John Burdett Der Jadereiter

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Inhaltsangabe zu „Der Jadereiter“ von John Burdett

Im brodelnden Bangkok ist der buddhistische Polizist Sonchai auf der Jagd nach den Mördern William Bradleys. Doch ihn interessiert nicht der Tod des skrupellosen Jadehändlers, Sonchai will Rache nehmen an denen, die auch für den Tod seines Partners Pichai verantwortlich sind. Mit fernöstlicher Weisheit und kriminalistischem Gespür – und der attraktiven FBI-Agentin Kimberley Jones an seiner Seite – folgt Sonchai den Spuren durch Bangkoks düstere Halbwelt.

Wie macht es Burdett? Er weckt schmerzhafte Sehnsucht und zugleich ist man in Bangkok, sumkumvith, mit jedem ein und ausatmen,genial

— mondsichel

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  • Thai-Karma

    Der Jadereiter

    walli007

    Die Bangkok-Cops Sonchai und Pichai sind die einzigen im District, die keine Bestechungsgelder nehmen. Sie sollen einen Angehörigen der US-Armee verfolgen, einen Moment lang verlieren sie ihn. Und als sie den Wagen unter einer Brücke stehen sehen, sitzt der Amerikaner noch im Auto, mit ihm eine Python, die sich anscheinend gerade daran macht in zu erdrücken. Die beiden Polizisten versuchen, den US-Bürger zu retten. Zu spät bemerken sie, dass etliche Kobras schon das ihrige taten und für den Schwarzen jeder Hilfsversuch zwecklos ist. Für Pichai endet die Verfolgung tödlich. Sonchai ist untröstlich und sein erster Gedanke ist, er wird den Mörder seines Partners töten. Doch zunächst erhält er zusammen mit einer amerikanischen FBI-Angehörigen den Auftrag, den Todesfall aufzuklären. Ein Kriminalfall, bei dem westliche und asiatische Kultur aufeinanderprallen. Informativ und lehrreich, große Kenntnis von der thailändischen Volksseele scheint der Autor zu haben, intensiv recherchiert und wohl auch selbst erlebt. Detailliert schildert er die Gedankengänge seines Polizisten, der als Sohn einer Prostituierten und vermutlich eines Amerikaners, Züge beider Kulturen vereinigt, obwohl er seinen Vater nie kennengelernt hat. Sehr asiatisch ist dann auch die Reaktion auf Pichais Tod, die ihn dazu bringt, den Fall lösen zu wollen, um den Täter ins nächste Leben zu befördern, das dann wohl schlechter sein muss als dieses. Für den Leser ist die Lektüre sehr spannend und die Beschreibung des Lebens in Bangkoks District 8 erhellend, aber auch abstoßend und teilweise schwer zu ertragen. Korruption, Sex-Industrie, Drogen - es scheint so, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Aus dem ganzen Sumpf scheinen Sonchai und seine Mutter hervor wie leuchtende buddhistische Idealwesen, so dass die Gegensätze zu extrem erscheinen, um wirklich glaubhaft zu sein. Dennoch ein packender Thriller, der einen in Abgründe blicken lässt. 3,5 Sterne

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    • 4

    Sabine17

    21. August 2014 um 17:21
  • - Hypochrisy -

    Der Jadereiter

    Hypochrisy

    28. July 2014 um 17:14

    Die Zukunft ist unergründlich, sagt der Buddha. Und deshalb wissen die Polizisten Sonchai und Pichai noch nicht, daß der amerikanische Jadehändler in dem Mercedes vor ihnen bald am Biß einer Kobra sterben wird. Was sie ebenfalls nicht wissen, ist, daß die Kobras und Pythons, die aus William Bradleys Wagen hervorkriechen, auch Pichai töten werden, den Sonchai seit seiner Kindheit kennt. Mit dem er sich im Waldkloster den strengen buddhistischen Glaubensregeln unterworfen hatte. Pichai war sein Bruder im Geist, und deshalb schwört Sonchai Rache für seinen Tod. Zusammen mit Kimberley Jones, der undurchschaubaren und attraktiven FBI-Agentin, die eigentlich ihn observieren sollte, setzt er sich auf die Spur von Bradleys und Pichais Mördern. Und seine Jagd gerät zu einer Reise in die eigene Vergangenheit: in die Unterwelt Bangkoks, in die Bordelle des berüchtigten 8. Bezirks – bis hinein in die Amtszimmer der amerikanischen Botschaft.

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  • Milieustudie mit viel Tiefgang

    Der Jadereiter

    Stefan83

    John Burdetts "Der Jadereiter" ist wohl eins dieser Bücher, das man getrost als Geheimtipp bezeichnen kann. Obwohl er bei seiner Veröffentlichung in Deutschland nur wenig Beachtung gefunden hat, gehört er für mich definitiv zu den innovativsten Thrillern der letzten Jahre. Die südostasiatische Metropole Bangkok ist nicht nur Schauplatz der Handlung dieses Buches, sondern entwickelt sich im weiteren Verlauf geradezu zu einer eigenen Figur, wird trotz der Tatsache, dass Burdett in seinen Beschreibungen nichts schönt, eine Stadt skizziert in der Raub, Mord, Drogen -und Sklavenhandel und Korruption zum Alltagsleben gehören, zum Sehnsuchtsort des Lesers. Inmitten dieses Schmelztiegels des Verbrechens, in dem auch die westliche Verderbtheit ständig überall zu Tage tritt, wird der buddhistische Polizist Sonchai gemeinsam mit seinem Partner auf die Verfolgung des US-Marines Bradley angesetzt. Im Verlauf dieser Observation finden sowohl Bradley als auch Sonchais Partner Pinchai durch rauschgiftsüchtige Schlangen das Leben. Einziger Hinweis auf den Täter ist eine bildhübsche Frau, welche am Tatort gesehen worden ist. Sonchai schwört Rache und stürzt sich, unterstützt von der FBI-Agentin Kimberley Jones, in die Ermittlungen, wobei ihm von allen Seiten, sogar vom Polizeichef höchstselbst Steine in den Weg gelegt werden. Burdetts Schreibstil ist erfrischend direkt, die Sprache teilweise knallhart und schonungslos, wenngleich auch der Story ein gewisser Witz nicht abgeht. Werden einige bemängeln, dass sich der Autor zu oft im Esoterischen verliert, wenn Sonchai von buddhistischem Karma redet, Vorahnungen folgt und Hinweisen von Geistern nachgeht, macht es gerade für mich die Faszination an diesem Buch aus. Burdett wirft einen Blick in die Seele des Menschen, verschweigt nichts, legt den Finger direkt in die Wunde und bringt somit einen Plot auf Papier, der sich deutlich von der oftmals einfallslosen Konkurrenz unterscheidet. Dabei ist "Der Jadereiter" zwar kein packender, blutrünstiger Thriller, dafür gerät der Spannungsaufbau zu langsam, aber eine echte Milieustudie mit extrem viel Tiefgang, die einen von Seite eins an in den Bann zieht. Insgesamt ein recht anspruchsvoller, unterhaltsamer Kriminalroman, der sich wohltuend vom 0815-Schema der üblichen Krimileichtkost abhebt und der Lust nach viel mehr macht.

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    • 2

    Arun

    20. June 2014 um 20:26
  • Rezension zu "Der Jadereiter" von John Burdett

    Der Jadereiter

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. August 2010 um 22:50

    Der buddhistische Polizist Sonchai ermittelt in einem Mordfall im brodelnden Bangkok. Ein amerikanischer Marine wurde am Rande der Stadt in seinem Auto auf brutale Weise umgebracht. Beim Begutachten des Tatorts kommt Sonchais Partner Pichai ebenfalls ums Leben und Sonchai schwört seinen Tod zu rächen. Da der Tote ein Amerikaner im Dienst der Botschaft ist, schaltet sich auch das FBI ein und Sonchai wird die junge Ermittlerin Kimberley zur Seite gestellt. Gemeinsam decken sie jede Menge Skandale auf, die angesehene amerikanische Staatsbürger betreffen und bis in hohe Ränge des Royal Thai Police Force reichen und bei denen es um illegalen Handel mit Jade und Drogen geht. Der Thriller von John Burdett ist ungewöhnlich dicht und atmosphärisch erzählt. Er spielt sich zum größten Teil in Bangkoks Halbwelt, dem Rotlichtviertel ab. Einerseits wird die schillernde Welt dort im Rotlichtmillieu beschrieben, andererseits die buddhistische Lebensart dem Leser näher gebracht. Dieses Zusammenspiel macht einen besonderen Reiz der Geschichte aus. Insgesamt bekommt man einen guten Einblick in die Mentalität der Thais. Gut fand ich, dass auch wichtige Begriffe nicht nur auf deutsch dargelegt wurden, sondern auch auf Thai und dem Leser erklärt werden, wie z.B.: der „wai“ (thailändische Begrüßung). Das bringt einem das Land noch einmal näher. Der Thriller an sich ist spannend erzählt und gibt die nötigen Hintergrundinformationen ohne zu Beginn zuviel über den Täter preiszugeben. Die Geschichte und die Hintergründe sind stark verwoben und machen alles sehr spannend und auch faszinierend. Einerseits fühlt man sich zu dieser düsteren Halbwelt Thailands hingezogen, dann stößt sie einen aber auch ab. Dies ist einer der besten und intelligentesten Thriller, den ich in letzter Zeit gelesen habe. John Burdetts Jadereiter kann es locker mit den aktuellen Thrillern der Bestsellerliste aufnehmen. Vor allem für Asienfans, insbesondere aber für Thailandfans ein must-have im Bücherregal. Fazit: Absolut lesenswert

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  • Rezension zu "Der Jadereiter" von John Burdett

    Der Jadereiter

    blueknight

    18. April 2010 um 13:27

    Zitat aus dem Buch: "Der schwarze Marine in dem grauen Mercedes wird bald am Biss der Naja siamensis (Speikobra) sterben, aber das wissen wir, Pichai und ich (Sonchai), noch nicht (die Zukunft ist unergründlich, sagt Buddha)". Außerdem wird auch Pichai an einem Schlangenbiss sterben. Damit ist die Grundlage für einen Thriller der besonderen Art, Tatort : Bangkok, gegeben. Sonchai, wie Pichai ein Cop bei der Bangkok Police (nicht zu verwechseln mit der Touristpolice), versucht nun den Mörder seines Freundes zu finden und gleichzeitig damit auch den Tod des Marine aufzuklären. Schnell stellt sich heraus, daß ein reicher amerikanischer Schmuckhändler, Spezialgebiet Jade, aber auch die Transsexuelle (katoy) Fatima und Sonchais Distrikt-Chef Colonel Vikorns in den Fall verwickelt sind. Eine Geschichte die Burdett spannend entwickelt und mit einem etwas überraschenden Ergebnis zu Ende bringt. Wer einen Roman mit vielen Toten, Schießerei und viel Action erwartet, sollte die Finger von diesem Roman lassen. Wer aber einen Roman sucht der auch die thailändische Kultur nicht ausser Acht läßt sollte sich diesen Roman ansehen. Man merkt sehr deutlich, daß Burdett ein Kenner der asiatischen Kultur und Lebensweise ist und er versteht es meisterhaft diese Ansichten, Lebensweisheiten und Philosophie in seinen Romanen zu verarbeiten und sie auch einem "Farang" nahe zu bringen. Dies gelingt ihm unter anderem auch in den Dialogen zwischen Sonchai und der FBI-Agentin Jones, die aus der USA zur Untersuchung des Todes des Marines entsandt wurde und mit Sonchai zusammen den Fall klären soll. Burdett verschließt nicht die Augen vor Korruption, Rauschgift und dem Sex-Tourismus, zeigt aber auch hier die Unterschiede in der Betrachtungsweise von Europäer/Amerikaner und dem Thailänder/ Buddhist. Eine Betrachtungsweise und Philosophie die für einen Europäer kaum zu verstehen ist und was im realen Leben oft zu Unverständnis führt. Hier prallen dann tatsächlich zwei "Welten" aufeinander. Für mich eine 1+ für diesen Roman.

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  • Rezension zu "Der Jadereiter" von John Burdett

    Der Jadereiter

    nordy

    16. May 2008 um 20:33

    Asien, Krimi

  • Rezension zu "Der Jadereiter" von John Burdett

    Der Jadereiter

    Ruby

    16. December 2007 um 21:31

    Das Buch ist sehr lebendig geschrieben. Man bekommt einen guten Eindruck wie die Metropole in Bangkok funktioniert. Es geht um den organisierten Jadehandel sowie auch um Budhismus, Korruption und plastischer Chirugie. Die Athmospgäre wird gut beschrieben.

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