John Dos Passos

 4 Sterne bei 48 Bewertungen
Autor von Manhattan Transfer, Manhattan Transfer und weiteren Büchern.

Lebenslauf von John Dos Passos

John Dos Passos wurde 1896 in Chicago geboren. Er studierte an der Harvard University und ging nach Studienabschluß 1916 nach Europa. Unter dem Eindruck des ersten Weltkrieges verfasste er zwei pazifistische Romane, bevor er mit "Manhattan Transfer" den amerikanischen Großstadtroman revolutionierte. Jon Dos Passos starb 1970 in Baltimore.

Alle Bücher von John Dos Passos

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Manhattan Transfer

Manhattan Transfer

 (32)
Erschienen am 27.03.2018
Orient-Express

Orient-Express

 (3)
Erschienen am 18.03.2016
Neunzehnhundertneunzehn

Neunzehnhundertneunzehn

 (1)
Erschienen am 01.01.1980
Manhattan Transfer

Manhattan Transfer

 (3)
Erschienen am 26.05.2016
Orient-Express

Orient-Express

 (1)
Erschienen am 28.02.2013
Manhattan Transfer

Manhattan Transfer

 (4)
Erschienen am 30.01.2006
The Big Money

The Big Money

 (2)
Erschienen am 25.05.2000
U.S.A.

U.S.A.

 (1)
Erschienen am 30.08.2001

Neue Rezensionen zu John Dos Passos

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Jaris avatar

Rezension zu "Orient-Express" von John Dos Passos

John Dos Passos - Orient-Express
Jarivor einem Jahr

Ein unscheinbares Werk, das auch mir fast entgangen wäre. Dabei gehört John Dos Passos zu den ganz Grossen der amerikanischen Literatur. „Orient-Express“ ist sein Reisetagebuch von 1921, in welchem Dos Passos von seinem Aufenthalt im Nahen Osten berichtet.
In knappen, kurzen Sätzen berichtet der Autor von seinen Erlebnissen. Doch dabei ist er ein präziser Beobachter und kann soziogesellschaftliche Zusammenhänge in einem Satz darlegen. Der Orient, faszinierend und fremd, leidet noch immer unter einem Krieg, der angeblich vorbei ist. Das Land ist erschüttert, die Fremdmächte oftmals überzählig vertreten wie z.B. in Istambul, wo man sich fragt, wo die Türken abgeblieben sind.
Dos Passos mag mit einer kalt wirkenden Distanz beschreiben, doch dabei drückt immer wieder die Hitze des Ostens durch. Sand, Wüste, Kamele. Meer, Sonne, Schiffe. Dazwischen kleine Eingeständnisse an das Leben. Dann wieder einen Überfall auf die Karawane. Philosophisches Nachdenken über das Kamel als Reittier. Politische Anspielungen.
In meiner Ausgabe gibt es einen kurzen Anhang, der über den Hintergrund von John Dos Passos’ Reise berichtet. Eine Reise, die heute kaum noch möglich wäre. Dennoch sind die Umstände in den einzelnen Ländern gar nicht so anders als heute.
„Orient-Express“ ist eine rasche, aber dafür umso eindrücklichere Lektüre, in der alles zu finden ist: grosse Literatur, Politik, Philosophie und das, was unser Leben ausmacht.

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Ginevras avatar

Rezension zu "Manhattan Transfer" von John Dos Passos

Ein Kaleidoskop der US- Einwanderergeschicht
Ginevravor 2 Jahren

Manhattan Transfer/ Hörspiel

John Dos Passos (1896- 1970) gilt als einer der wichtigsten modernen US-amerikanischen Autoren. Er schrieb zahlreiche Romane und Theaterstücke, erhielt viele Auszeichnungen und war auch Maler und Graphiker. Viele Umschlagbilder seiner Werke gestaltete er selbst.
Dos Passos lebte in verschiedenen Ländern, engagierte sich politisch und geriet mehrfach zwischen die ideologischen Fronten. Seine Bücher beinhalten pazifistische und humanistische Botschaften, sie hinterfragen (nicht nur) die kapitalistischen Werte und zeigen die Schicksale der Schwächeren auf, die im Struggle of life untergehen. Manhattan Transfer erschien 1925.

Manhattan Transfer ist ein Roman über New York, der sich über mehrere Jahrzehnte streckt, der dabei die Geschichte einiger Einwanderer Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs dokumentiert und zeigt, wie nahe Erfolg und Misserfolg oft bei einander liegen. Die Hauptfiguren sind Jimmy Herf, Ellen Thatcher (die mehrfach ihren Namen wechselt) und George Baldwin. Jimmy kommt mit seiner schwer kranken Mutter nach New York, landet beinahe in der Kanzlei seines Onkels und entscheidet sich dann für das harte Leben eines Kriegsreporters, das ihm Freiheit gibt, ihn aber auch mit Leid und Elend konfrontiert. George Baldwin ist ein aufstrebender Anwalt, der mit Ehrgeiz und Ellenbogen ganz nach oben strebt – doch findet er dort wirklich sein Glück? Ellen dagegen wächst in materieller Not auf und lernt, ihr Mäntelchen mit dem Wind in verschiedene Richtungen zu bewegen, so geht ihr Lebensweg mal auf, mal ab.

Diese drei Menschen (und ca. 100 weitere!) begegnen einander immer wieder, manchmal nur als zufällige Beobachter, so dass ein vielschichtiges Netzwerk beschrieben wird, und der Leser Einblick in Gedanken, Gefühle und Lebensumstände vieler Menschen bekommt. Dabei spült das Schicksal auch vermeintliche Loser an die glänzende Oberfläche, wie z.B. ein Schwarzafrikaner, der alles mit Humor und einer gewissen Skrupellosigkeit angeht, und der damit - aus meiner Sicht - der glücklichste Mensch dieses Romans zu sein scheint.

Das gleichnamige Hörspiel wurde zum „Hörbuch des Jahres 2016“ gekürt. Es umfasst nur 5 Stunden 37 Minuten, dh., der umfassende Roman wurde stark gekürzt. Dennoch hat es der Regisseur geschafft, ein intensives Hörerlebnis mit vielen großartigen Stimmen auf die Beine zu stellen, mit Jazz untermalt, insgesamt absolut hörenswert und beeindruckend!
Besonders die Einleitungen zu den jeweiligen Kapiteln, die Dos Passos mit originellen Orts- und Wetterbeschreibungen würzt, und die mit passendem Free-Jazz untermalt werden, haben mir sehr gut gefallen! Dabei bin ich gar kein Jazz- Fan – aber hier fand ich es richtig toll.

Fazit: ich kann dieses Hörspiel nur empfehlen und werde es bestimmt wieder hören. Für alle, die sich für Geschichte, menschliche Schicksale und großartige Literatur interessieren! 5 von 5 Sternen.

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Pongokaters avatar

Rezension zu "Manhattan Transfer" von John Dos Passos

Das Ganze ist weniger als die Summe der Einzelteile
Pongokatervor 2 Jahren

Die Umkehrung der berühmten Weisheit, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile, ist mir schon bei der Lektüre des Dos-Passos-Roman vor Jahren in den den Sinn gekommen. Und auch die grandios gemachte Umsetzung im Hörspiel verändert den Eindruck nicht, obwohl das Hörspiel sich auf weniger Einzelpersonen konzentriert als das Original. Mir missfällt auch (an der Vorlage), dass die Neutralität der Tatsachenwiedergabe im Einzelnen in der Summe eine sehr einseitige Parteinahme gegen das urbane Leben ergibt. Dennoch für alle an Literatur- und Hörspielgeschichte Interessierten ein Muss.

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