John Connell Winter der Toten

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Inhaltsangabe zu „Winter der Toten“ von John Connell

München im Winter 1945. Die Stadt liegt in Trümmern, die Menschen hungern und frieren. Die amerikanische Militärpolizei geht gegen Plünderungen und den Schwarzmarkt vor. Chief Warrant Officer Mason Collins jedoch hat einen ganz anderen Auftrag: Er muss einen Serienkiller jagen. Dessen erstes Opfer wurde in den Ruinen einer Fabrik gefunden – der Leichentorso aufgeschlitzt und an der Decke aufgehängt. Dann tauchen weitere Tote auf, auch ihre Körper sind grausam zugerichtet. Schnell wird klar, dass der Mörder über chirurgische Kenntnisse verfügt. Mason glaubt, dem Täter langsam näher zu kommen – doch dieser spielt ein perfides Spiel mit dem Ermittler ...

spannend, schön wenn die Reihe weiter geht...

— liebelesen
liebelesen

Leider nicht wirklich so der hit...

— Daniel_Allertseder
Daniel_Allertseder

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    Winter der Toten
    Daniel_Allertseder

    Daniel_Allertseder

    14. October 2016 um 20:01

    Meine Meinung   „Winter der Toten“ klang sehr interessant; auch der Klappentext und das tolle Cover versprachen einen sehr guten Inhalt. Der erste Band der Chief Warrant Officer Mason Collins-Reihe von John Connell thematisiert die Monate nach dem Ende des zweiten Weltkrieges – das Elend in und um München; die Bewohner, die Armut, der Schmerz, die Trümmer … und mittendrin Mason Collins, der zu einem dramatischen Mordfall gerufen wird, denn ein skrupelloser Serienmörder treibt sein Unwesen…   Erstmal möchte ich etwas zur Atmosphäre sagen: Der Autor hat eine fantastische, düstere und unheimliche Atmosphäre geschaffen – er hatte ein tolles Setting (wir bedenken: dieses gab es wirklich!), welches mich von Anfang an mitgezogen hat. Auch war der Schreibstil sehr angenehm, und die humorvollen Dialoge sorgten für einige Lachmomente. Leider aber … und das ist irgendwie immer so: Die Bücher, bei denen bewusst kein Marketing eingesetzt wird, nur eine reine Veröffentlichung, sind meines Erachtens meistens nicht gut. Das hatte ich nun schon ein paar Mal. Und ab jetzt ist mir klar: Unbekannte Bücher von Großverlagen nicht mehr lesen, bzw. vorsichtiger sein!   Fazit   Die Story war etwas oberflächlich, die Charaktere sehr übertrieben und die Kapitel zu lang! John Connell möchte – da er ja Kameramann war – in einer filmischen Art und Weise unterhalten, was ihm aber vom Plot her nicht sehr gelungen ist. Es hilft nichts, wenn man relativ gut beschreiben, aber nicht ausreichend und logisch plotten kann. Wie schon gesagt, der „Thriller“ (eher Krimi) war angenehm zu lesen und eigentlich nicht schlecht, nur waren mir die Charaktere und die Handlung zu oberflächlich.  

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  • Ein spannender Auftakt

    Winter der Toten
    Nirena

    Nirena

    04. October 2016 um 14:44

    "Winter der Toten" ist der Auftakt zu einer Reihe um den amerikanischen Ermittler Mason Collins. Neugierig auf dieses Buch hat mich vor allem gemacht, dass es nach Beendigung des Zweiten Weltkriegs spielt - einen Thriller in diesem historischen Umfeld habe ich bisher noch nicht gelesen.Dass John Connell ursprünglich Kameramann war, also ein Auge für die Optik und Details hat, merkt man diesem Buch deutlich an: Wirklich bildhaft entstehen die ausgebrannten Ruinen Münchens vor dem inneren Auge des Lesers, die Not der Menschen ist mit Händen greifbar, ebenso das Misstrauen der Deutschen gegenüber der Besatzungsmacht. Und in all diesen sozialen und politischen Wirren macht sich Mason Collins auf, ein Monster zu jagen.Diese Buch hat mir aus zwei Gründen bzw. aus dem Zusammenspiel dieser Gründe so gut gefallen: da ist zum einen natürlich die Handlung an sich - Mason als Ermittler ist schon einmal eine erstklassige Besetzung: intelligent, mit einer Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt, einem Unvermögen sich dauerhaft in Hierarchien einzufügen, was in der Army natürlich nicht auf Wohlgefallen stößt. Dazu ein sehr guter Spannungsaufbau mit der ein oder anderen Finte für Ermittler und Leser und plastischen Beschreibungen der Tatorte, die schon eine Gänsehaut verursachen können.Dazu die historische Kulisse und die Zeit, zu der Mason ermittelt: Die Gräuel der SS, die Nürnberger Prozesse, etc. - all dies hat seinen Platz in "Winter der Toten" gefunden und erzeugt einen Schmelztiegel der unterschiedlichsten Emotionen.Ich bin froh, dass es sich um den Auftakt einer Reihe handelt - zu gern begleite ich Mason Collins auch bei seinem nächsten Fall.

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  • Ein Amerikaner in München

    Winter der Toten
    Havers

    Havers

    22. August 2016 um 18:33

    Winter in München, 1945, ein gutes halbes Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Stadt ist schwer von den Folgen des Krieges gezeichnet. Fast drei Viertel der Häuser sind zerbombt, es fehlt an allem. Nahrungsmittel sind knapp, dafür blüht der Schwarzmarkt, auch wenn die amerikanische Militärpolizei dies mit allen Mitteln in ihrem Einflussbereich unterbinden möchte. Aber da das Verbrechen niemals schläft, gilt es natürlich auch Kapitalverbrechen aufzuklären. Die Einwohner der bayerischen Metropole leben in Angst und Schrecken, denn ein skrupelloser Serienmörder treibt in der Stadt sein Unwesen. Das ist die Ausgangssituation in „Winter der Toten“, dem Erstling des amerikanischen Autors John Connell, der mit Mason Collins einen amerikanischen Ermittler im Nachkriegs-München  ins Rennen schickt. Officer Mason Collins ist nach seiner Kriegsgefangenschaft als Ermittler bei der Army gelandet. Nicht weiter verwunderlich, war er doch vor dem Krieg als Detective im Chicagoer Morddezernats beschäftigt. Gegen den Widerstand seines Vorgesetzten, der der Meinung ist, dass sich die amerikanische Militärpolizei heraushalten sollte, wenn ein deutscher Killer Deutsche  ermordet nimmt er sich des Falls an. Mit der Unterstützung eines deutschen  Kollegen, Oberinspektor Hans Becker von der Münchner Kriminalpolizei, beginnt er zu ermitteln und ist dem Mörder bald auf den Fersen… John Connell hat die Fähigkeit, durch seine Beschreibungen des täglichen Lebens der Menschen in München unmittelbar nach dem Krieg, Bilder vor den Augen seiner Leser entstehen zu lassen. Das ist nicht weiter verwunderlich, ist er doch von Haus aus Kameramann und hat mit den ganz großen Regisseuren der Branche wie Spielberg und Scott zusammengearbeitet. Allerdings resultiert hieraus auch die Schwäche des Romans, denn wie diese Filmschaffenden möchte er in erster Linie unterhalten, nicht informieren. Er schildert die Atmosphäre in der geschundenen Stadt anschaulich, die Trümmerlandschaft, den Kampf ums Überleben, der oft nur durch illegales Handeln gewonnen werden kann. Aber bei der Charakterisierung seiner Personen bleibt Connell eher an der Oberfläche und arbeitet mit Vereinfachungen. Es gibt Schwarz und Weiß, Grautöne sind eher spärlich vertreten, was die Story samt Auflösung ab einem gewissen Grad dann auch recht vorhersehbar werden lässt. „Winter der Toten“ ist das erste Buch einer Reihe, deren zweiter Band bereits im Original unter dem Titel „Spoils of Victory“ vorliegt. Es bleibt zu hoffen, dass sich Connell, wenn er sich denn „eingeschrieben“ hat, von den Stereotypen verabschiedet und seine Charktere sowie Storys differenzierter plottet. Aber wer gerne Krimis/Thriller liest, deren Handlung in Deutschland nach der „Stunde Null“ angesiedelt ist, und wem die Romane von Philip Kerr (mit dessen Protagonist Bernie Gunther) zu komplex sind, ist mit „Winter der Toten“ bestens bedient.

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