John Brunner Die Opfer der Nova

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Inhaltsangabe zu „Die Opfer der Nova“ von John Brunner

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  • Brunner, John: Die Opfer der Nova

    Die Opfer der Nova
    seoirse_siuineir

    seoirse_siuineir

    30. December 2016 um 12:24

    "Polymath"Eine erste - gekürzte - Fassung des Romans schrieb Brunner 1963 unter dem Titel ("Castaways' World"), "Polymath" von 1974 ist eine überarbeitete Version, die der mir vorliegenden Übersetzung von Barbara Heidkamp zu Grunde liegt.Aus der obigen Inhaltsbeschreibung geht nicht hervor, daß es sich in dem Roman im Wesentlichen um die Wahl zwischen zwei Möglichkeiten handelt, zwischen denen sich die Gestarndeten ("Castaways") entscheiden müssen. Zum einen gibt es die Gruppe um den Protagonisten Lex, die versuchen, sich auf dem Planeten eine neue Existenz aufzubauen. Auf der anderen Seite steht die Besatzung eines zweiten Raumschiffs, das auf dem Planeten notlanden konnte um den Kommandaten Gomes. Unter der harten Führung Gomes' versucht diese Gruppe, das Raumschiff zu reparieren, um die aus ihrer Sicht unwirtliche Welt schnellstmöglich zu verlassen. Aufgrund der schweren Beschädigungen des Schiffes ist dieses Unterfangen jedoch zum Scheitern verurteilt. Die Situation eskaliert, als die Gruppe von Gomes den Überlebenden des anderen Schiffes das Wasser abgräbt, indem es den für die Trinkwassergewinnung notwendigen Fluß staut, um aus der Wasserkraft Energie für die Reparatur ihres Schiffes zu gewinnen.Die Geschichte erinnert stark an einen Aspekt aus "Total Eclipse" ("Das Geheimnis der Draconier"), welches Brunner ebenfalls 1974 verfaßte, wo es unter anderem auch darum geht, auf einem fremden Planeten das Überleben der Menschen zu gewährleisten.Brunner bezieht klar Position, wenn es darum geht, die Vorgehensweise von Gomes, der alles auf eine Karte setzt - nämlich sein Raumschiff schnellstmöglich zu reparieren - und dafür seine Leute wie Sklaven schuften läßt, aber keinerlei Vorkehrungen für den kommenden Winter trifft, und der von Lex, der mit seiner Gruppe eine neue Zivilisation aufbaut - inclusive Schwangerschaftsplänen, die den Fortbestand der Menschen sichern sollen. "Die Rächer von Carrig""Die Rächer von Carrig" ist der zweite Roman, der im Sammelband "Die Oper der Nova" erschienen ist. Ursprünglich wurde die Geschichte von Brunner 1962 in einer erheblich kürzeren Version als "The Secret Agent Of Terra" veröffentlicht. 1969 wurde der Roman von Brunner überarbeitet und als "The Avengers Of Carrig" neu veröffentlicht. In Deutschland erschien "Geheimagentin der Erde" erstmals in der Reihe TERRA (Sonderband 82) im Jahre 1964. Im Heyne-Verlag erschien die überarbeitete Version 1972 ebenfalls unter dem Titel "Geheimagentin der Erde" in der Übersetzung von Walter Brumm. Für den Sammelband "Die Opfer der Nova" übernahm man Brunners neuen Titel "Die Rächer von Carrig".Zeitlich ist die Geschichte ca. 700 Jahre später angesiedelt als "Polymath". Auf dem namenlosen Planeten (er hat lediglich die Bezeichnung ZFP - Zarathustra-Flüchtlingsplanet - 14) mit der Hauptstadt Carrig sind die Nachkommen der Nova-Opfer kulturell weit zurückgefallen und leben in einer mittelalterlichen Gesellschaft mit Schwert- und Drachenkämpfen. Wobei "Drachenkämpfe" durchaus wörtlich zu nehmen ist, den auf dem Planeten lebt eine Flugechse, von den Einwohnern "Paradil" genannt. Derjenige, der den Königsparradil erlegt, erhält für ein Jahr die Herrschaft über die Stadt. Dies macht sich eine Gruppe skrupelloser Abenteurer von einem anderen Planeten zu Nutze, deren Anführer mit moderen Waffen keine Mühe hat, die Königswürde zu erringen und sich mit seinen Vertrauten gleich daran macht, die Bodenschätze des Planeten auszubeuten.Das "galaktische Korps" hat die Aufgabe, die unterentwickelten ZFPs lediglich zu beobachten, um einen Kulturschock für die Bevölkerung zu vermeiden. So wird die Agentin Maddalena Santos nach Carrig geschickt, um die Eindringlinge unschädlich zu machen. Doch schon beim Anflug wird ihr Raumschiff abgeschossen, so daß sie völlig auf sich allein gestellt, erste Bekanntschaften mit dessen Bewohnern macht...Insgesamt die Geschichte etwas zu glatt, kann aber auch durchaus als Parabel für die Ausbeutung von Entwicklungsländern auf der Erde gesehen werden."Die Erlöser von Zyklop"Es handelt sich um den 3. Band der Sammlung "Die Opfer der Nova". Die Geschgichte schließt inhaltlich an "Die Rächer von Carrig" an, spielt allerdings zwanzig Jahre später.Eine erste Version des Romans schrieb Brunner 1965. Auf dieser Version beruht die deutsche Aussgabe "Mechaniker der Unsterblichkeit", die 1971 in der Reihe TERRA NOVA (Nr. 189) erschien. Für die Ausgabe des Jahres 1981 erweiterte Brunner die Geschichte. Diese Version liegt der Heyne - Ausgabe von 1993 in der Übersetzung von Horst Pukallus zugrunde.Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es ein Wiedersehen mit den Protagonisten Maddalena Santos und Gustav Langenschmidt. Maddalena kommt von einem zwanzigjährigen Einsatz auf einem anderen "ZFP" (Zarathustra-Flüchtlingsplanet) zurück auf die Basis des galaktische Korps auf Zyklop. Dort ist ihr ehemaliger Ausbilder Langenschmidt inzwischen Kommandant des Stützpunkts. Wie schon in "Die Rächer von Carrig" decken die beiden eine weitere von Zyklop ausgehende Ausbeutung eines unterentwickelten ZFP auf.Brunner erzählt dieselbe Geschichte wie in "Die Rächer von Carrig" mehr oder weniger nochmals. Im Unterschied zum Vorgänger ist Maddalena diesmal aber nicht "under cover" unterwegs, sondern ihr stehen alle Errungenschaften der Technik zur Verfügung. Ein großer Schwachpunkt der deutschen Übersetzung sind die Dialoge. Möglicherweise hat Pukallus versucht, sich eng an das englische Original anzulehen (das ich nicht kenne), aber über Sätze wie "Ich tät zu den Sternen fliegen, hätt ich 'n Schiff" kann ich persönlich nicht darüber hinweg lesen.

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