John Cheever Die Bürger von Bullet Park

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Inhaltsangabe zu „Die Bürger von Bullet Park“ von John Cheever

Neu: 9677 917 (Quelle:'Sonstige Formate/01.01.1980')

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  • Rezension zu "Die Bürger von Bullet Park" von John Cheever

    Die Bürger von Bullet Park
    Wolkenatlas

    Wolkenatlas

    Das Lied von der Macht der gelben Wände John Cheever ist in der (US) amerikanischen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts eine ganz wichtige Figur, ein Wegbereiter und einer der ersten Schriftsteller, die sich die Vororte, bzw. die Monotonie dieser bürgerlichen Vororte in ihren Variationen des "American Dream" vornahmen. "Die Bürger von Bullet Park" ist ein spektakuläres Beispiel für diese Ästhetik, ein kritischer Gesellschaftsroman mit Tendenz zur Skurrilität und einem Hang zu bissigem Humor. Bullet Park ist ein typischer Vorort (von New York). Cocktailparties, Tratsch, Langeweile, sexuelle Spannungen (oder konsequenterweise das Fehlen ebendieser), neurotische Lehrerinnen, ein unter den Zug gekommener Nachbar- von dem nur ein Schuh und keine Leiche bleibt: das sind die Vorzeichen, die die Tonart dieses Romans bestimmen. Hier trifft der Mundspülungsmittelhersteller und brave Familienvater Eliot Nailles auf Paul Hammer, der soeben mit seiner Frau in das Haus der Witwe eingezogen ist, deren Mann Selbstmord verübt hat (nach einigen Dialogen zwischen Paul Hammer und der Witwe kann man den freiwillig "Verschiedenen" nur zu gut verstehen...). Der erste Teil des Romans ist zum Großteil Eliot Nailes und seiner Familie, bzw. seinem Sohn Tony, der sich eines Tages plötzlich weigert aufzustehen und im Bett bleibt gewidmet. In Rückblenden erzählt John Cheever, wie es dazu kam, wie Eliot immer mehr verschiedensten Tabletten zuspricht, bis er süchtig ist, der (Eliot unbekannten) sexuellen Wünsche von von Eliots Frau Nellie und wie Tony von seiner "Krankheit" geheilt wurde. Der zweite Teil des Romans ist eine quasi von Paul Hammer verfasste Biographie, man erfährt von seiner unehelichen Zeugung, man erfährt von der Zufälligkeit seines Nachnamens, man erfährt von den verschiedensten Möglichkeiten, wie man im Alkoholnebel Geld verschwenden kann, von missglückten Weihnachten, den Umständen seiner Vermählung, der Erotik weißer Fäden und vor allem, von der alles entscheidenden Macht der gelben Wände. Im kurzen dritten Teil kommt es zum Showdown, der noch kurz kriminalistisches Feuerwerk aufblitzen lässt, bevor sich in Bullet Park wieder die Monotonie und Tristesse breit macht. Ein beeindruckender, skurriler, zynischer und kritischer Roman, qualitativ vergleichbar mit seinen besten Erzählungen, die meiner Meinung nach der absolute Höhepunkt seines Schaffens sind.

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