John Brockman (Hg.) Welche Idee wird alles verändern?

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Inhaltsangabe zu „Welche Idee wird alles verändern?“ von John Brockman (Hg.)

Die führenden Wissenschaftler unserer Zeit geben ungemein spannende und ungewöhnliche Antworten auf die Frage, welche wissenschaftlichen Entdeckungen ihrer Meinung nach unmittelbar bevorstehen, die wir alle noch erleben werden. Die Beiträge u.a. von Steven Pinker, Richard Dawkins, Craig Venter, Ian McEwan, Lisa Randell bilden die perfekte Sammlung von Essays für alle, die sich für die neueste Forschung interessieren, aber nicht die Zeit oder den langen Atem für lange wissenschaftliche Werke haben. Spannende, ungewöhnliche und unterhaltsame Ausblicke auf unsere unmittelbare Zukunft.

Welch famoses Konzept für ein Sachbuch, Koryphäen kurz und prägnant Fragen beantworten zu lassen

— bibliophilist1985
bibliophilist1985

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  • Rezension zu "Welche Idee wird alles verändern?" von John Brockman

    Welche Idee wird alles verändern?
    bibliophilist1985

    bibliophilist1985

    27. December 2014 um 23:00

    Brockman versteht es, als Literaturagent mit dem Hauptschwerpunkt auf Wissenschaftsliteratur, durch ein neuartiges Buchkonzept das Interesse an Forschung auf eine zugängliche und verständliche Art und Weise zu schüren. Anhand der schlichten und genialen Stellung einer Frage an größtenteils Wissenschaftler, aber auch Künstler und andere prominente Persönlichkeiten, eröffnet sich eine Sammlung unterschiedlichster Betrachtungsweisen der Welt und individuellen Theorien. Im Gegensatz zu richtiger, „harter“ Sachliteratur geht es primär um Thesen, Ideen oder auch nur rein subjektive Meinungen zu Entwicklungen, ohne dass für Richtigkeit oder wissenschaftliche Seriosität Haftung übernommen werden kann. Ob dies eher als Manko oder anregende, umfangreiche Abdeckung aller möglichen Standpunkte und Ideen zu einem Thema aus verschiedenen Perspektiven zu werten ist, bleibt Ansichtssache. Auch kann man schlicht bei Berufsgruppen oder einzelnen Autoren, die einem persönlich nicht zusagen, weiterblättern und sich gezielt die persönlichen Gustostücke aus dem unfangreichen Fundus picken. Das Buch stellt auch nicht den Anspruch, fundiertes, auf Experimenten und Forschung fußendes Wissen zu vermitteln. Es ist eher mehr eine umfassende Sammlung an Ideen, Impulsgebern und potentiellen Kreativitätsbeschleunigern und für das eigene Kopfkino und als Ideensammlung oder Bastelwerkstatt samt vielfältigen, austauschbaren Konzeptwerkzeugen für Autoren durchaus geeignet. Auch bergen die unterschiedlichen, durch das jeweilige Steckenpferd der Autorengruppen beeinflussten, Herangehensweisen interessante Einblicke in die Denkmuster, die mit der jeweiligen Profession einher gehen und eine Berufsgruppe prägen. Zu den angeschnittenen Themen gehören Telepathie, Avatare, Genforschung, Quantencomputer, Entwicklung künstliche Intelligenzen, Nanotechnik und etliche mehr. Auch werden speziell solchen fast 500 Seiten umfassenden, theoretischen und trockenen Werken eher skeptisch gegenüberstehende Zeitgenossen durch die zwischen 2 bis 5 Seiten langen Antworten weniger abgeschreckt als durch ebenso seitenlange Erläuterungen zu einem einzigen Aspekt in Fachliteratur. Auch dass längere Zwischenpausen beim Lesen kein Problem darstellen, da kein roter Faden verloren geht und keine für das Verständnis wichtige, in früheren Passagen erläuterte Sachverhalte dem Vergessen anheim fallen, fällt positiv ins Gewicht. Man kann gewiss monieren, dass es im eigentlichen Sinn eine Artikelsammlung von der Homepage des geschäftstüchtigen Brockman ist, man die Beiträge auch auf Englisch auf eben dieser Homepage lesen kann und es andere Sachbuchautoren gibt, die sich fundiert mit einem einzelnen Thema oder Themenkomplex auseinandersetzen und dabei im besten Fall noch neue, eigene Erkenntnisse mit einfließen lassen. Dies fällt in diesem Werk komplett weg. Leider sind, wie in der Belletristik auch, die sowohl mit Forschungskompetenz als auch Schreibtalent (da selbst ein vom Wissenschaftler instruierter Ghostwriter den Sinn einer komplexen Thematik nie in derselben Qualität und Verständlichkeit wie der Forscher selbst wiedergeben kann) gesegneten Wissenschaftler noch rarer und selbst ein Simon Singh, Stephen Hawking oder Michio Kaku flösst Neulingen Respekt ein. Diese Angst, nicht verstehen und am Lesen scheitern zu können, fällt durch die Zugänglichkeit und Kürze der Artikel weg und weckt im besten Fall im Gegenteil Interesse an dem einen oder anderen Thema, vielleicht von eben erwähnten Autoren. Es gibt nach demselben Muster konzipierte Werke des Herausgebers, die sich mit folgenden Fragen beschäftigen: „Worüber müssen wir nachdenken? Wie funktioniert die Welt? Was macht uns schlauer? Was ist ihre gefährlichste Idee? Wie hat das Internet ihr Leben verändert?“ und „Leben, was ist das?“. Allesamt feine Sammlungen komprimierter Ideen zum Durchblättern, gezielt nach gewissen Erklärungsmodellen suchen, nach präferierten Wissenszweigen durchforsten und immer wieder neu Interesse und Begeisterung an der Wissenschaft schüren.

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