John Connolly Der Pakt der Liebenden

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Inhaltsangabe zu „Der Pakt der Liebenden“ von John Connolly

Charlie Parker war noch ein Kind, als sein Vater ein junges Liebespaar tötete. Dann richtete der Cop des NYPD die Waffe gegen sich selbst. Jahrelang hat Parker nach einer Erklärung für diese Tat gesucht. Ein Auftrag führt den Privatdetektiv in seinen Heimatort. Er beginnt, den lange zurückliegenden Selbstmord zu untersuchen – und stößt dabei auf ein Gespinst von Lüge, Verrat und Illoyalität.

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  • Rezension zu "Der Pakt der Liebenden" von John Connolly

    Der Pakt der Liebenden
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. July 2012 um 14:44

    John Connolly, für mich "Master of Thrill", lud mich bildlich zu einer höllischen Busreise ein. Zögerlich und verhalten nahm das Fahrzeug Geschwindigkeit auf und ich hatte noch Augen für die Umgebung. Doch dann wurde der Bus immer schneller, die serpentinenreiche Straße schmaler und gefährlicher - mein Fokus war nur noch auf den Tacho und den Nervenkitzel gerichtet. Zu meinem Bedauern hatten wir, als das Ziel am Ende der Strecke schon in Sichtweite war, eine Reifenpanne und konnten dem Reiseende leider nur mit eingeschränktem Tempo fahren. Trotz des gemächlichen Starts und der Panne hat mich die Reise ungemein unterhalten - so wie ich es von diesem "Veranstalter" gewohnt war! Auf das Buch übertragen: Etwas weniger NY-Background (Geschichte gerne, Straßenkenntnisse etc. eher weniger) hätten das Buch etwas schmaler werden lassen, hätten die Story aber vielleicht an manchen Stellen nicht so ausgebremst. Der Showdown geriet dann etwas übereilt und dem Stoff unangemessen unspektakulär. Dennoch wieder ein sehr gelungener (wenn auch nicht einer der Besten aus J.C.s Feder) Pageturner, bei dem ich seitenweise das Atmen vergaß. Ich liebe diesen speziellen Mix aus Reality mit dem Stich ins Mystery.

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  • Rezension zu "Der Pakt der Liebenden" von John Connolly

    Der Pakt der Liebenden
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. November 2011 um 12:30

    Charlie Parker in eigener Sache „Der Mann hatte eine gewisse Gabe, auch wenn niemand, der bei Sinnen war, die Gabe haben wollte: Anscheinend zog ihn das Böse an, und das Böse wiederum wurde von ihm angezogen“. Dabei könnte gerade jetzt doch fast Ruhe einkehren in Charlie Parkers Leben. Ex-Cop. Zur Zeit auch Ex-Privatdetektiv. Witwer und verwaister Vater im Blick auf die eine Familie, verlassener Mann und hier-und-da Vater im Blick auf die andere Familie. Ein bewegtes, hartes, gebeuteltes Leben bisher, aber auch eines, in dem Rache geübt wurde. Nun schauen ihm alle offiziellen Stellen auf die Finger, als Barmann verdient er seinen Lebensunterhalt und hält sich ziemlich zurück. Aber nicht ganz, was ein Fehler sein könnte. In eigener Sache beginnt Charlie Parker, nachzuforschen. Was hatte es auf sich, damals, als sein Vater, der Cop, im Dienst ein junges Paar erschoss und wenige Stunden später sich selbst das Leben nahm? Wieso schweigt der ehemals beste Freund seines Vaters sich über dieses Geschehen aus? Wieso lügt er? Und, vor allem, wie kann es sein, dass bei einer Blutgruppenbestimmung Charlie Parker erfahren muss, dass seine Mutter auf keinen Fall seine leibliche Mutter gewesen sein kann? Zudem taucht ein Schriftsteller auf, der aus den vergangenen Ereignissen in Charlie Parkers Leben ein Buch erstellen wird. Nicht kann den Mann anscheinend davon abhalten, weder Drohungen durch lebende Freunde Charlies noch durch tote. Neben diesem Hauptstrang der Spurensuche in der eigenen Familie legt John Connolly in hintergründiger Weise einen zweiten Erzählstrang an. Ein Mord ist geschehen an einem jungen Mann. Dessen Eltern begehen kurz darauf scheinbar Selbstmord, auch wenn der ermittelnde Polizist bei der ganzen Sache ein ganz mieses Gefühl hat. Wie nun die beiden Fälle zusammenhängen, wieweit es dem Schriftsteller gelingt, in Charlie Parkers Leben vorzudringen und auf welchen Wegen dieser selbst versucht, die Nebel um die Ereignisse im Leben seines Vaters und seines eigenen zu lüften, das ist ein fesselnder Stoff auf den gut 380 Seiten des Buches. Seiten, auf denen sich John Connolly alle Zeit lässt, mit dem Leser gemeinsam in die private Lebenswelt des ehemaligen Polizisten Charlie Parker einzudringen und damit auch in sein Inneres. In denen schmutzige Bars, konspirative Treffen, Lügen und Verrat im Raume stehen werden und die mühsam von Charlie entwickelte Selbstkontrolle massive Risse erhalten wird. Mittels seines sprachlichen Vermögens gelingt es Connolly leicht, eine dichte Atmosphäre zu schaffen, die er mit schon äußerlich treffend beschriebenen (und innerlich ausdifferenzierten) Figuren besiedelt. Eine Atmosphäre, die beständig im Hintergrund von Gefahr und den dunklen Seiten des Lebens begleitet wird, bis hin zur eindeutigen Beklemmung (der erste, heimliche Besuch des Schriftstellers am Haus Charlie Parkers lässt beim Leser fast mit die Haare zu Berge stehen). Eine hintergründige Gefahr, die ab der Mitte des Buches immer deutlicher in den Vordergrund drängt. „Der Pakt der Liebenden“ ist eine Geschichte, die weder sprachlich noch inhaltlich abfällt und vom Einstieg an über die Ermittlungen bis hin zur Aufdeckung der wahren Hintergründe den Leser zu fesseln vermag. Ein Buch, dass man nicht so schnell aus der Hand legt.

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