John Cleland Fanny Hill

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Inhaltsangabe zu „Fanny Hill“ von John Cleland

Die Memoiren der Fanny Hill - die rückhaltlos offenen Erinnerungen einer Prostituierten im London des 18. Jahrhunderts. (Quelle:'E-Buch Text/09.05.2014')

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  • Rezension zu "Fanny Hill" von John Cleland

    Fanny Hill
    Sokrates

    Sokrates

    07. March 2011 um 09:58

    “Fanny Hill” gilt als ein Klassiker der erotischen Literatur. Und so erscheint es nicht verwunderlich, dass das Buch – so Wikipedia – 1821 wegen Obszönität verboten wurde. In den USA wurde dieses Verbot 1966 schließlich aufgehoben, in Australien gilt es bis heute fort. Der Bundesgerichtshof stellte erst 1969 für Deutschland fest, dass „Fanny Hill“ nicht auf den Index gehöre. - Doch was ist denn nun so obszön daran? Die Handlung ist einfach: Fanny Hill, Vollwaise, wird von einer Bekannten nach London mitgenommen. Anfangs denkt sie, diese meine es einzig gut mit ihr, am Ende landet Fanny in einem Bordell, wo sie zur Prostituierten ausgebildet werden soll. Sie verliebt sich in einen dortigen Gast – Charles. Doch die Liaison steht unter keinem guten Stern, denn Charles muss geschäftsbedingt England alsbald verlassen. Und da Fanny mittellos ist, beginnt sie nun freiwillig ihren Lebensunterhalt als Prostituierte zu verdienen. Zwischendurch wird sie Mätresse eines reichen Adligen, später landet sie in einem Bordell, das vorwiegend ältere, gutsituierte Herren als Kunden hat. Grundsätzlich ist Fanny ihrer Tätigkeit nicht abgeneigt, sie geht ihr sogar mit Freude nach. Ihren Charles vergisst sie indes nie. Und da „Fanny Hill“ neben der erotischen Erbauung auch eine moralische Komponente haben soll, endet der Roman entsprechend: Charles kehrt nach England zurück, heiratet seine Fanny und beendet damit ihr Prostituierten-Leben endgültig; eine Rückkehr ins „anständige“ Leben ist damit garantiert. - In recht altbackener Sprache (der Roman erschien immerhin 1749 in London) erzählt Cleland die Geschichte seiner Fanny Hill. Die Sprache bedient sich allerdings keiner „blumigen Elemente“, sondern bleibt sachlich und objektiv. Insoweit kein klassischer „Schundroman“. Für seine Zeit erscheint „Fanny Hill“ sehr freizügig, allerdings darf man nicht übersehen, dass zur gleichen Zeit Mirabeau mit „Hic-et-Haec“ (1798) oder „Der gelüftete Vorhang“ (1794) weitaus drastischere Romane veröffentlichte. Kulturgeschichtlich weiterhin von Interesse ist der geistesgeschichtliche Hintergrund: aufklärerische Ideale sind unübersehbar. Interessant weiterhin, dass die Sexualität der Frau im Mittelpunkt des Romans steht. Hinsichtlich der tatsächlichen Situation der Frau einschließlich der gängigen Sexualvorstellung in damaliger Zeit eine positive Ausnahme – und das nicht allein deshalb, um ein vorwiegend männliches Publikum zu erbauen. - Empfehlenswert auch die aktuelle Verfilmung des britischen Regisseurs James Hawes (2007), die eng am Buch arbeitete. Die mir vorliegende Ausgabe (dtv klassik, 2. Auflage 1990) ist mit einem sehr ausführlichen Nachwort versehen und zeigt einige Originalabbildungen. Der Text selbst bleibt ohne Illustrationen.

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