John Farrow Eishauch

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Inhaltsangabe zu „Eishauch“ von John Farrow

Emil Cinq-Mars, Detective in Montreal, ist nicht gerade zimperlich, aber das schockiert ihn dann doch: Ausgerechnet an Heiligabend findet er seinen besten Informanten ermordet auf, erhängt an einem Fleischerhaken, kostümiert als Weihnachtsmann. Der robuste Einzelgänger Cinq-Mars vermutet den Mörder in den Reihen der Polizei, hat aber keine Beweise. Seine Ermittlungen deuten zunächst auf Machtkämpfe zwischen rivalisierenden Motorradgangs, aber auch die russische Mafia, die Cosa Nostra und die CIA haben ein Wörtchen mitzureden …

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  • City of Ice

    Eishauch
    Stefan83

    Stefan83

    09. October 2011 um 19:56

    John Farrows Debütroman im Thriller-Genre wäre ohne die Empfehlung Jochen Königs auf der Krimi-Couch ganz sicher an mir vorbeigegangen, da das lieblose Cover sowie der wieder mal wenig zutreffende Titel "Eishauch" ihre Rolle als Eye-Catcher auf ganzer Linie verfehlen. Für den eventuell kaufinteressierten Leser mutet das Buch so wie der x-te Aufguss eines blutigen Splatter-Serienkillerromans an, wovon der wahre Plot jedoch nicht weiter entfernt sein könnte. Farrow schwimmt nämlich gegen den Strom der derzeit überbordenden Mainstreamunterhaltung und hat ein Werk zu Papier gebracht, das nicht nur die Elemente mehrerer Genres vereint, sondern vor allem die kanadische Stadt Montreal zum ersten Mal in den Mittelpunkt eines Kriminalromans stellt. Sie, die "City of Ice" (so der Originaltitel), ist auch die körperlose Hauptfigur, um die sich die Stränge der intelligent konzipierten Handlung winden. Diese sei kurz angerissen: Es herrscht tiefster Winter in Montreal. Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt und Glätte auf den Straßen haben das alltägliche Leben fast zum Erliegen gebracht. Dennoch brodelt unter der kalten Eisschicht ein gefährlich heißer Moloch aus Korruption und Gewalt. Der Krieg zwischen den rivalisierenden Biker-Gangs "Rocket Machine" und "Hells Angels" hat Montreal an den Rand des Ausnahmezustands gebracht und die vielen Bombenattentate dazu geführt, dass eine eigene Sondereinheit zur Aufklärung, die "Wolverines", ins Leben gerufen wurde. Diese ist den eigentlichen, aus Russland stammenden Drahtziehern auf der Spur, die augenscheinlich von ehemaligen KGB-Agenten unterstützt werden. Eine internationale Verstrickung, welcher der französische Sergeant-Detective Emile Cinq-Mars in seiner lange Karriere eigentlich stets aus dem Weg gegangen ist. Als am Heiligabend einer seiner Informanten ermordet und aufgehängt am Kleiderhaken eines Schranks aufgefunden wird, ist es mit seiner beruflichen Distanz jedoch schlagartig vorbei. Das um den Hals des Toten hängende Papier samt der Nachricht "Frohe Weihnachten, M5" ist eine Herausforderung zum Kampf, die er gemeinsam mit seinem neuen englischen Partner Bill Mathers enthusiastisch annimmt. Ein Enthusiasmus, welcher nur solange anhält, bis beide feststellen müssen, dass sich der Kreis der Verdächtigen auch durch den Polizeiapparat zieht und selbst die CIA ihre Finger im Spiel zu haben scheint. Die Aufklärung des Mordes sowie die Rettung einer weiteren gefährdeten Informantin wird nun zum Wettlauf mit der Zeit... John Farrows (Pseudonym des kanad. Autors Trevor Ferguson) "Eishauch" genretechnisch einzuordnen gleicht aufgrund des komplexen Handlungsaufbaus einem schwierigen Balanceakt. Anleihen von Ellroy sind zweifelsohne genauso zu finden wie ein detailliert-gefühlvoller Blick auf eine Stadt, wie man ihn sonst ähnlich lebendig nur von Ian Rankins John Rebus-Serie kennt. Das Thema ist sehr aktuell, wird beinahe beängstigend realistisch geschildert. Montreal wirkt wie eine Stadt, die den Kampf gegen das Verbrechen längst verloren hat. Ein Schlachtfeld, auf dem beiderseitig nur noch neue Strategien ausprobiert werden, um das Ringen nach Macht an anderer Stelle erneut aufzunehmen. Die Grenzen zwischen gut und Böse sind fließend, Bestechung nicht die Ausnahme sondern die Regel. Ein düsteres Bild, das Farrow zeichnet und welches der Leser mühsam schlucken muss. Sehr langsam und bedächtig, manchmal zu langsam, baut der Autor seinen Plot auf, wobei er versucht alle Facetten abzudecken. Bereits nach wenigen Seiten ist klar: Schreiben kann der Mann. Doch wo ist die Spannung, der Thrill dieses Thrillers? Ist es überhaupt einer? Farrows Anspruch so authentisch wie möglich zu sein, jede Motivation zu erklären, steht ironischerweise diesem Spannungsaufbau gelegentlich im Wege. Lange tappt man in Dunkeln, sieht man die Zusammenhänge nicht, bis uns der Autor gut hundert Seiten vor Schluss meisterhaft darüber stolpern lässt. Hier nimmt nun auch das ganze Fahrt auf, gerade noch rechtzeitig, um in einem Finale zu münden, das zwar nicht alle Fragen löst, dies jedoch auch gar nicht will. Es lässt uns traurig, nachdenklich und mit dem begierigen Gefühl zurück doch auf jeden Fall noch ein weiteres Buch dieses kanadischen Autors lesen zu wollen. Insgesamt ist "Eishauch" ein äußerst tiefgründiger Noir-Polizeiroman-Mischling, der heftige Brutalität nur wohldosiert verwendet und dem Leser eine gewisse Neigung zur Nachdenklichkeit abfordert. Ein interessantes, aber auch erschreckendes Debüt, durch den die Krimilandkarte einen neuen Handlungsort hinzugewonnen hat. Auf den Nachfolger "Treibeis", der im Juli erscheint, darf gespannt gewartet werden.

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  • Rezension zu "Eishauch" von John Farrow

    Eishauch
    Dubhe

    Dubhe

    11. September 2011 um 19:02

    Ich habe den Krimi nur zufällig entdeckt.
    Ich glaube, das sollte schon einiges sagen.
    Denn ich fand ihn nicht gerade sehr "appetitlich" oder so.
    Klar, Krimi ist Krimi, doch es gibt weitaus bessere!

  • Rezension zu "Eishauch" von John Farrow

    Eishauch
    Jolanda

    Jolanda

    17. April 2009 um 15:51

    Spennendes Thema, eigentlich auch gut zu lesen nur für mich persönlich war das Buch zu langatmig. Denoch ist es ein spannendes und gutes Buch!

  • Rezension zu "Eishauch" von John Farrow

    Eishauch
    Malibu

    Malibu

    29. March 2009 um 11:58

    Das Buch war sehr gut geschrieben und auch spannend! Manchmal war es ein bisschen zuviel erklärt, aber nichts desto trotz gut geschrieben und man konnte sich gut in die Personen einfühlen.