ihm. Seine Adoptivmutter ist mittlerweile verstorben und posthum die erfolgreichste Autorin Irlands geworden. Weitere 7 Jahre später hat Adoptivvater Charles ihm eine Stelle als Beamter im Bildungsministerium besorgt und Cyril lebt seine Homosexualtiät ständig heimlich mit Zufallsbegegnungen aus, was damals und noch viele Jahre später in Irland sehr gefährlich war. Die Geschichte von Cyril wird in 7 Jahresabschnitten erzählt, die noch vor seiner Geburt beginnt. Diesen Abschnitt fand ich so grandios, daß ich das Buch meinem Vater zum Geburtstag schenken wollte, da sie heute nach Irland flogen. Zum Glück habe ich es nicht getan. Denn die darauffolgenden 14 Jahre der ständigen sexuellen Selbstbefriedigung und des schnellen flüchtigen Sex, mit jedem den man gerade fand, fand ich weder literarisch, noch sexuell befriedigend, sondern eher zäh. Auch wenn es zwischendurch mal nette Momente mit der unglaublich unsympathischen Verlobten Mary-Margrethe gab, die stets: That’s not my standard!“ von sich gab. Ich konnte ihr nur zustimmen. Cyril kam mir vor wie ein völlig passives whiny wimpy kid. Was die anderen in ihm sahen, verstand ich nicht, er ging mir einfach auf den Geist. So sehr, daß ich abbrechen wollte und ich den Humor auch nicht wirklich genießen konnte. Highlight waren für mich die steten Zufallsbegegnungen mit seiner wahren Mutter, die er natürlich nicht als solche erkannte. Diese ist einfach eine unglaublich starke und positive Person, von der Cyril sich ruhig eine Scheibe hätte abschneiden sollen. So wie sie, gibt es einige Schlüsselfiguren, die immer wieder in Cyrils Leben, teils auch durch unglaubliche Zufälle auftauchen und sein Leben kreuzen und das obwohl Cyril nicht sein Leben lang in Dublin bleibt, sondern nach Amsterdam und von dort nach New York flieht. Mit fortschreitendem Alter, läßt sein überbordender Sexualdrang nach und er entwickelt eine Persönlichkeit, was ihm gut zu Gesicht steht (ja, the catcher in the rhye, mochte ich definitiv auch nicht). Auch wenn Cyril immer noch recht passiv ist, entwickelt er doch einen sehr trockenen bissigen Humor, der gerade im Austausch mit Julians jüngerer Schwester Alice sehr witzig ist, umso mehr in den Passagen, in denen „Durchschnittsiren“ beteiligt sind, an denen die Entwicklung der letzten 60 Jahre völlig vorbei gegangen zu sein scheint und die immer noch auf dem Stand von „There are no homosexuals in Ireland“ stehen geblieben sind. Gerade die Jahre, die Cyril durchlebt, die ich auch erlebte sind sehr treffend beschrieben. Die Borniertheit einiger Menschen, in vielerlei Hinsicht, auch was Bildung und Kultur angelangt, ist wirklich sehr treffend und humorvoll geschrieben. Nicht nur Cyrils Adoptivmutter Maude Avery ist eine erfolgreiche Autorin, sondern auch ein weiteres „Familienmitglied“ von Cyril wird auf diesem Gebiet brillieren, ein Anlaß sich immer wieder mit dem Thema Literatur und Erfolg als Autor zu beschäftigen.  Am Ende findet Cyril dann doch noch das Glück. Es ist zwar etwas kitschig, aber auch ein sehr bewegendes Ende dieser über 70 jährigen Reise mit Cyril Avery. John Boyne hat wirklich einen hervorragenden Stil. Der Autor wurde 1971 in Dublin geboren und las in seiner Kindheit Enid Blyton und sämtliche Narnia Bände, die ihn selbst zum Schreiben animierten. Ehe er am Trinity College in Dublin Literatur und später in Norwich kreatives Schreiben studierte. Ich konnte mich beim Schreiben nicht des Eindrucks entledigen, daß der Autor mit dem Schreiben dieses Buches seine eigenen Erfahrungen mit der Borniertheit der Gesellschaft seines Heimatlandes gegenüber Homosexuellen verarbeitetet hat. Ob dem so ist, weiß ich nicht, da ich hierzu nichts habe finden können. Glücklicherweise ist dies hier und heute nicht mehr der Erwähnung wert, wie ein Autor sexuell orientiert ist. Ein Buch voller Höhen und Tiefen. Das ist teils furchtbar, teils großartig fand, das polarisiert und Anlass zu Diskussionen gibt, einen aber definitiv nicht kalt läßt. Wegen der Passagen, an denen ich die Lektüre fast abgebrochen hätte: 3 von 5 Sternen.

    Mehr
    • 6
  • I think it's a real Boyne!

    The Heart's Invisible Furies

    Jezebelle

    04. April 2017 um 22:38

    Der Roman war mein erstes Werk des Autors. Er nahm mich mit auf eine Reise durch die Geschichte Irlands aus der Sicht eines adoptierten Jungen. Diesen Menschen begleitet man sein ganzes Leben lang und lernt mit ihm seinen individuellen, aber eben auch national vielleicht nicht untypischen Weg kennen, sich mit seiner Homosexualität abzufinden. Auf diesem Weg haben ihn ganz verschiedene Menschen nachhaltig geprägt. Besonders mit diesen nicht selten recht exzentrischem Nebenfiguren liefert er sich oft urkomische Dialoge, die das Lesen zu einem echten Vergnügen machen. In verzweifelten Situationen hilft unserem Helden der ein oder andere Tote, nicht von seinem Wege und Glauben an sich selbst abzufallen. Wer diese Art der literarischen Inszenierung nicht mögen sollte und für wen Literatur wie eine Reportage oder eine Autobiografie immer nachvollziehbar sein muss, der sollte sich gut überlegen, ob er mit diesem Buch anfängt, denn das hat es in sich. Ich finde, ein Autor hat ein Recht, sich eine Geschichte zurechtzulegen. Und trotzdem streite ich ihr nicht ihren Wahrheitsgehalt bezogen auf Mentalitäten und Zeitkolorit ab. Gelungen empfand ich die gewählten Jahrsiebte für die Kapitel mit je einem lebenszeitraumumgreifenden Titelnamen. Diese darf man sich jedoch nicht als Cut im klassischen Sinne vorstellen, sondern alles dazwischen wird durch Rückblenden auch erzählt. Auch die symbolische Bedeutung von Einzelereignissen fand ich sehr gelungen. Der Roman geht des Weiteren auch sehr in die Tiefe und hat bei mir zur ein oder anderen Träne geführt. Gerade diese Bandbreite macht Leben ja aus und deswegen finde ich diesen Spagat sowohl sehr schwierig, da er unterschiedliche Schreibstile verlangt, aber eben auch wichtig und aus meiner Sicht gelungen. In die Reihe meiner Heldinnen nehme ich Catherine auf. Bei passender Gelegenheit werde ich vielleicht die deutsche Übersetzung nochmals lesen. Auch eine Verfilmung könnte ich mir sehr gut vorstellen. Auf jeden Fall kommt mit jetzt öfters ein Boyne vor die lesenden Augen, und natürlich als erstes immer als real Boyne in der Originalsprache, der ich gut folgen konnte. Its absolutely my standard

    Mehr
  • Leserunde zu "The Heart's Invisible Furies" von John Boyne

    The Heart's Invisible Furies

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Lovelybooks-Leser, Pünktlich zur Erscheinungswoche starten wir mit einem hervorragenden neuen Titel von John Boyne. Viele von euch kennen sicherlich sein Buch The Boy in the Striped Pyjamas, das später auch verfilmt wurde.  Sein neuer Roman nimmt uns auf eine Reise nach Irland. Angefangen in den 40er Jahren bis zur Gegenwart zeigt er uns ein Land, dass in teif geprägt hat auf seiner Suche nach Identität und Selbstverwirklichung.  Hier geht's zur Leseprobe Book Description Cyril Avery is not a real Avery or at least that’s what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn’t a real Avery, then who is he? Born out of wedlock to a teenage girl cast out from her rural Irish community and adopted by a well-to-do if eccentric Dublin couple via the intervention of a hunchbacked Redemptorist nun, Cyril is adrift in the world, anchored only tenuously by his heartfelt friendship with the infinitely more glamourous and dangerous Julian Woodbead. At the mercy of fortune and coincidence, he will spend a lifetime coming to know himself and where he came from – and over his three score years and ten, will struggle to discover an identity, a home, a country and much more. In this, Boyne's most transcendent work to date, we are shown the story of Ireland from the 1940s to today through the eyes of one ordinary man. The Heart's Invisible Furies is a novel to make you laugh and cry while reminding us all of the redemptive power of the human spirit. Author John Boyne was born in Ireland in 1971. He is the author of ten novels for adults, five for young readers and a collection of short stories. Perhaps best known for his 2006 multi-award-winning book The Boy In The Striped Pyjamas, John’s other novels, notably The Absolutist and A History of Loneliness, have been widely praised and are international bestsellers. In 2015, John chaired the panel for the Giller Prize, Canada’s most prestigious literary award. The Heart’s Invisible Furies is his most ambitious novel yet. Bewerbt euch einfach auf eines unserer Leseexemplare. Wir freuen uns.  Liebe Grüße auf dem grauen London,Ulrike @ PRH UK

    Mehr
    • 430

    danielamariaursula

    03. April 2017 um 21:04
    Beitrag einblenden
    Jezebelle schreibt Ich bin immer noch von allem begeistert. Ich bin dem Autor dankbar, dass er beim neuen ernsten Thema, dem Holocaust, nicht mit Humor vorgegangen ist. Trotz allem hatte auch dieses Kapitel diese ...

    Ja, ich bin auch von AiDS vielleicht offziell Geschlechtskrankheiten forscht, auch wenn AIDS in Deutschland nicht als Geschlechtskrankheit gilt. Es hat mir auch sehr gut gefallen, wie hier Anne ...

  • Viele verflixte siebte Jahre

    The Heart's Invisible Furies

    R_Marie

    27. March 2017 um 12:24

    So stürmisch wie der Titel vermuten lässt ist der Roman des Autors von „Der Junge im gestreiften Pyjama“ auch. Ich habe sehr oft gelacht und definitiv an zu vielen Stellen geweint, weil John Boyne nicht nur einen herausragenden Humor hat, sondern Gefühle vermitteln kann, und das ohne viele Worte oder dramatische Beschreibungen. Worum geht es im Buch? Um Homosexualität, das ist wichtig. Die Hauptperson Cyril ist schwul zu Zeiten, in denen das nicht nur geächtet, sondern verboten war, und noch dazu in Irland, dem (laut ungefähr allen Figuren) konservativsten und rückständigsten Land überhaupt. Es geht um Hass, Sex in dunklen Ecken, Gewalt, Sex auf dem Klo, Strafverfolgung, Masturbation, Beleidigungen, Gedanken an Sex, Vorurteile, die scheinheilige Kirche und Sex. Wirklich viel Sex, hauptsächlich am Anfang. Was die Homophobie angeht, ist nichts beschönigt. Trotz allem Erst ist eine Prise Humor dabei, die den Leser über die Nebenfiguren, die angeblich nichts gegen „gay homosexuals“ haben, lachen lässt. Kritik: Cyril begegnet in allen Lebenslagen unheimlich vielen homosexuellen Männern, das war nicht mehr realistisch. Und der Fokus lag in Cyrils Zwanzigern zu sehr auf Sex. Die Handlung: Im Siebenjahresrhythmus begleiten wir Cyril Avery durch sein Leben. Die 16-jährige Catherine wurde im Jahr 1945 wegen der Schwangerschaft von ihrer Familie verstoßen und gibt ihren Sohn zur Adoption frei. Leider sind der Steuerhinterzieher Charles und seine kettenrauchende Frau Maude nicht die liebendsten Eltern und Cyril benimmt sich schon im Alter von sieben Jahren fast wie ein Erwachsener. Da lernt er auch Julian kennen und verliebt sich sofort in ihn, eine Liebe, die über die Jahre nicht aufhört, allerdings einseitig bleibt. Cyrils Homosexualität ist das, was ihm über die Jahre seines Erwachsenseins durch das streng katholische und konservative Irland immer Probleme und Gefahren bescheren wird. Das und die Frage nach seiner Identität, denn ein „real Avery“, wie es sein Adoptivvater immer wieder betont, ist er nicht.  Wie es mir gefallen hat: So ein Sympathieträger ist der Protagonist aber gar nicht. Er leidet viel und ist ein netter Kerl, aber er ist oft zu zurückhaltend und egoistisch. Er ist so auf sich selbst fixiert, dass ihm kaum die Idee kommt, andere Menschen könnten auch Probleme haben. Ich mochte ihn insgesamt aber ganz gern, denn immerhin ist er ein „runder“ Charakter mit guten und schlechten Seiten.Nicht nur er, sondern auch die Nebencharaktere haben Ecken und Kanten und lassen sich gut differenzieren. Es gibt viele tolle und lebhafte Figuren, mal gut, mal böse, mal zwischendrin. Gut ausgearbeitet ist außerdem der jeweilige Zeitgeist. Die Zeitsprünge zeigen nicht nur Cyrils Entwicklung, sondern auch die der Gesellschaft, Wissenschaft und Politik. Besonders natürlich die Einstellung gegenüber Homosexualität.John Boyne ist nicht zimperlich, was das Ermorden von Charakteren angeht. Das war mir manchmal einfach zu viel, als dass es noch realistisch sein könnte. Außerdem waren viele der Tode zu makaber geschildert, ähnlich einem Monty-Python-Film, und sowas mag ich gar nicht.Es gab zu viele Zufälle, die dafür sorgten, dass ich kaum mehr von Plot-Twists überrascht wurde. Alle Personen sind irgendwie vernetzt und laufen sich dauernd über den Weg. Leider finden sich in diesem Buch einige Fehler, sowohl formal als auch inhaltlich. Das ist sehr schade. Durch die vielen Zeitsprünge ist der Autor wohl etwas durcheinander gekommen.Ansonsten hat mir der Roman sehr gut gefallen. Er behandelt wichtige Themen, lebt von gut ausgearbeiteten Charakteren und deren komplizierten Beziehungen zueinander und ist sehr gut geschrieben. Und für jede tragische Szenen gibt es drei, die einen mindestens zum Lächeln bringen. Dabei wirkt er nie gezwungen; allein die Absurdität mancher Situationen (die auch in Echt passieren könnten) und Personen (die es auch in Echt geben könnte) und die Schlagfertigkeit und der Humor der Figuren sorgen dafür. 

    Mehr
  • Eine Reise durch die Lebensbiographie eines irischen Mannes auf der Suche nach sich selbst

    The Heart's Invisible Furies

    Lilith79

    25. March 2017 um 22:33

    "The Heart's Invisible Furies" war mein erster Roman von John Boyne. Protagonist des Romans, der eine Zeitspanne von 1945 bis heute umfasst ist Cyril Avery. Cyril wird im Irland der 40er Jahre als uneheliches Kind einer jungen Teenager Mutter geboren, die wegen ihrer Schwangerschaft vom katholischen Priester ihrer kleinen Dorfgemeinde des Ortes verwiesen wird und sich alleine und praktisch ohne Geld nach Dublin durchschlägt. Cyril gibt sie wegen mangelnder Perspektiven nach der Geburt zur Adoption frei, so dass er von einem reichen aber ziemlich schrulligen Ehepaar adoptiert wird. Das Buch erzählt Cyrils Leben von seiner Geburt (auch die Geschichte seiner Mutter kommt nicht zu kurz) bis ins hohe Alter, wobei jedes Kapitel 7 Jahre später spielt als das Kapitel zu vor. So bekommt man in unterschiedlichen Episoden Einblick in die Entwicklung von Cyril und die Irrungen und Wirrungen seines Erwachsenenlebens. Im Mittelpunkt steht dabei die Suche von Cyril nach seiner sexuellen Identität, denn er wächst im erzkatholischen und bigotten Irland als schwuler Junge und Mann auf und hat mit vielen Schwierigkeiten und Hürden zu kämpfen, schon allein deswegen weil Homosexualität in Irland (genau wie in Deutschland) damals nicht nur verpönt, sondern sogar verboten war und verfolgt wurde. Heute erscheint das fast nicht mehr denkbar, doch sollte man bedenken, dass das Gesetz das Homosexualität unter Männern verbietet in Deutschland erst 1994 aufgehoben wurde. Und erst gerade diese Woche wurde nach jahrzehntelangem Ringen ein Gesetz erlassen, dass die Männer, die nach dem "Schwulen-Paragraphen" verurteilt wurden rehabilitiert und die noch Lebenden zumindest finanziell etwas entschädigt. In Irland dürfte diese Entwicklung zeitlich ähnlich verlaufen sein wie in Deutschland, obwohl die katholische Kirche dort natürlich noch viel länger sehr viel Macht hat (um so erstaunlicher ist es, dass Irland das erste Land der Welt war, dass die "Ehe für alle" tatsächlich durch einen Volksentscheid eingeführt hat, auch dieser Entscheid wird in dem Buch kurz thematisiert). So spielt dieses Thema im Roman eine tragende Rolle, wird aber mit sehr viel schwarzen und teils auch Slapstick-artigem Humor erzählt, der vor allem in der ersten Hälfte des Buches vor allem in den skurrilen Dialogen seine volle Wirkung entfalten kann. Im zweiten Teil des Buches wird alles etwas ernster, was aber gut zur Entwicklung der Geschichte passt. Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen, auch wenn es auch ein paar Schwächen aufweist. Der Autor verwendet einige stilistische Kniffe, vor allem spielen Zufälle eine sehr große Rolle in dem Buch, so wie das etwas sehr gehäufte Auftreten von dramatischen Ereignissen. Das alles führt dazu, dass das Buch nicht wirklich realistisch wirkt, allerdings war das aus meiner Sicht ein absichtlich gewähltes Stilmittel. Durch die häufige Benutzung nutzt es sich allerdings doch ein bisschen ab. Trotzdem finde ich das Buch sehr lesenswert. Ich habe es im englischen Original gelesen. Das Englisch ist angenehm zu lesen und ich würde sagen "mittelschwer".

    Mehr
  • Sehr interessant, aber manchmal ein wenig unrealistisch

    The Heart's Invisible Furies

    kabalida

    22. March 2017 um 22:37

    The Heart's Invisible Furies Inhalt: Ich war zunächst etwas überrascht, weil ich nicht mit dieser Art von Geschichte gerechnet hatte, doch trotzdem wurde ich positiv überrascht. Die Geschichte fängt spannend an und behält auch diese Niveau bis zum Schluss. Außerdem wird man von Emotionen geradezu erschlagen. Man weiß oft nicht, ob man jetzt wütend, verzweifelt oder belustigt sein soll.Ich muss auch sagen, dass mich die Themen sehr überrascht haben, umso glücklicher bin ich dieses Buch gelesen zu haben, da ich mich somit mit den Themen, welche auch heutzutage aktuell sind , beschäftigt habe.Schreibstil: Der Schreibstil ist mit ein Grund dafür, denn das für mich beste am Buch war der trockene Humor des Autors. Man wurde im unerwarteten Momenten damit konfrontiert. Auch allgemein war der Schreibstil verständlich und auch angenehm. Figuren: Die Figuren waren allesamt sehr realistisch und detailliert dargestellt, sodass man sich sofort verbunden zu denen fühlte. Man fiebert, fühlt und leidet mit denen mit. Natürlich gibt es auch Figuren, denen man am liebsten eine Lektion erteilen wollte. Fazit: Unerwartet, doch trotzdem sehr spannend und emotional.

    Mehr
  • Nicht was ich mir vorgestellt habe...

    The Heart's Invisible Furies

    sarahalimuhsin

    21. March 2017 um 19:21

    ich weiß gerade nicht, wie oder wo ich anfangen soll! Auf jeden Fall ist das die Geschichte des Lebens eines Mannes, Cyril. Ein sehr außergewöhnlicher Mann!Cyril Avery ist der Sohn von Catherine, einem "Landei", das aus der Gemeinde und Familie ausgestoßen wurde. Sie ist jung, schwanger und ist blutarm. Sie schaffte es dennoch nach Dublin, wo ihr Sohn von den Averys adoptiert wird. Der Leser erfährt im Laufe der Story Cyrils Erfahrungen als schwuler Mann, und glaubt mir es war, wie man sich vorstellen kann, erschreckend und einerseits sehr amüsant! Man erfährt einerseits auch etwas über die katholische Kirche Irlands im 20. Jahrhundert. Homosexualität war für diese ein total heikles und "entsetzliches" Thema. Dies wurde hier in diesem Fall sehr gut verdeutlicht und formuliert. Ich kam anfangs nicht sehr gut in die Story rein, es lag auch nicht an der Sprache (diese war voller wunderbarer Leichtigkeit:)), aber dies änderte sich nach jedem Kapitel. Am Ende war es dennoch verwirrend, da immer mehr Menschen auftauchten, verschwanden und wieder auftauchten. Aber das ist ja ziemlich realistisch und wahr. Sowas passiert (glaube ich und hoffe ich) jedem im LebenDas Buch nimmt uns nach Amsterdam, dann nach New York und dann wieder zurück nach Irland mit.Das ist ein großes Buch, nicht weil die Geschichte so groß und so verwirrend gut ist, sondern weil Cyrils Leben so groß ist, aber denoch "leise" ist. Die Geschichte "bewegt" sich langsam und vorsichtig, aber das liegt wohl daran, dass es ein John Boyne Roman ist;)...und dieser schreibt auch gut so! Man wird als Leser zufriedengestellt, da es immer kleine Geheimnisse in dieser  gigantischen Story zu lüften gibt! Es macht mich an manchen Stellen weinerlich, und wer mich kennt, der weiß, dass das nicht so einfach so passiert ... ok ... jk! Es war trotzdem nicht, was ich mir vorgestellt habe...also vom Thema her...trotzdem wieder mal ein gelungener Roman von John Boyne!!!

    Mehr
  • What a story!!!

    The Heart's Invisible Furies

    I-heart-books

    21. March 2017 um 07:15

    Uff - what a story!When I read the short text about the content of this book, I was really curious about it. Ireland fascinates me for a while now and when I read it'll be some kind of time document, wrapped up in a story of a boy, written by John Boyne - made me curious even more.The writing style and the language just flows away. It's smooth, easy to understand. A bit tricky might be that there are abbreviations for parts of the Irish parliament or gaelic words. It is divided into pieces of seven-years blocks. Sometimes it got a bit long-winded within a chapter, I think, sometimes it was a bit too rushed. That somehow irritated me.The content itself surprised me. I just had sth else in mind, based on the backside of the book. Somehow I thought there would be more about the history of Ireland. Sure, you got it there too, but I just got a wrong expectation therefor.The theme of gays in the time period after the wars until 2015 in a strictly catholic country as Ireland was extremely interesting. Also around the 80's in NY and the contrast to a city like Amsterdam. Must have been a lot of research for Boyne in these different countries. Respect for that. Also I think the book therefore is not only a novel, but also an informative contemporary document about a social theme which is still a taboo in a lot of countries.What I like most - some of the characters. My favourite are Cathrine, Maude and Alice. Not because I am a woman, but because I just loved the sarcasm of them, the quick-wittednes and the cleverness. Three absolutely strong and independant women who have to fight for themselves. To be honest - I liked them more than the main character Cyril. He is, please forgive me Mr Boyne, a bit annoying sometimes and a bit 'flat'. I just had the feeling that, even though he is not responsable for what happens with others around him, he stays passive and don't really wanna be happy. He is searching for answers but is too resigned at the same time. It takes so long for the answer who he is because I think he is scared of it and who he might be. I just couldn't get to like some of his characteristics. A bit weird - suddenly it seems quiet, Cyril seems to find some kind of peace and who he might be and than - wham the story takes a total turn around. So, a crass story, interesting theme and a thrilling time document which iis absolutely worth reading. For me though there are some points that make me withdraw 1,5 stars.Thanks to penguin for the free exemplar!!

    Mehr
    • 2
  • Wer ist Cyril Avery und was hat Irland damit zu tun?

    The Heart's Invisible Furies

    camilla1303

    19. March 2017 um 20:53

    John Boyne hat mit „The Heart's Invisible Furies“ einen Selbstfindungsroman geschaffen, dessen Untertitel „Who is Cyril Avery?“ das Hauptthema darstellt. Erschienen ist der englischsprachige Roman 2017 bei Penguin Random House UK. Cyril Avery ist kein echter Avery, denn er ist adoptiert und homosexuell. Dass er kein echter Avery ist haben ihn seine Adoptiveltern immer und immer wieder spüren lassen, aber wenn er kein echter Avery ist, wer ist er dann? Das Buch erzählt die Geschichte Irlands von den 40er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis heute, oder zumindest bis 2015, ohne wirklich viele Fakten über das Land zu nennen. So spiegelt es beispielsweise die Diskriminierung Homosexueller wieder. Ganz deutlich wird dies, als das Buch das AIDS-Zeitalter in den 70ern und 80ern nacherzählt, als AIDS eine „Schwulenkrankheit“ war und als nicht behandlungswürdig galt. Das Buch ist aber auch eine stückweise Abrechnung des Autors mit seiner Heimat Irland, ein Land in der die Kirche das sagen hatte und noch immer hat. Deutlich wird es schon auf den ersten Seiten des Buches: Die 16-jährige Catherine wird auf Grund ihrer Schwangerschaft vom Pfarrer in der Kirche als Hure beschimpft und muss den Ort verlassen. Der Klappentext verspricht: „The Heart's Invisible Furies is a novel to make you laugh and cry, while reminding us all of the redemptive power of human spirit.“, und damit wurde nicht zu viel versprochen. Teilweise ist die Geschichte so humorvoll, dass ich beim Lesen laut lachen musste; an anderen Stellen ist die Geschichte wieder zutiefst traurig und berührend. Von mir gibt es schon allein für die verschiedenen Gefühle, die das Buch beim Lesen auslöst, eine klare Leseempfehlung. Nach der Lektüre verstehe ich den Hype um Autor John Boyne auch wenn ich zu meiner Schande gestehen muss, dass dies der erste Roman war, den ich von ihm gelesen habe.

    Mehr
  • Sometimes a little "too much "

    The Heart's Invisible Furies

    Lupina15

    16. March 2017 um 19:28

    What is it about?Cyril Avery is not a real Avery or at least that's what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn't a real Avery, then who is he? Born out of wedlock to a teenage girl cast out from her rural Irish community and adopted by a well-to-do if eccentric Dublin couple via the intervention of a hunchbacked Redemptorist nun, Cyril is adrift in the world, anchored only tenuously by his heartfelt friendship with the infinitely more glamourous and dangerous Julian Woodbead. At the mercy of fortune and coincidence, he will spend a lifetime coming to know himself and where he came from - and over his three score years and ten, will struggle to discover an identity, a home, a country and much more. In this, Boyne's most transcendent work to date, we are shown the story of Ireland from the 1940s to today through the eyes of one ordinary man. The Heart's Invisible Furies is a novel to make you laugh and cry while reminding us all of the redemptive power of the human spirit.My Opinion:I think it's best going into this novel blind, not knowing what it is about exactly. You will bes surprised by all the topics it covers.Main-character Cyril leads through the book in calm and sometimes humorous tone. It tells his story about growing up in a country that tolerates nearly nothing outside of the norm.There are struggles, there is endless pain, lies, death and grief. But also some hope, that reminds the reader that the world is not just black and white.The tone of the novel is pleasant. The first chapter is a blast and throws you directly into the story. After that, the novel loses a bit of action and it is quite hard to go trough the next chapters. Sometimes Boyne intends on going into detail too much or creating scenes that are just too constructed to be credible.After the middle the novel is much easier to read. I never was entirely into the story, it was still touching but not like I experienced it other times.I did not like everything, but going into detail would contain spoilers. It's hard to stick with the story, sometimes the gap between chapters is too long, sometimes the action at the end of every chapter is too repetitive and not credible anymore.The characters are great, everyone sticks to his or her believes and Boyne created some stereo-types that are just hillarious.All in all I did enjoy the novel but the lack of some things and the amount of "that's-just-too-much"-moments took some stars away.

    Mehr
    • 5
  • Boyne's best novel!

    The Heart's Invisible Furies

    LeonoraVonToffiefee

    13. March 2017 um 22:16

    The first book I read by John Boyne was The Boy in the Striped Pyjamas. I loved it from the beginning, probably before I even was able to understand the whole extend of that time and happenings Boyne is referring to. The book just gabbed me at a point I didn't know it existed back then.I read more of his books, loved all of them. The next that was like a literary punch in the face was The Absolutist. Here I first came in touch was seems like his most important topic, a topic he's best at: homosexuality. I was stunned and shocked by this novel, loved it as much as the first one. When I read A History of Loneliness I saw the more of these sparks of brilliance he showed before, unraveled in his to that time probably best work. Not only his way of storytelling, his way of using time jumps like completing a jigsaw but the intense and honest way of telling the story of not just a single man but a whole country was just gorgeous. The Heart's Invisible Furies was able to outclass his previous novel. This book is the story of a man born just month after the war finished in 1945, in a young, traditional and catholic country to an unmarried girl. Raised by people who made clear they are not his parents ans he will never be entirely a part of their family, he finds himself in life filled with struggles. Struggles with his parents, friends, childhood, religion, sexuality, country and his identity. Cyril Avery is a troubled character. And he is truly human. He's not a hero, he does mistakes and sometimes you could hate him for that, you could blame him. He's as normal as everyone else, despite what everyone else is telling him. And that makes him such a strong and important protagonist. He never claims to be extraordinary, in any way special or just different. He just tries to keep going, to be happy, to find piece, and sometimes just to survive. I was surprised by the amount of black humor splattered across the pages, especially in the chapters set in Dublin. I never noticed that in his previous books, at least not in that extent and accuracy, for it was always on point, never too much, never misplaced. The book is devoted to John Irving I had the pleasure to enjoy one of his books just before reading this one and I could understand though why: Some of the dialogues, their bizarreness reminded me at Irving and his brilliant way of storytelling. I think Boyne did what he does best: He wrote about Ireland, the Catholic Church and Homosexuality, about being Irish and finding the own identity. And he did that in a way that left me broken, hurt, with tears and a smile, still unable to get over everything that happened on these pages. I loved to book and I truly love John Boyne. He's a brilliant writer and I probably will read everything that he's going to publish and the books he already did publish. I admire his work and I hope he will write more of this!

    Mehr
  • Schmerz und Lachen nebeneinander

    The Heart's Invisible Furies

    histeriker

    13. March 2017 um 16:02

    Inhalt:Cyril Avery erzählt von seinem Leben. Geboren in Irland der 40er Jahre, adoptiert und in Irland erwachsen, führt ihn sein Weg durch Teile Europas bis nach New York der 80er Jahre. Bewertung:Das Buch hat mich tiefst berührt. Ich habe noch keins der Bücher von John Boyne gelesen, jetzt bin ich mir sicher, dass ich es nachholen werde. Zuerst muss man sagen, dass hier eine fast tragische Geschichte erzählt wird, wo man eigentlich nicht lachen sollte. Das Leben des Protagonisten ist durch Bigoterie und die Kirche schlimm beeinflusst und man fragt sich manchmal, ob es noch schlimmer werden kann. Andererseits zeichnet sich dieses Buch durch Humor aus, der Schreibstil Boynes lässt einen immer wieder laut lachen, auch wenn man weiß, dass man eigentlich wegen der Tragik der Geschichte nicht lachen sollte. Das ist eindeutig das, was dieses Buch so speziell macht.Und dann kommen noch die Charaktere. Cyril ist ein Held, den man mag, aber eigentlich auch ganz gut verabscheuen kann. Trotz der Tatsache, dass ich eine Frau bin, konnte ich mich mit ihm identifizieren, manchmal auch wenn ich nicht wollte. Neben Cyril zeichnet sich das Buch durch starke Frauen aus, die zwar äußerlich eine Nebenrolle spielen, dem Buch aber ihre Tiefe verleihen. Ohne diese Figuren, wäre das Buch ganz anders.Ich kann das Buch nur empfehlen!

    Mehr
  • Cyril Avery

    The Heart's Invisible Furies

    skurril

    10. March 2017 um 14:09

    is not a real Avery - or at least that's what his adoptive parents tell him. And he never will be. But if he isn't a real Avery, then wo is he?Born out of a wedlock to a teenage girl cast out from her rural Irish community, and adopted by a well-to-do if eccentric Dublin couple via the intervention of a hunchbacked Redemptorist nun, Cyril is adrift in the world, anchored only tenuously by his heartfelt friendship with the infinitely more glamorous and dangerous Julian Woodbead.At the mercy of fortune and coincidence, he will spend a lifetime coming to know himself and where he came from - and over his three score years and ten will struggle to discover an identity, a home, a country, and much more.Wer ist Cyril Avery? Kein richtiger Avery jedenfalls, denn Cyril wurde adoptiert. Anders als man aufgrund des Klappentextes zunächst annehmen mag, macht sich Cyril nicht bewusst auf die Suche nach seinem wahren Ich, sondern lernt sich über die Jahre selbst immer besser kennen. Während Freunde und Familie (nicht immer bewusst) kommen und gehen, bleiben auch einige Konstante in seinem Leben, zumindest in seinen Gedanken. Man begleitet den siebenjährigen Cyril bis ins hohe Alter, indem Boyne jeweils im Abstand von sieben Jahren aus den Augen Cyrils berichtet, was in den letzten Jahren passiert ist. Mir gefällt diese Erzählweise sehr gut, denn so wird nur das erzählt, was für Cyril wirklich wichtig ist, denn schließlich sind es seine Gedanken. Von Beginn an hat es Cyril nicht leicht. Zwar hat er Adoptiveltern gefunden, allerdings sind diese nicht gerade liebevoll und kümmern sich teilweise nur auf absurde Art und Weise, wenn überhaupt, um den kleinen Cyril. Daran ändert sich auch im Laufe des Buches nichts. Umso mehr kümmert sich Cyrils bester Freund Julian um ihn, doch es gibt etwas, das Cyril ihm verheimtlicht und als es nach mehr als zwanzig Jahren ans Licht kommt, ist die Freundschaft nicht mehr das, was sie mal war. Im Laufe seines Lebens trifft Cyril viele Entscheidungen, die man als Leser aus heutiger Sicht nicht immer nachvollziehen kann, die aber vor teilweise mehr als 70 Jahren in Irland spielen und vom Autor realistisch und super nachgezeichnet werden. Dennoch kann man heute häufig nur den Kopf schütteln. Cyril schafft es jedoch bis zu seinem 28. Lebensjahr, sich immer wieder auf den rechten Weg zu bringen und dann trifft er eine Entscheidung, die sein Leben grundlegend ändert.Cyril erfährt Liebe und Hass, Wut und Gleichgültigkeit, Freude und Leid. Er hat auch viele gute Seiten und hilft, wo er nur kann. So kommt er schließlich in seinem Leben zum ersten Mal zu einer richtigen, liebenden Familie, als er nicht mehr in Dublin lebt. Unglückliche Zufälle bringen ihn mit alten Bekannten zusammen, die sein Leben wieder einmal grundlegend ändern. Dies führt letzten Endes jedoch genau dazu, dass Cyril endlich weiß, wer er wirklich ist.Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich durfte im Rahmen einer Leserunde mitlesen und bin sehr froh darüber. Das Buch hat mich wirklich häufig schmunzeln lassen, aber mindestens genauso oft musste ich einfach nur vor Verärgerung meinen Kopf schütteln. Die Dialoge sind wunderbar komisch, auch vor dem teilweise wirklich ernsten Hintergrund. Boyne kritisiert Irland, wie es war und ist, auch durch Vergleiche mit anderen Ländern. Ich wusste bislang nicht so viel über die Zustände in Irland damals und heute, sodass ich sogar noch einiges gelernt habe. Auch wenn jeder Charakter seine Macken hatte, konnte ich doch mit jedem irgendwie etwas anfangen und alle hatten ihre guten Seiten und waren für die Geschichte von Bedeutung.

    Mehr
  • Ein Buch, das man so schnell nicht mehr vergisst.

    The Heart's Invisible Furies

    annameinass

    09. March 2017 um 19:56

    Ich habe dieses Buch zu lesen begonnen, da mich das Cover und der Titel sehr angesprochen haben und ich muss dem Universum danken, dass mir dieses Werk in die Hände gefallen ist, da es eines meiner Lieblingsbücher geworden ist! Cyril durchlebt viele Höhnen und Tiefen und man erlebt alles mit ihm, fühlt mit, ist voll und ganz in der Geschichte. Boyne hat einen wundervollen, humorvollen und  gefühlvollen Schreibstil, der mich überwältigt hat. Ich habe dieses Buch verschlungen, mich immer darauf gefreut es nachher in meinen Lernpausen zu lesen. Die Charaktere sind einfallsreich, individuell und interessant. Ein Roman, der einen zum Weinen, Lachen aber auch Nachdenken bringt und den man so schnell nicht mehr aus dem Kopf kriegt. Es ist eines dieser Bücher, bei denen man sich, wenn man es beendet hat nicht weiß ob man traurig sein soll, da es vorbei ist, oder froh, da man es gelesen hat. Ein überwältigendes und ergreifendes Buch, das eine ganz besondere Stimmung überbringt.Ganz toll! 

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks