John E Robison

 3.8 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Schau mich an!.

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Schau mich an!

Schau mich an!

 (9)
Erschienen am 29.09.2008

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Rezension zu "Schau mich an!" von John E Robison

Lebensgeschichte eines Aspergers
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

John Elder Robinson erzählt seine Lebensgeschichte, Er ist ein Asperger, ohne Diagnose aufgewachsen. (Die erhielt er erst mit 40 und es war eine grosse Erleichterung für ihn). Die Einblicke ins "Funktionieren" von Aspergerbetroffenen sind sehr eindrücklich und erhellend.
Stilistisch fand ich das Buch z.T. etwas langatmig (kein Wunder unter den gegebenen Umständen) und allzu sehr ins Detail gehend. 
Die Geschichte macht als Ganzes gesehen Mut. So anders sind Asperger gar nicht. In ihren Augen sind wir neurotypischen Menschen mindestens genau so seltsam mit unseren sozialen Umgangsformen wie sie in unseren. Mit etwas gutem Willen und einem Menschenbild das davon ausgeht, dass jeder 100% von dem gibt, was er hat, auch wenn diese 100% von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind, sollte es in unserer Gesellschaft genug Raum für alle geben.

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erdbeerliebe.s avatar

Rezension zu "Schau mich an!" von John E Robison

Rezension zu "Schau mich an!" von John E Robison
erdbeerliebe.vor 6 Jahren

Die meisten Bücher sind anfangs gut, und später schlecht. Bei dieser Biografie von John Elder Robinson verhält es sich jedoch genau andersherum: Es fiel mir unglaublich schwer die erste Hälfte des Buches zu lesen. Dann, nachdem der Autor seine Jugend und Kindheit hinter sich gelassen hatte, fand ich ihn zumindestens halbwegs sympathisch und konnte seine Handlungen und Gedankengänge verstehen. Ein Kapitel schaffte es sogar dank seiner großartigen Atmosphäre einen ziemlichen Eindruck bei mir zu hinterlassen: In diesem macht Robinson mit seinem Sohn 'Cubby' einen Ausflug zu einem Güterbahnhof und schaut sich mit ihm Züge an - es klingt einfach, ist aber eindrucksvoll geschrieben.
Doch zurück zum Buch selbst: Ich fand John Robinson als Kind schrecklich besserwisserisch und absolut unerträglich, die Scherze die er mit seinen Mitmenschen treibt finde ich nicht lustig (haha) und seine Gedankengänge überzogen. Streckenweise geht mit die Handlung zu schnell, es scheint als würde der Autor versuchen möglichst viel in möglichst wenig Seiten zu verpacken. Sein Schwarzweißdenken stört mich, entweder man ist in seinen Augen ein Verlierer, ein Außenseiter, oder ein Gewinner. Das ganze wirkt mir zu überzogen amerikanisch, vielleicht ist es aber auch nur die Dissympathie, die Robinson aus mich ausübte. Ständig entschuldigt der Autor des Buches seine Streiche und Taten mit seinem Asperger und erklärt sie damit - das nervt. Anstatt dem Leser diesen Denkprozess selbst zu überlassen, wird der Autor zum allwissenden Lektor.
Himmelsschreiend fand ich auch, dass er sich dann (gegen Ende des Buches) sogar noch erdreistet, etwas besseres zu sein als 'normal' fühlende Menschen. Soso. Nagut, der Kerl hatte eine (streckenweise) schreckliche Kindheit, ihm sei verziehen - aber nur, weil das Buch, nachdem Robinson für KISS arbeitet, auch wirklich interessanter wird. Das übermäßig kitschige Ende habe ich schon wieder verdrängt. Sowas musste ja kommen - aber die Credits kann man ja, wie in einem Film, ausblenden.
Letztendlich ein gutes, wenn auch (insgesamt) leicht anstrengendes Buch - für Menschen, die das Buch hauptsächlich wegen seines Aspergersyndroms lesen wollen, nur bedingt zu empfehlen.
Falls man sich jedoch auch noch für Technik (Spielzeug, Licht/Soundeffekte und Autos) und komische Namen interessiert, kann man es ganz getrost lesen.

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WildRoses avatar

Rezension zu "Schau mich an!" von John E Robison

Rezension zu "Schau mich an!" von John E Robison
WildRosevor 8 Jahren

Das war wirklich ein gutes Buch. Es war äußerst fesselnd und macht außerdem Mut. Denn auch Menschen, die irgendwie "anders" sind und einen seltsamen Eindruck machen, können vieles erreichen. Ich habe dieses Buch wirklich gerne gelesen.

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