John Connolly Das dunkle Vermächtnis

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Inhaltsangabe zu „Das dunkle Vermächtnis“ von John Connolly

Excop Charlie Parker hat sich nach Maine an den Ort seiner Kindheit zurückgezogen. Als eine junge Frau und ihr Sohn von der Hand eines Unbekannten sterben, muß Parker die Verfolgung aufnehmen, denn die Lösung des Verbrechens liegt in der Geschichte seiner eigenen Familie. Und in den dunklen Wäldern von Maine, dem Ursprung eines mythischen Killers?

Ein solider Thriller mit düsterer Atmosphäre mit einem ausgesprochen sympathischen Protagonisten

— Lesen_ist

Charlie Bird Parker die Zweite! Überragender düsterer, mystischer Krimi. Richtig gut!

— BerniGunther

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  • Das dunkle Vermächtnis – Charlie Parker #2 – John Connolly

    Das dunkle Vermächtnis

    Lesen_ist

    06. May 2016 um 17:57

    Inhalt Nach dem traumatischen Verlust seiner Familie hat sich der New Yorker Ex-Cop Charlie Parker nach Maine zurückgezogen, an den Ort seiner Kindheit. Als eine junge Frau und ihr Sohn von der Hand eines Unbekannten sterben, muss Parker die Verfolgung aufnehmen. Denn der Schlüssel zur Klärung des Verbrechens liegt in der Geschichte seiner eigenen Familie. Und in den dunklen Wäldern von Maine, dem Ursprung eines mythischen Killers. Meine Meinung Bei der #Leseparty in März habe ich das Paket »Edelspannung« von Edel eBooks gewonnen und dieses Buch war dabei. Es ist zwar das zweite Buch in der Charlie Parker Reihe, und das Erste habe ich nicht gelesen, aber es liest sich auch problemlos ohne diese Vorkenntnisse. Ich habe bisher nur ein Buch von John Connolly gelesen und sehe jetzt erst, dass es auch ein Buch dieser Reihe ist, die #7. Ich habe allerdings das Original »The Reapers« (Todbringer) schon 2010 gelesen und es ist mir stark im Gedächtnis geblieben. Der Hauptteil dieses Thrillers spielt in Maine. Im Prolog sitzen zwei Männer abends in einem Dodge und warten. Sie wissen nicht, dass sie von zwei FBI Agenten beobachtet werden, die sich in einem Bootshaus versteckt halten und frieren. Ein zweites Auto kommt und vier gut gekleidete Kambodschaner steigen aus. Sie haben einen Aktenkoffer dabei und fragen nur »Wo ist sie?«. Offensichtlich soll hier ein Austausch stattfinden, aber es geht ziemlich schief, wobei es einige Tote gibt. Nicht weit weg von diesem Ereignis geht eine Bewohnerin des Altersheim St. Martha auf den Ausgang zu und will das Heim verlassen. Der Wärter will sie aufhalten, aber er merkt auch, dass sie panische Angst hat. Sie sagt »Er kommt« und auf die Frage hin, wer kommt, antwortet sie »Caleb Kyle«. Als der Wärter die Nummer der Schwesternstation wählt, schlägt die alte Dame ihn mit einer schweren Vase nieder und geht in die bitterkalte, verschneite Nacht hinaus. Zwei brutale Ereignisse die fast gleichzeitig stattfinden in einer Winternacht in Maine, verbunden durch einen dunklen Faden. Was es mit den Ereignissen im Prolog auf sich hat, bleibt eine ganze Weile sehr rätselhaft. Charlie Parker erzählt danach aus seiner Sicht und fängt damit an, dass er von einem gewissen Billy Purdue in die Wange geschnitten wurde. Er versucht, Unterhalt von Billy zu bekommen, für dessen Ex-Frau Rita und ihren gemeinsamen Sohn Donny. Er macht es aus Gefälligkeit für Rita, weil sie das Geld wirklich dringend braucht. Charlie Parker lebt nun in Scarborough in Maine, er hat die Polizei verlassen und renoviert derzeit das Haus seines verstorbenen Großvaters. Im ersten Band geht es wohl um den bestialischen Mord an Charlies Frau und an seiner Tochter und seine Suche nach dem Killer. Es ist noch kein Jahr vergangen und Charlie fürchtet sich vor dem ersten Jahrestag. Verwunden hat er den Verlust noch lange nicht. Er ist dem schwarzen Herz des Bösen begegnet und das hat ihn verändert. Er ist selbst zum Mörder geworden. Dazu kommt, dass ihn die Geister seiner Vergangenheit verfolgen. Je mehr ich von Charlie Parker erfahre, umso mehr mag ich ihn.  Er läuft nicht selbstgerecht und mordend durch die Welt. In diesem Thriller glaubt er als einziger an die Unschuld eines Mannes, obwohl alle Welt ihn für einen Mörder hält. Er versucht ihn zu finden, um ihm zu helfen. Relativ bald tauchen zwei Charaktere aus »Todbringer« auf; Louis und Angel. Sie sind beide kriminell, aber irgendwie habe ich ein Faible für sie. Ich finde sie beide wirklich sehr sympathisch, weil sie im Grunde gar nicht richtig böse sind. Schon wie sie miteinander umgehen, wie unterschiedlich sie sind und trotzdem einfach zusammengehören, wie Pech und Schwefel, finde ich ausgesprochen reizend. Wegen den Beiden fand ich auch »Todbringer« so toll. Es gibt mehr als eine Partei, auf die Jagd gemacht wird, oder die selbst jemanden hinterherjagen. Allerdings gibt es einen zentralen Antagonisten dessen Geschichte, vor allem seine Kindheit, sehr gut erklärt wird. Man kann verstehen, wieso er so geworden ist, auch wenn man die Verbrechen, die er begeht, kaum begreifen kann. Die Geschichte selbst hat eine Weile gebraucht, bis sie in Fahrt gekommen ist. Es gab zwei Morde und einen Verdächtigen, aber die Geschichte dümpelt anfangs nur vor sich hin. Irgendwie gab es keine Zusammenhänge und Charlie Parker erzählt von Ereignissen aus seiner Vergangenheit und von seinem Großvater, der ebenfalls bei der Polizei war. Das alles trägt zur Charakterbildung von Charlie Parker bei, zieht die Geschichte aber etwas in die Länge, sodass die Gedanken beim Lesen abschweifen. Die Atmosphäre ist kalt und dunkel. Nicht nur die Lage im Winter im Norden Amerikas sorgt für eine tiefe Finsternis, je weiter man liest, umso düsterer wird es. Der Plot wird nach und nach enthüllt und Zusammenhänge aufgedeckt. Parker geht Hinweisen nach, sammelt Informationen und legt die dünnen Fäden frei, die einzelne Ereignisse verbinden und zu einem großen Bösen zusammenfügen. Manches konnte man erahnen, in welche Richtung es gehen wird. Trotzdem blieb es ausgesprochen spannend, nachdem die Geschichte auch Tempo aufgenommen hatte. Es kommt natürlich zu einem Showdown und natürlich gibt es auch einen Polizeichef der Klischees bedient, aber das Ende ist nicht so, dass man es sich nicht vorstellen kann. Dieser Thriller kommt zwar nur langsam in Fahrt, bleibt aber dafür dann spannend mit einem komplexen, undurchschaubaren Plot. Ein solider Thriller mit düsterer Atmosphäre mit einem ausgesprochen sympathischen Protagonisten, der zusammen mit seinen Freunden, Louis und Angel, das abgrundtief Böse jagt.

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    Das dunkle Vermächtnis

    Stefan83

    08. October 2011 um 11:30

    Das Wort "Weltklasse" nehme ich eigentlich im Zusammenhang mit Krimis und Thrillern eher selten in den Mund. Bei John Connollys zweitem Streich mit Charlie "Bird" Parker bleibt mir aber keine Wahl, denn "Das dunkle Vermächtnis" ist wohl das Beste Stück Hardboiled-Literatur, das ich bisher genießen durfte. Derart düster, derart böse, derart packend ist mir noch kein Buch daherkommen. Noch nie hab ich einem Autor so an den gedruckten Lippen gehangen. Schon im Erstling "Das schwarze Herz" deutete Connolly an, dass er das Potenzial hat sich in die erste Liga zu schreiben. Mit dem zweiten hat er dies nun ohne Zweifel getan. Im Gegensatz zum Vorgänger, der oftmals noch etwas langatmig wirkte, bei dem die mangelnde Zielstrebigkeit und fehlende Routine zwischen den Zeilen durchschimmerte, liest sich "Das Dunkle Vermächtnis" nun wie aus einem Guss. Die Figuren, die Atmosphäre, der Spannungsbogen, der Handlungsschauplatz. Hier passt einfach alles zusammen. Allein diejenigen, welche den ersten Band nicht gelesen haben, könnte vielleicht die Wucht, mit der John Connolly das Böse auf die Welt niederprasseln lässt, erschüttern. Für Zartbesaitete ist auch dieser Roman absolut nicht geeignet, auch wenn er noch so vermeintlich harmlos beginnt. Es ist gut ein Jahr her, dass Charlie "Bird" Parkers Familie durch die Hand eines psychopathischen Serienmörders den Tod gefunden hat. Der Detective des NYPD hatte nach diesem Schicksalsschlag seiner Arbeit den Rücken gekehrt und auf der Jagd nach dem "Fahrenden Mann", so der Name des Mörders, eine Spur des Blutes hinterlassen. Die Art und Weise, in der er Selbstjustiz verübte, führte zu einer Ächtung durch seine Kollegen, worauf er schließlich den Dienst quittierte. Zurückgezogen im alten Haus seines Großvaters in Maine lebend, verdingt er sich nun als Privatdetektiv und hilft auch alten Freunden gern mal aus. So treibt er für Rita Ferris bei ihrem Ex-Mann, dem stadtbekannten Schläger Billy Purdue, dessen ausstehende Alimente ein... und katapultiert sich damit ohne sein Wissen in ein Gewirr aus Gewalt, Rache und Hass. Rita wird kurz danach samt Sohn tot aufgefunden und Billy, der Hauptverdächtige, der zuvor die Mafia um Geld erleichtert hatte, flieht in den Norden. Mafiosi, Bullen und zwei mysteriöse Killer dicht an seinen Fersen. Parker, von Billys Unschuld überzeugt, versucht ihn zu finden und wird im Verlauf dieser Jagd mit der Vergangenheit konfrontiert. Denn in den dunklen Wäldern von Maine treibt "Caleb Kyle" sein Unwesen. Ein mysteriöser Serienmörder, dem schon sein Großvater, selbst Polizist, auf der Spur war. Wird Parker dessen dunkles Vermächtnis zu Ende bringen? Und welches Interesse hat "Caleb" Kyle an Billy Purdue? Diesen Fragen geht der "Birdman" einmal mehr mit seinen zwei alten Freunden, dem schwulen Pärchen Angel und Louis, auf den Grund. Und da ersterer Einbrecher und letzterer professioneller Killer im Halbruhestand ist, gibt es auch diesmal "a few bodies a long the way". Wirklich eindrucksvoll, wie Connolly den Leser in seinen Plot hineinreißt, ihn in die stimmungsvollen, nebligen Wälder zerrt und dort zum Schaudern bringt. Stundenlang hab ich um mich herum nichts mehr wahrgenommen, glaubte ich die Schüsse an meinen Kopf vorbeizischen, den kalten Atem von "Bird" in der Luft ausströmen zu sehen. Wenn es um den Aufbau einer spannungsgeladenen Atmosphäre geht, ist Connolly ein Meister. Einen Spannungsbogen selbt gibt es eigentlich nicht. Einfach aufgrund der Tatsache, dass diese ständig am oberen Limit verweilt und einzig aufgrund der grandiosen Action-Sequenzen das Adrenalin noch höher getrieben wird. Nebenbei werden sowohl Haupt- als auch Nebenfiguren weiter ausgearbeitet, wandelt sich der zynische und harte Charlie "Bird" Parker wieder in einen Menschen mit Reuegefühl und Mitleid. Für das komische Element sorgen erneut Angel und Louis, deren "Ehestreitigkeiten" mich mehr als einmal zum Schmunzeln brachten und zusätzlich Pfeffer in die Geschichte bringen. Das patronengeschwängerte Ende samt genialer Auflösung schließt ein an Unkonventionalität und Spannung nicht zu übertreffendes Leseerlebnis dann letztlich ab. Insgesamt ist "Das dunkle Vermächtnis" ein grandioser, aus der Masse herausragender Thriller, der keine Zeit zum Luft holen lässt. Ein absolutes, uneingeschränktes Muss für alle Fans harter Kriminalliteratur!

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