John Connell

 3.9 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Winter der Toten, Schlangengift und weiteren Büchern.

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bibliophiler1998s avatar

Rezension zu "Schlangengift" von John Connell

Guter Krimi, aber mit manchmal ausbaufähiger Handlung.
bibliophiler1998vor 2 Monaten

Der zweite Fall von Officer Mason Collins hat mir gut gefallen, weil mir der Hauptprotagonist sehr sympathisch war und ich sehr gerne die Ermittlungen verfolgt habe. Die Grundidee ist super und auch der Fall war sehr spannend, jedoch war die Handlung leider an wenigen Stellen schwach und ausbaufähig. Mir hat der erste Fall deutlich besser gefallen, jedoch konnte mich dieses Buch trotzdem gut unterhalten, weswegen ich noch 4 von 5 Sternen vergeben kann. 

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martina_turbanischs avatar

Rezension zu "Winter der Toten" von John Connell

Wer sind denn nun die Bösen?
martina_turbanischvor 3 Monaten

München im Winter 1945 – die meisten Menschen leben in ausgebombten Häusern, haben kaum etwas zu essen und wissen nicht wie es weitergeht. Zwischen Einheimischen und amerikanischen Besatzern herrscht gegenseitiges Misstrauen, trotzdem müssen sie irgendwie miteinander klar kommen.  Dann erschüttern grauenhafte Morde die angeschlagene Großstadt und verunsichern die Menschen noch zusätzlich. Officer Mason Collins war früher beim Morddezernat des Chicago Police Departments angestellt, war dort aber nicht unbedingt der Mitarbeiter des Jahres. Deshalb hat er sich nach Kriegsende zur Militärpolizei versetzen lassen und ist in München gelandet. Eigentlich soll er dort Fälle bearbeiten, in denen amerikanische Soldaten verwickelt sind bearbeiten. Aber angesichts der bizarren Mordfälle beginnt er zu ermitteln, was seinen Vorgesetzten nicht gefällt.

Das vom Krieg zerrissene Deutschland war tatsächlich ein Drecksloch. Das Land hatte vor sieben Monaten kapituliert, aber es würden weitere Millionen sterben. Krankheit, Hunger und die eisige Umarmung des Winters waren an die Stelle von Kugeln und Bomben getreten. Winter der Toten, S.9

Mein Eindruck:

Wer sind denn nun die Bösen?

Die Hauptperson

Officer Mason Collins ist so etwas wie eine One-Man-Show :-) Er setzt sich über alle möglichen Vorschriften und Anweisungen hinweg – aber da er über herausragende Fähigkeiten verfügt, wird ihm meist verziehen. Bei diesen Mordfällen ist er gezwungen mit Oberinspektor Hans Becker von der Münchener Polizei zusammen zu arbeiten, was beiden nicht gefällt. Sie misstrauen sich gegenseitig und ich finde dieses Misstrauen hat John Connell gut geschildert.

Nebencharaktere

Neben Mason Collins gibt es noch andere Beteiligte, wie z.B. Laura, die Reporterin oder Masons Kollege Wolski. Beide tragen ziemlich viel dazu bei, den Fall aufzuklären, bleiben aber in der Geschichte ziemlich flach und eindimensional. Ebenso ergeht es dem Täter, dem zwar eigene Kapitel gewidmet sind, der für mich aber trotzdem nicht wirklich greifbar wird. Viel greifbarer wird für mich aber das zerbombte München.

„Nazis“ vs. „Amis“

Hier hat sich John Connell viel mehr Mühe gegeben zu beschreiben, wie die Menschen hier gelebt haben und wie sich gefühlt haben, wenn man bei ihnen z.B. Soldaten einquartiert hat. Ich finde den Spagat zwischen Verständnis für die Misere der Einheimischen und das Selbstverständnis, das man als Sieger eben das Recht darauf, hat ganz gut gelungen. Auch das ständige gegenseitige Misstrauen zwischen „Nazis“ und „Amis“ wird gut beschrieben. Bewegend fand ich auch das Schicksal der vielen Kinder, die alleine in den Trümmern hausten und sich mehr schlecht als recht durchschlugen.

Der Kriminalfall

Der Kriminalfall um den es hier hauptsächlich geht, war gut durchdacht und logisch aufgebaut, allerdings steht er nicht so wirklich im Vordergrund – schade. Aber ist wohl auch eher schwierig alles in einem ersten Band unterzubringen. Ein spannender Fall, Vorstellung der Charaktere und Erklärungen zur Umgebung – da muss dann zwangsläufig etwas in den Hintergrund treten. Für den nächsten Band erhoffe ich mir etwas weniger „Superman-Image“ für Collins und etwas mehr Aufmerksamkeit für den Kriminalfall :-)

Gelungener erster Band

Denn trotz dieser kleineren Kritikpunkte fand ich Winter der Toten einen sehr gelungenen ersten Teil. Eine stimmige Atmosphäre, sympathische Protagonisten und ein  spannender Kriminalfall haben mich dank des flüssigen Schreibstils gut unterhalten und haben mir Lust auf mehr gemacht.

Mein Fazit:

Winter der Toten ist ein gelungener Auftaktband mit kleinen Schwächen, aber viel Potenzial für weitere spannende Geschichten rund um Officer Mason Collins.

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martina_turbanischs avatar

Rezension zu "Schlangengift" von John Connell

Echte Helden müssen her …
martina_turbanischvor 3 Monaten

Die Geschichte beginnt mit einer verdeckten Ermittlung, an der Collins und sein Partner Abrams beteiligt sind. Eigentlich ist die Versetzung Masons nach Garmisch-Partenkirchen als Strafe für seine etwas unkonventionelle Ermittlungsarbeit im Winter in München gedacht, aber Mason Collins fühlt sich gar nicht bestraft :-) Vielleicht ist er deshalb gleich von Anfang an wieder oben auf und diktiert, wo es lang geht :-)

Schwarzmarkthandel

Seine Ermittlungen haben sehr viel mit dem Schwarzmarkt zu tun, auf dem sich nicht nur kleine Leute tummeln, sondern auch kriminelle Profis. Die einen versorgen sich dort mit Grundsätzlichem, die anderen nutzen das Gewusel um ungestört und ungesehen ihre illegalen Geschäfte abzuwickeln. Hier finden sich dann alte Nazis, hochrangige US-MIlitärs und schlichte opportunistische Kriminelle zusammen.

Kriminalfall vs. Drumherum

Der Kriminalfall um den es geht ist wie beim letzten Mal gut durchdacht, in sich schlüssig und durchaus spannend. Aber auch wie beim letzten Buch fand ich die Geschichte drumherum viel spannender :-) Die akribisch genauen Beschreibungen des Schwarzmarkthandels, das Verhältnis der Leute untereinander, wie jeder versucht das Beste für sich aus der nun erstmal ja verfahrenen Situation herauszuholen - all das hat mich viel mehr begeistert und berührt :-)

Der Held aller Helden

Natürlich ist auch Mason Collins wieder mal der Held schlechthin - genau wie die amerikanischen Besatzer im Großen und Ganzen sehr ehrenwert und heldenhaft geschildert werden. Das muss man nicht unbedingt mögen, aber ich kann es angesichts des restlichen Buches ganz gut verschmerzen. Man sollte nicht vergessen, das John Connell ein amerikanischer Schriftsteller ist, der in erster Linie für den amerikanischen Markt schreibt.So ein bisschen John-Wayne-Allüren und Heldenpathos kann man verkraften - man ist es j auch aus diversen Filmen gewohnt :-)

Mein Fazit:

Schlangengift glänzt mit einem spannenden Kriminalfall und einem sehr authentischen Setting. Ich liebe John Connells Art, die Dinge und das Geschehen zu beschreiben und hoffe auf mehr Abenteuer vom heldenhaften Mason Collins :-)

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