John Connolly Der brennende Engel

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Inhaltsangabe zu „Der brennende Engel“ von John Connolly

Eine junge Frau verschwindet spurlos in den Straßen von New York. Charlie Parker, Privatdetektiv aus Maine, wird beauftragt, sie zu finden. Er stößt auf die makabren Reliquien eines uralten Totenkultes. In einem Beinhaus im böhmischen Sedlec, inmitten atemberaubender Kunstwerke aus menschlichen Knochen, steht er dem leibhaftigen Grauen gegenüber.

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  • - Hypochrisy -

    Der brennende Engel
    Hypochrisy

    Hypochrisy

    28. July 2014 um 08:43

    In der Dunkelheit jenseits der Nacht lauern und agieren sie, die Gläubigen. Mitglieder einer alten und religiösen Sekte, die sich die Auferstehung und Zusammenführung ihrer beiden Herren und Meister auf die Fahne geschrieben haben. Hierfür verschleppen und entführen sie Frauen aus den unteren Randgruppen, Frauen die keiner vermisst, so scheint es jedenfalls.. Doch eines ihrer Opfer ist eine Blutsverwandte von Louis, dem charismatisch düsteren Killer und Freund von Ex Cop Charlie Parker. Parker, Louis und sein Gefährte Angel machen sich auf die Suche nach der Vermissten. Es wird eine Reise in die Dunkelheit, die drei Gefährten sehen sich unvorstellbaren Greueln gegenüber und treten den Kampf gegen Mächte an, die scheinbar nicht von dieser Welt sind und die schon vor langer Zeit begonnen haben den Parkers Weg zu kreuzen... John Connolly ist zurück und mit ihm sein einsamer, schwermütiger Held Charlie Parker, der Mann, der Anderen helfen und sie retten kann, aber nicht sich selbst. Auch in diesem mittlerweile fünften Band zeigt sich Connolly in Hochform. Literarisch stark und atmosphärisch dicht schildert er eine düstere Welt, bar jeder Hoffnung und mit nur wenig Licht, in der sich Realität, Mystik und Übernatürliches zu einer Einheit verschmelzen. Und welcher Leser dachte, das Connolly sich nicht noch schlimmere Bestien als den fahrenden Mann oder Mister Pudd ausdenken kann,der sei gewarnt und kennt Brightwell noch nicht.

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  • Totenkult

    Der brennende Engel
    Arun

    Arun

    03. March 2014 um 09:56

    Ein Buch von John Connolly welches nicht ganz einfach einzuordnen ist! Klappentext: Eine junge Frau verschwindet spurlos in den Straßen von New York. Charlie Parker, Privatdetektiv aus Maine, wird beauftragt, sie zu finden. Er stößt auf die makabren Reliquien eines uralten Totenkultes. In einem Beinhaus im böhmischen Sedlec, inmitten atemberaubender Kunstwerke aus menschlichen Knochen, steht er dem leibhaftigen Grauen gegenüber. Eine Meinung: Das Buch stellt für mich einen Genre-Mix von Thriller, Horror und Historischem Roman dar. Es fiel mir nicht ganz leicht den Einstieg in das Buch zu finden. Nach dem ersten Einlesen war ich etwas zwiegespalten. Die Thrillerelemente fand ich hervorragend, der historische Anteil war auch nicht schlecht, nur die Szenen des Horroranteils – oder soll man besser sagen die okkulten Sequenzen haben mir ehrlich gesagt weniger gefallen. Deshalb vergebe ich nur 3 Sterne

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  • Ein Rückschlag innerhalb der Reihe

    Der brennende Engel
    Stefan83

    Stefan83

    03. June 2012 um 15:04

    Es hatte sich schon im Vorgänger "Die weiße Straße" immer mehr angedeutet, nun wird es Gewissheit: John Connolly hat den Pfad des reinen Hardboiled-Romans endgültig verlassen und sich in die Gefilde des Mystery-Horrors begeben. Eine Entscheidung, die nach den vielen vorhergegangenen Andeutungen zwar nicht mehr überraschen dürfte, bei mir allerdings insofern bitter aufstößt, da besonders die ersten Bände der Charlie-"Bird"-Parker - düstere Thriller in der Tradition der "Noir"-Klassiker - zum Besten gehören, was ich bis dato in diesem Genre gelesen hatte. Statt weltlicher Gewalt, Korruption, Rachegelüsten und menschlicher Verderbtheit hebt Connolly nun in "Der brennende Engel" die Welt um Hauptfigur Parker auf eine esoterische Ebene. Gefallene, rebellische Engel, ein fanatischer Totenkult, übermenschliche und unsterbliche Gegenspieler. Irgendwie ein dicker Drops den man hier nicht nur über knapp 500 Seiten lutschen, sondern letztlich auch schlucken muss und der wohl auch die Grenzen der Geduld von so manchem Leser ausloten wird. Fakt ist: Der Autor hat sich von sicherem Boden auf dünnes Eis begeben, denn wo zuvor die Plots stimmig daherkamen, tun sich die Protagonisten im fünften Band der Serie mit ihren neuen Rollen schwer. Die Erkenntnis, was und wer z.B. Parker in Wirklichkeit ist, beißt sich mit dem im Grunde typischen Detective-Eye-Fall und wertet zudem die durchlittenen Tiefschläge der Vorgänger irgendwie ab. Connolly verliert beim Seiltanz zwischen den Genreelementen hier mehr als einmal die Balance. Stellenweise schrammt die Geschichte gar nah an der Lächerlichkeit vorbei, wenn der Fokus der Handlung von Schwiegermutterpredigt und Freundinnen-Gezicke plötzlich wieder auf den brutalen Mord an einer Frau schwenkt, der nebenbei noch gleich die Seele ausgesaugt wird. So sehr bemüht Connolly ist, der Geschichte einen stimmigen Rahmen zu geben - allzu oft wirkt sie nur konstruiert, werden Handlungsfänden gewaltsam ineinander geschoben, wo sie früher, mit mehr Überraschungen behaftet, von selbst zueinander gefunden haben. Selbst Louis und Angel bleiben (nicht nur was den humorigen Schlagabtausch angeht) blass, zu bloßen "Hitmen" degradiert, deren Rollen nach dem Beginn des Buches der Überflüssigkeit preisgegeben werden. Größer Kritikpunkt bleibt jedoch das Tempo der Geschichte. Für einen Parker-Roman unheimlich gemächlich und behäbig, geht es voran. Die sonst so präsente, urwüchsige und packende Sprachgewalt blitzt nur selten auf. Und auch Parkers neueste Nemesis, Mr. Brightwell, ist nur ein schwacher Abklatsch von Caleb Kyle, Faulkner, Mr. Pudd und Co. Das Finale, durchaus atmosphärisch und gefällig inszeniert, birgt leider keinerlei Überraschungen und lässt zudem viele Fragen offen. Keine Spur von dem Kitzel, dieser beklemmenden, unheimlichen Gänsehaut, die sonst noch nach Zuklappen eines Connolly-Buches den Leser in den Klauen hält. "Der brennende Engel" ist nach "Die weiße Straße" ein weiterer Rückschlag für diese grandios gestartete Reihe, den ich als Quereinsteiger wahrscheinlich sogar schon recht früh an die Seite gelegt hätte. Es bleibt zu hoffen, dass sich Connolly wieder recht bald auf seine eigentlichen Tugenden besinnt.

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  • Rezension zu "Der brennende Engel" von John Connolly

    Der brennende Engel
    RalfBoscher

    RalfBoscher

    16. January 2011 um 10:42

    Kennen Sie das De Barra in Clonakilty (Geburtsstadt des irischen Freiheitskämpfer Michael Collins)? Ein gemütlicher Pub, damals 2001 noch verraucht und meist Freitags der Auftrittsort von Noel Redding (verstorben 2003), ehemals Bassist der Jimi Hendrix Experience. Dort an der Theke des De Barra, einen Tag nachdem ich Noel Redding live gesehen hatte, erzählte mir ein Einheimischer bei einem Guinness (oder zwei) mit hörbarem Stolz in seiner Stimme von einem jungen irischen Schriftsteller. So gut, nein besser wie Stephen King (über den wir ins Gespräch gekommen waren, er hatte Friedhof der Kuscheltiere in meiner Manteltasche gesehen, meine Reiselektüre). John Connolly würde der junge Ire heißen, seine Romane seien düster, sehr spannend, viel Gewalt, dämonisch ginge es zu. Kurz: Er weckte mein Interesse, und wieder daheim erinnerte ich mich an diesen Buchtipp. Das schwarze Herz. Gekauft. Verschlungen. Das dunkle Vermächtnis. Gekauft verschlungen. Der Ire im Pub hatte nicht untertrieben (obwohl ich Connolly nicht über King stellen würde): sehr düster geht es in den Roman zu, die in Charlie Parker eine Hauptfigur haben, die von dunklen Schatten getrieben ist wie kein anderer „Serienheld“, den ich kenne. Getrieben vom Verlust seiner ersten Frau und seines Kindes, von der Rache an den Schuldigen, getrieben vom Bösen, welches ihn, den ehemaligen Cop, jetzigen Privatdetektiv, ob in menschlicher oder dämonischer Form immer wieder findet. In „Der brennende Engel“ sind es gefallene Engel, die Parker, der wieder einmal von seinen Freunden Angel und Louis, einem Killer, unterstützt wird, umtreiben. Louis Cousine, auf die schiefe Bahn geraten, wird vermisst. Die letzte Spur führt zu einem Zuhälter in New York und in eine Welt, in der es keine Hoffnung zu geben scheint. Eine Welt, in der aus Knochen Kunst geschaffen wird. In der es nur Gewalt zu geben scheint. Schmerz. Tod. In der ein uralte okkulte Gemeinschaft, „Die Gläubigen“ (wirklich fies die Figur des „Brightwell“), das Tor zur Hölle aufreißen wollen, und dabei vor keiner noch so grausigen Tat zurückschrecken, um die von Gott verstoßenen Engel zu erwecken. Eine Welt am Abgrund. Ein Charlie Parker am Abgrund. Düster, wie gesagt, sehr düster. Aber auch sehr lesenswert. Ein okkulter Thriller in ausladenden Dimensionen. Unheimlich. Spannend.

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