Ashland & Vine

von John Burnside 
3,4 Sterne bei5 Bewertungen
Ashland & Vine
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Positiv (3):
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Der Stil des Autors ist ein ganz besonderer, der sich für meine Begriffe sehr gut lesen lässt, lebendig ist und fast schon poetisch lyrisch.

Kritisch (1):
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Abgebrochen, zu langweilig

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Inhaltsangabe zu "Ashland & Vine"

John Burnsides großer Roman über Amerikas verdrängte Traumata
Mit dem Mord an ihrem Vater, Rechtsanwalt und Gegner der Rassentrennung, endet jäh die behütete Kindheit der jungen Jean und ihres Bruders Jeremy. In der Lebensgeschichte der beiden Geschwister spiegeln sich die politischen Entwicklungen, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Amerika tief gespalten haben: von der Kommunistenhatz der McCarthy-Ära über die erstarkende Bürgerrechtsbewegung zur Black Panther Party, Vietnam und dem Kalten Krieg. Als der Traum von einer gerechten Welt in immer weitere Ferne rückt, zieht sich Jean in die Einsamkeit zurück. Bis eines Tages eine junge, alkoholkranke Frau vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe braucht.
In seinem neuen Roman erzählt John Burnside die Geschichte einer Familie aus den amerikanischen Südstaaten: berührend und poetisch eindringlich.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783813504613
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:384 Seiten
Verlag:Knaus
Erscheinungsdatum:25.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    PagesofPaddys avatar
    PagesofPaddyvor 6 Monaten
    Erst zäh, dann toll

    Mit „Ashland & Vine“ hab ich mich anfangs sehr schwer getan. Ich bin so überhaupt nicht in die Geschichte eingetaucht und hatte enorme Schwierigkeiten. Zum Glück bin ich aber hartnäckig geblieben. Als ich nämlich einmal drin war, hat mich das Buch immer mehr fasziniert. Das größte Problem war, dass mir ein Teil der Geschichte (Der größte Teil von Protagonistin Kate) nicht gefallen hat. Deswegen hatte ich immer wieder Absätze die mich gelangweilt, sogar genervt haben. Da haben wir die sehr interessante und spannende Geschichte von Jean und dann wieder das Leben von Kate. So interessant die Story von Jean ist, so anstrengend ist die von Kate. Und auch wenn es zum Ende hin besser wird, empfinde ich das als Schwäche des Buches. Und trotzdem ist es ein sehr gutes Buch. Nach 50 Seiten hätte ich nicht damit gerechnet aber als ich das Buch beendet hatte, war ich doch sehr angetan. Burnside schreibt sehr präzise, gibt seinen Figuren Charakter, ist aber selten emotional. Alles wirkt etwas distanziert aber dadurch kommt es zu einer sehr interessanten Bindung zwischen den Figuren und auch die Beziehung zum Leser ist speziell. Nun ist aber Jeans Lebensgeschichte so reich an spannenden Themen (es geht einmal quer durch die Geschichte Amerikas) das man immer wieder sehr gefesselt ist. Ihre Geschichte ist der Kern des Buches und dieser Teil ist wirklich großes Kino. Und so gibt es dann eben doch zum Ende hin Emotionen. Ein wirklich gelungenes Buch. 

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    Weltenwandlers avatar
    Weltenwandlervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Abgebrochen, zu langweilig
    Abgebrochen


    (Abbruch-)Rezension zu:

    Ashland & Vine
    von
    John Burnside


    Erscheinungsdatum: 25.09.2018
    Verlag: Knaus

    Beschreibung:

    John Burnsides großer Roman über Amerikas verdrängte Traumata
    Mit dem Mord an ihrem Vater, Rechtsanwalt und Gegner der Rassentrennung, endet jäh die behütete Kindheit der jungen Jean und ihres Bruders Jeremy. In der Lebensgeschichte der beiden Geschwister spiegeln sich die politischen Entwicklungen, die in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts Amerika tief gespalten haben: von der Kommunistenhatz der McCarthy-Ära über die erstarkende Bürgerrechtsbewegung zur Black Panther Party, Vietnam und dem Kalten Krieg. Als der Traum von einer gerechten Welt in immer weitere Ferne rückt, zieht sich Jean in die Einsamkeit zurück. Bis eines Tages eine junge, alkoholkranke Frau vor ihrer Tür steht und ihre Hilfe braucht.

    In seinem neuen Roman erzählt John Burnside die Geschichte einer Familie aus den amerikanischen Südstaaten: berührend und poetisch eindringlich.
    Quelle:Randomhouse.de

    Für diese Rezension werde ich keinen großen Aufwand betreiben, denn dieses Buch war so gar nicht meins.
    Alleine das eine schwere Alkoholikerin das Trinken aufgibt nur um die Lebensgeschichte einer anderen Person erzählt zu bekommen, erscheint mir sehr unrealistisch. Teilweise erinnerte mich die Geschichte an eine schlechte Kopie vom Film »Grüne Tomaten«, aber auch an »Shades of Grey« erinnerten mich einige Passagen, und das nicht im positiven Sinne.

    Mich sprach die Geschichte nicht an, die Protagonisten lösten bei mir nur Langeweile aus, ich kämpfte mich bis ca Seite 200, dann war ich es satt meine Zeit weiter zu verschwenden. Ich brach ab. Darum kann ich nur diese Seiten auch bewerten.

    Im allgemeinen wurde das Buch sehr gut besprochen, darum möchte ich betonen, das meine Meinung absolut subjektiv ist.

    Für den gelesenen Teil des Buches von mir also keinen Stern.

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    serendipity3012s avatar
    serendipity3012vor einem Jahr
    Erzählen, um zu heilen

    Erzählen, um zu heilen 

    Die Filmstudentin Kate trinkt seit dem Tod ihres Vaters zu viel. Sie lebt mit dem Kurzfilmmacher Laurits zusammen, jedoch sind sie kein Paar. Eigentlich ist es eine Wohngemeinschaft, wobei auch gelegentlicher Sex dazugehört. Kate hilft Laurits bei einem seiner Projekte und lernt dabei die betagte Jean Culver kennen. Diese erkennt sofort Kates Alkoholproblem und schlägt einen ungewöhnlichen Deal vor: Sie will Kate ihre Lebensgeschichte erzählen, aber nur unter der Bedingung, dass Kate nüchtern bleibt. Kate willigt ein und so beginnen regelmäßige Besuche bei Jean bzw. gemeinsame Ausflüge in ein nahegelegenes Café.

    In John Burnsides neuem Roman „Ashland & Vine“ erzählt Jean als eine Art moderne Scheherazade vom Amerika der letzten Jahrzehnte. Es ist stets eine persönliche Geschichte, in der die großen Ereignisse miteinfließen und manchmal Jeans Leben und das ihrer Liebsten beeinflussen bzw. durchkreuzen. Jean hat einige Schläge in ihrem Leben hinnehmen müssen, sie wuchs ohne Mutter auf und verlor auch ihren Vater früh auf dramatische Weise. Der Titel des Romans steht für diesen tiefen Einschnitt in Jeans Leben: Es war an der Ecke Ashland & Vine, wo ihr Vater unter den Augen von Jeans Bruder erschossen wurde.

    Im Laufe des Romans verschiebt sich der Fokus von Jean weg und zu Kate hin, deren gegenwärtiges Leben nach dem Verlust des Vaters zunächst wenig Platz einnimmt, während Jean in längeren Kapiteln ihr Leben erzählt. Kates Trauer schwingt eher mit, als dass sie explizit thematisiert und auserzählt würde, so, als würden nicht nur die Protagonisten, sondern auch Erzähler und Autor des Romans wissen, dass es für sie keine adäquaten Worte gibt. Als Leser befindet man sich stets an Kates Seite, ist Zuhörerin Jeans wie sie. Und mit der Zeit, als Kates Leben mehr Raum einnimmt in der Geschichte, sind wir auch hier ganz nah dabei.

    Jeans Motive waren mir allerdings nicht ganz schlüssig. Ganz hat mich nicht überzeugt, dass sie dieser jungen Frau, die zufällig an ihrer Haustür geklingelt hat, unbedingt so offen aus ihrem Leben erzählen will, auch wenn sie Kates Zustand gleich durchschaut. Dass Kate in ihrer momentanen Verfassung zusagt, erklärt sich dagegen recht klar dadurch, dass diese sich sagt, sie habe erst einmal nichts zu verlieren. Und neugierig auf das, was ihre neue Bekannte ihr zu sagen haben wird, ist sie sicher auch.

    Ich habe „Ashland & Vine“ gern gelesen, weil es ein Bild des zeitgenössischen Amerika vermittelt und weil es meist überzeugend von diesen beiden Frauen erzählt, die eine am Ende ihres Lebens, die andere noch recht am Anfang. Die eine in einer Krise, aus der sie den Weg heraus allein nicht gefunden hat, die andere eher gelassen und ohne allzu viel Groll zurückblickend, auch wenn sie zu einigen Themen eine recht eindeutige, nicht immer allzu positive Meinung hat. Gerade die Sprache, in der Burnside Jean erzählen lässt, empfand ich dabei jedoch zeitweilig etwas behäbig und wieder einmal habe ich mich gefragt, ob die Menschen wirklich so reden, wie wir es in Romanen so oft lesen. Wahrscheinlich nicht. Das allein macht aber auch nichts, schließlich ist es Literatur, in Jeans Erzählungen aber blieb ich manchmal am angestaubten Stil hängen.

    „Ashland & Vine“ kommt weniger düster daher als Burnsides frühere Romane und erzählt immer mit einem Schuss Hoffnung und Optimismus, selbst nach schweren Schlägen. Jean weiß aus Erfahrung, was man in der Lage ist, zu verkraften, Kate sucht noch nach einem Weg zurück aus ihrer Krise. Auch wenn die Konzeption nicht ganz überzeugend ist, so ist Ashland & Vine doch ein empfehlenswerter Roman.

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Stil des Autors ist ein ganz besonderer, der sich für meine Begriffe sehr gut lesen lässt, lebendig ist und fast schon poetisch lyrisch.
    Genial

    John Burnside hatte ich bisher noch nicht gelesen. Ich werde ihn zur Buchmesse in Frankfurt erleben und hatte mir gedacht: "Im Vorfeld, musst du wenigstens ein Buch von ihm gelesen haben." Gesagt - getan - ich habe mich für das aktuelle entschieden und möchte euch davon berichten, wie es mir gefallen hat.

     

    Die Vereinigten Staaten von Amerika sind Thema in dem Buch mit dem Titel  "Ashland & Vine".  Es geht um Kate, die ein Alkoholproblem hat. Ihr Vater ist verstorben, seitdem trinkt sie zu viel. Jean Louise kommt ins Spiel, die beiden lernen sich während eines Filmprojekts kennen. Jean Louise erzählt Kate ihr Leben, nur so lange, wie diese nicht trinkt.

     

    Eine Geschichte sozusagen aus 1001 Nacht - vom Mord an ihrem Vater, den man 1935 erschossen hat. Rassismus ist ein Thema, politische Belange Amerikas, die Mc Carthy-Ära, Bürgerrechtsbewegung ..... Kalter Krieg ....

     

    Die beiden Frauen unterhalten sich und wir hören sozusagen mit - und in gewissem Sinne ist es auch ein Verarbeiten dieser Zeiten.

     

    Das Buch geht in die Tiefe, in die Tiefe dieser brisanten Zeiten, in ein vergangenes Amerika - liest sich spannend aufreibend, emotional und glaubwürdig. Man fühlt sich involviert, als würde man den beiden zuhören - dabei sein und nicht "nur" lesen.

     

    Leseprobe:
    ========

     

    Da ich mich besser fühlte, glaube ich, ich bräuchte nur mit dem Trinken aufzuhören, mich eine Weile zu verkriechen und könnte dann in eine Welt zurückkehren, die nicht nur eine Geschichte war - vorgetragen von einer alten Frau, deren Motive, diese Geschichte zu erzählen und dies ausgerechnet mir, ich kein bisschen besser verstand als zu Beginn. ...

     

    Das Buch ist mit einem edlen Lesebändchen versehen.

     

    Der Stil des Autors ist ein ganz besonderer, der sich für meine Begriffe sehr gut lesen lässt, lebendig ist und fast schon poetisch lyrisch. Gefällt mir rundherum ausgesprochen gut.

     

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    J
    jw1970vor einem Jahr

    Gespräche aus der Community zum Buch

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