John Corey Whaley Das zweite Leben des Travis Coates

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Inhaltsangabe zu „Das zweite Leben des Travis Coates“ von John Corey Whaley

Seinen Kopf einfrieren und später auf einen gesunden Körper transplantieren? Travis hätte nie damit gerechnet, dass diese absurde Idee Realität werden könnte. Seine Einwilligung gab er, weil er Leukämie hatte – und nichts zu verlieren. Nun ist er nach fünf Jahren tatsächlich "wieder da". Doch er findet sein altes Leben nicht mehr. Sein Zimmer sieht anders aus. Seine Eltern scheinen ihm etwas zu verheimlichen. Und das Mädchen, das er liebt, hat sich mit einem anderen verlobt. Travis muss lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen und neu anzufangen. Nur sind solche Dinge leichter gesagt als getan. Ein faszinierendes Jugendbuch über Identität, das Erwachsenwerden, Freundschaft und Liebe.

Frische und neue Idee, die erstaunlich realistisch ist mit einem tollen Protagonisten. Nur das Ende... das hätte nicht gemusst... 3/5 Sterne

— Cubey
Cubey

Nach langem habe ich so ein Buch, wie dieses gebraucht, um den Spaß am Lesen zurückzufinden! Dieses Buch müssen unbedingt mehr Leute lesen<3

— Azouka
Azouka

Travis' Fixierung auf Kate war irgendwann nervig und hat zu sehr von interessanteren Konflikten abgelenkt.

— katha_dbno
katha_dbno

Lehrreich.

— loveisfriendship
loveisfriendship

skurril, cool, echt

— MissPaulchen
MissPaulchen

Ich fand es großartig

— Bri
Bri

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Daniliesing

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    Das zweite Leben des Travis Coates
    katha_dbno

    katha_dbno

    29. June 2016 um 17:07

    Rezension auf Buntes TintenfässchenBei diesem Roman habe ich lange mit mir gerungen, ob ich ihn wirklich lesen will oder nicht. Der Gedanke, dass man einen Kopf von seinem Körper trennt, einfriert und schließlich auf einen anderen Körper transplantiert, hat bei mir ziemliches Unbehagen ausgelöst. Aufgrund des teilweise rasanten medizinischen Fortschritts habe ich mich allerdings für's Lesen entschieden. Einfach, um mich schonmal mental auf die Zukunft vorzubereiten. Mit medizinischen Details wird man jedoch - Gott sei Dank - weitgehend verschont. Im Vordergrund stehen eigentlich die Probleme, die mit einem solchen Eingriff einhergehen. Probleme, die mir im ersten Moment überhaupt nicht in den Sinn gekommen wären. Travis muss sich nicht nur an einen Körper gewöhnen, der nicht seiner ist, sondern auch an seine neue Umgebung. Denn während für ihn die Zeit stehen geblieben ist, lief sie ja für seine Mitmenschen weiter. Seine Eltern und seine Freunde sind nun allesamt fünf Jahre älter. Für ihn hat sich nichts geändert, denn nach seinem Empfinden war es eher so, als wäre er abends eingeschlafen und am nächsten Morgen wieder aufgewacht. Seine Mitmenschen dagegen mussten jahrelang ohne ihn auskommen. Es war, als wäre er tot, doch gleichzeitig konnten sie nicht um ihn trauern, da ein Teil von ihm weiterhin existierte. Diesen Zwiespalt Tag für Tag erleben zu müssen, stelle ich mir ungemein zermürbend und deprimierend vor. Daher war ich wirklich gerührt davon, wie viel Mühe sie sich gegeben haben, wieder dort anzuknüpfen, wo Travis sie 'verlassen' hat. Sein bester Freund Kyle ist auch nach wie vor sein bester Freund und seine Eltern wollen ihm das Heim bieten, das er kennt. Für mich waren sie die 'wahren Helden' des Romans. Die Spannungen bleiben jedoch trotz aller Bemühungen nicht aus. Das liegt vor allem daran, dass Travis teilweise nicht akzeptieren kann, dass sich in fünf Jahren manche Dinge eben doch verändert haben. Er ist mehr als verzweifelt, als er herausfindet, dass seine ehemalige Freundin Kate nicht auf ihn warten konnte und nun verlobt ist. Im ersten Moment war sie mir deswegen sehr unsympathisch. Im Verlauf der Geschichte konnte ich sie aber immer besser verstehen. Mal abgesehen von dem Altersunterschied, der nun zwischen ihnen liegt (sie ist 21, er 16, sodass eine Beziehung strafbar wäre), ist sie vor allem auch reifer geworden, während Travis noch die alterstypischen pubertären Ansichten vertritt. Entsprechend stur und manchmal kindisch verhält er sich dann auch. Natürlich sind sie noch auf einer Wellenlänge, haben Spaß und teilen gemeinsame Erinnerungen, aber sie befinden sich einfach an völlig unterschiedlichen Punkten im Leben. Ich verstehe ja, dass das schwer zu verdauen ist, dass er deswegen deprimiert ist, und ich bewundere ihn auch für seine Hartnäckigkeit, aber meistens hat es mich ziemlich aufgeregt, dass er sie nicht ziehen lassen konnte und ihr ständig hinterhergelaufen ist. Das Problem daran ist, dass der gesamte Roman fast nur darum kreist, wie er sie für sich zurückgewinnen will, sodass andere Handlungsstränge immer wieder verdrängt werden. Es gibt zwar durchaus noch andere Konflikte (seine Eltern, Kyle) zu bewältigen, aber sein Liebeskummer war meines Erachtens der Kern des Ganzen. Das fand ich einfach schade, da es das Geschehen sehr einseitig wirken lässt. Das Potential ist einfach nicht ausgeschöpft. Deshalb blieb der Roman letzlich hinter meinen Erwartungen zurück.Da Whaley jedoch einen humorvollen Ton angeschlagen hat und auch sonst sehr angenehm schreibt, werde ich aber auch seinen nachfolgenden Werken eine Chance geben.FazitTrotz eines brisanten Themas ist die Handlung relativ einfach gestrickt. Auch wenn sich für Travis Probleme ergeben haben, an die ich zuerst nicht gedacht habe, fehlte es an einer wirklich tiefgründigen Auseinandersetzung damit. Zudem war er mir manchmal zu wehleidig, sodass ich seine Mitmenschen eigentlich mehr mochte als ihn.

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  • Realitätsnah und einfallsreich

    Das zweite Leben des Travis Coates
    Faye-

    Faye-

    24. August 2015 um 20:47

    Inhalt: Seinen Kopf einfrieren und später auf einen gesunden Körper transplantieren? Travis hätte nie damit gerechnet, dass diese absurde Idee Realität werden könnte. Seine Einwilligung gab er, weil er Leukämie hatte – und nichts zu verlieren. Nun ist er nach fünf Jahren tatsächlich "wieder da". Doch er findet sein altes Leben nicht mehr. Sein Zimmer sieht anders aus. Seine Eltern scheinen ihm etwas zu verheimlichen. Und das Mädchen, das er liebt, hat sich mit einem anderen verlobt. Travis muss lernen, mit der Vergangenheit abzuschließen und neu anzufangen. Nur sind solche Dinge leichter gesagt als getan. Ein faszinierendes Jugendbuch über Identität, das Erwachsenwerden, Freundschaft und Liebe. Meine Meinung: „Es heißt, man stirbt nur einmal.Dem muss ich widersprechen.“ Mich hat der Klappentext sehr neugierig gemacht, weshalb ich mir das Buch auch bald bestellt habe. Die Idee finde ich großartig und ist auf jeden Fall etwas Neues – zumindest habe ich nichts derartiges jemals gesehen. Der Einstieg fiel mir sehr leicht, da er auch sofort das Thema des Buches ansprichst und man sofort im Geschehen ist. Man bekommt sehr schnell einen Eindruck von dem Protagonisten Travis. Diesen kann man nur ins Herz schließen, denn er hat einfach seine Ecken und Kanten die ihn so unglaublich realistisch wirken lässt in einer Zeit, die in der Zukunft liegt. Man wird mit den Konsequenzen konfrontiert, die es geben könnte, wenn man es wirklich schafft, die Methode erfolgreich anzuwenden. Der Autor hat dabei wirklich sehr realistisch gedacht, was mir wirklich sehr gefallen hat. Die Charaktere sind mir alle sehr sympathisch, aber besonders seine besten Freunde Kyle und Hatton sind mir wirklich ans Herz gewachsen. Kyle mit seiner lieben und dennoch coolen Art, und Hatton wegen seiner lustigen und impulsiven Art. Ich wünschte, ich könnte noch mehr von den beiden lesen. Besonders die Liebesgeschichte, die eine wichtige Rolle spielt in der Geschichte, trägt eine wichtige Botschaft mit sich. Man merkt richtig, wie Travis darum kämpft sein altes Leben zurückzubekommen, es aber einfach nicht möglich ist. Es gibt oftmals Wendungen, die unerwartet kamen und manchmal handelt Travis unüberlegt und auch naiv. Aber das macht ihn auch authentisch. Fazit: „Das zweite Leben des Travis Coates“ ist ein empfehlenswerter Jugendroman für jeden, der vom Klappentext schon neugierig gemacht wurde. Ich wurde oft zum Lachen gebracht, aber auch ein paar Mal zum weinen. Trotz dieses Blickes in die Zukunft bleibt der Roman realitätsnah und punktet vorallem mit Charakteren. Ich vergebe mit Freude 5 Sterne!:)

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  • Ein originelles und ergreifend-berührendes Buch mit Anleihen an SF

    Das zweite Leben des Travis Coates
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    11. June 2015 um 08:23

    "Wisst ihr - ich habe gelebt und dann nicht mehr. Ganz einfach. Und jetzt lebe ich wieder." Der das von sich sagt, heißt Travis und ist 16 Jahre alt, als er an Leukämie stirbt. Seine Eltern haben einem Versuch zugestimmt, dem sie wenig Erfolg zutrauten. Travis` Kopf wird eingefroren um irgendwann auf einem anderen Körper wieder zum Leben erweckt zu werden. Dass dies schon fünf Jahre später der Fall sein würde, ahnte niemand. Travis` Kopf wird auf einen anderen Körper transplantiert und er versucht, wieder am normalen Leben teilzunehmen. Doch alle sind mittlerweile 5 Jahre älter geworden, seine damalige Freundin Cate ist mit einem anderen verlobt, und in seiner neuen Klasse sind ihm alle fremd.  Während Travis immer noch 16 ist, gestaltet sich sein Verhältnis zu seinen schon fast erwachsenen ehemaligen Freunden sehr problematisch. Und hinzukommt, dass er das Gefühl hat, dass seine Eltern ihm irgendetwas Wichtiges verschweigen. Travis versucht verzweifelt, sein altes Leben wiederzubekommen, aber es will ihm nicht gelingen. Lediglich seine Beziehung zu seinem alten Freund Kyle funktioniert gut, und mit seinem neuen Kumpel Hatton aus seiner neuen Klasse versteht es sich gut. Es ist eine interessante Idee, die Whaley mit großer erzählerischer Begabung und Kunst hier in einem empfehlenswerten Jugendbuch umsetzt. Sehr spannend und locker, stellenweise mit viel Humor erzählt lässt das Buch aber auch einiges offen. So kann man sich vorstellen, welchen  Rummel eine solche Transplantation auslösen würde. Doch Travis, der uns seine Geschichte hier erzählt, scheint das alles nicht so sehr wahrzunehmen und so liegt der Fokus der Geschichte auf seiner individuellen Wahrnehmung. Die ist meisterhaft gelungen. Ein originelles und ergreifend-berührendes Buch mit Anleihen an SF.

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  • Man lebt nur zweimal ...

    Das zweite Leben des Travis Coates
    Bri

    Bri

    11. May 2015 um 18:16

    Travis Coates ist 16, als er an Leukämie erkrankt. Klar, dass man als 16-Jähriger nicht aufgibt und sich den unterschiedlichsten Behandlungsmethoden unterzieht. Allen voran der Chemotherapie, die doch nur eines bewirkt: Sie schwächt den Organismus nur noch mehr. Der junge Körper kann sich kaum mehr aufrecht halten, für alles braucht Travis Hilfe. Seine Freundin Cate, sein bester Freund Kyle, seine Eltern und viele andere Menschen unterstützen ihn natürlich nach Leibeskräften, hoffen sie doch alle, dass Travis nicht sterben muss. Doch er selbst empfindet seinen Zustand tatsächlich irgendwann nur noch als ein verzögertes Sterben. Bis er ganz plötzlich ein äußerst ungewöhnliches Angebot bekommt: Er soll seinen kranken Körper vom gesunden Kopf trennen lassen, der wiederum per Kryotechnik so lange "aufbewahrt" bleibt, bis es eine Möglichkeit der Transplantation gibt. Ja, ihr lest richtig: Travis Kopf soll auf einen gesunden Körper transplantiert werden. Irgendwann. So vielleicht in 20 Jahren. Oder auch niemals. Travis entscheidet sich für die Chance irgendwann zurückzukommen. Sterben muss er sowieso und er ist es unendlich leid, zu sehen, wie alle um ihn herum unter seinem nahenden Tod leiden und er ist es ebenso leid, zu sterben. Bewusst entscheidet er sich für seinen Tod und bittet seine Lieben, ihn gehen zu lassen. Immer im Hinblick auf eine Rückkehr. Was zunächst als schräge Sci-Fi Geschichte anfängt, entpuppt sich nach kurzer Zeit als sehr viel mehr. Denn Travis kommt wieder und das nicht nach 20 oder mehr Jahren, wenn seine Lieben vielleicht selbst schon verstorben sind, sondern genau nach 5 Jahren. Seine besten Freunde sind nun bereits auf dem College und schicken sich an, erwachsen zu werden, während er immer noch 16 ist und wieder auf die Highschool muss. Nur eben ohne sie und als Kopf-Mann mit einem stärkeren, gesünderen Körper. Eine Kuriosität, die zweifellos entweder puren Hass oder unendliche Begeisterung hervorruft - und damit muss man erst einmal umgehen können. Sowohl als derjenige, der zurück gekommen ist, als auch als diejenigen, die ihn verloren hatten. Wie findet man zurück in ein Leben, das man vorzeitig abschließen musste? Kann man tatsächlich einfach so tun, als ob keine Zeit vergangen wäre? Denn für Travis ist es so. Die Erinnerung an den letzten Augenblick mit seiner großen Liebe ist noch ganz frisch, als hätte es am Tag vor seinem Aufwachen stattgefunden. Doch sie, seine große Liebe, ist weitergegangen, hat ihr Leben in Hand genommen. Das einzige sagte sie, was ihre Liebe beenden könnte, wäre, wenn einer von ihnen stirbt ... Nichts ist mehr so, wie es früher war. Daran müssen sich alle gewöhnen. Was hier nach heftigem Stoff klingt, der es zweifelsohne ist, transportiert John Corey Whaley mit frischer Leichtigkeit, jugendlich-authentischen Dialogen und ohne Kitsch. Und genau das ist es, was an dieser schrägen Geschichte fasziniert und sie eindringlich werden lässt. Anrührend beschreibt er die Versuche der Freunde den Abschied Travis' zu einer einzigen Erinnerung an ein zwar kurzes, aber glückliches und schönes Leben werden zu lassen. Da blieb kein Auge trocken, auch meines nicht. Jeder, der schon einmal einen lieben Menschen in den letzten Wochen, Tagen, Stunden begleitet hat, weiß, was ich meine. Ob Travis seinen Weg neu findet und wer ihn dabei begleiten wird, lest ihr am besten selbst. Der Buchhändler eures Vertrauens händigt euch sehr gerne ein Exemplar dieses überraschenden, frischen und vielschichtig konzipierten Buches aus, das nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren ein großes Lesevergnügen darstellt. Übrigens ebenfalls zu empfehlen ist Whaleys Erstling: Hier könnte das Ende der Welt sein - aber Achtung: Dieses Buch klärt nicht alle Fragen, die sich im Laufe der Geschichte auftun. Wer Freude daran hat, seine eigene Lesart zu finden, wird damit einige interessante Stunden verleben können.

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  • Verrückte Idee, Potenzial aber nicht ganz ausgenutzt...

    Das zweite Leben des Travis Coates
    Zidisbuecherwelt

    Zidisbuecherwelt

    15. March 2015 um 09:58

    Erste Sätze: "Wisst ihr - ich habe gelebt und dann nicht mehr. Ganz einfach. Und jetzt lebe ich wieder." Worum geht's? Travis stirbt mit 16 an Leukämie. 5 Jahre später jedoch wacht er wieder auf, sein Kopf auf einem fremden Körper. Dieser wurde eingefroren und dann auf einen anderen Körper transplantiert. Natürlich ist die Freude groß, dass Travis doch noch eine zweite Chance bekommt. Doch schafft er es, sein altes Leben wieder zu bekommen? Der Altersunterschied zu seinen früheren Freunden ist problematisch, seine Eltern scheinen ihm etwas zu verschweigen und obendrein hat sich seine Freundin verlobt. Meine Meinung: Als ich von diesem Buch gehört habe, dachte ich mir: super Geschichte, ziemlich verrückt, aber so etwas mag ich. Das Szenario, das geschaffen wird, ist mal etwas ganz anderes und bringt eine ungewöhnliche Situation mit sich, die auch einiges an Konfliktpotenzial birgt. Travis befindet sich in der Lage, dass er gewissermaßen nur kurz gschlafen hat, während das Leben für alle anderen weitergegangen ist. Als er nun nach 5 Jahren wieder aufwacht, sind alle um ihn herum natürlich gealtert, haben eigene Erfahrungen gemacht, sind reifer geworden. Als erstes versucht Travis, sein altes Leben wiederzubekommen, merkt aber schnell, dass das nicht so einfach möglich ist.  Mit seinem besten Freund Kyle stellt sich das jedoch gar nicht so problematisch dar, wie man erwarten würde. Nach kürzester Zeit verstehen sich beide wieder super und hängen oft zusammen mit Travis' neuem Freund aus der Schule ab. Schwierigkeiten, die schon allein wegen dem Altersunterschied - Travis ist 16, Kyle 21- entstehen müssten, kommen nicht wirklich zum Ausdruck.  Mit seiner Freundin Cate stellt sich das schon als etwas schwieriger heraus, da sie nun verlobt ist. Travis versucht nun mit allen Mitteln, sie wiederzubekommen. Das ist nun auch das Hauptthema des Buches, was ich ein bisschen schade fand, da es sich dadurch nicht wirklich von anderen Geschichten abhebt. Für meinen Geschmack hätten z.B. das Einleben in der Schule, das Zurechtkommen mit dem ganzen Medienhype, das Nachdenken über den neuen Körper usw. noch stärker beleuchtet werden können.  Travis als Charakter und auch beispielsweise der Nebencharakter Hatton, sein neuer Freund aus der Schule, der einfach urkomisch ist, tragen die Geschichte. John Corey Whaley lässt seinen Protagonisten mit einem so humorvollen witzigen Ton auftreten, dass das Lesen wirklich Spaß macht.  Alles in allem fand ich die Idee sehr spannend und frisch. Die Umsetzung hätte sich dem jedoch  mehr anpassen können. Die Handlung war zum Teil etwas fad, da es hauptsächlich um das Wiedergewinnen der Freundin geht. Das Potenzial der Idee wurde leider nicht voll ausgenutzt.  Auch war die Geschichte für mich nicht ganz rund. Es wurden immer wieder einzelne Konflikte angeschnitten, diese blieben aber zum Teil offen, was mich schon etwas gestört hat.  Durch die tollen Charaktere und den witzigen, flüssigen Schreibstil ist es trotzdem ein gutes Contemporary Buch.

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