John Friedmann Villa Italia

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Inhaltsangabe zu „Villa Italia“ von John Friedmann

Was passiert, wenn die Ferienvilla in Italien mehrfach vermietet wurde? Genau: Drei Paare und eine Singlefrau pochen auf ihre Verträge und bilden – aus Sturheit – eine Ferien-WG. Keiner kann den anderen ausstehen. Genießer Carlo, der es versteht, aus jeder Situation das Beste zu machen, zaubert eines Abends ein wunderbares Menü auf den Tisch. Der Wein fließt in Strömen, die Stimmung ist gut – bis jemand ein Spiel vorschlägt, bei dem eine unschöne Wahrheit nach der anderen ausgepackt wird. Und am nächsten Morgen ist nichts mehr, wie es war.

Meistens meckert man, das alles zu vorhersehbar war. Hier ist es das genaue Gegenteil, manchmal war es mir doch etwas zu... anders :D

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Flaschendrehen Furioso

    Villa Italia

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    19. January 2016 um 09:57

    Klappentext: Was passiert, wenn die Ferienvilla in der Toskana mehrfach vermietet wurde? Genau: Drei Paare und eine Singlefrau pochen auf ihre Verträge und bilden – aus Sturheit – eine Ferien-WG. Keiner kann den anderen ausstehen. Genießer Carlo, der es versteht, aus jeder Situation das Beste zu machen, zaubert eines Abends ein wunderbares Menü auf den Tisch – und kurz darauf spielen die sieben ausgerechnet Flaschendrehen. Mit ungeahnten Folgen, denn jeder von ihnen packt aus. Bewertung:  Der Autor mag einigen bekannt sein als Teil von "Erkan&Stefan". War nicht so meins, aber eine Leseprobe hatte mich dann überzeugt, dass das Buch damit gar nichts zu tun. Bzw. keine Leseprobe, sondern direkt eine Lesung von John Friedmann selbst. Herrlich, seitdem höre ich jeden einzelnen Charakter auf seine eigene Art und Weise sprechen.  Die Ausgangssituation ist einfach, ab dann wird es kompliziert. Wie zu erwarten herrscht in der Zwangs-WG nicht gerade eitel Sonnenschein. Fand ich sehr realistisch und hat Spaß gemacht, die einzelnen Personen kennenzulernen. Psychologisch ist das Buch auch nicht ohne und ich kann mir ohne weiteres vorstellen, dass die Handlungen einzelner Personen genau so geschehen könnten. Die weitere Entwicklung war ebenfalls toll, wenn auch das Ende dann doch stellenweise etwas überzogen war - aber auch passend für das Buch.  Der Schreibstil von John Friedmann ist toll und hat mir sehr gut gefallen. Hintergründiger Humor, sehr schön ausgearbeitete Personen und eine bis zum Ende durchgezogene Story, sehr schön! 

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  • Leserunde zu "Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf" von Astrida Wallat

    Pikkolo und Panettone - Famiglia Maiotti tischt auf

    AtlantikVerlag

    Astrida Wallat: Pikkolo und Panettone.  Famiglia Maiotti tischt auf Eine deutsch-italienische Familienkomödie mit allerlei Turbulenzen. Wenn Weihnachten naht, ist das Chaos nicht fern. So auch bei der deutsch-italienischen Familie Maiotti, die das Fest mit der ganzen Verwandtschaft unterm deutschen Weihnachtsbaum verbringen will. In diesem Jahr steht der Heilige Abend offenbar unter einem besonders schlechten Stern: Großmama vergisst die Weihnachtsgans im Zug, Maura hat Liebeskummer, und kurz vor der Bescherung verschwindet der kleine Ugolino spurlos. Mit einem Mal gerät die planvoll chaotische Welt der Maiottos ins Wanken. Und während alle fieberhaft nach Ugolino suchen, kommen überraschende Wahrheiten zutage... Seid ihr im Herzen Italiener? Endet auch euer Weihnachten gerne mal im Chaos? Lest ihr gern turbulente Familiengeschichten? Dann seid ihr hier genau richtig! Wir freuen uns, euch diese rasante Familienkomödie vorstellen zu dürfen und laden euch herzlich ein, mit uns und der Autorin Astrida Wallat ihren Roman »Pikkolo und Panettone« zu lesen und zu diskutieren. Dafür stellen wir 25 Leseexemplare zur Verfügung! Bewerbt euch bis einschließlich 9. Oktober und erzählt uns was eure Familie so liebenswert macht! Zur Autorin: Astrida Wallat, geboren 1975, studierte Germanistik, Theologie und Romanistik in Würzburg und Urbino, Italien, wo sie neben der Sprache auch die Feinheiten des mediterranen Alltags kennenlernte. Sie ist im Projektmanagement tätig und lebt in Stuttgart.

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  • Traumurlaub mit Hindernissen

    Villa Italia

    gaby2707

    12. April 2015 um 15:20

    Carlo Mangold, seine Freundin Anna und seine Schwester Elli machen sich von München aus auf den Weg in ihr Feriendomizil in Bella Italia. Dort angekommen stoßen sie auf Heiko Behlow und seine Freundin Sandra aus Leipzig, die sich schon häuslich eingerichtet haben und auf die flippige Tina mit ihrem verschrobenen Freund Lutz aus Berlin-Kreuzberg. Alle haben einen Schlüssel zu ihrer Ferienvilla und auch schon die Miete bezahlt. Hier ist erstmal Stress vorprogrammiert. Nur wenn Hobbykoch Carlo sein Essen zaubert herrscht für eine kurze Zeit Frieden. Dann kommt Tina auf die Idee Flaschendrehen zu spielen. Im Laufe der Stunden und mit viel Rotwein zeigt jeder sein wahres Gesicht - und das gefällt nicht jedem der Anwesenden. Hier kommt so einiges ans Licht, was nicht jeder wissen will. Diese eine Nacht verändert alles. Die 7 so total verschiedenen Charaktäre, die ich im Laufe der Geschichte immer besser kennenlerne, in dieser Geschichte unterzubringen ist John Friedmann überaus gut gelungen. Herrlich erfrischende Dialoge, eine Prise Melancholie, Sarkasmus und Witz und schon entsteht beste Unterhaltung. Sätze wie "Hätte er / sie gewusst..." lassen eine gewisse Spannung aufkommen und den Wunsch, unbedingt weiter lesen zu wollen. Einzig der Schluß ist mir zu konstruiert und unglaubwürdig. Hier wäre etwas weniger viel mehr gewesen. Ich habe die Geschichte eines verunglückten Traumurlaubes gelesen, den ich so ganz bestimmt nicht machen möchte, wurde gut unterhalten und freue mich auf Mehr von John Friedmann.

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  • Flaschendrehen Furioso, besprochen von Götz Piesbergen

    Villa Italia

    Splashbooks

    14. December 2014 um 09:52

    Carlo, seine Schwester Elli, und seine langjährige Freundin Anna beschließen den Urlaub gemeinsam in einer schönen Villa in Italien zu verbringen. Ein wenig kriselt es in der Beziehung der beiden Bayern, genauso wie auch bei Tina und Lutz aus Berlin, und bei Heiko und Sandra aus Leipzig nicht alles im Lot ist. Keiner von ihnen wäre auf den Gedanken gekommen, gerade in dieser Situation mit wildfremden Leute Urlaub zu machen - und das war auch nicht das Ziel der drei Personengrüppchen. Vielmehr wurde ihre Ferienwohnung mehrfach belegt. Doch zurückfahren und den anderen das bereits bezahlte Heim überlassen? Bereits bei der Ankunft wird klar, dass sie sich nicht riechen können. Keiner keinen. Die Pärchen, wie auch die einzige Singlefrau Elli, hätten sich ihren Urlaub ganz anders vorgestellt. Ruhiger, mit weniger Personen, und schon gar nicht mit solch konträren Typen. Auf den ersten Blick wird klar, dass hier Welten aufeinander treffen. Die gut betuchten Bayern, der Versicherungsmakler und die Krankenschwester aus Leipzig, die Hippie-Frau Tina und der Verschwörungstheoretiker Lutz aus Berlin. Eine explosive Stimmung, die direkt am Anfang in einen langatmigen Streit mündet. Wem gehört denn nun eigentlich das Feriendomizil? Jeder hatte einen Mietvertrag, jeder hatte bereits bezahlt, und die Hotels in der Gegend waren vollkommen ausgebucht. Zudem kann nicht jeder der Angereisten weiteres Geld für ein Hotel aufbringen. Wie sollte es weiter gehen? So sieht die Ausgangssituation in "Flaschendrehen Furioso" aus. Die bunte Personenmischung hätte das Buch durchaus interessant machen können, wäre da nicht dieser aufwallende Ost-West-Konflikt gewesen, von dem die Seiten von Anfang an, bis etwa zwei Drittel vor Ende des Buches getränkt waren. "Ossi", "Wessi", "Emanze", sind oft genutzte Worte und mildern den Lesespass enorm. Man fühlt sich ein wenig in die Zeit vor 15 Jahren zurück gesetzt, in der man noch glaubte, den Konflikt greifen zu können. Doch nicht nur Vorurteile prägen alle Charaktere. Ebenso sind diese laufende Klischees. Keinerlei Charaktertiefe, oder ganz und gar unrealistische Charakterentwicklungen innerhalb von ein paar Seiten, obwohl die Person ganz anders am Anfang aufgetreten war - gemeint ist Sandra. Dabei war der Anfang sehr unterhaltsam und lässt sogar ab und an schmunzeln. Rest lesen unter: http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21046/flaschendrehen_furioso

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    SharonBaker

    04. February 2013 um 19:28

    Urlaub und das in einer Villa in Italien, wie traumhaft, das denken sich auch drei unterschiedlichen Paar die auf den Weg dorthin sind. Aber dann der große Schrecken, denn alle haben die gleiche Villa gemietet. Jetzt stellt sich die Frage was nun. Lutz und Tina aus Berlin haben nicht das Geld um sich was anderes zu suchen. Heiko aus Leipzig möchte sofort das Haus verlassen, aber alle Hotels sind ausgebucht und seine Freundin Sandra möchte bei der lustigen Truppe bleiben und fällt ihn auch noch in den Rücken. Carlo verliebt sich gleich in die Küche und macht erstmal allen Kaffee zur Beruhigung, während seine Schwester den Garten anschaut und sich über alle köstlich amüsiert. Anwältin Anna hat da ganz andere Probleme, wie macht sie Carlo klar, der sein München nicht verlassen möchte, das sie nach London gehen will. Alle sind sich nicht grün, haben aber auch nicht wirklich andere Perspektiven. Jetzt heisst es Urlaubsgemeinschaft bilden, oder abreisen. Nach einer Nacht des darüber schlafen sind sie trotzdem nicht weiter, aber dann machen sie einen Fund und alles läuft aus dem Ruder. Sie finden Geld und alle haben eine andere Vorstellung darüber was damit anzustellen ist. Welten treffen aufeinander, neue Perspektiven öffnen sich und dann kommt die Nacht die alles verändert. Was passiert dort? Wie fällt die Entscheidung über das Geld aus? Werden alle auch wieder in der Konstellation nach Hause fahren? Nach den ganz vielen guten Meinungen zum Buch, bin ich doch ein bisschen enttäuscht. Ich hatte mir, glaube ich, einfach mehr versprochen. Meine Erwartung war ein witziger Urlaubsroman über 7 fremde Menschen, die sich dort kennen lernen und miteinander auskommen müssen, Alltagskomik eben. Dabei vielleicht neue Ansichten finden und sich neue Wege öffnen, aber doch nicht solche extreme! Hier prallen solche verschiedenen Welt aufeinander und das auf so einer verbalen Art, das ich erst dachte: „Huch, so würde ich nicht reagieren!“ Auch sprachlich hielt sich der Autor recht dran und manches hätte ruhig ein bisschen kürzer kommen können. Die Ausschmückung war für mich oft mühsam zu lesen und drückte für mich am Anfang ein wenig den Spaß an der Geschichte. Aber dann gab es in der Mitte keine Grenzen mehr Alkohol, Drogen und eine Orgie die es in sich hatte und das bei völlig Fremden. Mir war das zuviel und vor allen hat mich dann der nächste Tag erstaunt. Alle gehen in sich und wollen ihr Leben ändern. Das ging mir zu schnell, wie ein Schalterknopf denken alle drüber nach und dann taucht auch noch der Vermieter auf. Was hätte noch witzig werden können, wurde dann auch noch dramatisch. Ich möchte nicht zuviel verraten, aber das war mir zuviel Zufall auf einmal. Manchmal kam ich mir vor wie in einer schlechten Soap, wo jeder mit jeden. Die Idee zu so einen Buch fand ich klasse und ich hätte es einfach gelungener empfunden, wenn sich die Personen langsamer an einander gewöhnen und sich annähern und nicht so mit einen lauten Knall und alle verwirrt zurück lässt, das waren sie doch schon vor der Ankunft. Der Witz war da, aber leider manchmal so ausschweifend, das das lesen nicht immer Spaß gemacht hatte. Ich hatte aber trotzdem meinen Spaß beim lesen und einige Figuren sind mir total ans Herz gewachsen und ich hatte mit ihnen auch sehr mitgefiebert. Ich würde es aber wirklich im Sommer lesen und am besten im Urlaub, da kommen die Schmunzler bestimmt noch besser, weil das Flair von Italien war spürbar und hatte mir super gut gefallen und Carlo mit seinen Essen war ein Traum mit ihn würde ich auch eine WG gründen.

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Literatur

    12. January 2013 um 21:23

    3 Paare, die unterschiedlicher kaum sein könnten, und eine frisch getrennte Singlefrau haben nur einen sehnlichsten Wunsch: entspannte, ruhige Urlaubstage in einer abgelegenen Villa in Italien zu verbringen. Eine dreifach vermietete Villa mit zahlreichen Geheimnissen und die gefährliche Gruppendynamik der bunt zusammengewürfelten Gesellschaft zerstören nicht nur die Urlaubspläne, sondern ganze Lebensentwürfe. Am Ende ist nichts mehr, wie es war. Liebe, Freundschaft, Verrat, Leidenschaft, Ekstase, Wut, Hass, Verzweiflung, Trauer, Scham, Glück - das Gefühlskarrussell erfasst den Roman, seine Protagonisten, seine Leser, wobei ich diese Vielseitigkeit an Konstellationen und Stimmungen einerseits gelungen und faszinierend, andererseits jedoch auch etwas anstrengend und "schwindelerregend" fand. Die Atmosphäre in der Villa, die Charaktere, die Beziehungskonstellationen wandeln sich rasant, wobei diese Veränderungen mit einem liebevollen Blick fürs Detail vom Autor eingefangen werden. Ich kann den Roman allen empfehlen, die gerne eine Mischung aus tiefgründiger und humorvoller Literatur lesen und sich für Menschen, das Leben an sich und menschliche Fragen interessieren.

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  • Leserunde zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    JohnFriedmann

    ERKAN Hochdeutsch! Liebe Lovelybooks-Leser,  wie wär´s mit einer Leserunde zu: "Flaschendrehen Furioso" -  meinem ersten Roman. Über viele Jahre habe ich so getan, als könnte ich nur gebrochen Deutsch. Jetzt darf ich endlich zeigen, wo mein wahres Herz schlägt.  Wer möchte einen ganz anderen John Friedmann kennenlernen? Bewerbt euch bis 24.06. als Testleser! WORUM GEHT´S?: Drei sehr unterschiedliche Paare aus Berlin, Leipzig und München müssen bei ihrer Anreise feststellen, dass sie die gleiche wunderschöne alte Villa hoch über dem Gardasee gemietet haben. Was machen? Nun, die einen können nicht anders und die anderen beharren dickköpfig auf ihr Recht. Das ist allerdings erst der Anfang, denn bald verlieren sie alle die Kontrolle über das Geschehen und müssen sich sehr persönliche Fragen stellen... 

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Waldschrat

    21. December 2012 um 14:08

    Ich weiß ehrlich gesagt kaum, was ich zu dem Buch zusammenfassend sagen soll. Es hat mir weder besonders gefallen, noch hat es mir gar nicht gefallen, also ein wenig spannend war es dann nämlich doch. Ich habe es im Rahmen einer Leserunde gewonnen und wenn mir nicht die Renzension im Nacken sitzen würde, hätte ich das Buch niemals zuende gelesen. Ich fand es nicht besonders unterhaltsam, nicht besonders komisch und nicht besonders dramatisch. Die Wendung "nicht besonders" ist schon das, was ich hauptsächlich zu dem Buch sagen kann. Das Spielen mit den Klischees war am Anfang etwas nervig, hat sich aber mit der Zeit zum Glück relativiert. Allerdings konnte ich mich mit keinem Charakter sonderlich anfreunden, Lutz und Heiko fand ich unangenhem, maximal Carlo stellte ein Ruhepol dar, aber es gab im Großen und Ganzen ja keine Helden. Bei den Frauen war Elli hauptsächlich unauffällig skizziert, wenn auch elegant, Anna konnte mir mit ihrem tollen Londoner Flair gestohlen bleiben, Tina war irgendwie viel zu schrill und ihr Handeln zum Teil nicht mehr nachvollziehbar (als sie dann auch noch dachte, sie hätte sich in Sandra verliebt und ihre Konfrontationen mit Anna). Einzig Sandra hatte eine schöne Wendung in ihrer Geschichte, so dass man sich mit ihr noch am ehesten identifizieren und anfreunden konnte. Gestört hat mich auch, dass nach 1,5 Seiten ständig die Perspektive übersprang und man die Gedanken des jeweils nächsten Chrakters beobachten konnte. Bei den ganzen Klischees und Absonderheiten war das aber irgendwie nur eine Berg- und Talfahrt, man kam nicht so richtig zur Ruhe. Naja und den Saalfeld hätte nun eigentlich auch keiner mehr gebraucht. Also die Wende um Saalfeld war schon traurig, aber irgendwie auch schrecklich und überflüssig inszeniert. Fazit: Die Idee mit den völlig unterschiedlichen Leuten, 3 Parteien, die ein und das selbe Ferienhaus gemietet haben, war sehr gut, da hätte eine schöne Story draus entstehen können. Aber was daraus geworden ist, hat mir nicht sehr gut gefallen, v.a. die Orgie war überflüssig. Nicht, dass ich nicht gerne Sexszenen in Büchern lese, aber das war ein wenig übertrieben, v.a. nachdem Tina neben ihren 20g Gras auch noch Koks aus der Tasche gezogen hat, war bei mir dann endgültig Schluss.

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Moena

    24. September 2012 um 12:22

    Biblische Unwetter, eine seltsame Zusammenkunft, Beziehungschaos, eine unheilbare Krankheit und eine ganze Menge Geld - so ließe sich der Inhalt von "Flaschendrehen Furioso" zusammenfassen. Die Geschichte klingt nach einem amüsanten Schmöker für die Urlaubszeit und von einem Autor wie John Friedmann (alias "Erkan" von Erkan und Stefan) erwartet man zumindest eine gehörige Portion Humor. Nun, amüsant waren vor allem die Schreibfehler. Das Buch konnte mich allerdings nicht so richtig begeistern. Die Geschichte beginnt auf der Autobahn, denn schließlich sind die sieben Hauptpersonen gerade auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub. Zum Einen ist da der gemütliche Münchner Teddybär Carlo, der leidenschaftlich gern kocht und den alten Wagen seines verstorbenen Vaters hegt wie seinen Augapfel. Bei ihm seine Freundin Anna, die erfolgreiche Wirtschaftsanwältin, der Carlo in der Toskana endlich einen Heiratsantrag machen will. Was Carlo noch nicht weiß: Anna plant, sich wegen besserer Aussichten im Job von ihm zu trennen und nach London zu ziehen. Mit im Auto sitzt außerdem Carlos Schwester Elli, die verträumte Architektin, gerade frisch getrennt von Mann, Job und sämtlichen Diäten und auf der Suche nach Abstand und Neuanfang. Außerdem sind da noch der hitzköpfige Versicherungsvertreter Heiko, der sich von seinem Urlaub in der Toskana ein heißes Liebesabenteuer verspricht - die kleinen blauen Pillen im Reisegepäck verschweigt er seiner Angebeteten Sandra aber lieber. Denn Sandra, das hübsche blonde Dummchen, ist ihm hoffnungslos verfallen - glaubt Heiko. Zu guter Letzt wären da noch Lutz und Tina aus dem hippen Kreuzberg in ihrem klapprigen VW-Bus. Er, sonnenscheuer Dauerstudent und Verschwörungstheoretiker. Sie, die aufgedrehte Geschäftsfrau mit der Kurzhaarfrisur, die gerade ihren eigenen Indienshop übernommen hat. Die Geschichte an sich ist eigentlich recht amüsant. Die sieben Protagonisten treffen sich in ihrer Ferienvilla, stellen fest, dass sie vom Vermieter offensichtlich betrogen wurden und beharren alle gleichermaßen stur auf ihren Verträgen, sodass sie die nächsten Tage gemeinsam in der Villa verbringen. Genug Platz ist ja vorhanden. Nur die Mitbewohner sind etwas störend. Danach wird die Geschichte aber zunehmend unrealistisch und ein wenig albern. Nicht nur, dass unter dem Wohnzimmerfußboden ein Sack voll Geld versteckt ist, über den die sieben ganz zufällig stolpern - plötzlich steht nach einer ziemlich wilden Nacht auch noch der echte Besitzer der Villa vor der Tür und es stellt sich heraus, dass ihn und die Bewohner mehr verbindet, als nur ein paar falsche Mietverträge. Und plötzlich arbeiten alle Hand in Hand. Alles in allem eine nette Story für zwischendurch ohne großartige Spannung. Was mich allerdings wirklich gar nicht überzeugen konnte, war der Schreibstil. Die ewigen Beschreibungen empfand ich als sehr langatmig und gestelzt, zumal sie vor Adjektiven überquellen. Zu den teilweise vulgären und sehr einfach gestrickten Dialogen will das nicht so recht passen. Die sprunghaften Themenwechsel machten auf mich außerdem den Eindruck, als hätte sich der Autor in seinen Gedanken hin und wieder vergaloppiert und dann keine rechte Überleitung mehr gefunden zu dem, was er eigentlich erzählen wollte. Dass in der Villa einer den anderen nicht leiden kann, ist ziemlich schnell klar. Vor allem, da die Dialoge zum Großteil aus Beschimpfungen und Beleidungen bestehen, was mich zeitweise nervte. Ebenso wie die Dialekte, die mehr schlecht als recht eingebracht wurden und das auch nicht besonders konsequent. Letztendlich geht es in dem Buch hauptsächlich um drei Dinge: Drogen, Alkohol und Sex. Und um die einzelnen Beziehungen - denn wirklich glücklich ist keiner der sieben, was dem Leser sehr schnell auffällt, den Protagonisten aber erst nach dem Abend des Flaschendrehens klar wird. Plötzlich ist alles anders. Das, was war, ist nur noch ein Scherbenhaufen und wie es weitergehen soll, weiß niemand. Alte Beziehungen retten oder getrennte Wege gehen? Und wer mit wem? Nur eins ist sicher: am Ende geht niemand als der Mensch nach Hause, als der er nach Italien gekommen ist. Fazit: Nette Unterhaltung für zwischendurch, die einen darüber nachdenken lässt, ob man selbst wirklich glücklich ist mit seiner Liebes- und Lebenssituation. Leider wurde durch einen wenig überzeugenden Schreibstil viel Potenzial verschenkt.

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Kossi

    10. September 2012 um 14:49

    Wahrheit oder Pflicht? Wenn sieben Menschen eine Reise 'tun', dann können sie was erleben. Eigentlich wollen sie zwar Pärchenurlaube machen (nur in einem Fall ist es eine Dreier-Konstellation), und als sie getrennt voneinander (zu dem Zeitpunkt kennen sie sich noch nicht einmal) an der Ferienvilla in der Toskana ankommen, freuen sie sich zunächst auf ein paar schöne Tage. Unterschiedlicher können die Leute nicht sein und deshalb sind sie auch erstmal ziemlich schockiert, als sie herausfinden, dass die Ferienvilla (per Zufall?) an alle sieben Personen vermietet wurde. Doch keiner möchte sich ein anderes Hotel suchen. Zumal in der Nähe eh keines mehr frei wäre. Da es genügend Zimmer in der Villa gibt, bleibt ihnen also nichts anderes übrig, als sich gemeinsam dort einzuquartieren. Da sie aber (wie oben bereits geschildert) sehr unterschiedlich sind, ist es klar, dass nicht direkt Harmonie herrscht. Richtig arg wird es, als sie durch einen Zufall einen kleinen 'Schatz' in der Villa finden, der geteilt werden soll. Als sie eines Abends dann die Idee haben, Flaschendrehen zu spielen, scheinen die Fronten komplett auseinander zu driften. Denn wenn die 'Wahrheits-Fragen' wirklich ehrlich beantwortet werden, ist das Unheil schon vorprogrammiert. Ich war ehrlich gesagt positiv überrascht, was den Schreibstil des Autors angeht. Natürlich kennt man ihn aus seiner Comedy-Phase und damals als 'Erkan' benutzte er nicht gerade die Worte und Sätze, die man heute in seinem (sehr erwachsenen!) Roman wiederfindet. Zunächst dachte ich, dass es ein Buch sein könnte, das humormäßig in die Richtung Tommy Jaud führt, doch ich täuschte mich. Natürlich ist die ganze Handlung sehr locker und humorvoll beschrieben, doch fand ich auch viele tiefsinnige Sequenzen, die ich einem männlichen Autor vielleicht in dieser Art nicht mal zugetraut hätte. Beziehungsweise hätten diese dann auch gut von einer Frau geschrieben werden können, was mich natürlich dazu brachte, viele Dinge nachvollziehen zu können. Alles in allem ein schönes Buch, das man gut 'mal eben zwischendurch' lesen kann, wenn man sich unterhalten lassen möchte und wenn man gleichzeitig den dazugehörigen Film (im Kopf) sehen möchte. Den bei mir war dies der Fall. Ein gelungenes Debüt!

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    sonjastevens

    20. August 2012 um 19:39

    „Flaschendrehen furioso“, John Friedmanns Debütroman ist wirklich ein furioses Buch, es ist einerseits sehr locker und lustig zu lesen, dann aber auch sehr tiefgängig! Eine perfekte Mischung. John Friedmann ist sicherlich vielen bekannt von der Fernsehcomedyserie „Stefan und Erkan“, meinen persönlichen Humor hat zwar diese Sendung nicht getroffen, es sollte aber auch auf gar keinen Fall abschreckend wirken auf das Buch, denn das hier ist etwas ganz anderes. Sieben Leute, ein reiches Pärchen aus München, das die Schwester, welche frisch gebackene Singlefrau ist mit in den Urlaub nehmen wollen, eins aus Hippiepärchen aus Berlin und der Yuppiemann mit seiner hübschen und naiv wirkenden Vorzeigefreundin aus Leipzig haben alle eine Villa in Italien gebucht, alle ein und dieselbe Villa zur selben Zeit! Sie wurden übers Ohr gehauen und es bleibt ihnen wohl oder über nichts anderes übrig, als sich nun damit abzufinden und ihren Urlaub zusammen zu verbringen. Das ist natürlich nicht einfach, weil alle total verschieden sind und sich eigentlich so gar nicht leiden können. Dazu kommt auch noch, dass jeder sein eigenen Päckchen Probleme mit sich rum trägt. Welche von Trennungsgedanken, über Heiratsanträge bis hin zur Weltverschwörung gehen oder einfach das ganz normale Bedürfnis die Ferien mit ausgiebig Sex zu genießen. Alles geht drunter und drüber, nur wenn Carlo, ein Häusererbe aus München, anfängt seinem liebsten Hobby dem Kochen nachzugehen beruhigt sich die Meute für einen Moment und es kehrt Friede ein. Doch eines Abends gibt es das totale Chaos, es wird Falschen drehen gespielt und Alkohol und Drogen geben den Bewohner der Villa den Rest und alles artet vollkommen aus! Werden sich nach diesem Abend die Pärchen wieder zusammen raffen oder sind zu viele Sachen von schmutziger Wäsche waschen bis hin zu wildem Sex passiert und alles bricht auseinander? Das Buch hat mich von der ersten biss zur letzten Seite begeistert, auch weil sich die Charaktere innerhalb des Buches weiterentwickeln und es somit immer interessant bleibt! Es gibt 5 Sterne von mir und eine wirkliche Leseemfehlung!

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Cibo95

    15. August 2012 um 16:57

    3 Paare und 1 Single treffen sich in einer Villa in Italien ... normal, denkt man. Nur, dass sich die zwei Berliner Tina und Lutz, die zwei Leipziger Sandra und Heiko und die drei Münchner Elli, ihr Buder Carlo und seine Freundin Anna vorher nicht kannten. Die Villa wurde dreifach vermietet ... daraus entsteht zuerst das totale Chaos und fordert am Ende Freundschaft und Menschlichkeit heraus. Toll geschrieben von John Friedmann, dem ich so viel Feingefühl für menschliche Probleme und Hintergründe gar nicht zugetraut hätte. Respekt ;-) Absolut lesenswert, ein Pageturner, den man kaum aus der Hand legen mag.

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  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Cappuccino-Mama

    08. August 2012 um 15:08

    Er kann es wahrscheinlich nicht mehr hören, wenn er „Erkan“ genannt wird und nur mit „Stefan“ zusammen erwähnt wird. Von wem ich rede? Von John Friedmann, einer Hälfte des Komikerduos „Erkan & Stefan“, die inzwischen nach jahrelangem Erfolg von der Bildfläche, oder soll ich besser sagen von der Bildschirmfläche (?), verschwunden sind. Und mit ihnen auch das Dönertier! Doch nun ist er wieder aufgetaucht, John Friedmann, und er hat eine Metamorphose erlebt. Aus der einstigen Ulknudel der Nation wurde doch tatsächlich ein ernsthafter Schriftsteller! Und wer jetzt Ulk und Klamauk erwartet, der wird von diesem Erstlingswerk des Autors enttäuscht sein. Wer allerdings einen feinen Humor, gepaart mit Ernsthaftigkeit sucht, der wird vermutlich begeistert sein. Das Cover: Ich liebe die Farbe Grün! Allerdings in Zusammenhang mit Wiesen, Wäldern und Pflanzen, ansonsten eher nicht. Und das Grün auf dem Cover ist, wie soll ich sagen, überhaupt nicht mein Fall! (Vielleicht ist diese Farbnuance ja eine typische Männerfarbe?!) Schon gar nicht gefällt mir dieses „erbswurstgrün“ in der Kombination mit dem frischen Grün der abgebildeten Bäume (es soll sich hierbei vermutlich um landschaftstypische Zypressen handeln), die neben der kleinen Abbildung der Villa stehen! Toll finde ich hingegen die Idee mit den abgebildeten Personen. Doch halt – ich kann nur sechs Personen auf dem Cover entdecken! Wurden hier nur die Pärchen gezeigt und Singlefrau Elli unterschlagen? Wenn, dann gehören doch eigentlich alle Personen aufs Cover, oder!? Aber so ganz passen die abgebildeten Personen nicht zu meiner Vorstellung, die ich von den Protagonisten habe, wobei ich finde, dass man die Frauen anhand der Beschreibungen im Buch, leicht zuordnen kann. Die Männer hingegen passen nicht so wirklich. Eigentlich hätte man dem Leser das Grübeln ersparen können und die Namen einfach zu den entsprechenden Personen schreiben können. Wie dem auch sei. Auffallend ist schon mal auf den ersten Blick, dass das Buch „runde Ecken“ besitzt, was ich auch ein ganz witziges Detail finde. Auch wenn mir das Cover größtenteils nicht so zusagt, so kommt es doch letztendlich auf den Inhalt des Buches an! Mit einem tollen Cover wäre das Buch natürlich ideal. Die Handlung: Carlo und seine Freundin, die Anwältin Anna machen sich mit ihrem uralten BMW von München aus auf den Weg in den Urlaub. Im Schlepptau haben die beiden die Singlefrau Elli, Carlos Schwester, die sich erst vor kurzem von ihrem langjährigen Freund getrennt hat und nun eigentlich die Nase von der Männerwelt voll hat. Die drei freuen sich auf eine erholsame Zeit in der stilvollen, gemieteten Villa in der Toskana. Doch schon auf den Weg zu ihrem Urlaubsziel gibt es eine unschöne Begegnung mit Heiko, einem ostdeutschen, äußerst eingebildeten Versicherungsvertreter, der mit seinem neuen Audi und seiner attraktiven Freundin Sandra auf den Weg in den Liebesurlaub ist. Und wie es das Schicksal so will, sind auch das Berliner Pärchen Tina, eine flippige junge Frau und Lutz, seines Zeichens Dauerstudent, mit ihrem klapprigen VW-Bus auf dem Weg in südliche Gefilde, nach Italien. Kaum an ihrem Urlaubsziel angekommen, treffen diese äußerst unterschiedlichen Urlauber aufeinander und müssen feststellen, dass sie doch eines gemeinsam haben: Allesamt wurden sie übers Ohr gehauen, denn man ihnen ein und die selbe Villa vermietet! Da es jedoch zu dieser Jahreszeit in keinem Hotel mehr freie Betten gibt, bleibt allen Beteiligten nichts anderes übrig, als zumindest vorerst gemeinsam in der Villa zu bleiben und sich die Luxusbehausung, wohl oder übel, zu teilen. Doch es fällt diesen so unterschiedlichen Menschen schwer, miteinander auszukommen und so kommt es bald zu Spannungen zwischen den Beteiligten. Lediglich Carlos Kochkunst gelingt es, die Gemüter einigermaßen zu beruhigen. Und dann entdecken die Bewohner eine riesige Menge Geld, die im Haus versteckt wurde. Es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Bewohnern, was man mit dem Fund machen solle. Schließlich einigt man sich darauf, einen Teil des Geldes aufzuteilen. Nach einem luxuriösen Abendessen, bei dem viel Alkohol und auch einige Joints ihre Wirkung entfalten, entschließen sich die Bewohner dazu, Flaschendrehen zu spielen. Doch dies ist ein Spiel mit dem Feuer, das nicht ohne Folgen bleibt, denn am nächsten Morgen folgt das böse Erwachen... Meine Meinung: Ein gelungener Debütroman, das muss ich schon sagen, ist John Friedmann da gelungen. Unterhaltsam und witzig, ohne jedoch dabei plump zu wirken, Überraschungen inbegriffen, eine ausgewogene Kombination aus Heiterkeit, aber auch ernsten Momenten, kurz gesagt: der Roman bietet Abwechslung und fesselt den Leser. Nur selten dachte ich, dass eine Stelle hätte gekürzt werden können. Und wenn, dann waren es meist die Stellen, wenn Lutz wieder mit seinen Verschwörungstheorien um die Ecke kam und auf Teufel komm raus über Wirtschaftsthemen diskutiert wurde . Die einzelnen Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet, man kann sich die einzelnen Protagonisten anhand der Beschreibungen relativ gut vorstellen: die elegante, eher etwas rundliche Elli, ihren gemütlichen, gut „bebauchten“ Bruder Carlo, die stilvolle, fast schon spießig aussehende Anna (immer im eleganten Rock und Bluse, die Haare streng frisiert), den eitlen, teuer gekleideten Heiko, die blonde Sexbombe Sandra, die lässige Tina mit ihren kurzen Haaren und der zierlichen Figur und den schon fast etwas gammelig wirkenden Dauerstudenten Lutz! Schnell merkt auch der letzte Zweifler, dass John Friedmann mit seiner Kunstfigur „Erkan“ aber auch gar nicht gemein hat, verfügt der Autor doch über sehr gute Kenntnisse, sei es der Bereich italienischer Köstlichkeiten, bei denen er über fundiertes Wissen verfügt, oder auch in Sachen Architektur. Hier kam dem Autor sein Architekturstudium doch sehr zugute, als es um das Feriendomiziel der zusammengewürfelten Gruppe ging. Gewidmet hat John Friedmann das Buch übrigens seinem Vater, den er erst mit dreißig Jahren kennengelernt hatte, aber dies nur am Rande. Wie in jedem Buch gab es auch hier Sympathieträger, aber auch echte Ekelpakete! Aber zum Schluss musste ich doch feststellen, dass sich meine Einstellungen einigen Personen gegenüber grundlegend geändert hatten. Und so viel sei verraten, einige Beteiligte sind mit der Situation, in die sie geraten sind, gar nicht mal so unglücklich! Meine Lieblingsfiguren, im positiven Sinn, waren Carlo und Sandra, über letztere war ich doch erstaunt, als was sie sich vom Wesen her entpuppt hat. Mit Heiko und Lutz hingegen konnte ich einfach nicht richtig warm werden, aber selbst sie sorgten für manche Überraschung. Zum Flaschendrehen selbst kann ich mir eine Bemerkung (oder auch zwei) doch nicht verkneifen: Flaschendrehen ist ein Spiel mit dem Feuer und wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um! Dessen hätten sich die Bewohner bewusst sein sollen! Eine meiner Lieblingsszenen, wenn nicht sogar DIE Lieblingsszene im Buch, war übrigens eine Shoppingtour, bei denen sich die „gegnerischen Parteien“ gegenseitig einkleiden durften. Da konnte man sich das Lachen kaum verkneifen und es kam beim Lesen doch etwas Schadenfreude auf. Und dann gab es im Buch noch (mindestens) eine unvorhersehbare Wende, doch dies möchte ich hier nicht verraten...

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  • Leserkommentare zu Flaschendrehen furioso von John Friedmann

    Villa Italia

    Kuhn Beatrix

    via eBook 'Flaschendrehen furioso'

    Sehr gut, spannend lustig und aufheiternd, bringt einem auch zum nachdenken

    • 2
  • Rezension zu "Flaschendrehen furioso" von John Friedmann

    Villa Italia

    Leela

    26. July 2012 um 22:38

    Drei Pärchen, eins davon in begleitung von Schwester Elli, haben alle eine Villa in Italien gemietet. Jeder von ihnen hatte sich wohl auf den perfekten Urlaub gefreut - entsprechend gering ist die Begeisterung, als sie erfahren, dass man den Urlaub wohl oder übel zusammen verbringen muss. Passenderweise sind die unfreiwilligen WG-Neulinge auch noch grundverschieden und können sich auf den ersten Blick nicht unbedingt leiden. Man versucht, miteinander zurechtzukommen und findet dabei allerhand Dinge über seine Partner und die anderen heraus, die man nicht vermutet hätte... "Flaschendrehen furioso" ist ein heiterer, unterhaltsamer Roman, der wohl die perfekte Lektüre für einen Sommerurlaub wäre. John Friedman beschreibt hier einige Charaktere, die grundverschieden sind und die Reibereien, die aufgrund dessen zwischen den Protagonisten entstehen, sind immer wieder unterhaltsam. Ob man die Charaktere dabei sympathisch finden muss, ist wiederum eine andere Sache - bei einigen Figuren hat es mir großen Spaß gemacht, ihre Wandlung zu verfolgen, aber bleiben dagegen von Anfang bis Ende unmöglich (Anna). Zum Ende hin wirkte die Handlung ein wengi kostruiert, aber das tut dem guten Gesamtpaket eigentlich keinen Abbruch. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das ich weiterempfehlen kann.

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