John Griesemer

 3.8 Sterne bei 79 Bewertungen
Autor von Rausch, Niemand denkt an Grönland und weiteren Büchern.

Alle Bücher von John Griesemer

Cover des Buches Rausch (ISBN:9783596188130)

Rausch

 (45)
Erschienen am 23.05.2012
Cover des Buches Niemand denkt an Grönland (ISBN:9783492246330)

Niemand denkt an Grönland

 (19)
Erschienen am 01.08.2006
Cover des Buches Herzschlag (ISBN:9783596187461)

Herzschlag

 (5)
Erschienen am 23.05.2012
Cover des Buches Roy auf dem Dach (ISBN:9783596176113)

Roy auf dem Dach

 (3)
Erschienen am 01.01.2008
Cover des Buches Rausch (ISBN:9783866045903)

Rausch

 (7)
Erschienen am 16.07.2007
Cover des Buches Niemand denkt an Grönland (ISBN:9783936384550)

Niemand denkt an Grönland

 (0)
Erschienen am 01.09.2004
Cover des Buches Signal and Noise (ISBN:9780099460183)

Signal and Noise

 (0)
Erschienen am 03.02.2005
Cover des Buches No One Thinks of Greenland (ISBN:9780552999878)

No One Thinks of Greenland

 (0)
Erschienen am 01.05.2002

Neue Rezensionen zu John Griesemer

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Rezension zu "Rausch" von John Griesemer

Rezension zu "Rausch" von John Griesemer
_xmgta_vor 8 Jahren

Für mich ein Buch über eine sehr interessante Begebenheit. Der Ingenieur und sein Traum vom Antlantikkabel und die verzweifelten Bemühungen, diesen zu verwirklichen, regen zum Lesen an. Auch das Umfeld der Hauptperson ist gut charakterisiert. Der Stil des Autors verhindert, dass dieses Buch zu einem must-read wird.

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Rezension zu "Niemand denkt an Grönland" von John Griesemer

Rezension zu "Niemand denkt an Grönland" von John Griesemer
luckyupvor 9 Jahren

Rudy landet zur Verwunderung der Stützpunktbetreiber und zu seiner eigenen auf Grönland. Auf diesem Stützpunkt werden Soldaten, welche zuhause als vermisst gemeldet sind gepflegt. Die Reste dieser Koreakrieger werden in dem Teil des Stützpunktes gepflegt, welcher "Der Flügel" genannt wird.
In dieser abgelegen, eigentlich inexistenten Welt, unter skurrilen, unter der Einöde leidenden Protagonisten bekommt Rudy den Auftrag eine Zeitung herauszugeben.

Das Erscheinen der Zeitung, sein Besuch im Flügel, die Kontaktaufnahme mit Guy X, einem "Vermissten", die Beziehung zu Irene, der Geliebten des Kommandanten bringen die verschiedenen Handlungsstränge in Bewegung. Die Monotonie auf dem Stützpunkt, die Orgie der Mittsommernacht, der Schrecken der nicht endenden Polarnacht und die Gespräche mit Guy X und die werden fesselnd beschrieben.
John Griesemer hält das Interesse seiner Leser durch die farbige Gestaltung der Figuren und der hintergründigen Handlung bis zum etwas chaotischen, überstürzten Ende wach.

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Rezension zu "Rausch" von John Griesemer

Rezension zu "Rausch" von John Griesemer
Die Buchprüferinvor 9 Jahren

Geschichte hat mich nie besonders interessiert. Aber irgendwie lande ich in letzter Zeit immer wieder im 19. Jahrhundert – und zwar zu meinem größten Lesevergnügen. Ob "Terror" oder "Drood" von Dan Simmons, ob Jed Rubenfelds "Morddeutung" oder Griesemers "Rausch", alle faszinieren mich mit der eindringlichen Atmosphäre, die sie aus dieser Zeit entstehen lassen.

"Rausch" hat knapp 700 eng bedruckte Seiten und mich mit keiner davon gelangweilt. Dabei nimmt sich der Autor viel Zeit, um die einzelnen Szenarien, die er um seine Protagonisten geschaffen hat, ausführlich zu schildern. Und nicht nur Menschen spielen in diesem Roman Hauptrollen, auch Dinge: die Great Eastern, die als bis dato größtes Schiff aller Zeiten einfach nicht vom Stapel laufen will, die Transatlantikkabel, die Amerika und Europa verbinden sollen und ständig reißen, das Phantasmagorium, eine Art Kino-Vorläufer, mit dem dringend benötigte Spenden für die Verlegung der Kabel herangeschafft werden sollen.

Griesemer verknüpft, als führte er uns selbst ein Phantasmagorium vor, eine ganze Heerschar an Figuren miteinander, die sich gegenseitig bekämpfen, helfen, sich ineinander verlieben, besessen umeinander kreisen, einander verlassen und wiederfinden. Der Ingenieur Chester Ludlow, der mit dem Phantasmagorium auf Reisen geht und später die Verlegung der Kabel überwacht. Seine Frau Franny, die aus Trauer um die verstorbene gemeinsame Tochter zum spiritistischen Medium wird. Der Zeichner Trace, der sich in die Hure Maddy verliebt und sowohl die katastrophale Jungfernfahrt der Great Eastern miterlebt als auch die immer wieder scheiternden Kabelverlegungen. Die Pianistin Katarina Lindt, die die Musik zu den Bildern des Phantasmagoriums spielt, sich in Chester verliebt und ihren Mann, den Läufer von London verlässt ...

Wie es Griesemer gelingt, aus Dutzenden von Charakteren und Schauplätzen ein einziges großes Panorama dieser umtriebigen und neugierigen Zeit zu formen, ist wunderbar und beeindruckend. Alles ist auf irgendeine Weise miteinander verschränkt. Genaue Beobachtungen ("Ihr Ausdruck war der eines Menschen, dem etwas sehr Liebes allmählich entzogen wird.") lassen seine Beschreibungen lebendig werden – von den oft schnellen und sehr natürlichen Dialogen gar nicht zu reden. Dass wir als deutsche LeserInnen viel Spaß daran haben, verdankt sich ausdrücklich auch der äußerst gelungenen Übersetzung von Ingo Herzke, der eine wirklich authentische Sprache hervorgebracht hat.

Griesemer gefällt mit unter anderem deshalb so gut, weil ich in seinen Worten eine große Liebe spüre: zu seinen Themen, seinen Figuren und zum Leben selbst.
Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

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Gespräche aus der Community

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Ihr schlauen Leserinnen und Leser, John Griesemer gefällt mir unglaublich gut, alle drei Bücher und vor allem "Rausch". Das Tolle an seiner Schreibe ist für mich die epische Breite, die doch immer spannend und lebendig bleibt, seine Detailfreude, sein ruhiger, sensibler Ton. In Anbetracht dieser Punkte - was für AutorInnen würdet Ihr mir da noch ans Herz legen? Neugierige Grüße und Dank im Voraus die Buchprüferin
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