John Burnham Schwartz Eine Sekunde nur

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Inhaltsangabe zu „Eine Sekunde nur“ von John Burnham Schwartz

"Versuchen Sie, es mir zu erklären: in einem Augenblick steht dort ein Junge, ein Leben voller Möglichkeiten, und im nächsten Moment erscheinen gekennzeichnete Wagen, Unbekannte in Uniform und die gebrochenen Blaulichter. Plötzlich ist dies alles, was die Welt zu bieten hat." Dies ist Ethan Learners Stimme, ein Collegedozent, der gerade seinen zehn Jahre alten Sohn Josh bei einem Verkehrsunfall mit Fahrerflucht auf einer abgelegenen Straße in Connecticut sterben gesehen hat.
Bicycle Days (1989) von John Burnham Schwartz bekam positive Kritiken, doch schien es in hohem Maße ein autobiographischer Erstroman. Sein zweites Buch, Eine Sekunde nur, läßt sich nicht einem Genre zuordnen: Eine Tragödie, in der alle Charaktere Makel haben, doch keiner wirklich schuldig ist; ein Thriller, in dem der Mörder, Dwight, gefaßt werden will, doch von zu großer Selbstabscheu erfaßt ist, um sich zu stellen; und ein Versuchsroman, in der die Geschichte geschickt zwischen drei Perspektiven hin und her springt.
Auf den ersten Seiten baut Schwartz starke Verbindungen zwischen Vätern und Söhnen auf. Minuten vor dem Unfall beobachtet Ethan seinen Sohn, wie dieser gefährlich nahe am Straßenrand steht. Er sieht in Josh Fähigkeiten: Ein schüchterner Junge, dessen musikalische Gabe ein Feingefühl andeutet, das nicht weniger stark, wenn auch reifer, in seinem Vater vorhanden ist. Zur gleichen Zeit rasen Dwight und sein ebenfalls zehnjähriger Sohn Sam von einem überlangen Baseballspiel der Red Sox nach Hause. Dwight versucht, die übriggebliebenen Bruchstücke seiner Ehe nach einer schmerzlichen Scheidung wieder zusammenzufügen. Schwartz übermittelt Tiefe in einfachen Gesten -- zum Beispiel eine Hand, die sich in eine andere legt, nur um selbstbewußt zurückgezogen zu werden. Dwight fährt weiter nachdem er Josh mit seinem Wagen erfaßt hat, obwohl er in einem Moment des Zögerns verlangsamt und Ethan ihn "Sam" oder "Sham" -- er ist sich nicht ganz sicher -- schreien hört.
Aus Kummer und mit nur vagen Anhaltspunkten nimmt Ethan seine stille Jagd nach dem Mörder auf. Diese Verfolgung treibt den Roman bis auf seinen poetischen Höhepunkt. Mit Eine Sekunde nur hat John Burnham Schwartz ein dauerhaftes literarisches Werk erschaffen, einen packenden Roman mit reichhaltigen Charakterstudien. --Patrick O'Kelley
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  • Rezension zu "Eine Sekunde nur" von John Burnham Schwartz

    Eine Sekunde nur

    leserin

    18. June 2009 um 11:53

    Ein kleiner Junge wird von einem Mann (in dem Fahrzeug befindet sich sein Sohn, den er zu seiner geschiedenen Frau zurückbringt) überfahren und begeht Fahrerflucht. Der Vater des toten Jungen beobachtet das ganze, aber kann keine genauen Daten liefern. Die ganze Geschichte dreht sich dann um die familiäre Situation der beiden Familien und die Erinnerungen und das Jetzt. Es sehr spannend geschrieben und mit viel Mitgefühl dargestellt, sodaß man sich ganz gut hineindenken kann.

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