John Grisham Der Gefangene

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Inhaltsangabe zu „Der Gefangene“ von John Grisham

Unschuldig verurteilt Diesen Albtraum erlebte Ex-Basketballspieler Ron Williamson, der wegen Mordes in der Todeszelle saß. Grisham widmet sich diesem erschütternden Fall, der Zeugnis über die Ungerechtigkeit eines modernen Rechtssystems ablegt. Brillant und mit großer Sympathie für seinen Helden erzählt er Williamsons Geschichte als packenden Thriller, der nicht mehr aus der Hand zu legen ist. Altmeister Charles Brauer leiht John Grishams mitreißender Story seine vielseitige, versierte Stimme. In der Tradition von Truman Capotes Kaltblütig .

Thema gefiel mir nicht.

— Flusentier

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  • Oklahomas beschämendster Justizskandal

    Der Gefangene

    SitataTirulala

    25. September 2016 um 13:30

    Ada, Oklahoma. Die junge Bedienung Debbie Sue Carter wird ermordet und furchtbar zugerichtet in ihrer Wohnung aufgefunden. Die Polizei versucht ihren letzten Abend zu rekonstruieren und schießt sich aufgrund vager Andeutungen auf Ron Williamson als Täter ein. Williamson, der eigentlich ein Alibi hat. Williamson, der das Opfer kaum kennt. Williamson, der nur aufgrund von ominösen Traumgeständnissen und noch ominöseren Polizeispitzeln schließlich zum Tode verurteilt wird. Es ist der Beginn eines langjährigen Kampfes um Freiheit und Unschuld, gegen einen der größten Justizskandale Oklahomas und letztlich auch dafür, den eigentlichen Täter zur Rechenschaft zu ziehen.Unschuldig verurteilt zu werden ist schlimm. Unrechtmäßig zum Tode verurteilt zu werden noch schlimmer - denn die Todesstrafe schwebt die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über einem. Ist sie vollstreckt gibt es keine Chance mehr einen etwaigen Fehler im System zu korrigieren. Und ein Fehler im System, das sind der Prozess sowie die ganze Ermittlungsarbeit gegen Ron Williamson von Anfang an. Detectives, die Zeugen beeinflussen, bestechen und sie mit "Ich habe geträumt, dass..."-Geständnissen festnageln. Eine Staatsanwaltschaft, der es nur darum geht einen Fall zu gewinnen und Recht zu haben, nicht den wahren Mörder zu finden. Und mittendrin Ron Williamson, ein gescheiterter Profisportler, der auch ohne diese ganze Maschinerie der Ungerechtigkeit wenig Glück im Leben hatte.Grisham erzählt die Geschichte des Falls Debbie Carter, vom Auffinden der Leiche bis zur Verurteilung des wahren Mörders. Es handelt sich hierbei tatsächlich um einen wahren Fall, der sich in Oklahoma zugetragen hat. Grisham hat nicht einmal die Namen der Beteiligten verändert. Es ist also keine bloße Geschichte, sondern eine Art Biografie. Grisham geht nämlich stark auf Ron Williamsons Vorgeschichte, sein ganzes Leben ein, berichtet aber auch haarklein von den Vorgängen der Ermittlungen und des Prozesses, oft basierend auf Vehör- oder Prozessprotokollen. Und was er dabei zu Tage fördert, mögen auch der ein oder andere Dialog oder Gedankengang ein wenig ausgeschmückt sein, hat mir wirklich die Haare zu Berge stehen lassen. Nicht nur das völlige Vernageltsein der Staatsanwaltschaft und der Ermittler, sondern auch die Entscheidung der Geschworenen einen offensichtlich unzurechnungsfähigen Mann aufgrund von Indizien zum Tode zu verurteilen. Irgendetwas läuft doch falsch in diesem System. Was ist mit dem Grundsatz "Im Zweifel für den Angeklagten"? Müsste er nicht bei drohender Todesstrafe besonders gelten? Keine Spur. Gut 6 1/2 Stunden lang habe ich Charles Brauer, der das ganze hervorragend rüber bringt und trotz der Protokoll-Natur vieler Dialoge Leben in die Geschichte bringt, dabei zugehört, wie er davon erzählt hat wie Leben eines gescheiterten Mannes in seine Einzelteile zerlegt und von Grund auf zerstört wurde. Sachen, wie sie in diesem Fall passiert und abgelaufen sind, kann sich beim Besten Willen niemand ausdenken. "Der Gefangene" war kein Roman, der einen durch seine Spannung in den Bann zieht. Und trotzdem konnte ich nicht aufhören weiterzuhören. Auf wikipedia war nachzulesen wie die ganze Sache für Ron Williamson ausgegangen ist, aber Grisham hat die Geschichte so gut aufbereitet, dass ich es von ihm hören wollte. Sebastian Fitzek sagte einmal auf einer Lesung, dass die Geschichten, die das Leben schreibt, teilweise so skurril und abstrus sind, dass kein Leser sie einem Autor abkaufen würde. Ron Williamsons Fall ist genau so eine Geschichte.

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  • Rezension zu "Der Gefangene" von John Grisham

    Der Gefangene

    suessepezi

    28. February 2010 um 19:24

    „Der Gefangene“ ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein Mensch systematisch kaputt gemacht wird. Falsche Indizien, erpresste Geständnisse und dadurch unschuldig in der Todeszelle. Die wahre Geschichte über das Leben von Ron Williamson gleicht einem Albtraum. Im Stile einer Dokumentation, durchlebt der Leser die grausamen elf Jahre des unschuldigen Mannes. Ich konnte es einfach nicht fassen, wie ungerecht Ron behandelt wurde. Die Polizei verliert jedwede Glaubwürdigkeit und die Justiz ist weit von Objektivität entfernt. Auch die äußeren Umstände, wie der immer schlechter werdende psychische Zustand Rons, führten zu vorschnellen Entscheidungen. Charles Brauer schafft es in der Hörbuchversion, eine spannende Atmosphäre zu erzeugen, in dem er nüchtern, aber bestimmt durch die Handlung führt. Teilweise habe ich stundenlang der Geschichte zugehört. Ein faszinierendes und spannendes Hörerlebnis zugleich!

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