Rezension zu "Fanny Hill oder Geschichte eines Freudenmädchens: Mit den Zeichnungen von Franz von Bayros" von John Cleland
hufflepup_kafka"Fanny Hill" von John Cleland ist ein bekanntes Werk der erotischen Literatur, das 1748 in London veröffentlicht wurde. Der Autor befand sich damals in finanziellen Schwierigkeiten und sogar in Haft. Die Geschichte handelt von Fanny Hill, einer jungen Frau im Londoner Rotlichtmilieu, die unter prekären Umständen lebt. Fanny spricht in einer gehobenen Sprache, was eine Abweichung zu ihrer Umgebung darstellt.
Die Handlung zeigt Fanny, wie sie von einem Bordell ins nächste wandert, gelegentlich von Männern freigekauft wird und immer wieder in die Prostitution gerät. Das Buch ist als Briefe an eine vermeintliche Freundin geschrieben, die scheinbar eine beständige Begleiterin in Fannys Leben ist.
Der Roman ist umstritten aufgrund seiner expliziten Darstellungen, doch die Charaktere wirken oberflächlich und eindimensional. Sie erscheinen und verschwinden, ohne bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Cleland scheint mehr an finanzieller Besserung als an authentischer Darstellung interessiert gewesen zu sein.
Die eBook-Ausgabe des Romans wurde 2016 von Hofenberg veröffentlicht und umfasst 62 Seiten. Meine Bewertung liegt bei 2 von 5 Sternen. "Fanny Hill" fehlt es an einer authentischen Darstellung der menschlichen Natur und bleibt hinter den heutigen Erwartungen an erotische Literatur zurück.















