John Geiger Überleben in Extremsituationen

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Inhaltsangabe zu „Überleben in Extremsituationen“ von John Geiger

Tot geglaubte Polarfahrer, Segler in Seenot und verunglückte Bergsteiger, die wie durch ein Wunder überlebten: Die einen nennen es Gottes Willen oder Instinkt, für andere ist es die innere Stimme, die Menschen in Extremsituationen durchhalten lässt. Seit Ernest Shackleton berichten Überlebende immer wieder von einer fast physisch spürbaren Präsenz, die ihnen den Ausweg aus der Gefahr 'diktierte'. Jahrelang hat John Geiger zu diesem Phänomen geforscht, jetzt dokumentiert er in seinen packenden Berichten, was sich hinter Instinkt und Schutzengeln tatsächlich verbirgt.
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  • Eine Präsenz erscheint, die aus dem Unmöglichen herausführt (Reinhold Messner)

    Überleben in Extremsituationen

    R_Manthey

    09. July 2015 um 10:39

    Man ist da, wo man nicht sein sollte. Wo das Leben nur noch auf kleiner Flamme brennt. In eisiger Kälte oder in einer Höhe, auf der man den nächsten Morgen nicht mehr erleben wird. Oder einsam auf dem Ozean, krank und hilflos. Die Lage scheint aussichtslos. Der Tod steht unmittelbar bevor. Doch plötzlich verspürt man die Anwesenheit einer anderen Person, die ermutigt, die eine hilfreiche Hand ausstreckt oder Anweisungen gibt. Und man überlebt mit ihrer Hilfe. Geigers Buch beginnt mit der Schilderung von drei Fällen, in denen in extreme Not geratene Menschen ein solches Präsenzerlebnis hatten und sich dadurch retten konnten. Ron DiFrancesco befreite sich als einer von ganz Wenigen aus dem Südturm des World Trade Centers, wo er noch kurz vor dem Einschlag des zweiten Flugzeugs an seinem Schreibtisch im 84. Stockwerk gesessen hatte. James Sevigny wurde in den kanadischen Rocky Mountains mit seinem Freund beim Klettern von einer Lawine getroffen. Trotz extremer Verletzungen konnte er sich retten, weil auch er eine scheinbar von außen kommende Präsenz verspürte, die ihm sagte, was er tun sollte. Stephanie Schwabe begab sich alleine in eine Unterwasserhöhle, in der sie aus Unachtsamkeit ihr Führungsseil verlor. Ihr erschien ihr verstorbener Mann und half ihr, den Rückweg zu finden. Nun könnte man meinen, all diese Leute bildeten sich das nur ein. Aber das Phänomen trat schon vor diesen Berichten auf. Als erstmals Sir Ernest Shackleton nach der dramatischen Rettung seiner Mannschaft aus dem antarktischen Eis im Jahre 1916 vom Erscheinen einer weiteren Person berichtete, die ihm Mut zusprach und Anweisungen gab, trauten sich auch andere, die ähnliche Erlebnisse hatten, davon zu sprechen. Shackletons Schiff war vom Eis zerdrückt worden und gesunken. Um Hilfe zu organisieren nahm er erst eine für unmöglich gehaltene Fahrt in einem kleinen Boot auf sich, um durch die extrem gefährlichen Gewässer südlich von Kap Hoorn zu einer englischen Walfangstation zu gelangen, die allerdings am anderen Ende der Südpolarinsel Südgeorgien lag, die er mit einigen seiner Kameraden erreicht hatte. Ausgehungert durchquerten sie die Insel auf einer durch gewaltige Berge und Gletscher führenden direkten Route in völliger Dunkelheit und retteten sich und anschließend die festsitzenden restlichen Kameraden. Das Buch ist voll von ähnlichen Berichten, unter anderem von Reinhold Messner und dem Flieger Lindberg, der als Erster den Atlantik überquerte. Nachdem man also die Erscheinung des sogenannten Dritten Mannes (nach einem Gedicht von T.S. Eliot) nicht mehr einfach als Spinnerei abtun konnte, fing man an, nach Erklärungen zu suchen. Doch solche Erklärungen zu finden, erweist sich bis heute als recht schwierig, weil dieses Phänomen nicht immer auftritt und wenn doch, dann unter sehr verschiedenen Bedingungen. Geiger führt neben den vielen beeindruckenden Berichten die verschiedenen Erklärungsmodelle an. Erst am Schluss bringt er neuere Forschungsergebnisse, die einleuchten und zu den verschiedenen Berichten passen. Die Schilderungen in diesem Buch sind nahezu unglaublich und zeigen, zu welchen enormen Leistungen Menschen fähig sein können, wenn sie um ihr Überleben kämpfen.

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