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Soeren

vor 1 Monat

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 „Die Bestechung“ ist einer typischer John-Grisham-Roman. Was überhaupt nicht abwertend klingen soll. Die Handlung ist interessant und abwechslungsreich, und man lauscht die ganze Zeit gespannt, wie es weiter und letztendlich ausgehen wird. Ungewöhnlich an der Geschichte über die korrupte Richterin und allem, was damit zusammenhing, war bloß, dass es diesmal mit „Zeugen der Anklage“ eine separat erhältliche Kurzgeschichte als eine Art Prolog gab. So etwas hatte Grisham vorher nicht, aber bei „Die Bestechung“ bot es sich förmlich an und passte hervorragend. Doch obwohl es ein typischer Grisham-Roman war, hörte er sich stellenweise wie ein – wenn auch sehr spannender – Bericht. Vermutlich lag es daran, dass die Handlung ziemlich breit gefächert erzählt werden musste und er deshalb nicht so sehr auf Einzelschicksale eingehen konnte (von Hauptperson Lacey einmal abgesehen). Der kleine Kritikpunkt schmälert das Lesevergnügen auch bloß geringfügig. Alles in allem ist Grisham auch hiermit wieder ein solider guter Wurf gelungen. So wie eigentlich immer. Gelesen wird das Grisham-Buch wie üblich von Charles Brauer. Der ebenfalls gewohnt gute Arbeit abgeliefert hat.

Autor: John Grisham
Buch: Bestechung
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