Bestechung

von John Grisham 
3,8 Sterne bei35 Bewertungen
Bestechung
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (24):
Fuexchens avatar

Anfangs etwas zäh, aber dann...

Kritisch (2):
Engel1974s avatar

leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spannung und das gewisse Etwas

Alle 35 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Bestechung"

Wir erwarten von unseren Richtern, dass sie ehrlich und weise handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen und eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was passiert, wenn sich ein Richter bestechen lässt? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch Lacy Stoltz ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453270336
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:500 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:10.04.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.08.2018 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne7
  • 4 Sterne17
  • 3 Sterne9
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    Fuexchens avatar
    Fuexchenvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Anfangs etwas zäh, aber dann...
    lesenswert

    Wir erwarten von unseren Richtern, dass sie ehrlich und weise handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen und eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was passiert, wenn sich ein Richter bestechen lässt? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch Lacy Stoltz ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

    Meiner Meinung nach, ist es dem Autor John Grisham gelungen, ein spannendes Buch zu schreiben.

    Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen.

    Da die Protagonisten authentisch und sympathisch rüber kamen, habe ich mitgefiebert und mitgelitten.
    Allerdings empfand ich die Handlung besonders am Anfang als etwas zäh und trocken und so hat es etwas gedauert, bis ich ins Buch kam.

    Insgesamt jedoch ein spannendes Buch, das mich mit einer komplexen Story überzeugen konnte. Daher bekommt dieser Thriller von mir gute vier Sterne.

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    Ayleen256s avatar
    Ayleen256vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Informativ, aber leider wenig spannungsreich
    Informativ, aber leider wenig spannungsreich

    Lacy Stoltz ist Anwältin und arbeitet bei der Rechtsaufsichtsbehörde "Board on Judicial Conduct". Sie wird mit einem Fall betraut, bei dem es um ein Fehlverhalten seitens einer renommierten Richterin gehen soll. Diese soll über Jahre Bestechungsgelder in unglaublicher Höhe angenommen haben, und dafür über Unrecht hinweggesehen bzw. dieses unterstützt haben. Schnell wird klar, dass das Einmischen in solche Angelegenheiten auch tödliche Folgen haben kann.

    Obwohl „Bestechung“ kein schlechtes Buch von John Grisham ist, ist es bei weitem nicht so emotional oder spannend wie seine Klassiker „Die Jury“ oder „Die Akte. Die Geschichte beginnt damit, dass ein gewisser Herr Myer mit Informationen zu dem BJC kommt, die unter anderem beinhalten, dass die ehrenwerte Richterin Geld von einem Herrn Dubose genommen hat, der massenhaft Casinos und Golfplätze im Stammesgebiet der Indianer baut. Da im Reservat eigene Regeln gelten, kann der Staat nichts dagegen tun. Lacy und ihr Kollege nehmen sich des Falls an, aber bekommen praktisch keine Auskünfte. Als auch noch Myers verschwindet, meldet sich zum Glück der Maulwurf.

    Bis auf eine Szene gegen Anfang des Buches, die zugleich überraschend und spannend ist, erfährt man über lange Teile lediglich Informationen über die Tappacola Indianer und wie sie autark neben dem Staat für sich funktionieren. Das ist auf jeden Fall sehr aufschlussreich, aber wenig mitreißend. Gepaart mit ausführlichen Beschreibungen des BJC und den akribischen Ermittlungen, die wenig actionreich sind, liest sich das Buch mehr wie eine Dokumentation. Das kann auch daran liegen, dass ein emotionaler Abstand zur Hauptfigur bleibt. Was ich schade fand, ist, dass alle für mich interessanten Personen im Laufe der Geschichte verschwinden, während sich der Sinn für andere Figuren kaum ergibt. Glücklicherweise rundet der Schluss dann die ganze Sache harmonisch ab, sodass man als Leser zufrieden zurück bleibt.

    Leider etwas zu dokumentarisch - nach meinem Geschmack dürfte eine ordentliche Portion Spannung in die Geschichte integriert werden, um mich abzuholen. Daher vergebe ich drei Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spannung und das gewisse Etwas
    leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spa

    In  seinen neuesten Thriller „Die Bestechung“ wartet der Bestsellerautor John Grisham wieder mit jeder Menge Wissen und Fachjuristischen Können auf.

    Um was geht es?

    Lacy Stolz arbeitet in einer Behörde, die sich mit Beschwerden von Bürgern gegen Ämter auseinandersetzt. Eigentlich ein ganz einfacher, ruhiger und simpler Job. Bis ihr ein gewisser Herr Myer Informationen zuspielt, die den größten Fall in der Geschichte der BJC (Board on Judical Conduct) werden könnte. Es gibt Information darüber, dass eine Richterin sich bestechen lies und immer noch korrupt ist. Es scheint sogar, dass sie unschuldige Personen hinter Gitter und sogar zu Tode verurteilt hat.

    Meinung:

    Nach „Die Jury“, „Die Akte“, „Die Firma“ und anderer seiner Anfangswerke war der Name des Autoren Garant für gute Unterhaltung. Leider lies dies mit der Vielzahl seiner Thriller auch nach. Nach langer Zeit war „Die Bestechung“ einmal wieder ein Thriller den ich von John Grisham gelesen habe. Hier warte der Autor einmal mit einem weiblichen Bösewicht auf und das fand ich sehr interessant.

    Leider kann ich von der Lektüre nicht behaupten, dass der Bestsellerautor seinen Namen hier alle Ehre gemacht hat. Die Handlung wirkt einfach nur niedergeschrieben, der Pfiff und das gewisse Etwas, was die Werke des Autoren anfangs ausgezeichnet haben fehlt hier gänzlich. Man liest hier und liest Seite um Seite, wartet und hofft dass endlich Spannung aufkommt, doch leider vergeblich.

    Die Thematik, die sich der Autor hier bedient hat ist zwar interessant, doch leider nicht sehr spannend verpackt. So wirken auch die Protagonisten recht fade und farblos. Die Handlung ist von Anfang an vorhersehbar und stellenweise zäh wie Kaugummi. Da muss man leider sagen, sehr Schade, der Autor hatte schon bessere Thriller zu Tage gebracht.

    Fazit: leider nicht der beste Thriller aus der Feder des Autoren, bei interessanter Thematik fehlt die Spannung und das gewisse Etwas





    Kommentieren0
    3
    Teilen
    M
    MickyParisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch über Korruption bei einer eigentlich unabhängigen Stelle!!!
    Tolles Buch über eine korrupte Richterin


    Die Handlung

    Lacy Stoltz arbeitet beim Board on Judicial Conduct, eine Behörde, welche gegen korrupte Richter ermittelt oder sich mit Beschwerden von Bürgern gegen Richter auseinandersetzt.
    Bei dieser Behörde geht es meistens ruhig zu, bis sie einen Fall bekommt, der alles was bisher gewesen war, in den Schatten stellt.

    Ein gewisser Herr Myer hat von einem Maulwurf Informationen erhalten, dass die Richterin McDover Geld annimmt von einem gewissen Herrn Van Dubose. Der Maulwurf beruft sich auf dem Whistleblower Paragraf, welcher nach der Affäre von Snowden eingeführt worden ist.
    Es könnte der größte Fall in der Geschichte des BJC werden, sollte er stimmen.

    Myers berichtet, dass Van Dubose verschiedene Casinos, Hotels und Golfplätze gebaut hat, welche alle im Indianergebiet des Tappucola- Reservats liegen. Die Polizei oder Politiker sind machtlos, denn auf Indianergebiet gelten andere Gesetze. So kann dieser Van Dubose seelenruhig seine Vorhaben verwirklichen und immer neue Golfplätze und größer Bauprojekte bauen und niemand hindert ihn daran, denn er hat ein Ass im Ärmel, die Richterin Claudia McDover.
    Sollte es von irgendeiner Seite zu einer Klage kommen, verhandelt sie den Fall und sprcht ihn immer zu Gunsten von Van Dubose aus. Sie winkt darüber hinaus, viele Sachen schnell durch und war auch maßgeblich an dem Bau der Straße zum Casino beteiligt.
    Dafür brachte sie auch unschuldige Personen hinter Gittern, wobei einer zum Tode verurteilt wurde.

    Und warum das alles-.......wegen dem GELD!!!!

    Sie lässt sich laut Myer und dessen Maulwurf von Van Dubose bezahlen und bekommt dafür jeden Monat ein hübsches Sümmchen gutgeschrieben. Dieses Geld hat sie nach Ihrem Verständnis sicher angelegt, auf der ganzen Welt in sog. Off- Shore- Firmen.

    Sollte das alles stimmen, dann hat Lacy und ihr Partner Hugo einen großen Fisch an der Angel und einen gewaltigen Gegner, der nicht einmal vor Mord zurückschreckt.

    Doch die Suche nach Beweisen ist schwierig, denn der Tappucola- Clan ist kein gesprächiges Völkchen. Sie bekommen ihr Geld von Van Dubose, da er auf Ihrem Gebiet das Casino bauen durfte und er viele des Stammesvolkes bei sich arbeiten lässt.

    Auf der Suche nach Zeugen geraten Lacy und Hugo in einem Hinterhalt, wobei Lacy im Krankenhaus erst wieder aufwacht und über das tragische Schicksal von Hugo erfährt. Und dann verschwindet auch noch Myer von der Bildfläche, womit alles verloren scheint.
    Doch dann meldet sich plötzlich der Maulwurf persönlich bei Lacy und was dieser zu berichten hat, geht weit über den hinaus, was man sich an menschliche Gier nur vorstellen kann!!!


    Meine Meinung und Fazit

    Ein Grisham ganz nach meinen Geschmack. Einfach wieder sehr spannend und toll geschrieben. Ich mag vor allem sein Schreibstil und die Art, wie er einen die juristischen Besonderheiten näher bringen kann. Es ist nicht so öde, wie manch andere, die mit juristischen Fachausdrücken punkten wollen. Grisham schafft es einfach immer wieder mich an einem Buch zu fesseln und zu begeistern.
    Dieses Buch ist auch für Menschen geeignet, die eben kein juristischen Background haben.
    Seine Bücher sind auch immer hoch aktuell und brisant.
    Einfach nur toll und von mir eine ganz klare Empfehlung.
    Ich hoffe einfach, der ein oder andere wagt sich endlich mal an einen Grisham ran und beurteilt es selber!!!

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    RebekkaTs avatar
    RebekkaTvor einem Jahr
    Richterliches Fehlverhalten

    Das "Board on Judicial Conduct" in Florida widmet sich der Aufklärung von richterlichem Fehlverhalten aller Art. Das alleine macht die Arbeit schon nicht einfach, denn eine Krähe hackt der anderen nicht das Auge aus. Die Juristen Lacy und Hugo haben einen besonderen Auftrag. Die Richterin Claudia McDover wird beschuldigt, mit einem Gangster zusammen zu arbeiten ("Küsten-Mafia"), sich so mehrere exklusive Häuser und einen verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen. Es geht um Morde, um einen Unschuldigen im Todestrakt, von eigenen Gesetzen der Tppacola-Indianer und um ein Casino. Während der Ermittlungen passiert auch sehr viel, und nicht umsonst lebt der Informant unter falschen Namen auf einem Boot und ist mehr als vorsichtig.

    Viele, sehr viele Personen laufen mir in dem Buch über den Weg. Lange, teilweise interessante Ausführungen zum amerikanischen Justizsystem werden mir erklärt und immer wieder frage ich mich: kann sowas wirklich passieren? Geht sowas auch in Deutschland? Ich beginnne zu vergleichen, andere Grisham-Bücher fallen mir ein und ich erwische mich, wie ich mir das alles durchaus vorstellen kann. Womit bekommt man die Menschen? Geld, Macht und Sex, jeden Tag sind die Zeitungen voll davon und viele reiche Menschen lieben es doch, immer wieder noch reicher zu werden...

    Cover: Unaufregend, komisch abgekürzt, habe erst "Best" gelesen, um dann auf "Bestechung" zu kommen.
    Schreibstil: Ein John Grisham durch und durch. Viele Erklärungen zum Justizsystem, viel zum Grübeln, viele Personen und einige merkwürdige Handlungen.

    Interessant fand ich den Aspekt, dass im Indianerland, im Reservat, eigene Gesetze herrschen und die Justiz auf den guten Willen der Stammesoberhäupter angwiesen ist.
    Ein Grisham, der ohne viel Blut auskommt, ohne detailreiche Schilderungen der Morde oder des Auftragskillers. Ein Grisham wie zu seiner Anfangszeit, voll Wissen, rechtlich sauberen Ermittlungen und einem mitnehmenden Erzählstil.

    Kommentieren0
    10
    Teilen
    heinokos avatar
    heinokovor einem Jahr
    Perfekt ausgeübtes Handwerk

    Grisham ist zweifelsohne ein Könner seines Faches. Er beherrscht sein Handwerk wie eh und je. Lebendige Handlung, lebendige Protagonisten, der Leser wird in den Bann gezogen, ohne dass es reißerischer Momente bedürfte.

    Es geht um einen geheimen Informanten, einen Whistleblower, und um Ermittlungen um einen korrupten Richter. Die sympathische Anwältin Lacy und ihr Kollege Hugo, die für eine Rechtsaufsichtsbehörde arbeiten, haben eine große Aufgabe vor sich, denn die Hinweise sind spärlich und der Kreis der Verdächtigen sehr mächtig und gefährlich, insbesondere da es auch um mafiaähnliche Strukturen im Lebensraum der Indianer, der Tappacola, geht.

    Leider, leider wird der eigentliche, der spannende Hintergrund der Geschichte überlagert von sehr langatmigen Erklärungen zur amerikanischen Justiz, speziell zur Behörde, der Lacy und Hugo angehören, von allzu ausführlichen Erläuterungen zu den sehr eigenen Gesetzen der Tappacola und von streckenweise unglaubwürdig-unlogischen Handlungen der Protagonisten. Auch die Fülle der vorkommenden Personen fordert dem Leser einiges ab. Dennoch in der Summe ein echter, ein durchaus interessanter und streckenweise spannender Grisham, insofern lesenswert.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Durga108s avatar
    Durga108vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Typischer Grisham
    Korruption im Justizsystem

    Kann er es noch? Hat er vielleicht sogar Ghostwriter? M.E. nein, Grisham schreibt selbst und ja, er schreibt im guten alten Grisham-Stil. In seinem neuesten Buch Bestechung, bereitet der Autor ein altes Thema neu auf: Korruption im Justizdienst.

    Die Protagonistin Lacy Stoltz, selbst Juristin, aber nicht in einer Kanzlei, sondern beim Board on Judicial Conduct in Florida tätig, das Korruptionsbeschwerden über Richter überprüft, ist mit ihrem Kollegen Hugo auf dem Weg,  sich mit einem Mann zu treffen, der eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Richterin einlegen will. Schnell begreift der Leser, dass dieses Vorhaben ziemlich gefährlich werden kann. Nicht umsonst lebt der Mann, den sie treffen, auf einem Segelboot, mit einer Scheinadresse, zudem hat er noch seinen Namen geändert. Er will Beweise haben, dass sich eine Richterin von den Betreibern eines Spielcasinos bestechen lässt und befangene Urteile spricht. Schon auf den ersten Seiten fällt der Begriff "Mafia". Das Casino soll in einem Indianerreservat betrieben werden, da dort die Justiz erst nach Rücksprache mit dem Stamm tätig werden kann. Lazy und ihr Team beginnen zu ermitteln und bald wird der Fall immer brisanter. Eine Person stirbt, eine andere wird schwer verletzt und eine dritte verschwindet spurlos.

    Grisham schreibt wie schon in Die Firma oder Die Jury sehr realistisch und detailliert, für mich manchmal schon fast zu detailliert, aber nur ganz selten wird das Lesen zäh. Meistens schafft er es, die Aufmerksamkeit des Lesers mit jeder Seite zu gewinnen. Aus einer scheinbar harmlosen Beschwerde spinnt John Grisham einen spannenden Justizthriller, der durchaus in der Realität angesiedelt werden könnte. Die Gesellschaft erwartet zwar von der Justiz integer, objektiv und rechtschaffen zu sein, gerechte Urteile zu fällen, doch was passiert, wenn viel Geld im Spiel ist?

    Sehr lesenswert für Menschen die gerne realitätsnahe Thriller lesen, für Grisham-Fans und alle, die es noch werden wollen.

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    Haverss avatar
    Haversvor einem Jahr
    Interessante Thematik!

    Vor einigen Tagen habe ich den neuen Thriller von Don Winslow beendet, dessen Thema die Korruption bei Polizisten, Anwälten und Richtern in New York war. Nun also „Bestechung“, der neue Roman von John Grisham, dessen Thematik in eine ähnliche Kerbe schlägt. Kein Kampf David gegen Goliath, wie wir es aus vielen Büchern des amerikanischen Autors kennen, der mit dem Rechtssystem bestens vertraut ist, da er viele Jahre als Anwalt  in Mississippi praktiziert hat, bevor er sich dem Schreiben von Justizthrillern zuwandte.

    Die Juristin Lacy Stoltz arbeitet in Florida bei der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Board of Judical Conduct, einer Institution, die sich mit richterlichem Fehlverhalten beschäftigt. Üblicherweise sind das kleine Vergehen, wie Alkoholismus, Beleidigungen etc. Aber dann hat sie einen richtig dicken Fisch an der Angel. Über verschiedene Kanäle erhält sie die Information, dass sich in ihrem Einflussbereich eine Richterin seit Jahren die Taschen mit Bestechungsgeldern füllt, die sie von Casinobetreibern im Gegenzug für Gefälligkeitsurteile erhält. Brisant und gleichzeitig schwierig gestaltet sich der Fall dadurch, dass sich das Casino auf Indianerland befindet und somit dem Einflussbereich der US-Behörden entzogen ist. Lacy und ihr Kollegen müssen sich etwas einfallen lassen, denn mit der üblichen Herangehensweise werden sie nie und nimmer die benötigten Informationen erhalten, um der Richterin das Handwerk zu legen. Und schon gar nicht können sie damit die Hintermänner, die sogenannte Küstenmafia, dingfest machen.

    Es ist ein interessanter Aspekt des amerikanischen Rechtssystems, den sich Grisham für seinen neuesten Roman herausgesucht hat: das Reservat als quasi abgeschlossener Raum, in dem die Repräsentanten der US-Justiz auf den guten Willen und die Erlaubnis der Stammesleitung angewiesen sind, wenn sie gegen korrupte Richter und mafiöse Organisationen vorgehen wollen. Prekär wird es nur dann, wenn diese drei gemeinsame Sache machen.

    „Bestechung“ ist beileibe kein Action-Highlight, aber dennoch ist dieser Roman, gerade wegen der besonderen Thematik, sehr spannend. Und gerade dann, wenn man Winslows „Corruption“ noch im Hinterkopf hat, macht man sich als Leser so seine Gedanken zum amerikanischen Rechtssystem (was außer Frage steht, ist wohl die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten ein Problem mit Korruption quer durch alle Bereiche haben). Grisham liefert Anstöße, auch wenn ihm dies in der ersten Hälfte des Romans zu ausufernd und trocken gerät, bevor in der zweiten Hälfte das Tempo spürbar anzieht.  Nichtsdestotrotz ist „Bestechung“ einer der besseren Roman des Autors und zweifelsfrei für einige spannende Lesestunden geeignet.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Callsos avatar
    Callsovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kasino-Machenschaften weren aufgedeckt - Grisham in guter Form!
    Justizroman mal anders, Spannung vom Altmeister!

    Keine Angst, John Grishm bleibt sich auch im neuen Roman "Bestechung" treu; auch wenn es nur bedingt ein Justizroman ist.

    Grisham schafft es tatsächlich, im Roman nahezu ohne größere Szenen im Gerichtssaal auszukommen. Vielmehr geht es um Bestechung, um ein Mafia-Imperium, um Schmiergelder, um Flucht, um Mord und das Zusammenspiel von einer Justizbehörde und dem FBI.

    Anwältin Lacy begibt sich dabei mehrfach in eigene Gefahr, immer auf der Lauer, um ein dunkes Kasino-Imperium aufzudecken und die tüchtige Bestechlickeit einer Richterin aufzudecken.

    Und - wie in besten Tagen - ist Spannung garantiert. Zwar sind die Schuldigen und Bösen schnell ausgemacht, aber die mehrfache Flucht, die Überwachungsmethoden und die steinige Suche nach Hintermännern und Anführern ist dramatisch und wundervoll lesbar.

    Es war mein 29. Roman von dem bekannten US-Autor. Und auch dieses Werk hat mich so gefesselt, überzeugt und gefallen, dass meine Liebe zu den immer lesenswerten Büchern von ihm anhält.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    calimero8169s avatar
    calimero8169vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kein Emotionsgewitter à la "Die Jury" aber spannend für Interssierte an der US Justiz.
    Solider Korruptionsroman

    Inhalt

    Die Anwältin Lacy  Stoltz ermittelt in einem Korruptionsfall von nie da gewesenem Ausmaß. Ein Richter soll über Jahre hinweg Bestechungsgelder in schwindelerregender Höhe kasssiert 
    haben. Woher stammt dieses schmutzge Geld? Lacy Stoltz recherchiert und kommt Machenschaften auf die Spur, die sie das Leben kosten könnten.

    Eindruck

    John Grisham führt in "Bestechung" durch einen fachlich fundierten und komplex konstrierten Fall von Korruption. Die Ausmaße und Summen um die es geht sind Atem raubend und kaum zu fassen, involviert und ganz oben mit an der Spitze eine geld- und machtgierige Bundesrichterin. Doch wie es - zum Glück - meistens ist, wer den Hals zu voll nimmt, wird letztendlich daran ersticken.

    Korruption, Erpressung, Mord nicht reißerisch sondern fachlich, sachlich, distanziert was die juristische Seite betrifft. Den Protagonisten hat Grisham Leben mitgegeben und interessante 
    Charaktere gezeichnet. Man kann von einem Fall der einen Korruptionsskandal um eine Bundesrichterin behandelt nicht erwarten, dass es ein Gefühlsgewitter à la "Die Jury" hervor-
    ruft, und somit bleibt die emotionale Schiene hier unbefriedigt. Wer Interesse am US Justizsystem, den Schachzügen von US Anwälten und kleinen und größeren Tricks der ermittelnden Behörden hat, wird mit "Bestechung" einen weiteren guten Roman von John Grisham in seiner Sammlung haben.

    Fazit

    Solider Roman über Korruption in Schwindel erregenden Dollar Höhen, allerdings mit Passagen die in der Realität hoffentlich selten bis gar nicht vorkommen. Kann man gut lesen, ist aber nicht das Beste was bisher aus Grisham's Feder kam. 

    Kommentieren0
    60
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks