John Galsworthy Das Herrenhaus

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Inhaltsangabe zu „Das Herrenhaus“ von John Galsworthy

Mit überlegener Ironie zeichnet Galsworthy die gesellschaftlichen Zustände im englischen Hochadel kurz vor der Jahrhundertwende. Vor dem Hintergund des Herrenhauses spielen sich, farbig und verstrickt, die Winkelzüge einer Handlung ab, in der jeder Beteiligte ein anderes Ziel verfolgt. So geht es dem jungen George Pendyce um seine unglückselige Liebesbeziehung zu der bedenkenlosen Mrs. Helen Bellew. So betreibt der der lebensfremde Gregory Vigils - aus Gründen die er selbst kaum kennt - Helens Scheidung von ihrem Mann. Der stockkonservative Landedelsmann Mr. Horace Pendyce kämpft mit aller Tyrannei, deren er fähig ist, für seinen Besitz und eine "Wahrung des Gesichts". Seine feinfühlige Frau, Mrs. Margery Pendyce, sucht mit aller Kraft hinter die wahren Absichten der undurchsichtigen Mrs. Bellew zu kommen, um ihren Sohn aus heillosen Verstrickungen zu befreien. Schließlich aber geht es doch weiter, "dieses Herrenhausleben mit seiner geschäftigen Behaglichkeit, seiner moralischen Sauberkeit, mit seinem Zusammenwirken von frischer Luft und blumendurchdufteter Wärme, seiner vollkommen geistigen Ruhe, seinem nichtwissenwollen von Leiden irgendwelcher Art".

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  • Rezension zu "Das Herrenhaus" von John Galsworthy

    Das Herrenhaus

    Poiree

    06. September 2009 um 22:31

    Auf Worsted Skeynes, dem Herrenhaus der Familie Pendyce spielt sich ein pienlicher Skandal ab: der Erstgeborene George verfällt nicht nur den Fängen der verheirateten Helen Bellew, sondern auch der Pferderennbahn. Dieses Benehmen sorgt für Unruhe auf dem idyllischen Landsitz und führt sogar zum Krach innerhalb der Eheleuten. In diesem Roman potretiert John Galsworthy den Landadel am Ende des 19. Jahrhunderts auf eine satirischen Weise. Diese Gesellschaftsschicht zeichnet sich nicht nur durch ihre Steifheit aus, sondern ist in ihren Konventionen so festgefahren, dass es kein Verständniss und Platz gibt für Menschen, die aus dem Rahmen fallen. Galsworthy gelingt die Charakterisierung der Protagonisten. Ein Hang zu Details, humorvoll, liebevoll und manchmal sogar melancholisch werden Beobachtungen aufgestellt. Besonders Gregory Vigil hat es mir angetan. Ein Romantiker, der die Welt durch die Brille eines Idealisten sieht und hungrig nach Liebe durchs Leben schreitet; immer der Illusion nachhengend, sein Mündel Helen Bellew könnte ihn lieben. Diese kleine "Familiensaga" sichert einem ein Vergnügen beim Lesen.

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