John Boyne The House of Special Purpose

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Inhaltsangabe zu „The House of Special Purpose“ von John Boyne

At the age of 16, Georgy Jachmenev steps in front of an assassin's bullet intended for the heart of a senior member of the Russian Imperial Family. He is instantly proclaimed a hero. Before the week is out, his life as the son of a peasant farmer is changed forever when he is escorted to St Petersburg to take up his new position.

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  • Rezension zu "The House of Special Purpose" von John Boyne

    The House of Special Purpose

    kopi

    12. June 2011 um 22:20

    „So this is what it means to be alone“ Dies ist der Schlusssatz des historischen Romans „The house of special purpose“ von John Boyne, ausgesprochen vom Ich-Erzähler Georgy, nach dem Tod seiner geliebten Frau Zoya. Georgy wächst zu Beginn des 20. Jahrhunderts in ärmlichen Verhältnissen als Bauernsohn in Kashin, Russland, auf. Das Schicksal führt ihn 15-jährig als persönlichen Leibwächter des einzigen Zarensohnes Nikolaus des II, Alexei, nach St. Petersburg. Seine Lebensumstände verbessern sich dadurch schlagartig. Georgy verübt getreuen Dienst, der Zar schenkt ihm sein Vertrauen. Einzig die Liebe zur jüngsten Zarentochter Anastasia muss Georgy mit allen Mitteln geheim halten, um nicht seine Stellung oder gar sein Leben zu riskieren. Georgy begleitet die Familie bis zum Zeitpunkt zu dem Nikolaus II gezwungen ist, seinen Zarentitel abzugeben. Aufgrund seiner Liebe zu Anastasia folgt Georgy der Familie zu deren Verbannungsort. Der Autor entwickelt die Geschichte aus dem Blickwinkel Georgys in zwei gegensätzlichen Erzählsträngen, die sich kapitelweise abwechseln. So führt ein Erzählstrang von 1981 über die Stationen London, Frankreich, Russland in die Vergangenheit, der andere entwickelt sich von der Jugend Georgys voran bis zu dem Zeitpunkt zu dem beide Stränge aufeinandertreffen. Diese Form der Entwicklung des Romans ist sehr gelungen. Nach und nach werden immer mehr Details der Geschichte bekannt und der Leser versucht selbst Verbindungen zwischen den Ereignissen zu erschließen. Meiner Meinung nach ist nicht Georgys Geschichte die eigentliche, die erzählt wird. Georgy ist bescheiden, stellt sich und seine Gefühle und Gedanken in der Regel hinten an. Eigene Entscheidungen, die Georgy trifft, werden im Roman beschrieben, auch mit den verständlichen Empfindungen der Hauptperson, jedoch immer nur oberflächlich. Als Beispiel sei hier die Abweisung seiner Schwester Asya aus St. Petersburg genannt. Georgy handelt vorrangig aus dem Motiv der Liebe sowie der Loyalität und der Ehrenhaftigkeit heraus. Die Passagen, die nach seiner Zeit in Russland spielen bergen viele Erinnerungen, aber er reflektiert nicht ausgiebig, welche Auswirkungen sein Handeln in der Vergangenheit hatte. Im Gegensatz dazu seine Frau Zoya, die sich für alle negativen Entwicklungen verantwortlich fühlt, es aber im Grunde gar nicht ist. „So this is what it means to be alone“ Vielleicht nutzt Georgy zum Ende seines Lebens das Alleinsein, um zu sich selbst zu kommen. Ich brauchte eine Weile, um in den Roman hineinzufinden, aber es hat sich gelohnt. Boyne hat für mich mehr als nur die historischen Entwicklungen in Russland greifbar gemacht.

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  • Rezension zu "The House of Special Purpose" von John Boyne

    The House of Special Purpose

    tedesca

    05. May 2011 um 13:00

    Nachdem ich in letzter Zeit einiges zum Thema russische Revolution aus der Sicht der Revolutionäre gelesen habe, war dieses Buch eine willkommene Abwechslung in dem Sinne, dass diesmal aus Sicht der Zarenfamilie und ihrer Getreuen berichtet wird. Der Ich-Erzähler Georgy wird durch ungewollte Tapferkeit zum persönlichen Leibwächter des Zarewitsch Alexander ernannt und lernt so die Familie aus nächster Nähe kennen. Den Zar respektiert er aus ganzem Herzen, wobei er dieses jedoch der jüngsten Großfürstin Anastasia schenkt. Wie es kommen muss, fällt die Familie dem Mord durch die Revolutionäre zum Opfer, Georgy jedoch gelingt es, nach Frankreich und später nach England zu fliehen, wo er bis zum Krebstod seiner Frau alle Höhen und Tiefen eines Emigrantendaseins durchlebt. Boyne hat einen interessanten und berührenden Roman geschrieben, dem es jedoch leider oft am Detail mangelt. Z.B. fragt man sich doch unwillkürlich, woher ein russicher Bauer so gut Französisch und Englisch spricht, dass er unmittelbar nach seiner Ankunft im entsprechenden Land Jobs im Buchhandel bzw. einer Bibliothek bewältigen kann. Derartige Informationslücken gibt es etliche, wobei andererseits die historische Genauigkeit relativ gut gegeben ist, wie ich nachrecherchieren konnte. Natürlich leidet diese immer dort, wo Georgy seine persönlichen Erlebnisse mit der Zarenfamilie berichtet, aber sonst hätten wir ja ein Geschichtswerk und keinen Roman vor uns. Alles in allem ein schönes Buch, leicht zu lesen und gut fürs Gemüt. Kein Meisterwerk, das man unbedingt gelesen haben muss, aber doch gut für ein paar entspannende Lesestunden.

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  • Rezension zu "The House of Special Purpose" von John Boyne

    The House of Special Purpose

    walli007

    27. March 2011 um 13:42

    Georgys Frau Zoya ist schwer an Krebs erkrankt, die Hoffnung schwindet immer mehr dahin. Gleich von Anfang an hat Zoya eine Behandlung verweigert, sie will, dass die Krankheit ihren Weg nimmt. Mit 78 so meint sie war sie lange genug auf der Welt. Die gemeinsame Zeit, die Greorgy und Zoya noch bleibt, ruft vor allem in Georgy Erinnerungen wach. Ein gutes Buch, in dem ein sehr spannender Teil der russischen Historie mit einer epischen Liebesgeschichte verwoben wird, wodurch der Roman schon etwas Besonderes bekommt. Sehr gut hat mir die Art der Komposition gefallen, wie Gegenwart zur Vergangenheit wird und sich die Vergangenheit der Gegenwart annähert. Dadurch wird die Schwermütigkeit vor allem Zoyas dem Leser verständlich. Georgy, der ein Mitglied der Zaren-Familie vor einem Anschlag rettet, ist eigentlich ein einfacher Bauernsohn. Durch seine Tat, die er selbst gar nicht heldenhaft findet, empfiehlt er sich für den Posten als Leibwächter des Zarewitsch. Durch diese einmalige Gelegenheit löst er sich völlig von seiner Familie, sein Verhalten der eigenen Schwester gegenüber war für mich nicht ganz verständlich. Georgy wird so etwas wie der Romanovs treuester Diener, doch wo bleibt die Loyalität zur Ursprungsfamilie? Dennoch war es für mich sehr interessant die Lebensreise von Georgy und Zoya zu verfolgen, denen zwar viel Leid geschieht, die sich aber für ihr Leben gefunden haben. Allerdings, so muss ich gestehen, ist mir keiner der Charaktere des Buches so richtig nahe gekommen. Für mich bestand eine gewisse Distanz, die ich mir nicht recht erklären kann. Ich hatte die Gelegenheit, die englische Version des Buches erwerben zu können. Darauf bezieht dann auch diese Rezension.

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