John Carreyrou

 4,5 Sterne bei 11 Bewertungen

Lebenslauf von John Carreyrou

John Carreyrou hat an der Duke University studiert und arbeitet seit 1999 als investigativer Journalist beim Wall Street Journal mit Stationen in Brüssel, Paris und New York. 2013 und 2015 hat er den Pulitzer-Preis für seine Wirtschaftsreportagen gewonnen. Carreyrou hat den Theranos-Skandal im Wall Street Journal nach und nach enthüllt und dafür mehrere Journalistenpreise erhalten. Zusammen mit seiner Frau und drei Kindern lebt er in Brooklyn.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von John Carreyrou

Neue Rezensionen zu John Carreyrou

Cover des Buches Bad Blood (ISBN: 9783328105909)dominonas avatar

Rezension zu "Bad Blood" von John Carreyrou

Achtung, Psycho!
dominonavor 10 Monaten

Die Grundidee, welche die Startupgründerin hier hatte, mag nobel sein, und man denkt im ersten Moment wirklich, dass sie die Menschheit voranbringen möchte und helfen will, aber der Autor zeigt in kleinen Schritten, wie nazistisch und egoistisch Elizabeth Holmes in ihrem Startup 'Theranos' handelt und wie sie ein Kartenhaus aus Lügen aufbaut. 

Ich habe immer wieder ungläubig den Kopf geschüttelt und kann nur hoffen, dass es nicht überall so läuft, wobei man es ja immer erst sicher weiß, wenn es ans Licht kommt. 

Ein Ziel zu haben ist ja schön und gut, aber sich dann um jeden Preis zu bereichern und dabei alle Ideale, die man möglicherweise mal hatte zu verraten, geht eindeutig zu weit. 

Man muss das gelesen haben, um es wirklich zu verstehen, auch, wenn der Schreibstil nicht immer super spannend ist und sich vieles wiederholt, ist das Thema einfach zu wichtig. 

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Cover des Buches Bad Blood (ISBN: 9783328105909)WDPs avatar

Rezension zu "Bad Blood" von John Carreyrou

Erschreckende Realität!
WDPvor einem Jahr

Die Story hat das Leben geschrieben. Ein Tatsachenbericht, der die Ereignisse nüchtern auflistet. Erschreckend, was heutzutage gang und gäbe ist! Ich habe ähnliche Vorgangweisen in der Zeit, als ich für amerikanische Unternehmen gearbeitet habe, selbst erlebt; im eigenen Unternehmen wie auch bei den Kunden.


John Carreyrou schreibt als Journalist. Das merkt man. Wortgewandt. Trotzdem habe ich mich durch die 400 Seiten gequält. Tatsachen, juristisch penibel aufbereitet, geben nicht viel Freiraum um Spannung zu erzeugen. Dafür sind auch zu viele Protagonisten anzuführen. Ungefähr nach der Hälfte wusste ich, wie Elizabeth Holmes tickte: eine empathie- und skrupellose Hochstaplerin, die gerne Steve Jobs gewesen wäre. Das Einzige, was mich am Lesen hielt, war, dass ich wissen wollte, wie die amerikanische Justiz, die Idioten, die einen zu heißen Mc Donalds Kaffee trinken, Recht gibt und ihnen hohes Schmerzensgeld zuspricht, sie beurteilen wird. Aber ich habe mich getäuscht. Die erste Verhandlung war für Juli 2019 geplant. Laut meiner „quick-and-dirty“-Internetrecherche bereits um ein Jahr verschoben. Und eigenartiger Weise, gibt es im Netz wenige Seiten, die über diesen Betrug berichten. Fotos von Holmes mit Biden, Kissinger, Murdock, Shulz, Mattis u.v.a. sind so gut wie nicht zu finden: Ausnahmen bestätigen die Regel. Von dem als holmeshörig beschriebenen, anscheinend größenwahnsinnigen Pakistani Ramesh "Sunny" Balwani, habe ich nur ein Foto auf abcnews.go.com gefunden.


Hasspostings sind angeblich schwer zu löschen, aber wenn es um einen Milliardenbetrug geht, und man die richtigen Anwälte hat, dann schon? Eigenartig!


Mein Fazit:


Eine Reportage, die man gelesen haben sollte. Aber 200 Seiten hätten es auch getan. Gut geschrieben, aber (naturgemäß) ohne Ende (Stand Feb 2020). Trotzdem klare Leseempfehlung!

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Cover des Buches Bad Blood (ISBN: 9783421048233)M

Rezension zu "Bad Blood" von John Carreyrou

Sorgfältig recherchierte Darstellung
michael_lehmann-papevor 2 Jahren

Sorgfältig recherchierte Darstellung

Die „Big Player“ der „New Economy” rudern gerade an vielen Stellen öffentlichkeitswirksam zurück, was die mangelnde Kontrolle der Social Media, vor allem aber auch der wuchernden „Start Up“ Szene angeht. Was nicht nur mit Uber zu tun hat, sondern vielfach die gleiche problematische Struktur aufweist.

Einzelne Personen, wenn es denn „ankommt“, die Idee, geraten unversehens und schnell zu hohen Geldmitteln, erleben kaum Formen innerbetrieblicher oder stattlicher Kontrollen und neigen nicht selten dazu, „ihr Ding“ aufzubauschen und damit möglichst schnell finanziell möglichst erfolgreich zu gestalten.

Was quasi die Blaupause für „Theranos 1.0“ beim Startup Theranos ist. Eine neuartige Möglichkeit der raschen und unkomplizierten Blutanalyse, die gehypt, mit Geld fast überschwemmt und ständig optimistisch von der Gründerin des Unternehmens, Elizabeth Holmes, vor potenziellen Investoren und Multiplikatoren angepriesen wird.

Mit einem kleinen Schönheitsfehler. Es funktioniert letztlich kaum bis gar nicht, was da an Produkt beworben wird.

„Einer der Gründe für die hohe Bewertung war, dass Theranos den Investoren von Vereinbarungen berichtete, die das Unternehmen mit Partnern aus der Pharmabranche abgeschlossen habe“.

Was Mosley, den verantwortlichen Finanzdirektor des Unternehmens, irritiert. Und nicht nur das löst bei ihm mehr Fragen als Antworten aus, „seit er an diesem Morgen die Tricksereien entdeckt hatte“.

Und dieser wird umgehend gefeuert, als er seine Irritationen bei Holmes formuliert.

Was aber köntne man auch sonst erwarten, wenn eine zu Zeiten 19jährige ein Start Up gründet mit dem klaren Ziel natürlich, wirtschaftlich erfolgreich zu sein, in einer Szene, in der das „Rühren der Werbetrommel“ zumindest zu Anfang immer deutlich wichtiger als das Produkt selber ist? In einem Umfeld, in dem Geld lange Zeit locker saß und jede Menge Investoren die schnelle Rendite suchten und suchen und dafür auch gerne mal Scheuklappen über die Augen ziehen?

Schritt für Schritt legt Carreyorou den Werdegang von Elizabeth Holmes und ihrem Start Up offen, schreibt dabei versiert und überaus unterhaltsam zu lesen, um am Ende nicht nur ein konkretes Vorgehen erläutert zu haben, sondern ein durchaus verallgemeinerbares System von immer neuen „Wichtigkeiten“ und „Rettungen der Menschheit“ via einer App.

Und wie immer heißt es (da kann man durch die Reihen der Start Up´s und Internet-Unternehmen durchgehen, dass man nur noch „ein wenig Geduld“ benötigt. Und dabei weitgehend billigend in Kauf zu nehmen hat, dass die Leitung von Therano (wie auch in andren solchen Unternehmen) in großer Intransparenz vor allem mit einem zentral beschäftigt war: Geld einzusammeln.

Ein Lehrstück der modernen Wirtschaft und ein wichtiges Buch, systemische Probleme klar erkennen zu können. 

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