John Dickson Carr

 3.8 Sterne bei 119 Bewertungen
Autor von Die Tür im Schott, Fünf tödliche Schachteln und weiteren Büchern.

Lebenslauf von John Dickson Carr

John Dickson Carr: † 27. Februar 1977 in Greenville, South Carolina Pseudonyme: Carter Dickenson, Carter Dickson, Carr Dickson, Roger Fairbairn und Torquemada

Alle Bücher von John Dickson Carr

Sortieren:
Buchformat:
Die Tür im Schott

Die Tür im Schott

 (12)
Erschienen am 31.10.2012
Fünf tödliche Schachteln

Fünf tödliche Schachteln

 (10)
Erschienen am 01.01.1993
Die Schädelburg

Die Schädelburg

 (8)
Erschienen am 01.01.1993
Die Toten wecken

Die Toten wecken

 (8)
Erschienen am 31.10.2012
Die schottische Selbstmord- Serie.

Die schottische Selbstmord- Serie.

 (7)
Erschienen am 01.05.2002
Tod im Hexenwinkel

Tod im Hexenwinkel

 (6)
Erschienen am 01.01.1990

Neue Rezensionen zu John Dickson Carr

Neu

Rezension zu "Schatten der Vergangenheit" von John Dickson Carr

ein verzwickter Fall für Dr. Fell
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

Im Gästehaus des Landsitzes vom Meierhof wird der Mitinhaber des Verlages Standish & Burke, Septimus Depping, ermordet aufgefunden. Der Raum, in dem Depping tot am Schreibtisch lag, war verschlossen und es fand sich keine Waffe am Tatort. So bittet Oberst Standish, der Besitzer und Bewohner des Meierhofes Oberinspektor Hadley, den Fall von Dr. Gideon Fell bearbeiten zu lassen...

Der vorliegende Krimi (Ullstein-Buch Nr. 1015, erschienen 1965, Taschenbuch mit 160 Seiten) von John Dickson Carr ( näheres siehe https://de.wikipedia.org/wiki/John_Dickson_Carr )  besticht durch seine interessant angelegten handelnden Personen, durch witzige Beschreibungen und lebt von der Genialität des Ermittlers, Dr. Gideon Fell. Der Scheibstil ist flüsssig, die Handlung ist jederzeit nachzuvollziehen.

Kommentieren0
0
Teilen
TheRavenkings avatar

Rezension zu "Die Tür im Schott" von John Dickson Carr

Enttäuschender Krimiklassiker
TheRavenkingvor 2 Jahren

Zwei Männer geben sich als Sir John Farnleigh aus, auf den ein reiches Baronen-Erbe wartet. Sie beschuldigen sich gegenseitig der Hochstaplerei. Nur einer kann den echten Sir John identifizieren: Kennet Murray, sein ehemaliger Hauslehrer. Murray ist in Gefahr, doch als im Farnleigh-Garten ein Mord geschieht, ist nicht Murray das Opfer.


Neben Der verschlossene Raum ist Die Tür im Schott wohl John Dickson Carrs berühmtester Roman und erzählt ebenfalls die Geschichte eines unmöglichen Verbrechens, welches sich allerdings diesmal unter freiem Himmel und nicht in einem hermetisch abgeriegelten Raum ereignet.

Von Anfang an erzeugt Carr eine wunderbar dichte Atmosphäre, wirft den Leser gleich in die Mitte des Geschehens und gibt ihm ein, zwar auf den ersten Blick etwas abgedroschenes aber durchaus faszinierendes Rätsel auf.  Die Figuren sind interessant, charismatisch mysteriös. In den ersten Kapiteln des Buches zeigt sich der Meister des locked room mystery in absoluter Hochform.

Schien das Werk zunächst noch den Lobeshymnen von Kritikern und Lesern gerecht zu werden, wurde meine Euphorie doch nach und nach gedämpft. Der Mittelteil verlor sich, wie oft bei Carr, etwas in Nebensächlichkeiten und es wurden so viele neue Merkwürdigkeiten eingeführt, dass man sich wundert, wie die Sache noch zu einem logischen Abschluss finden soll. Die Antwort: Gar nicht.

Wir bekommen nicht eine, sondern gleich zwei verschiedene Auflösungen präsentiert und es fällt mir schwer zu entscheiden, welche der beiden lausiger ist. Vollkommen an den Haaren herbeigezogen, unglaubwürdig und nicht einmal sonderlich einfallsreich sind die Erklärungen, die Gideon Fell bzw. der Täter selbst in einem Brief dem Leser hier zumuten. Klar, von einem klassischen Whodunit erwartet man keinen besonders hohen Grad an Realismus, aber Die Tür im Schott überschreitet bereits die Grenzen zur Dämlichkeit.

Als Fair-Play-Kriminalroman ist Die Tür im Schott weitgehend unbrauchbar, zumal Carr dem Leser wichtige Informationen vorenthält, die es unmöglich machen, den Fall allein an Hand der vorhandenen Beweise und Indizien zu lösen. Kaum zu glauben, dass er von einer Expertenriege in die Top 10 der Romane über unmögliche Verbrechen gewählt wurde. Fasst man das Ganze jedoch als etwas skurrilen Gruselroman auf, kann man durchaus seinen Spaß mit dem Buch haben. Also, ein Meisterwerk wie Der verschlossene Raum sollte man definitiv nicht erwarten!


Kommentieren0
41
Teilen
TheRavenkings avatar

Rezension zu "Die schuldige Antwort" von John Dickson Carr

Die schuldige Antwort
TheRavenkingvor 4 Jahren

Bill Dawson ist ein mittelloser junger Engländer in New York. Abgebrannt bis auf den letzten Cent und in einem Zustand der Verzweiflung trifft er beim Besuch seines Anwalts auf Larry Hurst und dessen Freundin Joy.

Larry scheint für den Rest seines Lebens ausgesorgt zu haben, denn sein reicher britischer Onkel will ihn zu seinem Erben machen. Doch Larry zögert, denn wie ihm der Anwalt erklärt gibt es zwei Bedingungen: Erstens: "Sie müssen sofort nach England zurück. Und zweitens müssen Sie einmal wöchentlich Ihren Onkel besuchen, entweder in seiner Wohnung in London oder in seinem Haus in Hampshire. Das ist doch nicht zuviel verlangt?"

Für Larry schon, denn er und sein Onkel haben sich noch nie besonders gut verstanden. Oder, um es weniger diplomatisch auszudrücken: Larry hat panische Angst vor dem alten Mann, der ihn schon damals als Kind mit seinen bösartigen Streichen fürchterlich quälte und dadurch ein lebenslanges Trauma verursachte. So argwöhnt Larry also, dass sein Onkel wohl auch diesmal eine böse Überraschung für ihn bereithält.

Doch die Lösung ist schnell gefunden: Bill, der einen Teil des Gesprächs unwillentlich mitgehört hat, soll Larrys Identität annehmen und an dessen Stelle nach England reisen. Dafür winken ihm zehntausend Dollar.

Und Bill lässt sich tatsächlich auf dieses Abenteuer ein, nicht ahnend, dass er damit eine lange Reihe fataler Verwicklungen in Gang setzt, die ihm sogar das Leben kosten könnten.

Zuerst kommt Larry unerwartet ums Leben, und Bill gerät in Mordverdacht. Dann trifft er auch noch auf seine ehemalige Verlobte Marjorie, der er gezwungen ist zu erklären, warum er einen anderen Namen angenommen hat. Schweren Herzens weiht er sie in sein Vorhaben ein. Doch es bleibt ein Rest Zweifel, kann er dieser Frau, die ihn damals für einen anderen Mann verlassen hat, und die nun erneut ihre Liebe zu ihm beteuert vertrauen? Er beschließt für seine englischen Bekannten Bill Dawson zu bleiben und sich nur bei den Besuchen bei seinem Onkel zu verwandeln. Fortan muss er zwei Rollen verkörpern.

Schließlich muss er erkennen, dass Larry Hurst keineswegs übertrieben hat: Onkel Gay ist noch fieser, gemeiner und unberechenbarer als er es für möglich gehalten hätte.

Über John Dickson Carr wird gesagt, dass er seine Romane stets in dem Phantasiegebilde eines klassischen Englands ansiedelte, das es in dieser Form wohl nur in Büchern gegeben hat. Doch es gibt auch Ausnahmen. Offensichtlich hat Carr in seiner späteren Schaffensphase, aus der vorliegendes Buch stammt, versucht Neues auszuprobieren.

Die Schuldige Antwort ist überraschend modern. Eine Szene spielt in einem Flugzeug, eine andere in einem modernen Fernsehstudio. Der hinterhältige Onkel Gaylord residiert nicht etwa in einem Schloss, sondern in einer Stadtwohnung.

Auch kommt Carr diesmal direkt zur Sache. Es gibt keine langwierige Einleitung und keinen selbstgefällig herumpolternden Detektiv á la Gideon Fell. Sein Held ist hier ein jedermann, der Außergewöhnliches leisten muss.

Wenn sich Bill Dawson als Hochstapler um Kopf und Kragen redet, dann hat das etwas von Patricia Highsmiths Ripley-Romanen. Denn Carr lässt seinem Protagonisten kaum Zeit zum Atemholen, mit ständig neuen waghalsigen Wendungen treibt er die Geschichte voran. Ständig schwebt Bill in Gefahr entlarvt zu werden und muss sein ganzes (schauspielerisches) Können aufwenden, um das drohende Ende abzuwenden.

Onkel Gay(lord) erweist sich dabei als formidabler Gegenspieler, der seinen jungen Neffen ganz schön ins Schwitzen bringt. Dabei ist ihm sein sadistischer Diener Hatto zu Hilfe, gegen den Bill sogar im Laufe der Handlung einen knallharten Boxkampf bestreiten muss.

Das ist alles höchst spannend erzählt, und in mancher Hinsicht ist dies sogar eines von Carrs unterhaltsamsten Werken, das zudem ganz neue Facetten seines schriftstellerischen Talents aufzeigt.

Aber, oh weh, am Ende entgleiten dem Mann, der die Wunder erklärte, doch die Zügel. Auch wenn Carr das Finale in den altehrwürdigen Räumen der Baker Street 221b spielen lässt, kann das kaum darüber hinwegtäuschen, wie abgedroschen und haarsträubend unglaubwürdig die Erklärung am Ende ausfällt. Nicht umsonst gehört The Nine Wrong Answers zu den weniger bekannten Werken des großen Krimiklassikers.

Am Ende reicht es nur für 3,5 falsche Identitäten mit aufgeklebtem Backenbart.

Ach ja, bevor ich es vergesse: Sollten Sie sich, liebe Lesehungrige, in den Weiten des Web auf die Suche nach diesem Buch machen, werden Sie es nur unter dem Autorennamen John Dickson Carr finden und nicht etwa unter Carter Dickson, wie es auf dem Cover zu lesen ist.

Kommentare: 1
23
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
DieBuchkolumnistins avatar

„Mord als schöne Kunst betrachtet“ - unter diesem Motto präsentiert DuMonts digitale Kriminal-Bibliothek Meilensteine anglo-amerikanischer Spannungsliteratur in der Tradition des literarischen Detektivromans. Vom Serientäter bis zum perfekten Mord, von den Golden-age-Klassikern bis zur „Grande dame“ der Kriminalliteratur Charlotte MacLeod: DuMonts digitale Kriminal-Bibliothek versammelt das Beste des Genres – mit originellen Plots, fantasievollen Settings und charakterstarken Ermittlern.  

Liebhaber des spannenden Genres kennen wahrscheinlich bereits die Klassiker, die der DuMont Verlag in seiner Kriminal-Bibliothek versammelte und diese wurden jetzt in digitaler Form neu veröffentlicht - jeder Band für nur 3,99 Euro. Zum Erscheinen präsentieren wir Euch 20 dieser Krimis - weitere 40 werden im Verlauf des kommenden Jahres noch folgen.

Diese Neuauflage nehmen wir zum Anlass, um Euch zusammen mit dem Verlag eine tolle Verlosung zu präsentieren: wir verlosen je einmal ein Ebook (als epub) der folgenden fünf Titel sowie als Hauptgewinn einmal die komplette digitale Kriminal-Bibliothek, d.h. auch inklusive der noch folgenden Titel!!! Beantwortet uns bis zum 14. November 2012 folgende Frage: 

Wer ist Euer Lieblingsermittler in der Kriminalgeschichte und warum?

Diese fünf TopTitel könnt Ihr gewinnen:


John Dickson Carr "Die Toten wecken": London, Anfang der Dreißiger Jahre: Der Krimischriftsteller Kent hat gewettet, dass er sich ohne einen Cent von Südafrika bis zum Royal Scarlet Hotel am Picadilly Circus durchschlagen kann. Er trifft sogar einen Tag zu früh dort ein – und stirbt fast vor Hunger. Was kann schon passieren, wenn er sich unter Angabe einer falschen Zimmernummer ein Frühstück erschleicht? Einiges: In ›seinem‹ Zimmer findet sich die Leiche einer toten Frau....




Earl Biggers "Das Haus ohne Schlüssel": Im Hawaii der 1920er Jahre wird das schwärzeste, liebenswürdigste und reichste Schaf der noblen Bostoner Familie Winterslip ermordet. Leiter der Ermittlungen wird ausgerechnet ein Chinese – Charlie Chan. Mit ebenso farbiger wie blumiger Sprache, außerordentlichem Scharfsinn und praktischem Konfuzianismus löst er den Fall und wird zum Vater aller ethnischen Detektive und zum Helden von weit über sechzig Filmen und Fernsehserien.



Steve Hamilton "Ein kalter Tag im Paradies": Alex McKnight ist nicht entzückt, als ihm der Mörder seines Polizeikollegen eine Rose schickt. Und zwei Morde in seiner Nachbarschaft tragen unverkennbar die Handschrift dieses Psychopathen. Dabei ist der nie aus dem Gefängnis entlassen worden. Ausgezeichnet mit dem Edgar Award für das beste Krimidebüt.



Charlotte MacLeod "Ein Glas voll Mord": Neben den Balaclava- und den Boston-Krimis schrieb Charlotte MacLeod eine weitere erfolgreiche Krimiserie, in der Inspector Rhys ermittelt – ein Mounty ohne Pferd und roten Waffenrock, aber ausgestattet mit dem scharfen Verstand britischer Polizeidetektive: Als die alte Aggie stirbt, tippt ihr Landarzt auf falsche Ernährung. Nur Aggies hübsche Nachbarin Janet schöpft Verdacht – und entdeckt zusammen mit Inspector Rhys, dass bei diesem Todesfall etwas faul ist. Bei ihren Nachforschungen kommen Rhys und Janet nicht nur einem eigentümlichen Fall auf die Spur sondern auch einander näher ...



Lee Martin "Mord bleibt in der Familie": Hel Ralston, Adoptivsohn der Polizeidetektivin Deb, tritt seine Zeit als Mormonen-Missionar an. Die Familie begleitet ihn nach Salt Lake City – bei zwei Erwachsenen, zwei verliebten Teenagern, einem Kleinkind und einem Kampfhundmischling eine Expedition. Kaum angekommen liegt in der anheimelnden Familienpension buchstäblich eine Leiche vor ihren Füßen. Deb Ralston muss Zeugin eines unmöglichen Mordes gewesen sein. Urlaub hin, Urlaub her – die emanzipierte Polizistin schaltet sich ein.


Ausserdem sind gerade erschienen:

"Die Tür im Schott" von John Dickson Carr + "Der chinesische Papagei" von Earl Biggers + "Unter dem Wolfsmond", "Der Linkshänder" sowie "Nördlich von Nirgendwo" von Steve Hamilton + "Klagelied auf einen Dichter", "Appleby`s End" & "Applebys Arche" sowie "Der geheime Vortrupp" von Michael Innes + "Der Tag als Dusty starb", "Saubere Sachen" und "Keine Milch für Cameron" von Lee Martin + "Der Mordfall Benson", "Der Mordfall Terrier" sowie "Der Mordfall Drache" von S.S. van Dine +

Zum Thema

Zusätzliche Informationen

John Dickson Carr wurde am 30. November 1906 in Uniontown (Pennsylvania) (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 65 Bibliotheken

von 4 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks