John Fante Prologue to "Ask the Dust"

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Inhaltsangabe zu „Prologue to "Ask the Dust"“ von John Fante

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  • Rezension zu "Prologue to "Ask the Dust"" von John Fante

    Prologue to "Ask the Dust"
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. March 2011 um 21:24

    Ask the Dust (Ich - Arturo Bandini) ist eins der besten Bücher, die je geschrieben wurden. John Fante war einer der besten Schriftsteller des 20. Jahrhunderts. Leider wird beides beharrlich ignoriert. Anstatt dass Buchhandlungen seine Bücher ins Regal stellen, anstatt dass deutsche Verlage ihrer Arbeit nachkommen und gute Literatur verlegen, wird Dutzendware produziert. Literatur, die meistens schon kurz nach dem Erscheinen in den Krabbelkisten liegt. Mittlerweile gibt es wieder einige Bücher von John Fante in einem großen Verlag, leider nicht so liebevoll aufgemacht wie z.B. "Eine Braut für Dino Rossi", welches 2002 im Augsburger MaroVerlag erschien und eine Handvoll Kurzgeschichten enthält. Ebenfalls im MaroVerlag kam Anfang 2004 der "Prolog zu Ask the Dust" heraus. Ein A5-Heft mit ca. 30 Seiten. Das Vorwort stammt von John Martin (Black Sparrow Press) und übersetzt wurde es von Markus Prem, seines Zeichens Vizepräsident der europäischen Charles-Bukowski- Gesellschaft. Scheinbar war dieser Prolog als Brief an den ersten Verleger von John Fante gedacht, um sein zweites Werk, eben "Ask the Dust" anzupreisen. Der Brief galt fast 50 Jahre als verschollen. Fante beschreibt wie immer leidenschaftlich, wie er die Kellnerin Camilla kennen lernt, wie sie sich lieben und hassen. Er preist sein Buch als "verzweifelte Liebesgeschichte" an. Es ist seine eigene. Ebenso intensiv erzählt er über das Leben in den staubigen Straßen von Los Angeles. Mag der Prolog auch das spätere Buch in seiner Gesamtheit nicht zu verändern oder einen anderen Blickwinkel darauf zu werfen, so bekommt man doch einen tieferen Blick in die damalige Gefühlswelt von John Fante. Schon das alleine ist die Lektüre dieses Heftes wert. Charles Bukowski, der Fante in den 80er Jahren wieder einem breiteren Publikum bekannt machte, sagte einmal sinngemäß, dass er sein Talent als Drehbuchschreiber in den Fängen von Hollywood verschwendet hat. Das mag wahr sein und ist sehr schade, aber die Bücher, allen voran ?Ask the Dust?, sind Werke, die einen Vergleich mit Hemingway, Bukowski, Mailer oder Faulkner nicht zu scheuen brauchen. Und kein einziges Buch von ihm ist es wert, in die Wüste geschleudert zu werden. Da gibt es genug andere. Zum Schluss noch der Hinweis auf John Fantes Sohn, Dan, der "Chump Change" in deutsch veröffentlicht hat. Dan Fante hat in den USA bereits mehrere Bücher veröffentlicht. Diese sollten auch hierzulande mehr Beachtung finden.

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