John Christopher The Possessors

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Inhaltsangabe zu „The Possessors“ von John Christopher

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  • Rezension zu "The Possessors" von John Christopher

    The Possessors
    sabisteb

    sabisteb

    17. August 2011 um 12:44

    Für die englischen Gäste einer kleinen Schweizer Skihütte hätte es eigentlich ein klassischer Winterurlaub werden sollen. Ein wenig Skifahren, ein wenig wandern und am Abend Après Ski. Als eine Lawine die Urlaube von der Außenwelt abschneidet, nimmt das Unheil seinen Lauf. Ein Kind stirbt unter mysteriösen Umständen, um kurz darauf wieder zu erwachen, und zu verschwinden. Kurz darauf verfällt seine Mutter dem Wahnsinn und greift ihren zweiten Sohn an. Der Vater des Jungen steckt sich am Wahnsinn seiner Frau kurz darauf an und die Familie verschwindet in Eis und Schnee, um sich nach und nach die restlichen Gäste der Skihütte vorzunehmen. John Christophers Idee zu diesem 1964 erschienenen Roman basiert auf Svante Arrhenius Panspermie-Lehre (1906), einer Hypothese, die besagt, dass Leben durch Meteoriten auf die Erde kam, und dass Sporen zwischen Planeten übertragen werden können. Hinzu kommen Einflüsse durch den 1956 erschienenen Film „Die Dämonischen“ (Invasion of the Body Snatchers). Eine parasitische, vom Aussterben bedrohte Spezies schickt ihre Sporen in die Weite des Weltalls, um ihre Art zu retten. Prinzipiell eine gute Idee. Das in Kombination, dass John Christophers Stärke in der Charakterisierung von Gesellschaften unter Stress ist, und wie diese in Extremsituationen reagieren, verspricht eigentlich ein spannendes Buch. In diesem Fall jedoch sind zwei Dinge gehörig schief gelaufen. Zum einen brauchen die Feriengäste ziemlich lange, um zu begreifen, was passiert. Dann wird stundenlang darüber diskutiert. Die Handlungsweisen und Reaktionen sind schlüssig, nachvollziehbar und logisch, jedoch darum teilweise wohl auch wenig unterhaltend. Das Buch Beginnt aus der Sichtweise der aussterbenden Spezies. Um ihre Art zu retten, schicken sie ihre Sporen ins All. Das Schicksal der Sporen wird beschrieben. Nur eine Überlebt. Damit ist dem Leser klar, was mit dem Jungen passiert ist. Noch einmal wird die Handlung aus der Sicht der Spore erzählt, nämlich als sie den Jungen übernimmt. Danach Funkstille. Anstatt die Geschichte aus beiden Blickwinkeln zu erzählen, aus der Sicht der Spore, der letzten ihrer Art, die nur überleben und den Fortbestand der eigenen Art sichern will und aus Sicht der Menschen, die ihre Art schützen wollen, wird hier nur der einsame Kampf der Urlauber gegen die Bodysnatcher erzählt. Es wird nicht darauf eingegangen, dass sie damit eine Spezies endgültig auslöschen, es wird nicht darauf eingegangen, wie die Situation aus Sicht der Spore aussieht. Nein hier wird Wache geschoben, Gewürfelt (und der Leser mit Würfelspieljargon gequält) und getrunken. Persönliche Probleme der Urlauber werden durchgekaut und durchleuchtet, aber dennoch bleiben sie einem fremd und fern. Die Urlauber verschwimmen zu einer Gruppe mit den anderen, den Besessenen auf der anderen, feindlichen Seite. Es kann nur eine Gruppe überleben und die Entscheidung muss fallen, bevor die Lawine beseitigt wurde, damit es keine Zeugen gibt. Leider vorhersehbare, durchschnittliche Bodysnatcher Kost.

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