John Burnside Glister

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Inhaltsangabe zu „Glister“ von John Burnside

Das Leben ist größer... Erst verschwindet ein Junge spurlos, dann weitere. Doch niemand scheint beunruhigt. Schon lange kümmern sich die Erwachsenen nicht mehr um ihre Kinder, zu sehr sind sie mit sich und ihren Sorgen beschäftigt. Einst lebten sie in einer blühenden Stadt – doch dann siegten Egoismus und grenzenlose Gier. Nun ist alles vergiftet und ohne Hoffnung. Ist es da nicht verständlich, dass die Jungen, die noch eine Zukunft sehen, einfach abhauen? Die Einwohner wollen diese Version glauben und gehen zur Tagesordnung über. Nur der Polizist Morrison hat etwas Schreckliches gesehen – und schweigt. Er hat seine Seele längst verkauft. Doch die Kinder der Stadt weigern sich, ihre Freunde verloren zu geben.

John Burnside schreibt erneut über die Dunklen unter uns und zieht den Leser unwiderruflich mit auf die Schattenseiten!

— DieBuchkolumnistin
DieBuchkolumnistin

Alptraumhaft und mysteriös, kurz: Realitäten durchbrechend.

— M. Glass
M. Glass

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  • Im Alptraum spazieren gehen

    Glister
    AnnaChi

    AnnaChi

    15. September 2015 um 17:12

    Ein kleiner Ort, gelegen im Irgendwo. Der Boden ist vergiftet durch die ehemalige Chemiefabrik, die stillgelegt worden ist, aber auch die Körper und Seelen der Menschen, die dort leben. Auf einmal verschwinden Jungen - ihren Familien wird vorgegaukelt, sie wären einfach abgehauen. Keiner fragt, was tatsächlich geschehen ist. Der Polizist, der den ersten der verschwundenen Jungen an einem Baum erhängt gefunden hat, ist nur eine Marionette des eigentlichen Machthabers in der Stadt und schweigt aus Angst. Aber schließlich machen sich die Jugendlichen des Ortes auf den Weg, das Schicksal ihrer Altersgenossen zu erforschen ... Trotz aller Tristesse bewirkt die Geschichte eine Faszination, der man sich nur schwerlich entziehen kann. Ich habe mich ein wenig gefühlt wie jemand, der im Alptraum eines anderen spazieren geht. Vieles bleibt auch nach dem Ende der Lektüre mysteriös, besonders der rätselhafte Schluss.

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  • merkwürdig

    Glister
    dominona

    dominona

    18. June 2015 um 22:25

    Eine verseuchte Stadt, Jungen, die verschwinden und ein Polizist, der nicht weiß, was er tun soll. Komplett aufgeklärt wird das Ganze leider nicht und der mystische Eindruck zu Beginn wird nicht bestätigt. An sich ist es eine gute Idee, wirkt aber zu unausgereift und insgesamt auch irgendwie langweilig. Vielleicht ist es wirklich eher ein Jugendbuch, auch, wenn das morbide Thema es nicht vermuten lässt.

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  • Rezension zu "Glister" von John Burnside

    Glister
    jenh

    jenh

    24. July 2011 um 13:09

    Das Buch ist verwirrend und langweilig.Ich habe einen spannenden krimi erwartet(hat ja auch so angefangen),aber das ist wieder so ein pseudo-philosophisches"werk"oh​ne roten faden.da ergibt nichts einen sinn,es gibt keine klar erkennbare story...und wenn der autor mir etwas mitteilen wollte...hat ers nicht geschafft.
    ich bin extrem enttäuscht

  • Rezension zu "Glister" von John Burnside

    Glister
    loretta

    loretta

    24. January 2010 um 15:42

    In einem düsteren, gespentischem Szenario lässt John Burnside seine Geschichte spielen. Eine Kleinstadt an der Küste irgendwo in den USA, Kanada oder seiner Heimat Schottland- der genaue Ort ist nebensächlich. Erst kam der Wohlstand mit der Chemiefabrik, von der die Gegend abhängig wurde. Dann der langsame Zerfall durch Krankheiten, die ökologische Katastrophe durch die Verseuchung der Natur. Die Verantwortlichen machten sich ohne Entschädigung aus dem Staub, die Poltiker und Behörden schauen weg und lassen die Menschen allein. Eine Stadt rottet vor sich hin. Resignation, unterschwellige Gewalt und Korruption beherrschen die Stadt. Verwahroste Kinder und Jugendliche, die ihre vergifteten Eltern pflegen müssen, schließen sich in Gangs zusammen und treiben merkwürdige Spiele. Auch Leonard, der Ich-Erzähler, ist ein Kind seiner Zeit, ein normaler Teeanager und doch anders. " Es gibt viele Orte, wohin man auf der Landzunge gehen kann; in den vergifteten Wald, zu den Hafenbecken, den Lagerhäusern, den Brennöfen oder zu einer alten Aufbereitungsanlage, in der es so entsetzlich stinkt, dass man meint, die eingeatmeten Gifte schmecken zu können. Es gibt Orte, an die man gehen, aber auch Orte, an die man nicht gehen kann, Räume in Räumen, von denen man nicht ahnt, wo oder wofür sie sind, auch wenn man weiß, dass irgendetwas dort ist. " Auch Leonard muss seinen vergifteten Vater pflegen aber er findet in Büchern Zugang zu einer neuen Welt. Zusammen mit einem befreundetem Bibliothekar entdeckt er Dostojewski, Melville, Proust und kann sich der allgemeinen Verrohung entziehen. Als nach und nach Jungen der Stadt im verseuchten Walld verschwinden, versinkt die Stadt nach dem anfänglichen Schock in Hilflosigkeit und ängstliche Starre. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt. Die Polizei wird von dem Stadtoberen an der kurzen Leine gehalten. Nur Leonard, der seinen Freund Liam schmerzlich vermisst, will die Lethargie nicht hinnehmen und macht sich auf die Suche nach Liam und den anderen Jungs. Sein einiziger Verbündeter scheint der geheimnisvolle wie freundliche Mottenmann zu sein, der immer wieder auftaucht und dann wieder spurlos verschwindet. Die besten Bücher sind oft die, welche uns mit einem gewisssen, heilsamen Unbehagen zurücklassen. Genau das gelingt dem Autor grandios. Er schaftt durch seine dichte, poetische Sprache und seinen mehr unterschwelligen Spannungsaufbau eine unglaubliche Atmosphäre. Wir alle sind mehr oder weniger Bewohner dieser Stadt. Umweltkatastrophen gehören zu unserem Alltag, wir haben uns daran gewöhnt. Neben den physischen Bedrohungen versickern Ängste, Mutlosigkeit und Gefühlskälte in uns. Schleichend aber um so nachhaltiger, wie ein langsam sich ausbreitender Ölteppich. Trotzdem empfinde ich dieses Buch überhaupt nicht als trostlos, ganz im Gegenteil, es macht eher Mut wie Leonard aufzubrechen. John Burnside ist eine wirkliche Entdeckung.

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  • Rezension zu "Glister" von John Burnside

    Glister
    Kaddi

    Kaddi

    07. November 2009 um 11:09

    Ich bin richtig begeistert von diesem Buch. Über Jahre hinweg verschwinden immer wieder Jungen in der Kleinstadt. Doch gesucht werden Sie nicht. Man geht davon aus das Sie einfach abgehauen sind, um das schreckliche Leben im Umkreis der Fabrik hinter sich zu lassen. Doch nur der Polizist Morrisson kennt die Wahrheit. Es war ein Buch, dass micht ab der ersten Seite nicht mehr losgelassen hat. So richtig kann man das Buch in keine Sparte einsortieren. Es eine Mischung aus Krimi, Horror und Zukunftsvisionen. Am besten lässt der Roman sich so beschreiben: Ungeheuerlich, verstörend poetisch, schockierend, wunderbare Sprache/Dichtung.Ein Buch wie ein Gedicht.

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