John Grisham Bestechung

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Inhaltsangabe zu „Bestechung“ von John Grisham

Wir erwarten von unseren Richtern, dass sie ehrlich und weise handeln. Ihre Integrität und Neutralität sind das Fundament, auf dem unser Rechtssystem ruht. Wir vertrauen darauf, dass sie für faire Prozesse sorgen, Verbrecher bestrafen und eine geordnete Gerichtsbarkeit garantieren. Doch was passiert, wenn sich ein Richter bestechen lässt? Lacy Stoltz, Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, wird mit einem Fall richterlichen Fehlverhaltens konfrontiert, der jede Vorstellungskraft übersteigt. Ein Richter soll über viele Jahre hinweg Bestechungsgelder in schier unglaublicher Höhe angenommen haben. Lacy Stoltz will dem ein Ende setzen und nimmt die Ermittlungen auf. Eins wird schnell klar: Dieser Fall ist hochgefährlich. Doch Lacy Stoltz ahnt nicht, dass er auch tödlich enden könnte.

Das Buch fühlt sich wie eine Doku an,die Figuren bleiben für Grisham seltsam flach, die Handlung ist vorhersehbar,keine wirkliche Spannung.

— Alanda_Vera
Alanda_Vera

Tolles Buch über Korruption bei einer eigentlich unabhängigen Stelle!!!

— MickyParis
MickyParis

Typischer Grisham

— Durga108
Durga108

Kasino-Machenschaften weren aufgedeckt - Grisham in guter Form!

— Callso
Callso

Kein Emotionsgewitter à la "Die Jury" aber spannend für Interssierte an der US Justiz.

— calimero8169
calimero8169

Naja......

— hans-bubi
hans-bubi

nachdem ich mich eingelesen hatte, konnte ich irgendwann mit dem Lesen nicht mehr aufhören

— vielleser18
vielleser18

Spannend und Kurzweilig. Ein echter Grisham. Lesenswert

— Trikerin
Trikerin

Ein spannender und zugleich sehr interessanter Roman über eine korrupte Richterin.

— BinavanBook
BinavanBook

Wollte mal wieder einen Grisham lesen, früher immer sehr gerne gemacht. Aber entweder mein Geschmack hat sich so extrem geändert.........

— Sassenach123
Sassenach123

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  • Tolles Buch über eine korrupte Richterin

    Bestechung
    MickyParis

    MickyParis

    19. September 2017 um 19:18

    Die HandlungLacy Stoltz arbeitet beim Board on Judicial Conduct, eine Behörde, welche gegen korrupte Richter ermittelt oder sich mit Beschwerden von Bürgern gegen Richter auseinandersetzt.Bei dieser Behörde geht es meistens ruhig zu, bis sie einen Fall bekommt, der alles was bisher gewesen war, in den Schatten stellt.Ein gewisser Herr Myer hat von einem Maulwurf Informationen erhalten, dass die Richterin McDover Geld annimmt von einem gewissen Herrn Van Dubose. Der Maulwurf beruft sich auf dem Whistleblower Paragraf, welcher nach der Affäre von Snowden eingeführt worden ist.Es könnte der größte Fall in der Geschichte des BJC werden, sollte er stimmen.Myers berichtet, dass Van Dubose verschiedene Casinos, Hotels und Golfplätze gebaut hat, welche alle im Indianergebiet des Tappucola- Reservats liegen. Die Polizei oder Politiker sind machtlos, denn auf Indianergebiet gelten andere Gesetze. So kann dieser Van Dubose seelenruhig seine Vorhaben verwirklichen und immer neue Golfplätze und größer Bauprojekte bauen und niemand hindert ihn daran, denn er hat ein Ass im Ärmel, die Richterin Claudia McDover.Sollte es von irgendeiner Seite zu einer Klage kommen, verhandelt sie den Fall und sprcht ihn immer zu Gunsten von Van Dubose aus. Sie winkt darüber hinaus, viele Sachen schnell durch und war auch maßgeblich an dem Bau der Straße zum Casino beteiligt.Dafür brachte sie auch unschuldige Personen hinter Gittern, wobei einer zum Tode verurteilt wurde.Und warum das alles-.......wegen dem GELD!!!!Sie lässt sich laut Myer und dessen Maulwurf von Van Dubose bezahlen und bekommt dafür jeden Monat ein hübsches Sümmchen gutgeschrieben. Dieses Geld hat sie nach Ihrem Verständnis sicher angelegt, auf der ganzen Welt in sog. Off- Shore- Firmen.Sollte das alles stimmen, dann hat Lacy und ihr Partner Hugo einen großen Fisch an der Angel und einen gewaltigen Gegner, der nicht einmal vor Mord zurückschreckt.Doch die Suche nach Beweisen ist schwierig, denn der Tappucola- Clan ist kein gesprächiges Völkchen. Sie bekommen ihr Geld von Van Dubose, da er auf Ihrem Gebiet das Casino bauen durfte und er viele des Stammesvolkes bei sich arbeiten lässt.Auf der Suche nach Zeugen geraten Lacy und Hugo in einem Hinterhalt, wobei Lacy im Krankenhaus erst wieder aufwacht und über das tragische Schicksal von Hugo erfährt. Und dann verschwindet auch noch Myer von der Bildfläche, womit alles verloren scheint.Doch dann meldet sich plötzlich der Maulwurf persönlich bei Lacy und was dieser zu berichten hat, geht weit über den hinaus, was man sich an menschliche Gier nur vorstellen kann!!!Meine Meinung und FazitEin Grisham ganz nach meinen Geschmack. Einfach wieder sehr spannend und toll geschrieben. Ich mag vor allem sein Schreibstil und die Art, wie er einen die juristischen Besonderheiten näher bringen kann. Es ist nicht so öde, wie manch andere, die mit juristischen Fachausdrücken punkten wollen. Grisham schafft es einfach immer wieder mich an einem Buch zu fesseln und zu begeistern.Dieses Buch ist auch für Menschen geeignet, die eben kein juristischen Background haben.Seine Bücher sind auch immer hoch aktuell und brisant.Einfach nur toll und von mir eine ganz klare Empfehlung.Ich hoffe einfach, der ein oder andere wagt sich endlich mal an einen Grisham ran und beurteilt es selber!!!

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  • Richterliches Fehlverhalten

    Bestechung
    RebekkaT

    RebekkaT

    22. July 2017 um 20:37

    Das "Board on Judicial Conduct" in Florida widmet sich der Aufklärung von richterlichem Fehlverhalten aller Art. Das alleine macht die Arbeit schon nicht einfach, denn eine Krähe hackt der anderen nicht das Auge aus. Die Juristen Lacy und Hugo haben einen besonderen Auftrag. Die Richterin Claudia McDover wird beschuldigt, mit einem Gangster zusammen zu arbeiten ("Küsten-Mafia"), sich so mehrere exklusive Häuser und einen verschwenderischen Lebensstil zu ermöglichen. Es geht um Morde, um einen Unschuldigen im Todestrakt, von eigenen Gesetzen der Tppacola-Indianer und um ein Casino. Während der Ermittlungen passiert auch sehr viel, und nicht umsonst lebt der Informant unter falschen Namen auf einem Boot und ist mehr als vorsichtig.Viele, sehr viele Personen laufen mir in dem Buch über den Weg. Lange, teilweise interessante Ausführungen zum amerikanischen Justizsystem werden mir erklärt und immer wieder frage ich mich: kann sowas wirklich passieren? Geht sowas auch in Deutschland? Ich beginnne zu vergleichen, andere Grisham-Bücher fallen mir ein und ich erwische mich, wie ich mir das alles durchaus vorstellen kann. Womit bekommt man die Menschen? Geld, Macht und Sex, jeden Tag sind die Zeitungen voll davon und viele reiche Menschen lieben es doch, immer wieder noch reicher zu werden...Cover: Unaufregend, komisch abgekürzt, habe erst "Best" gelesen, um dann auf "Bestechung" zu kommen.Schreibstil: Ein John Grisham durch und durch. Viele Erklärungen zum Justizsystem, viel zum Grübeln, viele Personen und einige merkwürdige Handlungen.Interessant fand ich den Aspekt, dass im Indianerland, im Reservat, eigene Gesetze herrschen und die Justiz auf den guten Willen der Stammesoberhäupter angwiesen ist.Ein Grisham, der ohne viel Blut auskommt, ohne detailreiche Schilderungen der Morde oder des Auftragskillers. Ein Grisham wie zu seiner Anfangszeit, voll Wissen, rechtlich sauberen Ermittlungen und einem mitnehmenden Erzählstil.

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  • Perfekt ausgeübtes Handwerk

    Bestechung
    heinoko

    heinoko

    15. July 2017 um 09:03

    Grisham ist zweifelsohne ein Könner seines Faches. Er beherrscht sein Handwerk wie eh und je. Lebendige Handlung, lebendige Protagonisten, der Leser wird in den Bann gezogen, ohne dass es reißerischer Momente bedürfte. Es geht um einen geheimen Informanten, einen Whistleblower, und um Ermittlungen um einen korrupten Richter. Die sympathische Anwältin Lacy und ihr Kollege Hugo, die für eine Rechtsaufsichtsbehörde arbeiten, haben eine große Aufgabe vor sich, denn die Hinweise sind spärlich und der Kreis der Verdächtigen sehr mächtig und gefährlich, insbesondere da es auch um mafiaähnliche Strukturen im Lebensraum der Indianer, der Tappacola, geht. Leider, leider wird der eigentliche, der spannende Hintergrund der Geschichte überlagert von sehr langatmigen Erklärungen zur amerikanischen Justiz, speziell zur Behörde, der Lacy und Hugo angehören, von allzu ausführlichen Erläuterungen zu den sehr eigenen Gesetzen der Tappacola und von streckenweise unglaubwürdig-unlogischen Handlungen der Protagonisten. Auch die Fülle der vorkommenden Personen fordert dem Leser einiges ab. Dennoch in der Summe ein echter, ein durchaus interessanter und streckenweise spannender Grisham, insofern lesenswert.

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  • Korruption im Justizsystem

    Bestechung
    Durga108

    Durga108

    13. July 2017 um 17:10

    Kann er es noch? Hat er vielleicht sogar Ghostwriter? M.E. nein, Grisham schreibt selbst und ja, er schreibt im guten alten Grisham-Stil. In seinem neuesten Buch Bestechung, bereitet der Autor ein altes Thema neu auf: Korruption im Justizdienst. Die Protagonistin Lacy Stoltz, selbst Juristin, aber nicht in einer Kanzlei, sondern beim Board on Judicial Conduct in Florida tätig, das Korruptionsbeschwerden über Richter überprüft, ist mit ihrem Kollegen Hugo auf dem Weg,  sich mit einem Mann zu treffen, der eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Richterin einlegen will. Schnell begreift der Leser, dass dieses Vorhaben ziemlich gefährlich werden kann. Nicht umsonst lebt der Mann, den sie treffen, auf einem Segelboot, mit einer Scheinadresse, zudem hat er noch seinen Namen geändert. Er will Beweise haben, dass sich eine Richterin von den Betreibern eines Spielcasinos bestechen lässt und befangene Urteile spricht. Schon auf den ersten Seiten fällt der Begriff "Mafia". Das Casino soll in einem Indianerreservat betrieben werden, da dort die Justiz erst nach Rücksprache mit dem Stamm tätig werden kann. Lazy und ihr Team beginnen zu ermitteln und bald wird der Fall immer brisanter. Eine Person stirbt, eine andere wird schwer verletzt und eine dritte verschwindet spurlos. Grisham schreibt wie schon in Die Firma oder Die Jury sehr realistisch und detailliert, für mich manchmal schon fast zu detailliert, aber nur ganz selten wird das Lesen zäh. Meistens schafft er es, die Aufmerksamkeit des Lesers mit jeder Seite zu gewinnen. Aus einer scheinbar harmlosen Beschwerde spinnt John Grisham einen spannenden Justizthriller, der durchaus in der Realität angesiedelt werden könnte. Die Gesellschaft erwartet zwar von der Justiz integer, objektiv und rechtschaffen zu sein, gerechte Urteile zu fällen, doch was passiert, wenn viel Geld im Spiel ist? Sehr lesenswert für Menschen die gerne realitätsnahe Thriller lesen, für Grisham-Fans und alle, die es noch werden wollen.

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  • Interessante Thematik!

    Bestechung
    Havers

    Havers

    05. July 2017 um 19:52

    Vor einigen Tagen habe ich den neuen Thriller von Don Winslow beendet, dessen Thema die Korruption bei Polizisten, Anwälten und Richtern in New York war. Nun also „Bestechung“, der neue Roman von John Grisham, dessen Thematik in eine ähnliche Kerbe schlägt. Kein Kampf David gegen Goliath, wie wir es aus vielen Büchern des amerikanischen Autors kennen, der mit dem Rechtssystem bestens vertraut ist, da er viele Jahre als Anwalt  in Mississippi praktiziert hat, bevor er sich dem Schreiben von Justizthrillern zuwandte. Die Juristin Lacy Stoltz arbeitet in Florida bei der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Board of Judical Conduct, einer Institution, die sich mit richterlichem Fehlverhalten beschäftigt. Üblicherweise sind das kleine Vergehen, wie Alkoholismus, Beleidigungen etc. Aber dann hat sie einen richtig dicken Fisch an der Angel. Über verschiedene Kanäle erhält sie die Information, dass sich in ihrem Einflussbereich eine Richterin seit Jahren die Taschen mit Bestechungsgeldern füllt, die sie von Casinobetreibern im Gegenzug für Gefälligkeitsurteile erhält. Brisant und gleichzeitig schwierig gestaltet sich der Fall dadurch, dass sich das Casino auf Indianerland befindet und somit dem Einflussbereich der US-Behörden entzogen ist. Lacy und ihr Kollegen müssen sich etwas einfallen lassen, denn mit der üblichen Herangehensweise werden sie nie und nimmer die benötigten Informationen erhalten, um der Richterin das Handwerk zu legen. Und schon gar nicht können sie damit die Hintermänner, die sogenannte Küstenmafia, dingfest machen. Es ist ein interessanter Aspekt des amerikanischen Rechtssystems, den sich Grisham für seinen neuesten Roman herausgesucht hat: das Reservat als quasi abgeschlossener Raum, in dem die Repräsentanten der US-Justiz auf den guten Willen und die Erlaubnis der Stammesleitung angewiesen sind, wenn sie gegen korrupte Richter und mafiöse Organisationen vorgehen wollen. Prekär wird es nur dann, wenn diese drei gemeinsame Sache machen. „Bestechung“ ist beileibe kein Action-Highlight, aber dennoch ist dieser Roman, gerade wegen der besonderen Thematik, sehr spannend. Und gerade dann, wenn man Winslows „Corruption“ noch im Hinterkopf hat, macht man sich als Leser so seine Gedanken zum amerikanischen Rechtssystem (was außer Frage steht, ist wohl die Tatsache, dass die Vereinigten Staaten ein Problem mit Korruption quer durch alle Bereiche haben). Grisham liefert Anstöße, auch wenn ihm dies in der ersten Hälfte des Romans zu ausufernd und trocken gerät, bevor in der zweiten Hälfte das Tempo spürbar anzieht.  Nichtsdestotrotz ist „Bestechung“ einer der besseren Roman des Autors und zweifelsfrei für einige spannende Lesestunden geeignet.

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  • Justizroman mal anders, Spannung vom Altmeister!

    Bestechung
    Callso

    Callso

    04. July 2017 um 14:33

    Keine Angst, John Grishm bleibt sich auch im neuen Roman "Bestechung" treu; auch wenn es nur bedingt ein Justizroman ist.Grisham schafft es tatsächlich, im Roman nahezu ohne größere Szenen im Gerichtssaal auszukommen. Vielmehr geht es um Bestechung, um ein Mafia-Imperium, um Schmiergelder, um Flucht, um Mord und das Zusammenspiel von einer Justizbehörde und dem FBI. Anwältin Lacy begibt sich dabei mehrfach in eigene Gefahr, immer auf der Lauer, um ein dunkes Kasino-Imperium aufzudecken und die tüchtige Bestechlickeit einer Richterin aufzudecken.Und - wie in besten Tagen - ist Spannung garantiert. Zwar sind die Schuldigen und Bösen schnell ausgemacht, aber die mehrfache Flucht, die Überwachungsmethoden und die steinige Suche nach Hintermännern und Anführern ist dramatisch und wundervoll lesbar.Es war mein 29. Roman von dem bekannten US-Autor. Und auch dieses Werk hat mich so gefesselt, überzeugt und gefallen, dass meine Liebe zu den immer lesenswerten Büchern von ihm anhält.

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  • Solider Korruptionsroman

    Bestechung
    calimero8169

    calimero8169

    28. June 2017 um 17:54

    InhaltDie Anwältin Lacy  Stoltz ermittelt in einem Korruptionsfall von nie da gewesenem Ausmaß. Ein Richter soll über Jahre hinweg Bestechungsgelder in schwindelerregender Höhe kasssiert haben. Woher stammt dieses schmutzge Geld? Lacy Stoltz recherchiert und kommt Machenschaften auf die Spur, die sie das Leben kosten könnten.EindruckJohn Grisham führt in "Bestechung" durch einen fachlich fundierten und komplex konstrierten Fall von Korruption. Die Ausmaße und Summen um die es geht sind Atem raubend und kaum zu fassen, involviert und ganz oben mit an der Spitze eine geld- und machtgierige Bundesrichterin. Doch wie es - zum Glück - meistens ist, wer den Hals zu voll nimmt, wird letztendlich daran ersticken.Korruption, Erpressung, Mord nicht reißerisch sondern fachlich, sachlich, distanziert was die juristische Seite betrifft. Den Protagonisten hat Grisham Leben mitgegeben und interessante Charaktere gezeichnet. Man kann von einem Fall der einen Korruptionsskandal um eine Bundesrichterin behandelt nicht erwarten, dass es ein Gefühlsgewitter à la "Die Jury" hervor-ruft, und somit bleibt die emotionale Schiene hier unbefriedigt. Wer Interesse am US Justizsystem, den Schachzügen von US Anwälten und kleinen und größeren Tricks der ermittelnden Behörden hat, wird mit "Bestechung" einen weiteren guten Roman von John Grisham in seiner Sammlung haben.FazitSolider Roman über Korruption in Schwindel erregenden Dollar Höhen, allerdings mit Passagen die in der Realität hoffentlich selten bis gar nicht vorkommen. Kann man gut lesen, ist aber nicht das Beste was bisher aus Grisham's Feder kam. 

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  • Kampf gegen Korruption in der Justiz

    Bestechung
    uli123

    uli123

    21. June 2017 um 17:49

    Grishams neuester Roman ist wieder einmal ein Justizthriller, also ein Genre, in dem er sich schon früher sehr erfolgreich bewiesen hat. Ermittlerin ist Lacy Stoltz, eine Mitarbeiterin der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, die für Berufsaufsicht und standeswidriges Verhalten von Richtern zuständig ist. Durch einen Mittelsmann eines anonymen Whistleblowers erhält sie Informationen über eine in höchstem Grade korrupte Richterin, Claudia McDover. Diese steht in Verbindung zu einer kriminellen Vereinigung namens Küsten-Mafia. In korruptem Zusammenwirken haben sie vor Jahren den Bau eines Kasinos auf Indianerland und andere Bauvorhaben erwirkt. Im Zuge ihrer Ermittlungen gegen die korrupteste Richterin in der amerikanischen Geschichte, bei denen sie sich Hilfe vom FBI holt, stößt Lacy auf zwei mysteriöse Morde im Indianer-Milieu, für die ein Unschuldiger nach einem nicht gesetzeskonformen Urteil McDovers in der Todeszelle sitzt, und gerät selbst in Todesgefahr. Die Geschichte ist allein schon lesenswert durch den informativen Einblick, den sie in das Justizwesen und den Justizaufbau in Amerika gibt. Beides unterscheidet sich ja sehr von deutschen Verhältnissen. Sie fesselt bis zum Schluss, da der Richterin und der hinter ihr stehenden Mafia das Handwerk erst recht spät gelegt werden kann. Wie ein roter Faden zieht sich auch die Frage nach der Identität des Whistleblowers durch das Buch. Als positiv empfinde ich, dass gewaltreiche Szenen kaum eine Rolle spielen. Zwar gibt es Schilderungen über vergangene Morde und auch einen schweren, blutigen Verkehrsunfall. Dabei bleibt es dann aber auch. Nicht einmal der auf den Whistleblower angesetzte bewaffnete Auftragskiller wird zu seiner Waffe greifen. Der Autor lässt seine Figuren einfach nur ermitteln. Als etwas übertrieben wirkt das Ende, das eigentlich nur noch eine Aufzählung der unzähligen Verhaftungen, Verurteilungen und Zerschlagungen des Mafia-Imperiums ist – halt typisch amerikanisch. Das Buch sei Lesern spannender, unblutiger Thriller empfohlen.

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  • Bestechung

    Bestechung
    Kleine8310

    Kleine8310

    19. June 2017 um 21:46

    "Bestechung" ist ein Roman des Autors John Grisham. Wer meinen Blog schon länger verfolgt wird sicherlich schon mitbekommen haben, dass Herr Grisham zu den Autoren zählt, deren Bücher ich immer wieder gerne lese und die oftmals auch echte Highlights für mich sind. Daher war ich voller Vorfreude auf sein neues Werk, bei dem schon die Beschreibung meine Neugier weckte ...   In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Lacy Stoltz. Lacy arbeitet als Anwältin bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida und bekommt von einem Informanten zugetragen, dass ein Richter über viele Jahre Bestechungsgelder in riesiger Höhe angenommen haben soll. Gemeinsam mit ihrem Kollegen versucht Lacy mehr in Erfahrung zu bringen und stößt auf ein Netzwerk ungeahnten Ausmaßes. Doch schon nach kurzer Zeit muss Lacy feststellen, dass die Ermittlungen nicht nur brisantes und schier unglaubliches zutage, sondern auch eine riesige Gefahr, für die die Nachforschungen anstellen, mit sich bringen könnten ... Der Einstieg in diesen Roman ist mir leider nicht ganz so leicht gefallen, wie bei John Grisham's anderen Werken. Das lag vorallem daran, dass es zu Beginn eine Masse an Namen gab, für die ich erstmal eine Weile brauchte, bis ich sie richtig zuordnen konnte. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte und wußte wer wo hingehört war das Lesen angenehmer und ich habe mich auf die Geschichte gefreut.  Der Schreibstil von John Grisham besticht durch klare Sätze und dank eines allwissenden Erzählers erhält der Leser/die Leserin vielfältige Einblicke in das Leben der Personen, die in der Handlung eine Rolle spielen. Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir ganz gut gefallen, aber aus anderen seiner Bücher bin ich, besonders bei den Hauptakteuren eigentlich mehr Tiefgang gewohnt. Die Vielzahl Nebencharaktere machte mir ja nach einer kurzen Einlesezeit keine Probleme mehr und sie komplettierten das Bild eines korrupten Netzwerks.  Besonders beeindruckend fand ich die vom Autor gewohnten exzellent dargestellten rechtlichen Details, die Grisham's Romane ausmachen. In dieser Geschichte stellt er auch deutlich dar, wie sich die Interessen und Handlungsgebiete von Polizei, anwaltlichen Ermittlern und FBI unterscheiden, was am Ende ein interessantes und vielschichtiges Bild ergibt. Den Plot ansich fand ich sehr interessant, aber die Umsetzung war leider nur solide. Was mir über weite Strecken fehlte war die Spannung. Der Aufbau war toll ausgearbeitet und die Handlungsstränge wurden alle logisch verknüpft und boten am Ende ein Mafia - ähnliches Konstrukt, welches nicht nur das Rechtssystem betroffen hat. Zudem gab es auch andere Themen, wie das Stammesland bei den Indianern. Diese Thematik hätte ich gern weiterverfolgt, ebenso wie manche Charaktere, die leider plötzlich einfach aus der Geschichte verschwanden. So kam mir manches nicht auserzählt vor, obwohl die eigentliche Handlung schon abgeschlossen ist und es auch einen informativen Epilog gibt. Positiv:  * toller Plot * überraschend emotionaler Punkt zu Beginn der Handlung * interessante Informationen zu verschiedenen Gesetzes - und Rechtsinstanzen  Negativ:  * ein etwas schwieriger Start durch sehr viele Personennamen * bis auf eine Szene im ersten Drittel gab es kaum Spannung * einiges war leider sehr vorhersehbar   "Bestechung" ist ein solider Gerichtsroman im bekannten Stil des Autors. Es gab tolle Aspekte, aber leider auch wenig Spannung und viel Vorhersehbares. Für mich ist dies nicht sein bester Roman, aber er ist dennoch nett zu lesen.

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  • Konnte mich fesseln

    Bestechung
    vielleser18

    vielleser18

    31. May 2017 um 06:37

    Lacy Stoltz ist Anwältin, sie arbeitet bei der Rechtsaufsichtsbehörde in Florida. Diese ermittelt gegen Richter, die gegen Recht und Ordnung verstossen. Es ist eine kleine Behörde. Bisher gab es keine spektakulären Fälle. Doch der neuer Fall sprengt alle Dimensionen. Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen die Richterin Claudia McDover wegen Annahme von massiven Bestechungsgeldern.  Eingereicht von einem Mittelsmann, der sogar seinen Namen geändert hat und keinen festen Wohnsitz angibt, weil der Fall zusätzlich auch noch hochgefährlich ist, denn die Richterin hat sich  mit ihrer  Korruption mit einer Bande eingelassen, die vor nichts zurück schreckt, auch nicht vor Mord und Totschlag.Ich habe schon viele John Grisham Romane gelesen. Immer geht es um das amerikanische Rechtssystem, um Anwälte, um spektakuläre Fälle. Ich mag seine Romane unheimlich gerne.Diesmal brauchte ich allerdings lange, bis sich für mich die Spannung aufgebaut hat. Grisham hat meines Erachtens fast 100 Seiten gebraucht, bis ich mich mit diesem Roman anfreunden konnte. Unheimlich viel Info, viele Schauplätze, viele Akteure, die eingeführt werden mussten und die für mich leider anfangs auf die Spannungsbremse gedrückt haben. Doch dann fängt es an gefährlich zu werden und die Spannung stieg für mich enorm und ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch mit den weiteren 350 Seiten kaum aus der Hand legen. Erst gegen Ende sackte der Spannungsbogen mit der Auflösung langsam wieder ab.Grisham kann gut erzählen. Die Einsichten, die dieser Roman wieder einmal in das amerikanische Rechtssystem, hier insbesondere auch auf die besonderen Rechte der Indianerreservate bietet, ist schon besonders gut dargestellt. Die vielen Dialoge machen den Roman abwechslungsreich, genauso wie die wechselnden Betrachtungen auf die Akteuere. Meist erzählt Grisham zwar in dritter Person über die Anwältin und Ermittlerin Lacy, aber auch andere Figuren treten zeitweise in den Vordergrund und machen die Geschichte abwechslungsreich und bieten dadurch dem Leser mehr spannende Aktionen und auch Informationen.Als Leserin habe ich mitgebangt um die Hauptprotagonistin, habe mich überraschen lassen und habe auf manche falsche Fährte gesetzt - dazu das für mich unbekannte Terrain  amerikanische Rechtssystem, Gerichte, Jury, aber auch das Thema Indianer und die speziellen Rechte ihrer Reservate, dies alles war für mich von John Grisham interressant und informativ beschrieben worden.Fazit:Es ist nicht Grishams spannendster und bester Roman, aber einer, der mich - nachdem ich die ersten 100 Seiten gelesen hatte - dann doch gepackt hat. Interessant war er von Anfang an und Spannung war ab diesem Zeitpunkt dann auch genügend vorhanden. Ich runde die 3,5 Sterne, die ich leider nicht vergeben kann, daher auf 4 Sterne auf.

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  • Sehr gradlinig und, leider, sehr vorhersagbar erzählt

    Bestechung
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    22. May 2017 um 11:32

    Sehr gradlinig und, leider, sehr vorhersagbar erzähltWie gewohnt setzt Grisham auch seinen neusten Roman ein in die Welt des Rechts, samt der ebenfalls bei ihm fast klassisch zu nennenden Konstellation eines „Underdogs“ (hier eine nur mangelhaft und mit wenigen Rechten ausgestattete Kontrollbehörde gegenüber Richtern) und einer „Krake“ (einer weit verzweigten, gnadenlosen und mächtigen kriminellen Organisation).Ebenfalls bekannt ist die gerade, schnörkellose Art Grishams, zu erzählen.Was im Gesamten ein rundes Bild des Falles einer Ermittlung gegen eine als bestechlich bezeichnete Richterin angeht und auch den ein oder anderen Spannungsmoment einschließt (ein Autounfall, die Frage, wer die „Quelle“ ist, die Gefahren für einen Spitzel und fremde Männer, die sich scheinbar sehr entspannt in anderer Leute Häuser umsehen).Und sicher ist es überraschend, wer das Ende des Romans nicht erleben wird und wer sich warum gegen die Richterin im Geheimen stellt.Doch im Gros des Romans wirkt dieser fast dokumentarisch angelegt. Detaillierte Beschreibungen der dunklen Geschäfte, ein Blick auf undurchschaubare Verflechtungen im Indianerreservat und die akribische Begleitung der Ermittlungen führt doch zu einem eher langsamen Fortschreiten der Ereignisse. Auf deren Weg die ein oder andere durchaus wichtige Person (die man gerne länger begleitet hätte wie den „Chief“ oder Greg Myers) plötzlich nicht mehr vorkommt. Wie auch eine mögliche, beginnende Liebesgeschichte fast einfach so im Ungefähren verbleibt.Lacy Stoltz, die Hauptperson des Romans, unterbezahlte Anwältin einer Behörde, die Richtern „auf die Finger schaut“, kann zunächst kaum glauben, was sie da erfährt.Dass eine Richterin sei über 10 Jahren gegen eine fürstliche Bezahlung einer mafiaähnlichen Gruppe mit jedwedem genehmen Urteil zur Seite steht. Was Immobilien angeht, was aber auch einen armen Schluckers in die Todeszelle schon gebracht hat.Wie nun sich der Fall entfaltet und Stoltz mit ihren Verbündeten Schritt für Schritt zum Kern der kriminellen Vereinigung vorstößt, das liest sich als roter Faden rund und gut. Wenn da nicht die erwähnten Längen, die etwas kühle Distanz zum Geschehen und zu den Personen hier und da doch störend auftreten würde. Da hilft es auch nicht, den Bruder der Anwältin ab und an einfliegen zu lassen (der Sinn dieser Figur erschließt sich an sich nicht ganz) oder teilzunehmen an den Überlegungen der tafffen Anwältin über ihre „biologische Uhr“.Dennoch, wenn es zur Sache geht, erzählt Grisham dicht und spannend wie gewohnt und im Gesamten hilft der flüssige Stil des Autors ebenfalls über manch trockene Stelle hinweg.Insgesamt ein solider Thriller, der aber nicht an verschiedene Highlights des Autors heranreicht.

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  • Bestechung von John Grisham

    Bestechung
    BinavanBook

    BinavanBook

    03. May 2017 um 21:23

    Klappentext:Richter sprechen Recht. Doch was, wenn sie es beugen?Die Anwältin Lacy Stoltz ermittelt in einem Korruptionsfall von nie da gewesenem Ausmaß. Ein Richter soll über Jahre hinweg Bestechungsgelder in schwindelerregender Höhe kassiert haben. Woher stammt dieses schmutzige Geld? Lacy Stoltz recherchiert und kommt Machenschaften auf die Spur, die sie das Leben kosten könnten.Der Autor:John Grisham hat neunundzwanzig Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und sechs Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.Der erste Satz:Im Autoradio Lief Softjazz, ein Kompromiss nach langer Debatte.Meine Meinung:Meinen erstes Buch von John Grisham war Der Gerechte, welches mir wegen seines Covers ich in der Buchhandlung aufgefallen ist. Wer weiß wann ich sonst auf diesen wunderbaren Autor aufmerksam geworden wäre. Sein neuer Roman Bestechung, würde mir in der Buchhandlung rein vom Cover eher nicht auffallen, wenn ich den Autor nicht schon kennen würde. Aber wie sagt man gerne, umso hässlicher das Cover umso interessanter der Inhalt. Dies trifft hier definitiv zu.John Grisham gewährt uns in seinem neuen Roman wieder einen Einblick in die amerikanische Justiz. Was passiert wenn Richter nicht mehr objektiv entscheiden, sondern sich bestechen lassen? Und nicht unwichtig, was passiert wenn man ihnen auf die schliche kommt?Lacy und ihr Kollege Hugo ermitteln gegen eine Richterin und bringen sich damit in eine lebensgefährliche Situation. Denn eine Richterin, die über viele Jahre Bestechungsgelder einkassiert ohne das dies bisher aufgefallen ist, ist mehrfach abgesichert.John Grisham erzählt die Geschichte um eine Richterin, und der ermittelten Anwälte Lacy und Hugo so spannend und interessant, das man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag.Fazit:Ein spannender und zugleich sehr interessanter Roman über eine korrupte Richterin.

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  • Wenn Richter korrupt werden - was ist dann noch gerecht?

    Bestechung
    Phoenicrux

    Phoenicrux

    26. April 2017 um 15:41

    Cover:Das Cover ist irgendwie interessant, trotz dem Blau und Rot ist es dunkel gehalten und strahlt etwas verschrobenes aus. Die Schrift wirkt dabei sehr dominant und etwas zu groß und lenkt vom Hintergrund ab.Zum Buch:Mehrere Sichtweisen, trotzdem ist es sehr übersichtlich gewesen für mich. Man bekommt viele Informationen und Details. Zu Beginn braucht es einen Moment bis man in den Schreibstil reinfindet, doch dann lässt es sich super lesen.Protagonisten:Als Leser/in trifft man auf so einige Charaktere. Ermittler, Informanten, das FBI und die Person zu der die Korruption führt. Gerade so viel erfährt man, das ein vages Bild geformt wird. Vieles wird nur angedeutet und an anderer Stelle werden Dinge mehr ausgeführt. Es besteht ein interessantes Gleichgewicht an Informationen die man bekommt und denen die versuchen mehr herauszufinden. Die genauen Hintergründe bleiben auch nur angedeutet für den Leser, aber das fällt nicht wirklich ins Gewicht bei der Geschichte. Trotz der vielen Personen denen man begegnet, ist es dennoch übersichtlich gemacht und man fühlt sich nicht zugeworfen mit unwichtigen Einzelheiten.Meine Meinung:Es ist nicht so das es einen überaus packt beim Lesen und ein riesen Spannungsbogen vorhanden ist, sondern so das es einen durch die ganzen Hintergrunddetails immer am Lesen hält. Der Schreibstil ist etwas anders und eine tolle Abwechslung zu anderen Büchern aus dem Genre. Bisher kannte ich noch keins der Bücher des Autors, doch ich werde sicher mal wieder ein Buch von ihm zur Hand nehmen, wenn mir der Sinn nach dem etwas anderen steht. Die Abläufe wirkten auf mich gut durchdacht und detailliert recherchiert. Der Schluss wirkte absolut logisch und alle Fäden die gesponnen wurden, führen zu einem großen Ganzen wieder zusammen am Ende.

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  • Korruption- Bestechung- Mord!!

    Bestechung
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    20. April 2017 um 21:00

    Das BJC ist eine Rechtsaufsichtsbehörde in Florida, die u.a. gegen korrupte Richter ermittelt, doch diesmal haben es die Mitarbeiter mit einem besonderen Fall zu tun.Offensichtlich ist hier nichts, sondern sie bekommen die Informationen durch einen Kontaktmann, der nicht offiziell in Erscheinung treten möchte und der den wahren Whistleblower auch nur über einen Mittelsmann kennt. Die gesammelten Hinweise reichen aber nicht für eine Anklage, deswegen muss das BJC verdeckt vermitteln und hieb- und stichfeste Beweise beschaffen.Das macht es für die BJC- Anwältin Lacy und ihren Kollegen Hugo nicht gerade einfach, etwas herauszukriegen. Zumal es sich bei den Beschuldigten um hochrangige Geschäftsleute und Richter handelt. Erschwerlich kommt hinzu, dass die Fälle sich größtenteils auf dem Gebiet der Indianer abgespielt haben, bei denen sich fast gar nicht ermitteln lässt.Als ein schrecklicher Unfall passiert, wird dem BJC klar, mit welchen Methoden die gegnerische Seite kämpft und dass sie um jeden Preis verhindern will, dass die Machenschaften ans Licht kommen.John Grisham hat einen sehr komplexen Fall geschaffen. Zuerst hatte ich Schwierigkeiten, die vielen Personen richtig zuzuordnen, vor allem, da sie einmal mit Vor- und manchmal mit Nachnamen erwähnt werden. Aber das fand ich eigentlich nur am Anfang etwas verwirrend, danach blickt man gut durch.Es geht um Korruption, Bestechung, Gefälligkeitsurteile bei Gericht und Mord, insgesamt Verbrechen im ganz großen Stil. Eine Mafia agiert auf dem Gebiet der Indianer, die ihre eigenen Gesetze haben und nicht gerne jemanden dahinterblicken lassen. Ich habe das mal gegoogelt, es scheint wirklich heute in einigen Reservaten noch so zu sein.Als der wichtigste und bisher einzige Informant, plötzlich spurlos verschwunden ist, spornt das Lacy und ihre Kollegen an, jetzt erst recht weiter an dem Fall dranzubleiben.Lacy und Hugo sind zwei sympathische Protagonisten, auch Lacys Bruder Gunter fand ich trotz seiner eigenen Art sehr unterhaltsam.Ich liebe John Grishams Bücher und mir gefallen die Themen, bei denen es ja meist hauptsächlich um Anwälte und Gerichte geht.Manchen mag der Stoff etwas trocken vorkommen, doch durch Grishams Schreibstil wird fast jedes öde Thema zu einem Pageturner. Ich fand die Ermittlungen sehr spannend und fieberte mit, ob das BJC der Korruption ein Ende machen kann, oder ob die Beteiligten ihre Schäfchen vorher ins Trockene bringen können und ohne Strafe davonkommen.Bisher überraschte uns John Grisham bei seinem Büchern ja immer mit einem Klopper zum Ende, mit dem man überhaupt nicht rechnete und der das Ganze in ein völlig neues Licht stellte. Beim letzten Buch fehlte mir das allerdings und ob es hier wieder so ist, möchte ich nicht verraten.`Bestechung` ist ein lesenswertes Buch, auch wenn es nicht eins seiner besten ist.

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  • Trotz kleiner Schwächen ein interessanter und gut geschriebener Justiz-Thriller

    Bestechung
    -nicole-

    -nicole-

    19. April 2017 um 17:53

    Ein Korruptionsfall mit ungeahnten Außmaßen...Lacy Stoltz und ihr Kollege Hugo Hatch arbeiten für das BJC (Board on Judicial Conduct), das für die Berufsaufsicht zuständig ist und Anzeigen über standeswidrigem Verhalten von Richtern in Florida untersucht. Bald bekommen sie es mit einem Fall zu tun, der alle bisherigen richterlichen Fehlverhalten in den Schatten stellt: Ein Richter in Florida soll jahrelang Bestechungsgelder in unglaublicher Höhe angenommen haben - und noch einiges mehr. Nach eingehender Überprüfung nimmt das BJC den Fall an und Lacy beginnt sofort zu ermitteln. Schnell wird klar, dass der Fall sehr brisant ist und ungeahnte Ausmaße annehmen wird. Doch so diskret sie und ihr Kollege bei ihren Ermittlungen auch vorgehen, den Gegnern bleibt nichts verborgen. Schon bald schweben sie in großer Gefahr... Wird Lacy Licht ins Dunkel bringen und den Richter überführen?"Er suchte sich eine Bank mit Aussicht auf die Bucht, blieb lange dort sitzen und machte sich Vorwürfe. Aus einem kleinen, dunklen Komplott war plötzlich etwas sehr viel gefährlicheres geworden." - Seite 138, eBookIch lese seit vielen Jahren mit Begeisterung die spannenden Justiz-Thriller von John Grisham und war dementsprechend gespannt auf sein neuestes Buch. In Bestechung geht es um einen Richter, der jahrelang Bestechungsgelder entgegen genommen haben soll - doch dieses ist nur ein Punkt auf einer Liste, die immer länger wird. Lacy Stoltz ist Anwältin der Rechtsaufsichtsbehörde und beginnt in diesem besonders brisanten Fall mit ihren Ermittlungen - und gerät bald darauf in Lebensgefahr...Die Erzählweise ist sehr klar und gut verständlich, anfangs wird viel zu dem umfangreichen Fall erklärt, mit dem es Lacy und ihre Kollegen vom BJC zu tun haben. Da dieser Fall sehr umfangreich und verstrickt ist, ist diese ausführliche Schilderung über die Hintergründe sehr sinnvoll und gut gewählt. Nur leider kommt danach die Geschichte nicht so richtig in Schwung, sie plätschert eher vor sich hin. Im Mittelteil kommt dann zwar etwas Schwung in die Geschichte, doch das Ende bleibt etwas zu vorhersehbar.Womit Grisham aber hier wieder überzeugt, ist mit seiner Fachkenntnis als ehemaliger Anwalt. Alle fachlichen Erläuterungen -vom Rechtssystem, über den Arbeitsalltag eines Anwalts bis hin zum Prozessablauf- sind sehr gut verständlich.Mein Fazit: Ein solider, gut geschriebener Justiz-Thriller mit kleineren Schwächen. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, ebenso wie die sehr gut ausgearbeiteten Fakten. Leider fehlte mir bei dieser Geschichte aber das gewisse Etwas, sie plätschert ein wenig vor sich hin - es fehlten die fesselnden und überaschenden Momente. Das ist etwas schade, denn die Idee der Story ist wirklich klasse. Es gibt aber auch positives: Die Charaktere und der Fall sind gut ausgearbeitet und das Buch lässt sich flüssig lesen und bietet eine interessante Geschichte.Kurz gesagt: Trotz kleiner Schwächen ein gutes und durchaus lesenswertes Buch, das sich bei den John Grisham-Romanen im guten Mittelbereich befindet.

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