John Griesemer Herzschlag

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Inhaltsangabe zu „Herzschlag“ von John Griesemer

New York, September 2001: Schauspieler Noah Pingree erleidet kurz vor einem Auftritt einen Schlaganfall. Als er Tage später aus dem Koma erwacht, ist nichts mehr wie zuvor – 9/11 hat die ganze Welt in einen Schockzustand versetzt. Mit »Herzschlag« hat John Griesemer ein magisches Werk geschaffen, eine Geschichte des Schreckens und der Schönheit unserer Welt.

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  • Rezension zu "Herzschlag" von John Griesemer

    Herzschlag
    Die Buchprüferin

    Die Buchprüferin

    12. April 2010 um 14:46

    Es liegt bestimmt nicht daran, dass ich mal Theaterwissenschaften im Nebenfach studiert habe. Erstens ist das schon eine Ewigkeit her, und zweitens gehe ich praktisch nie ins Theater. Dennoch hat mich diese Theatergeschichte umschlungen und verschluckt, eingesogen in ein New York, wo noch der Staub über den Ground Zero zieht. Denn es ist gerade erst passiert, gerade sind die Türme gefallen, und gerade ist auch Noah gefallen: Ein Gehirnschlag hat ihn niedergestreckt. Er hat die große Katastrophe in seiner eigenen verschlafen. Noah Pingree ist ein alternder Theaterschauspieler, der seinen Aufenthalt in "Schlaganfallistan", wie der Übersetzer genial eingedeutscht hat, mit Gedanken an früher füllt. Während er langsam wieder lernt, sich zu bewegen und verständlich zu sprechen, erzählt er uns davon, wie er mit seiner Mutter in die berühmte Theaterschule von Dorthea Holtz kam, die bald sein zweites Zuhause wurde. Wie er Ike Devoe begegnete, der eine Beziehung zu Noahs halb verschollener Tante hatte, wie er wieder zu sprechen anfing. Denn schon einmal musste Noah das wieder lernen: Als sein Vater und sein Bruder in seinem Beisein von einem Blitzschlag getötet wurden, verfiel der Junge in Schweigen. Die Schauspielschule verändert Noahs Leben. Sie wird zu dessen Mittelpunkt. Und er wird Schauspieler. Wir können ihm dabei zusehen. Und erfahren naturgemäß eine Menge darüber, wie sich Schauspieler fühlen. Kein Wunder, John Griesemer ist schließlich selber einer. War es zumindest, bevor er sich mit "Rausch" und "Niemand denkt an Grönland" als Autor profilierte. Mit "Herzschlag" hat er sich anscheinend nicht so profiliert, Kritiker finden wenig Tiefgang und viel Unkonzentriertheit – mir ging es jedoch ganz anders. Mich hat das Buch im Gegenteil sehr berührt. In der sanften, etwas ironischen Erzählweise finde ich Noahs momentane Verfassung wieder, und das Hin und Her zwischen Damals und Jetzt hat mich immer auf Spannung gehalten. Mir gefällt die undramatische Art, in der Griesemer von den sich abspielenden Dramen erzählt, mir gefällt, dass er den Ball flach hält. Gerade dadurch kommen mir die Figuren und Ereignisse nahe. Als Noah schließlich mit einem ganz besonderen Vermächtnis seiner Tante Bekanntschaft macht, schließt sich der Kreis auf wundervolle Art. Der Verlag selbst spricht davon, dass sich dem Protagonisten "inmitten von Tragödien das nackte Leben zärtlich offenbart". Ich könnte es nicht besser ausdrücken.

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