Rausch

von John Griesemer 
3,9 Sterne bei45 Bewertungen
Rausch
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Roman, USA 2003

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Ein Lesevergnügen!

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Inhaltsangabe zu "Rausch"

Das erste Transatlantikkabel soll gelegt werden, doch es reißt wieder und wieder. Das größte Schiff aller Zeiten soll zu Wasser gebracht werden, doch es weigert sich, vom Stapel zu laufen. Wir schreiben das Jahr 1857, und die Welt windet sich in den Geburtswehen der Moderne. Die Welt, das ist zunächst der amerikanische Ingenieur Chester Ludlow, der sich mit Haut und Haaren der Idee verschrieben hat, das erste Telegraphenkabel durch den Atlantik zu verlegen. Ludlow begibt sich mit einer illustren Theatertruppe und einem verspielt-naiven Stück, das die Verlegung des Atlantikkabels zum Thema hat, auf Reisen, um Geld für das Projekt zu sammeln.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596188130
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:688 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:23.05.2012
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.07.2007 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    _xmgta_s avatar
    _xmgta_vor 7 Jahren
    Rezension zu "Rausch" von John Griesemer

    Für mich ein Buch über eine sehr interessante Begebenheit. Der Ingenieur und sein Traum vom Antlantikkabel und die verzweifelten Bemühungen, diesen zu verwirklichen, regen zum Lesen an. Auch das Umfeld der Hauptperson ist gut charakterisiert. Der Stil des Autors verhindert, dass dieses Buch zu einem must-read wird.

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    Die Buchprüferins avatar
    Die Buchprüferinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Rausch" von John Griesemer

    Geschichte hat mich nie besonders interessiert. Aber irgendwie lande ich in letzter Zeit immer wieder im 19. Jahrhundert – und zwar zu meinem größten Lesevergnügen. Ob "Terror" oder "Drood" von Dan Simmons, ob Jed Rubenfelds "Morddeutung" oder Griesemers "Rausch", alle faszinieren mich mit der eindringlichen Atmosphäre, die sie aus dieser Zeit entstehen lassen.

    "Rausch" hat knapp 700 eng bedruckte Seiten und mich mit keiner davon gelangweilt. Dabei nimmt sich der Autor viel Zeit, um die einzelnen Szenarien, die er um seine Protagonisten geschaffen hat, ausführlich zu schildern. Und nicht nur Menschen spielen in diesem Roman Hauptrollen, auch Dinge: die Great Eastern, die als bis dato größtes Schiff aller Zeiten einfach nicht vom Stapel laufen will, die Transatlantikkabel, die Amerika und Europa verbinden sollen und ständig reißen, das Phantasmagorium, eine Art Kino-Vorläufer, mit dem dringend benötigte Spenden für die Verlegung der Kabel herangeschafft werden sollen.

    Griesemer verknüpft, als führte er uns selbst ein Phantasmagorium vor, eine ganze Heerschar an Figuren miteinander, die sich gegenseitig bekämpfen, helfen, sich ineinander verlieben, besessen umeinander kreisen, einander verlassen und wiederfinden. Der Ingenieur Chester Ludlow, der mit dem Phantasmagorium auf Reisen geht und später die Verlegung der Kabel überwacht. Seine Frau Franny, die aus Trauer um die verstorbene gemeinsame Tochter zum spiritistischen Medium wird. Der Zeichner Trace, der sich in die Hure Maddy verliebt und sowohl die katastrophale Jungfernfahrt der Great Eastern miterlebt als auch die immer wieder scheiternden Kabelverlegungen. Die Pianistin Katarina Lindt, die die Musik zu den Bildern des Phantasmagoriums spielt, sich in Chester verliebt und ihren Mann, den Läufer von London verlässt ...

    Wie es Griesemer gelingt, aus Dutzenden von Charakteren und Schauplätzen ein einziges großes Panorama dieser umtriebigen und neugierigen Zeit zu formen, ist wunderbar und beeindruckend. Alles ist auf irgendeine Weise miteinander verschränkt. Genaue Beobachtungen ("Ihr Ausdruck war der eines Menschen, dem etwas sehr Liebes allmählich entzogen wird.") lassen seine Beschreibungen lebendig werden – von den oft schnellen und sehr natürlichen Dialogen gar nicht zu reden. Dass wir als deutsche LeserInnen viel Spaß daran haben, verdankt sich ausdrücklich auch der äußerst gelungenen Übersetzung von Ingo Herzke, der eine wirklich authentische Sprache hervorgebracht hat.

    Griesemer gefällt mit unter anderem deshalb so gut, weil ich in seinen Worten eine große Liebe spüre: zu seinen Themen, seinen Figuren und zum Leben selbst.
    Das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen.

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    ellaemmavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Roman, USA 2003
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    Marjuvins avatar
    Marjuvinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein Lesevergnügen!
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    Karin1970s avatar
    Karin1970vor 9 Jahren
    Kurzmeinung: Einer der historischen Romane die ich mit Begeisterung gelesen habe. Dazu muss ich sagen - ich mag nichts historisches
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    Tegumai
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    DocBlockus
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    Distelelfe
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    M
    mwalter

    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Die Buchprüferins avatar
    Ihr schlauen Leserinnen und Leser, John Griesemer gefällt mir unglaublich gut, alle drei Bücher und vor allem "Rausch". Das Tolle an seiner Schreibe ist für mich die epische Breite, die doch immer spannend und lebendig bleibt, seine Detailfreude, sein ruhiger, sensibler Ton. In Anbetracht dieser Punkte - was für AutorInnen würdet Ihr mir da noch ans Herz legen? Neugierige Grüße und Dank im Voraus die Buchprüferin
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