John Burdett Bangkok Tattoo

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Inhaltsangabe zu „Bangkok Tattoo“ von John Burdett

Der buddhistische Polizist Sonchai steht vor einem neuen Fall: ein CIA-Mitarbeiter wurde grausam ermordet. Tatverdächtig ist die Prostituierte Chanya, in deren Bett er gefunden wurde – mit aufgeschlitztem Bauch und gehäutetem Rücken. Doch Sonchai und sein Vorgesetzter Vikorn sind von Chanyas Unschuld überzeugt und konstruieren aus dem Mord einen islamistischen Terrorakt. Die aberwitzige Lösung seines Falls führt Sonchai auf eine tödlich schmale Grenze zwischen Liebe, Sucht und Obsession … »Burdetts Stil sorgt für ein ungetrübtes Lesevergnügen – der oft subtile und manchmal auch offene Humor, die eleganten Sätze, die häufig wunderbar vielschichtig sind, den Rhythmus gekonnt variieren, das schillernde Bangkok und seine Bewohner plastisch und drastisch und immer mit einer grandiosen Zärtlichkeit beschreiben.« Oliver Bottini in Focus

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    Bangkok Tattoo
    Stefan83

    Stefan83

    07. October 2011 um 09:26

    Warum Thailand auch „Das Land des Lächelns“ heißt, belegt John Burdett mit seinem zweiten Band aus der Reihe um Sonchai Jitpleecheep, Polizist bei der Royal Thai Police, einmal mehr. Nachdem mich schon der Auftakt der Serie, „Der Jadereiter“, vor 2 ½ Jahren erfrischend kurzweilig unterhalten hat, kann nun auch der Nachfolger „Bangkok Tattoo“ erneut für viel Spaß sorgen. Das Attribut „Thriller“, welches groß auf dem Cover prangt, dient jedoch wohl nur noch marketingtechnischen Zwecken und hat mit dem Inhalt zwischen den Buchdeckeln nicht mehr allzu viel gemein. Wer nach der Lektüre des Klappentexts hier einen rasanten Agententhriller vor exotischer Kulisse erwartet hat, wird unweigerlich enttäuscht werden. Wo der Vorgänger zumindest noch in einigen Ansätzen, vielleicht auch der Massenkompatibilität wegen, den genreüblichen Spannungsaufbau geboten hat, bleibt „Bangkok Tattoo“ erstaunlich unspektakulär und unaufgeregt. Stattdessen schockt Burdett mit detaillierten Studien des thailändischen Nachtlebens, wobei er das Thema „käuflichen Sex“ noch schonungsloser und satirischer präsentiert als noch in „Der Jadereiter“. Eigentlich läuft für Sonchai alles nach Plan. Auf der Arbeit scheint eine Beförderung in greifbarer Nähe und das von seiner Mutter geführte Bordell „The Olds Mans Club“, welches er als „Papasan“ betreut, brummt trotz starker Konkurrenz. Das liegt nicht zuletzt an der verführerischen Chanya, dem „besten Pferd im Stall“. Sie sorgt für ordentlich Umsatz. Zumindest bis zu dem Tag, wo sie beim Stelldichein mit einem amerikanischen Freier im Opiumrausch dessen Leben ein äußerst blutiges und unrühmliches Ende setzt. Abgeschnittener Penis auf dem Nachtschränkchen inklusive. Colonel Vikorn, Sonchais korrupter Vorgesetzter und praktischerweise Mitbesitzer des Bordells, will diese unschöne Angelegenheit mit möglichst wenig Aufsehen bereinigen und die Sache als Notwehrhandlung Chanyas darstellen. Blöd nur, dass der besagte Ami zu Lebzeiten ein CIA-Agent war, der im Süden Thailands, an der Grenze zu Malaysia, nach dem 11. September die dortigen Islamisten ausspionieren sollte. Und seine Vorgesetzten verlangen jetzt eine Erklärung. Ganz nach Art der Thai wird improvisiert und Vikorn bastelt aus dem Mord aus Notwehr kurzerhand einen islamistischen Terrorakt, um den Moslems die Schuld in die Schuhe zu schieben. Die haben so etwas bereits geahnt und üben nun ihrerseits mit einer Delegation Druck auf die Thai Police aus, um einen weiteren amerikanischen Kriegsschauplatz in Asien zu vermeiden. Vikorn, der die CIA beschwichtigen und einen Konflikt zwischen Moslems und Buddhisten verhindern will, schickt Sonchai in den Süden, wo er zu Beruhigung aller Parteien Nachforschungen anstellen soll. Schnell findet dieser heraus, dass Chanya den getöteten Freier schon von einem USA-Aufenthalt gekannt und eine ziemlich enge Beziehung zu diesem geführt hat. War es gar ein Mord aus Leidenschaft? Oder steckt nicht doch viel mehr dahinter? Wo andere Autoren sich anfangs lange mit Landschaftsbeschreibungen, Rückblenden und inneren Monologen aufhalten, um den Leser Schritt für Schritt in die Geschichte zu führen, schubst einen John Burdett kurzerhand ins kalte und in diesem Fall, äußerst schmutzige Wasser. Ohne viel stilistisches Lametta und mit knackiger, lockerer Sprache, erweckt er die Rotlichtbezirke von Bangkok zum Leben, wo der Verkauf von Körpern so üblich ist, wie der Currywurststand vor Fußballstadien in Deutschland. Leuchtreklamen, dunkle Gassen, überfüllte Märkte, Opiumhöhlen, tätowierte Geschlechtsorgane. Dem prüden, konservativen Leser könnte hier unter Umständen ganz heiß unterm Pullunder-Pulli werden, denn Burdett nimmt kein Blatt vor den Mund und sucht die groteske Überzeichnung, wo es nur geht. Für den Europäer bedeutet das den Einstieg in eine völlig unbekannte, exotische Welt, in der Prostituierte jedes Geschlechts, „katoys“ (Transsexuelle) und dauergeile „farangs“ (Weiße bzw. Europäer und Amerikaner) die Straßen bevölkern. Das einzige was hier tabu zu sein scheint, ist das Tabu selbst. Inwieweit Burdetts Milieu-Malerei den Tatsachen entspricht, darf natürlich bezweifelt werden. Interessant jedenfalls wie der Autor, selbst Brite, aber lange Zeit Anwalt eines Konzerns in Hongkong, die scheinheilige Prüderie des Westens auf die Schüppe nimmt und wie ein Jongleur gekonnt mit den üblichen Klischees spielt. Wo die Wahrheit endet, die Fiktion beginnt, ist nicht immer ersichtlich. Der Status quo wird wohl irgendwo dazwischen liegen. Das gibt Burdett im Nachwort auch zu und räumt z.B. ein, selbst nie Zeuge von Korruption in Thailand geworden zu sein. Eine Tatsache, welche ihn aber nicht daran hindert, Polizeichef Vikorn allerlei zwielichtige Geschäfte tätigen zu lassen. Und auch Sonchai lässt sich mit dem Ermittler europäischer Prägung nur wenig vergleichen. Beförderungen, Gehaltserhöhungen und ein glückliches Sexleben sind hier weit mehr wert als ein abgeschlossener Fall. Zwischen all diesen grotesken Überzeichnungen findet der aufmerksame Leser jedoch auch immer wieder ruhige Töne. So erfährt man aus Chanyas Tagebuch von ihrer im armen Norden lebenden Familie, welche sie mit ihrem Gehalt so gut es geht zu unterstützen versucht. Trotz ihrer Prostitution und der Einnahme von Drogen, spielt das Karma für die Thais eine wichtige Rolle. Nach mathematischem Muster wird ausgerechnet wie viel positiver Taten es bedarf, um den derzeitigen negativen Stand irgendwann ausgleichen zu können. Oberflächlich derjenige, der die Bitternis und die Ernsthaftigkeit solcher Passagen nicht bemerkt. Leider gibt es von diesen meiner Ansicht nach zu wenige. Insgesamt ist „Bangkok Tattoo“ in erster Linie wieder eine auf den Lachmuskel zielende Lektüre, welche besonders durch ihre bösen, aber dennoch liebenswerten Figuren überzeugt und dank des geradlinigen, temporeichen Schreibstils einfach Spaß macht. Auf der anderen Seite merkt man jedoch auch: Burdett hat den Pfad des Spannungsromans komplett verlassen und er droht, bei aller Exotik und Unkonventionalität, ausrechenbar zu werden. Die anfänglich mysteriösen Fragen geraten in diesem Gewitter von Sex und Gewalt zu schnell in den Hintergrund und verlieren letztlich fast völlig ihre Bedeutung. Ein wirklicher Anreiz auch den dritten Band zu lesen, fehlt mir irgendwie.

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  • Rezension zu "Bangkok Tattoo" von John Burdett

    Bangkok Tattoo
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2010 um 22:52

    Detective Sonchai ermittelt wieder in Bangkoks Rotlichtviertel. Es geht um den Mord an einem CIA-Agenten, dessen Geliebte Chanya in Sonchais Club angestellt ist. Mit blutgetränktem Kleid und völlig high kommt Chanya zurück zum Club und behauptet den Mann ermordert zu haben. Um sie vor dem CIA zu beschützen beschließen Sonchai und sein Vorgesetzter Colonel Vikorn den Mord wie einen islamistischen Terrorakt aussehen zu lassen. Doch der Fall nimmt eine andere Wendung... Ähnlich komplex wie auch John Burdetts Vorgänger "Der Jadereiter" ist auch dieser Thriller verfasst. Er spielt wieder in Bangkoks Halbwelt und erläutert die Lebensweise der dort lebenden Menschen. Zwischendurch ist die Geschichte diesesmal auch mit einer kleinen Prise Erotik versehen, was das Ganze noch realistischer werden lässt. Im Mittelteil wird der Autor leider etwas ausufernd, was das Lesen durch die Komplexität der Geschichte etwas zäh macht. Zum Ende nimmt das Buch aber noch einmal eine überraschende Wendung und wartet mit einem neuen Spannungsbogen auf. Insgesamt nicht ganz so spannend, wie der erste Teil der Serie, aber durchaus lesenswert!

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  • Rezension zu "Bangkok Tattoo" von John Burdett

    Bangkok Tattoo
    Nyx

    Nyx

    29. June 2007 um 11:53

    Ein etwas zu schlüpfriger Thriller mit durchaus subtilem Humor, elegant geschrieben. Bangkok als Schauplatz macht diesen spannenden Thriller darüber hinaus interessant und gewährt Einblicke in die thailändische Gesellschaft.