John Boyne Zu schnell

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Inhaltsangabe zu „Zu schnell“ von John Boyne

Ein neuer Roman von Bestsellerautor John Boyne Es gibt sie, diese winzigen Momente, die ein Leben für immer verändern. Für Danny und seine Familie kommt ein solcher Moment, als Dannys Mutter einen kleinen Jungen mit dem Auto anfährt. Quälende Schuldgefühle lassen sie nicht mehr los, die Familie droht auseinanderzubrechen. Der Text besticht durch eine spannende Handlung und die großartig eingefangene Atmosphäre. John Boyne erzählt unmittelbar aus der Sicht des zwölfjährigen Danny und schafft so einen eindringlichen Roman über Schuld, Schicksal und die Kunst, zu verzeihen.

Nette Jugendgeschichte, habe mir mehr vom Autor erwartet

— CorinaPf
CorinaPf

Das Buch ging mir nahe. Es ist allerdings nicht so gut wie die anderen John Boyne Bücher. Aber es ist dennoch lesenswert.

— Tine_Kempf
Tine_Kempf

Eine kurzweilige Geschichte über Schuld und den richtigen Umgang mit dieser...

— milkshakee
milkshakee

Gute Geschichte, die aber viel zu schnell und zu gewollt positiv endet.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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    Zu schnell
    CorinaPf

    CorinaPf

    11. August 2016 um 22:20

    Inhalt:Danny kommt von spielen nachhause und seine Mutter ist noch nicht daheim. Als am Abend sein Vater heim kommt machen sie sich sorgen, als die Mutter dann noch von der Polizei nachhause gebracht wird und diese völlig neben sich steht, weiß Danny es muss was passiert sein. Sein Vater erzählt ihn dann dass seine Mutter ein Unfall mit dem Auto gehabt hatte und dabei ein kleiner Junge schwer verletzt wurde. Danny ist sich sicher ab jetzt ist nichts mehr so wie es vorher war, doch wie schlimm es ist weiß er bis dahin nichtIch hätte mir von diesem Autor mehr erwartet da mir "Der junge im gestreiften Pyjama" sehr gut gefallen hat. Doch hier fehlten mir einfach die Emotionen von Danny, bei den anderen gab es viele. Die Mutter die in einen tiefes Loch viel und nicht mehr heraus kam, der Vater der überfordert war, die Eltern des Jungen der angefahren wurde die trauer empfanden und Wut gegen über Dannys Mutter. Ansonst nette Geschichte und deshalb gebe ich 3 1/2 Sterne

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  • Rezension zu "Zu schnell" von John Boyne

    Zu schnell
    Soho

    Soho

    06. January 2013 um 17:25

    Endlich Sommerferien! Danny freut sich auf die bevorstehenden Wochen ohne Schule. Doch dann kommt alles anders, als seine Mutter plötzlich von der Polizei nach Hause gebracht wird. Was war passiert? Und warum verhält sich seine Mutter so komisch? Plötzlich verlaufen Dannys Sommerferien ganz anders, als geplant.... Ich habe dieses Buch mit meiner sehr leseschwachen 7. Klasse gelesen und sie haben das Buch geliebt! Sogar meine Jungs haben gerne mitgelesen und fanden das Thema "Schuld" in diesem Jugendroman sehr interessant. Sprachlich einfach und doch spannend geschrieben und mit einem Umfang von ca. 100 Seiten, genau das richtige Buch für Jugendliche, die nicht so gerne lesen. Als Klassenlektüre sehr empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Zu schnell" von John Boyne

    Zu schnell
    FallenAngel11

    FallenAngel11

    11. October 2012 um 09:42

    Kurz nach beginn der Sommerferien. Danny kommt nach Hause und seine Mutter ist nicht da. Sie hat auch keine Nachricht hinterlassen. Wie Dannys Vater nach Hause kommt ist sie immer noch nicht da. Beide machen sich Sorgen wo sie ist. Spät Abends fährt ein Polizeiauto vor und es kommen 2 Polizisten mit der Mutter an. Die Mutter steht unter Schock. Danny möchte lauschen aber er versteht nichts. Am Tag darauf erklärt der Vater, Danny was passiert ist. Die Mutter hat ein Kind angefahren. Das Kind ist ihr einfach vor das Auto gelaufen und sie konnte nicht mehr reagieren. Andy Maclean liegt im Koma und es sieht nicht gut aus für den Jungen. Nichts ist mehr für Danny wie es war. Danny muss bei den Nachbarn übernachten, weil die Mutter selber ins Krankenhaus muss. Es kursieren schon Gerüchte. Sie hätte Alkohol getrunken, und hätte gar nicht mehr Auto fahren dürfen. Das Familienleben steht auf den Kopf. Einzig Dannys Vater versucht alles irgendwie aufrecht zu erhalten, dass alles seinen normalen Gang geht. Danny lernt unbeabsichtigt Sarah, die Schwester von Andy kennen. Sarah trägt ein großes Geheimnis mit sich rum. Die Mutter von Danny buddelt sich ein in Schuldgefühlen und vergisst sogar fast Dannys Geburtstag. Da reicht es Danny er packt ein paar Sachen und haut von zu Hause ab............... Meinung: Es ist ein Jugendbuch und als Schullektüre wunderbar geeignet. In dem Buch geht es um Schuld, Schuldgefühle und wer wirklich schuldig ist, kurz und direkt und regt auch intensiv zum Diskutieren und nachdenken an. Mit seinen 115 Seiten war das Buch für mich eine kleine Abend Lektüre. Aber John Boyne hat es mal wieder auf den Punkt gebracht und die Story wunderbar und verständlich geschrieben. 5 Sterne von mir.

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  • Rezension zu "Zu schnell" von John Boyne

    Zu schnell
    robbylesegern

    robbylesegern

    25. September 2012 um 20:45

    John Boyne ist mir schon durch seine Bücher "Der Junge im gestreiften Pyjama " und "Das Haus zur besonderen Verwendung " bekannt. Sein Jugendbuch " Zu schnell", das für die Altersgruppe 12-15 Jahre vorgeschlagen wird, zeigt sehr einfühlsam, wie eine Familie durch ein schicksalhaftes Erlebnis fast auseinanderbricht. Danny ist ein dreizehnjähriger Junge, der seinen Bruder Pete, der wegen des Studiums das Elternhaus verlassen hat und jetzt, während der Semesterferien durch Europa tourt, sehr vermisst. Die Sommerferien halten aber noch ein weiteren Verlust für ihn bereit.Seine Mutter wird schuldlos in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem ihr ein kleiner Junge vors Auto läuft. Der Junge ist so schwer verletzt, dass er ins Koma fällt und Dannys Mutter ist von diesem Augenblick an für Danny nicht mehr erreichbar. Zu sehr quälen sie Schuldgefühle und Selbstvorwürfe, obwohl sie nichts für diesen Unfall kann.Auch Dannys Vater ist nicht mehr für Danny präsent, da er sich um seine Frau, der es immer schlechter geht kümmert.Kein fragt, wie es Danny geht. Als er eines Tages die Schwester des verletzten Jungen trifft, die in der gleichen Situation wie Danny steckt, denn auch ihre Eltern haben nur noch Gedanken für ihren verunglückten Sohn, versuchen die beiden zusammen mit dieser Situation umzugehen.Als Danny dieser Kontakt verboten wird, entscheidet er sich zu einem folgenschweren Schritt. In diesem Jugendbuch beschreibt John Boyne sehr treffend und einfühlsam, was in einer Familie geschieht, wenn ein Familienmitglied durch einen Schicksalsschlag getroffen wird.Wie sich die restlichen Familienmitglieder, vor allem die Kinder fühlen, die an den Rand gedrängt werden, wenn man sie nicht mit in das Geschehen einbindet und ihnen das Gefühl gibt, dass sie trotz allem noch genauso wichtig sind wie vorher. Das Buch wird aus der Perspektive des kleinen Danny geschrieben und der Leser kann sehr gut nachvollziehen , wie verloren er sich vorkommt und wie dieses Ereignis auf ihn als Kind wirkt. Dessen sind sich die Erwachsenen häufig nicht bewusst, welche Gedanken in diesem Moment in einem Kinderkopf vorgehen. Danny merkt, dass es seiner Mutter schlecht geht, er will ihr sogar helfen, aber er wird eigentlich gar nicht gehört von den Erwachsenen, weil sie auf einer ganz anderen Gefühlsebene denken. Das Buch hat mir gut gefallen, die Sprache war sehr prägnant und einfühlsam und wie ich finde für das vorgeschlagene Alter, aber auch für Erwachsene durchaus zu empfehlen.

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  • Rezension zu "Zu schnell" von John Boyne

    Zu schnell
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    06. September 2012 um 19:58

    Es sind die Augenblicke im Leben, die auf einen Schlag alles verändern können, vor denen wir uns oftmals so sehr fürchten. Es sind diese schicksalhaften Momente, die das bisherige Leben in ein DAVOR und DANACH aufteilen. Es ist unsere Angst vor der Hilflosigkeit im Angesicht dieser Situationen, die uns nachts aufschrecken lässt. Es ist eine menschliche Urangst, die uns allen innewohnt. “Zu schnell” von John Boyne greift dieses Thema auf einzigartige Weise auf. Er wählt nicht nur die Perspektive eines 12jährigen Jungen, dessen Leben sich in genau dieser einen Sekunde dramatisch verändert, John Boyne geht noch einen bedeutenden Schritt weiter und erzählt diese Geschichte in der Sprache eines Heranwachsenden. Dieses Stilmittel erzeugt eine unmittelbare Nähe zum Protagonisten und lässt uns in eine Situation eintauchen, die so noch nicht erzählt wurde. Danny freut sich eigentlich auf einen sorglosen Sommer und nicht enden wollende Fußballspiele mit seinem besten Freund Luke. Das Leben ist unbeschwert und Danny wächst in einem intakten Umfeld auf. Eine schöne Jugend, könnte man sagen. Bis er an einem Mittwochabend im Juli nach Hause kommt und feststellt, dass er völlig alleine ist. Mit seinem Vater kann er erst in einer Stunde rechnen, aber dass er seine Mutter nicht antrifft ist mehr als ungewöhnlich. Als sein Vater von der Arbeit kommt fehlt immer noch jede Spur von Dannys Mutter Rachel. Ratlosigkeit macht sich breit – sie hat keine Nachricht hinterlassen und überraschende Ausflüge kennt man nicht von ihr. Wie es sich in solchen Situationen gehört, wird der 12jährige erstmal ins Bett geschickt – alles weitere würde sich finden. Typisches Elternverhalten eben. Doch dann kommt alles anders, als Rachel in sichtlich schockiertem Zustand von der Polizei nach Hause gebracht wird. Danny erfährt noch am gleichen Abend von seinem Vater, dass sie einen Unfall hatte. Ein kleiner Junge sei ihr vors Auto gelaufen, er liege im Krankenhaus und es ginge ihm zwar nicht gut, aber Danny solle sich keine Sorgen machen! “Alles wird wieder gut” – ein typischer “Vaterspruch”. “Hoffentlich wurde er wieder gesund. Aber irgendetwas sagte mir, dass er nicht wieder gesund werden würde. Und dass bei uns zu Hause nichts je wieder so sein würde wie vorher.” Dannys Gefühl scheint sich zu bestätigen, als erste Gerüchte an sein Ohr dringen: Seine Mutter sei schuld gewesen, weil sie wohl betrunken war und der Junge liege im Koma und es sehe nicht gut aus – unvorstellbar. Alles kommt zum Erliegen – das Leben steht still und die erdrückenden Schuldgefühle legen sich auf das Elternhaus wie ein dunkler Schatten. Und Dannys Mutter liegt nur noch im Bett – nicht ansprechbar. Danny bleibt nur die Rolle des passiven Beobachters – ihm bleibt nur zuzuhören, wie Vorwürfe von allen Seiten laut werden und er fühlt die Isolation zunehmend Raum ergreifen. Bis wenige Tage nach dem Unfall plötzlich ein fremdes Mädchen vor dem Haus der Familie zu lauern scheint, um Danny zu beobachten. So lernt er die gleichaltrige Sarah kennen – die Schwester des Jungen, der im Koma liegt und schnell bemerkt Danny, dass sie ein schreckliches Geheimnis mit sich herumschleppt. Beide vertrauen einander ihre Gefühle an und begehen in ihrer Hilflosigkeit einen verhängnisvollen Fehler! “Wir waren wie zwei Geheimagenten, die von dem ganzen Theater die Schnauze voll hatten und beschlossen, aus der Deckung zu kommen.” John Boynes Romane verbindet das Schicksal von Menschen, die sich in ihrer jeweiligen Situation allein fühlen, isoliert werden und in aller Ausweglosigkeit doch ihren eigenen Weg finden. “Zu schnell” reiht sich nahtlos in diese Lebensbibliothek des irischen Erfolgsautors ein und setzt eben aufgrund der sprachlichen Dimension erneut Maßstäbe. Ein herausragendes Jugendbuch über den Umgang mit Schuld, Verlustängsten und den Kampf um Akzeptanz in der Welt der Erwachsenen. Sprachlich eignet sich “Zu schnell” in besonderer Art und Weise für Schüler, die in Dannys Alter sind. Der Fischerverlag hat anschauliches Unterrichtsmaterial zur Verfügung gestellt und es bleibt zu hoffen, dass diese Geschichte bald Einzug in die Lehrpläne unserer Schulen hält. Artikel mit Illustrationen und Link zum Unterrichtsmaterial -> Literatwo: http://literatwo.wordpress.com/2012/09/05/zu-schnell-von-john-boyne-eine-sekunde-die-alles-verandert/

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  • Rezension zu "Zu schnell" von John Boyne

    Zu schnell
    Jimmy

    Jimmy

    05. September 2012 um 22:36

    Erster Satz: Alles begann an einem Mittwochabend im Juli, kurz nachdem die Schulferien angefangen hatten. Inhalt: Eines Abends mit Danny Mum sehr spät von zwei Polizisten nach Hause begleitet. Bei einem Verkehrsunfall hat sie einen kleinen Jungen angefahren. Der liegt nun im Koma. Ab diesem Augenblick ist nichts mehr so wie vorher. Dannys Mutter scheint wie ausgewechselt zu sein, hält sich nur noch mit deprimierenden Gedanken an den armen Jungen auf, achtet gar nicht mehr auf ihre Familie. Die kommt dabei zu kurz. Besonders Danny. Dann trifft er auf Sara, die Schwester von dem kleinen komatösen Jungen. Sara möchte ihm ein Geheimnis anvertrauen. Aber er darf es keinem Verraten. Und zwar, wer wirklich an dem Unfall schuld ist. Und wer lügt. Meine Meinung: Nach "Der Junge mit den Herz aus Holz" habe ich schon sehr auf dieses schmale Büchlein gewartet. Inzwischen habe ich John Boyne schon sehr ins Herz geschlossen. Sein Schreibstil ist ehrlich und dabei trifft er immer die richtigen Worte. Es wird einem nicht langweilig, aber man hat auch nicht das Gefühl, als sei etwas weg gelassen worden. Es passt einfach. Genau so erging es mir auch wieder mit seinem neuen Jugendbuch "zu schnell". Anfangs enttäuscht von der geringen Seitenanzahl und dem damit verbundenen lediglich kurzen Lesevergnügen konnte mich die rasante Geschichte enorm fesseln und für sich begeistern. Der Autor schreibt selten dicke Schmöker. Er ist eher ein Freund des direkten Wortes; das darf man auch bei diesem Werk spüren. Zielsicher wird der Leser von der ersten Zeile mitten ins Geschehen geleitet. Danny steht als Erzähler im Vordergrund während er gar nicht die dramatischste Rolle zugeteilt bekommen hat. Viel mehr lohnt es, sich Gedanken um die Mutter zu machen. Diese igelt sich ein, schreibt sich alle Schuld zu und weiß nicht wohin mit ihren Gefühlen. Sie ist eine interessante Person, die natürlich auch die stärkste Bindung zu unserer Hauptperson hat, ohne diese zeigen zu können. Gerade das macht sie in ihrer Verzweiflung so präsent. Der Leser weiß, wie wichtig sie für Danny ist und dennoch bleibt sie so unnahbar. Wie bereits in "Der Junge mit dem gestreiften Pyjama" wird uns hier vorgeführt, wie die Welt aus Kinderaugen aussieht. Eine Sichtweise, die wir 'Großen' scheinbar längst vergessen haben. Schade eigentlich, denn so wirkt sie viel aufregender. Zugleich empfindet man aber auch jede Veränderung im Leben als bedrohlich und viel intensiver als sie eigentlich ist. Mit bangen Worten erzählt der Junge von seinem einschlägigsten Ferienerlebnis, dass einem selbst ganz unbehaglich wird. Normalerweise bevorzuge ich Romane. In diesem Fall handelt es sich schon regelrecht um eine Kurzgeschichte. Meiner Meinung nach, ist es kaum zu schaffen, in so einen knappen Erzählstrang so viel Atmosphäre zu transportieren, dass der Leser überhaupt dazu kommt, sich mit den Figuren zu identifizieren. Auch erhalten sie selten genug Charaktertiefe, alsdass eine gewisse Sympathie auch für Nebenfiguren entstehen kann. Aber hier wurde das alles möglich. Durch die schnelle Sprache wird die Handlung rasch weitergesponnen. Für jeden jungen Leser bietet das ein spannendes und realistisches Abenteuer, das wie aus dem Leben gegriffen ist. Doch hinter dem bereits hohen Unterhaltungswert steckt noch mehr. Das Buch transportiert solch schwergewichtigen Gefühle, die ich ihm nicht zugetraut hätte. Das wichtige Detail der Geschichte ist vielleicht gar nicht der komatöse Junge und dessen Schicksal. Viel wichtiger erschien mir beim und auch nach dem Lesen die Frage nach der Schuld. Mir kam "zu schnell" nur als kleine Anekdote vor, damit wir uns selbst mal wieder an die Nase fassen. An welcher Stelle im Leben schieben wir ungerechtfertigt anderen die Schuld in die Schuhe? Wann sollten wir von den Schuldzuweisungen Dritter Abstand nehmen? Und wie oft sollten wir es uns selbst einfacher machen, indem wir nicht alle Schuld auf uns laden...? Man kann dieses Gedankengeflecht weiterspinnen und beim tieferen Grübeln so mehr über sich selbst heraus finden. Mir gefiel dieses Experiment rund um Schuld und Unschuld. Dunkel meinte ich mich in diesem Zusammenhang an "Der Vorleser" von Bernhard Schlink zu erinnern. Viel schlechter allerdings und klischeehafterweise mal wieder in Bezug auf den zweiten Weltkrieg wurde dabei ebenfalls die große Frage der Schuldzuweisungen behandelt. Dannys Geschichte bietet einen erfrischend anderen Blickwinkel. Nicht nur den aus unschuldigen Kinderaugen, sondern auch thematisch wird aufgeräumt und gezeigt, dass man diese Materie auch in Alltagssituationen widerfinden kann... Mich regte das Ganze auf jeden Fall sehr zum Nachdenken an. Und das ist sicher das Kriterium, das auch viele andere Erwachsene zu diesem Büchlein greifen lassen wird. Mein Fazit: Wohl verdiente ~ 5 Krümel ~ für ein Werk, das sich im Unterbewusstsein kritisch mit einem der wichtigsten Themen der menschlichen Psyche befasst: Schuld. papierkruemel.blogspot.com

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  • Rezension zu "Zu schnell" von Adelheid Zöfel

    Zu schnell
    Fantasie_und_Träumerei

    Fantasie_und_Träumerei

    28. August 2012 um 09:43

    KLAPPENTEXT: Danny sieht einem sorglosen Sommer entgegen. Doch dann wird seine Mutter von der Polizei nach Hause gebracht: Sie hat einen kleinen Jungen angefahren, der nun im Koma liegt. Und auf einmal ist alles anders. AUTOR: John Boyne wurde 1971 in Dublin, Irland, geboren, wo er auch heute lebt. Er ist der Autor von neun Romanen, darunter "Der Junge im gestreiften Pyjama", der sich weltweit über fünf Millionen Mal verkaufte, zahlreiche internationale Buchpreise gewann (u.a. Nominierung für den British Book Award) und mit großem Erfolg verfilmt wurde. John Boynes Romane wurden in über vierzig Sprachen übersetzt. Bei Fischer sind von ihm auch die Romane "Der Junge im gestreiften Pyjama", "Der Schiffsjunge" und "Der Junge mit dem Herz aus Holz" lieferbar. EIGENE MEINUNG: Das Leben ist eins der härtesten und manchmal schlägt das Schicksal unerwartet und gemein zu. So auch in Dannys Leben, das nicht immer perfekt, aber ganz gut läuft, auch wenn sein Bruder Pete die Sommerferien nicht wie versprochen mit ihm verbringt. Doch als seine Mutter einen kleinen Jungen anfährt und sich selbst die ganze Schuld dafür gibt, dass er nun im Koma liegt, ist nichts mehr wie es mal war. Im Vordergrund dieser kurzen, sehr prägnanten und spannenden Geschichte steht die Frage der Schuld. Wer ist Schuld am Unfall des kleinen Andy? Wer daran, dass Dannys Mam nun nicht mehr so ist, wie sie mal war? Und wer daran, dass Dannys Leben nun völlig aus dem Ruder läuft? Sehr eindrücklich wird in "Zu schnell" dargestellt welche Kreise nicht nur das Schicksal, sondern auch die Frage der Schuld zieht. Wie viele Schicksale miteinander verbunden sind und wie weit diese Einfluss aufeinander nehmen. Für mich als Leser war klar, dass eigentlich niemand die Schuld an Andys Unfall trägt, doch mehrere Personen laden sich diese auf oder bekommen sie aufgebürdet. Doch wie soll man mit solch einer Schuld weiter leben? Ist ein normales Leben überhaupt noch möglich? Ist es dennoch nachvollziehbar, dass Dannys Mutter nun von ihrem Schuldgefühl herunter gezogen wird, dass sie für nichts mehr ein Auge hat und alles, ja sogar ihr eigenes Kind vernachlässigt? Und selbst in Andys Familie beeinflussen die Schuldzuweisungen das Leben so stark, dass Normalität kaum noch möglich ist. FAZIT: John Boyne ist es wie immer gelungen mit wenigen Worten viel zu sagen. Einen kleinen Roman zu kreieren, der viele Aussagen hat, die aber so geschrieben sind, dass der Leser Freiraum in seiner Interpretation hat. Kurz, knackig, nachdenklich und gelungen!

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