John Grisham Der Gerechte

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Inhaltsangabe zu „Der Gerechte“ von John Grisham

Sebastian Rudd ist kein typischer Anwalt. Seine Kanzlei ist ein Lieferwagen, eingerichtet mit Bar und Waffenschrank. Sein einziger Vertrauter ist sein Fahrer, der zudem als Leibwächter und Golfcaddie fungiert. Sebastian Rudd verteidigt jene Menschen, die andere als den Bodensatz der Gesellschaft bezeichnen. Warum? Weil er Ungerechtigkeit verabscheut und überzeugt ist, dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient.Die Ausgabe erscheint inklusive der Bonusgeschichte „Der Vertraute“.

Interessant, witzig und regt zum Nachdenken an

— Soeren
Soeren

Ein Werk mit viel Spannung und vielen Richtersprüchen

— Callso
Callso

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    Der Gerechte
    Soeren

    Soeren

    14. July 2017 um 15:25

    "Der Gerechte" ist mehr oder weniger ein Episodenroman. Es gibt mehrere abgeschlossene und für sich stehende Fälle, die der Reihe nach abgehandelt werden, sowie dazwischen etliche Erlebnisse, die die Fälle beeinflussen und/oder später im Hörbuch noch relevant werden.Im Grunde genommen ist es ein vielschichtiger Einblick in das Leben eines Prozessanwalts. Wohl gemerkt eines etwas kauzigen, der kein Problem damit hat, auch all jene zu verteidigen, um die sich sonst niemand kümmern will. Ihn dabei zu begleiten, ist interessant, witzig und regt einen zum Nachdenken an. An mehreren Stellen der Geschichte habe ich überlegt, was ich an der Stelle des Anwalts Sebastian Rudd getan hätte. Es ist nämlich gar nicht so einfach, sich für eine Seite zu entscheiden, wenn Recht, Moral und Herz völlig unterschiedliche Standpunkte vertreten.John Grisham ist es mit „Der Gerechte“ jedenfalls hervorragend gelungen, manche Tücken und Kehrseiten des Justizsystems offenzulegen. Denn eine Sache wird nicht automatisch richtig, nur weil es das Gesetz so sagt.Von daher: Ein toller Roman, den anzuhören ich sehr genossen habe.Das Hörbuch wird wie üblich von Charles Brauer gelesen – der gewohnt sehr gute Arbeit abliefert. Höre ich den Namen Grisham, denke ich an Brauers Audio-Fassungen – und freue mich schon jetzt auf jede neue Veröffentlichung.

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  • John Grisham ungewohnt bissig, böse und actiongeladen!

    Der Gerechte
    Callso

    Callso

    20. April 2017 um 11:54

    Anwalt Sebastian Rudd ist anders, als andere Anwälte. Ohne eigenes Büro, ohne einen größeren Mitarbeiterstamm und ohne die großen formellen und anwaltlichen Eitelkeiten.Rudd agiert trickreich, bewegt sich immer an der Grenze der Legalität und ist ein klarer Verfechter der Gerechtigkeit.John Grisham ist mit diesem Buch frecher, mutiger, zynischer und manchmal sogar etwas böse. Ohne, dass der schreibende Großmeister der Justizia sein bekanntes Handlungsfeld verlässt."Der Gerechte" ist ein Werk über einen Anwalt, der mit hochgekrempelten Ärmeln kämpft. Ein Anwalt, der im Privatleben nicht fehlerfrei ist, einer, der sich im Gerichtssaal keinesfalls den Mund nicht verbieten lässt. In den 400 Seiten werden gleich mehrere Fälle behandelt. Dabei kommen auch Zutaten wie Spannung und Action nicht zu kurz. Zwischendurch wurde es mal kurzzeitig ermüdend, als es mal wieder um Geschworenenauswahl und Plädoyes ging - aber insgesamt wieder ein feines Werk, das höchst unterhalsam ist.Und ein Grisham-Roman ist von Natur aus ein Qualitätsprodukt, das in jeden wohlsortierten Bücherschrank gehört.Die Sätze des Buches: Wollen wir wirklich faire Prozesse? Nein. Wir wollen Gerechtigkeit, und das schnell. Und was ist Gerechtigkeit? Das, was wir von Fall zu Fall dafür halten. Es könnte genauso gut sein, dass wir nicht an faire Prozesse glauben, weil wir so etwas gar nicht haben. Die Unschuldsvermutung gilt länger nicht mehr. Die Beweislast ist nichts als eine Posse, weil die Beweise allzu oft lügen.

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  • "Der Gerechte" von John Grisham

    Der Gerechte
    dot

    dot

    10. October 2016 um 17:08

    Im Krimi "Der Gerechte" von John Grisham geht es um Sebastian Rudd, einem Rechtsanwalt, der sich auf Strafrecht spezialisiert hat. Er versucht, jedem seiner Mandanten einen fairen Prozess zu ermöglichen, was aufgrund des amerikanischen Rechtssystems nicht immer ganz einfach ist. Auf unkonventionelle Art verteidigt er eher Mittellose und Vorbestrafte, womit er sich schon so einige Feinde machte. Doch auch privat hat Rudd mit seiner Exfrau einen Rechtsstreit nach dem anderen, bei dem es immer wieder um das Sorgerecht ihres Sohnes geht. [...] "Der Gerechte" ist eine spannende und authentisch gestaltete Geschichte über das amerikanische Rechtssystem mit interessanten Charakteren, bei der ich mich sehr über eine Fortsetzung freuen würde.

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  • Der Gerechte von John Grisham

    Der Gerechte
    BinavanBook

    BinavanBook

    08. July 2016 um 18:59

    Klappentext:Im Zweifel gegen den Angeklagten.Sebastian Rudd ist Anwalt. Seine Kanzlei ist ein Lieferwagen, eingerichtet mit Bar, Kühlschrank und Waffenschrank. Rudd arbeitet allein, sein einziger Vertrauter ist sein Fahrer. Rudd verteidigt jene Menschen, die von anderen als Bodensatz der Gesellschaft bezeichnet werden. Warum? Weil er Ungerechtigkeit verabscheut und überzeugt ist, dass jeder Mensch einen fairen Prozess verdient.Der Autor:John Grisham hat 28 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und fünf Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia.Der erste Satz:Mein Name ist Sebastian Rudd, und ich bin Strafverteidiger.Meine Meinung:Mein Mann hat mir meinen ersten John Grisham Roman empfohlen und es werden noch viele folgen, dass kann ich vorweg schon einmal sagen.Der Protagonist Sebastian Rudd, ist kein gewöhnlicher Anwalt mit einer eindrucksvollen Kanzlei und Partnern. Nein, Rudd hat seinen Van in ein mobiles Büro umgebaut und verbringt seine Nächte in Motels. Er kümmert sich auch nicht um erfolgreichen Fälle, sondern um die, die seine Kollegen nicht mal mit den Fingerspitzen anfassen würden und zwar egal ob der Angeklagte schuldig oder unschuldig ist. Rudd hat das Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem schon lange verloren, trotzdem ist er der Meinung das jeder Angeklagte ein Recht auf einen fairen Prozess und einen engagierten Verteidiger hat.Grisham lässt uns von Sebastian Rudd durch mehrere seiner Fälle mitnehmen, die Abwechslung zwischen seinen Verteidigungen und sein Privatleben, in dem er nicht nur um das Sorgerecht seines Sohnes kämpfen muss, fand ich sehr gelungen.Ich würde mich sehr freuen Sebastian Rudd in weiteren Romanen von John Grisham wieder zu finden, bis dahin werde ich mich mit den zahlreichen weiteren Romanen vergnügen.Fazit:Ein klares 5 Sterne Buch und somit unbedingt Lesenswert.

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  • für mich das pure Lesevergnügen

    Der Gerechte
    robbylesegern

    robbylesegern

    08. July 2016 um 13:19

    John Grisham geht mit seinem neuen Roman " Der Gerechte " einen neuen Weg bei seinen Justizromanen. Nicht ein Fall bestimmt das Geschehen in diesem Buch, sondern verschiedene , die ein Anwalt, der auch aus der Rolle fällt zu bewältigen hat. Aber worum geht es ?Sebastian Rudd ist Anwalt und zwar kein Partner in einer großen Anwaltssozietät, wie es oft bei Grisham der Fall ist, sondern der " lonely wolf ", der sein Büro in einem extra eingerichteten Van spazieren fährt. Auch seine Mandanten unterscheiden sich von sonstigen Büchern. Es sind keine Pharmakonzerne oder andere große Wirtschaftsunternehmen, sondern Sebastian Rudd hat sich auf Strafrecht spezialisiert und vertritt Menschen der eher unteren Sozialschicht. Er kämpft für die Gerechtigkeit, die es in der amerikanischen Rechtssprechung schon lange nicht mehr gibt. .Und so fallen seine Schilderungen über die Fälle , die er zu bearbeiten hat auch nicht unbedingt positiv für das amerikanische Rechtssystem aus.Er berichtet von korrupten Polizisten, Richtern und Staatsanwälten, deren Eitelkeit, wenn es um Prozesse mit hoher Medienpräsenz geht und dass Angeklagte auch mal verurteilt werden, obwohl von Anfang an fest steht, dass sie unschuldig sind. Solche Fälle zu gewinnen und dem Rechtsstaat eins auszuwischen macht ihm Spaß und so ist auch vielen Menschen vom Bodensatz der Gesellschaft bekannt und wird von ihnen als Anwalt engagiert.. Sein Hobby " Käfigkämpfe " mit deren Promoten und Wetten er einen Teil seines Geldes verdient, bringt ihn in nahen Kontakt mit ihnen.Seine regelmäßigen Kämpfe um das Sorgerecht seine Sohnes mit seiner Exehefrau muten dagegen harmlos an, für ihn auch eher belustigend.Mir hat dieses Buch fantastisch gefallen. Dadurch , dass mehrere Rechtsfälle geschildert wurden, kamen keine Längen im Lesefluß auf und der flüssige, humorvolle, teils ironische bis in Zynismus gipfelnde Schreibstil macht sehr klar, dass Grisham nicht unbedingt auf Kuschelkurs mit dem Rechtsstaat Amerikas steht, wenigstens mit dem in einigen Staaten. Aber auch viele andere Szenen wurden humorvoll und ironisch beschrieben, sodass ich häufig schmunzeln oder lachen musste. Ich muss zugeben, dass ich schon lange kein Grisham Buch so schnell durchgelesen habe, aber es war ja auch für Grishams Verhältnisse eher " dünn ". (410 Seiten ). Dass dieses Buch mehrheitlich Männer ansprechen wird, sei nebenbei erwähnt, da der " lonly wolf " schon eher ein " hart gesottener Bursche " ist, der auch zwischendurch mal einen Spruch fallen lässt, für den Alice Schwarzer ihn sicher entmannen würde. Mich hat`s aber nicht gestört.Für mich war dieses Buch Lesespaß pur und ich empfehle es gerne weiter.

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  • Der Gerechte

    Der Gerechte
    Kleine8310

    Kleine8310

    26. June 2016 um 23:50

    "Der Gerechte" ist das neueste Werk von John Grisham. Von Herrn Grisham habe ich schon einige Bücher gelesen und ich mag ihn als Autor auch sehr und daher war ich sehr gespannt, wie mir sein neues Buch wohl gefallen würde. Meiner Meinung nach ist es etwas anders als seine anderen Geschichten, aber ich erzähl euch erstmal ein bisschen davon.    In "Der Gerechte" geht es um den Protagonisten Sebastian Rudd. Sebastian ist ein freier Anwalt und er sucht sich seine Fälle weitestgehend selber aus, ohne an eine Kanzlei gebunden zu sein. Sein Büro befindet sich auf vier Rädern, in einem Lieferwagen, was ihm und seinem Anwaltsgehilfen Partner sehr gefällt. Das hat nicht zuletzt den Vorteil, dass er schnell verschwinden kann, wenn es sein muss, denn Sebastian macht sich durch die Fälle die er übernimmt und durch seine etwas spezielle Art nicht nur Freunde.    Sebastian Rudd hat schon lange kein Vertrauen mehr in das amerikanische Rechtssystem, trotz, oder gerade deshalb, ist er sehr engagiert und pocht darauf, dass jeder Angeklagte, das Recht auf einen gerechten und fairen Prozess haben sollte, was leider häufig nicht der Fall ist. Er ist somit derjenige, der sich am ehesten um die Fälle kümmert, die seine Anwaltskollegen nicht einmal anschauen würden, und dabei gerät er an so manchen Unschuldigen, aber auch an Schuldig, die häufig nicht berechenbar sind ... Bei diesem Buch war die Vorfreude bei mir sehr groß, denn ein neuer John Grisham ist für mich ein absolutes Muss. Ich mag den nüchteren, plakativen, aber dennoch einfühlsamen Schreibstil des Autoren sehr gerne und ich liebe die Gerichtsverfahren und Ermittlungsbeschreibungen, die er, als ehemaliger Anwalt, natürlich realitätsnah und durchaus interessant rüberbringt. So war es auch in diesem Buch, obwohl mir hier direkt eine durchgängige Geschichte fehlte, denn Grisham erzählt einen Teil des Buches kürzere Geschichten von den Klienten, die Sebastian Rudd hat, und wenn eine abgeschlossen war, hat man auch nichts weiteres darüber gehört.    Der Anwalt Sebastian Rudd ist bei diesem Buch der rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht und ich fand ihn als Charakter sehr gelungen. Er hat mehrere Eigenarten, an denen sich vielleicht mancher Leser/manche Leserin stossen könnte, aber ich mochte ihn aufgrund seiner Ecken und Kanten und vorallem durch sein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden super gerne. Auch die Nebencharaktere hat der Autor sehr schön ausgearbeitet und sie bieten die gelungene Mischung, sich stimmig in die Handlung einzufügen, und trotzdem in Erinnerung zu bleiben. Mein persönliches Highlight hierbei war "Partner". Neben den Erzählungen um die Fälle des Protagonisten erfährt man auch einiges über den Privatmann Sebastian Rudd. Bei diesen Passagen wurde mir das erste Mal klar, dass hinter der rauen Schale auch ein Mensch steckt der durchaus Mitgefühl empfindet und einiges an Emotionen bieten kann. Die einzelnen Fälle waren, für mich, mal mehr, mal weniger spannend, aber interessant waren sie alle. Das Ende des Buches ist offen und ich finde, dass es wirklich gut und stimmig ist, da es perfekt zu dem Protagonisten passt. Ich hoffe aber trotzdem auf eine Fortsetzung, denn ich würde gerne wissen wie sich das Leben der Charaktere und auch Sebastian's Entwicklung im persönlichen gestalten wird!   Positiv:  * ein super Protagonist * interessante Fälle und glaubhafte Gerichtsbeschreibungen * das Streben nach Gerechtigkeit in einem teilweise zweifelhaften Rechtssystem   Negativ:  * Ich hätte mir manchmal eine längere Handlung gewünscht, statt der mehreren kurzen Fälle   In "Der Gerechte" zeigt John Grisham sein Können im Schreiben und punktet bei mir mit einem Protagonisten den ich sehr gerne wiederlesen würde!

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  • Amerikanisches Justizsystem

    Der Gerechte
    aftersunblau

    aftersunblau

    01. June 2016 um 11:56

    Als Grisham Fan kaufe ich Bücher von ihm schon bevor ich den Klappentext gelesen habe, was mich in diesem Fall aber auch nicht vor einem Fehlkauf gerettet hätte. Leider ist es mir schon mit seinen letzten Büchern ergangen und ich habe das Gefühle dass er mehr und mehr nachlässt. "Der Gerechte" ist in zwei Teile gegliedert, wobei der erste Teil einer Sammlung von Kurzgeschichten gleicht. Interessant ist in diesem Teil zu erfahren wie das amerikanische Rechtssystem funktioniert, nicht die einzelnen Fälle an sich. Beweise werden manipuliert und Recht gebeugt damit es einem anderen dient und hier kommt der engagierte Rudd zum Einsatz, der versucht dies mit allen Mitteln zu verhindern.Im zweiten Teil geht es viel um Rudds Privatleben, um Personen, die ihm und seiner Familie nicht wohlgesonnen sind, aber auch die einzelnen Fälle aus dem ersten Teil laufen nach und nach zusammen. Hier kam dann auch endlich Spannung auf, für mich aber ein wenig zu spät. Flüssig und locker sein Schreibstil, wie man es gewohnt ist, mit einer Prise Humor. Erschreckend wie das amerikanische Justizsystem dargestellt ist, man kann nur hoffe dass es so nicht ganz den Tatsachen entspricht und Grisham sich da einige Freieheiten genommen hat. Ein Thriller ist es für mich jedenfalls nicht, eher ein Lehrbuch über die amerikanische Justiz, das man lesen kann wenn man sich dafür interessiert, ansonsten sollte man lieber zu anderen Büchern greifen, die mehr Spannungspotential haben. 

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  • Typischer Grisham in neuem Gewand

    Der Gerechte
    frauhollestoechter

    frauhollestoechter

    25. May 2016 um 14:02

     Zum Inhalt Sebastian Rudd ist Anwalt. Sein Büro befindet sich in einem umgebauten Lieferwagen, sein einziger Mitarbeiter heißt Partner und ist zugleich Fahrer, Leibwächter und Babysitter, seine Klienten sind die, um die sich sonst niemand kümmert: Mittellose, Vorbestrafte, Ungebildete. Als Strafverteidiger kämpft er für Gerechtigkeit, denn jeder hat einen fairen Prozess verdient. Da ist z.B. der nicht so intelligente Gardy Baker, der zwei kleine Mädchen umgebracht haben soll. Dass alle Indizien für seine Unschuld sprechen und Gardy die Mädchen gar nicht umgebracht haben kann, interessiert die Öffentlichkeit nicht. Hauptsache ein Schuldiger ist gefunden.  Dann ist da noch Douglas Renfro. Ein älterer gesetzestreuer Herr, der noch nie etwas Unrechtes getan hat. Durch eine Verwechslung stürmt ein Sondereinsatzkommando mitten in der Nacht sein Haus und erschießt dabei nicht nur seine beiden Hunde sondern auch noch dessen Ehefrau. Damit nicht genug, will der Staatsanwalt Mr. Renfro auch noch hinter Gittern bringen. Hat dieser doch in seinem Schreck auf die Polizisten geschossen, in dem Glauben Einbrecher wären in sein Haus eingedrungen. Einzig bei Arch Swanger, einem mehrfach vorbestraften Herumtreiber kann sich Rudd nicht so richtig überwinden. Doch schließlich gelingt es ihm durch Swanger die vor Jahren entführte Tochter des örtlichen stellvertretenden Polizeichefs zu befreien.  Während Rudd beruflich für seine Mandanten kämpft, muss er sich privat immer wieder mit seiner Ex-Frau Judith auseinandersetzen. Diese ist nun mit einer Frau verheiratet und versucht Rudd ständig jeglichen Kontakt zu seinem Sohn Starcher zu verbieten. So treffen sich die beiden alle paar Monate vor dem Familiengericht. Persönliches Fazit Mit Sebastian Rudd hat Grisham eine sehr sympathische Figur geschaffen. Idealistisch und klug kämpft der Anwalt gegen die Ungerechtigkeiten des Systems. Herrlich unkonventionell verzichtet Rudd auf teure Büroräume, Partner und Sekretärinnen und begnügt sich mit seinem mobilen aber kugelsicheren Büro und seinem Freund und „Mädchen für alles“ genannt Partner. Sebastian Rudd ist der Anwalt der John Grisham laut Klappentext gerne selber geworden wäre, er ist ein sehr netter Typ, der sich selber nicht allzu ernst nimmt und spannende Fälle zu bearbeiten hat. Sein außergewöhnliches Hobby, dem Zugucken von Käfigkämpfen und Förderer junger „Talente“ macht ihn dabei noch menschlicher ebenso wie der dauernde Streit mit seiner Exfrau und die manchmal unbeholfenen aber liebevollen Versuche seinem Sohn ein guter Vater zu sein. Grisham benutz Rudd als Ich-Erzähler, was teilweise auch zu ganz witzigen Gedankengängen führt. „Das Familiengericht sehe ich immer nur dann von innen, wenn ich dort hin befohlen werde um Rechenschaft über meine Sünden abzulegen.“ (S.182) Anders als in allen anderen Büchern die ich bisher von John Grisham gelesen habe, handelt es sich bei diesem Buch nicht um eine durchgehende Geschichte. Vielmehr werden aus Sicht des Ich-Erzählers Sebastian Rudd einzelne Fälle beschrieben. Anfangs war ich daher etwas enttäuscht, da ich mich auf eine zusammenhängende Story eingestellt hatte und dieses Format von dem Autor auch überhaupt nicht kenne. Da die einzelnen Fälle aber so spannend waren und am Ende einige Fäden zusammenliefen, hat mich auch „Der Gerechte“ sehr begeistert. Wie in allen seinen Büchern beschreibt Grisham auch in den Fällen von Rudd Korruption bei der Polizei, Eitelkeiten eines Staatsanwaltes der auf Kosten unschuldiger Menschen die Karriereleiter erklimmen will, die schiefe Gesetzeslage und die Lügen der Politiker. Auch hier kann ich mir wieder vorstellen, dass alles genauso passiert sein könnte, was mich als Leser oft wütend zurück lässt. Soviel Ungerechtigkeit ist einfach schwer zu ertragen. Dazu kommen gefälschte Beweismittel, bezahlte Zeugenaussagen und erfundene Anklagepunkte die dazu führen, dass man jeden einzelnen Fall schnell zu Ende lesen möchte. Auch wenn der anfangs Episodenhafte Aufbau des Buches gewöhnungsbedürftig ist, kann ich das Buch jedem Grisham Fan empfehlen.   Der Autor John Grisham praktizierte fast ein ganzes Jahrzehnt als Strafverteidiger und wurde 1983 für die Demokratische Partei ins Repräsentantenhaus von Mississippi gewählt.  1991 gab er seinen Beruf als Anwalt auf und legte alle politischen Ämter nieder. Von da an widmete er sich einzig und allein dem Schreiben von Thrillern.  John Grisham hat bisher 28 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und fünf Jugendbücher veröffentlicht. Alle seine Bücher wurden in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Heute lebt er mit seinen zwei Kinder und  seiner Frau auf einer Plantage in der Nähe von Virginia.

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  • Eine interessante Grundidee, aber der Erzählung fehlt definitiv Spannung

    Der Gerechte
    Ayleen256

    Ayleen256

    01. May 2016 um 18:22

    In „Der Gerechte“ werden nacheinander einzelne Fälle erzählt. Diese sind zum Großteil abgeschlossen, aber auch Teil eines großen Ganzen. Der Streit um das Sorgerecht von Rudds Sohn zieht sich dabei durch das Buch wie ein roter Faden. Dass Rudd seinen Sohn zu einem Käfigkampf mitgenommen hat, stärkt dabei nicht seine Position.Ob Rudd mir sympathisch ist, nun ja, meine Meinung wechselte dazu immer mal wieder. Rudd ist auf jeden Fall ein unorthodoxer Anwalt. Seine Freude an Käfigkämpfen ist nur eine seiner Macken. Auf der anderen Seite ist er mit Leib und Seele bei der Sache, was ihm wieder einige Pluspunkte einbringt. So bringt er auch zum Schutz seines Mandaten den Richter so sehr auf die Palme, dass er freiwillig für kurze Zeit im Gefängnis einsitzt. Mittels eher unkonventioneller Methoden, setzt er sich für das Recht seiner Mandaten ein. Die Fälle sind recht abwechslungsreich: Mal hat sein Mandat einen Ringrichter nieder geschlagen, mal wird sein Mandat einer Entführung verdächtigt, mal hat jener auf ein SWAT-Team geschossen, welches unberechtigterweise die falsche Wohnung gestürmt hatte. Grundtenor aller Fälle ist Korruption, auf die man an jeder Ecke trifft. Da die Fälle ziemlich kurz gehalten sind, hatte ich ab und an Probleme, mich auf den neuen Fall einzustellen. Die Grundidee des Buches und der Charakter Sebastian Rudd haben mir gefallen, allerdings plätscherte das Geschehen eher vor sich hin. Da ich das Buch auf dem Weg zur Arbeit hörte, war das okay, ich weiß aber nicht, inwieweit ich das Buch zu Ende gelesen bzw. gehört hätte, wenn ich mich voll und ganz drauf konzentriert hätte. Die Spannung, die Grisham in seinen Fällen kreiert, und sich dann zum Schluss völlig entlädt, wie in „Die Jury“ oder „Die Akte“ fehlte mir in „Der Gerechte“ leider völlig. Aufgrund dieser fehlenden Spannung, kann ich nur drei Sterne vergeben.

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  • Perfekte Vorlage für TV-Serie

    Der Gerechte
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    11. April 2016 um 16:35

    Perfekte Vorlage für TV-SerieNicht nur, weil Grisham wie gewohnt plakativ, flüssig und bildkräftig seine neue Geschichte erzählt (und damit vor den inneren Augen des Lesers die Ereignisse sehr lebendig und anschaulich werden lässt), sondern auch im Gesamtaufbau des neuen Werkes sind Tempo, Szenen, Verbindungen und je neue Impulse sorgfältig so gesetzt, dass man fast die einzelnen Folgen einer Serienstaffel aus dem Buch herauszulesen vermag.„Es gibt jede Menge Leute, die mich umbringen wollen und einige davon haben das ziemlich deutlich zum Ausdruck gebracht“.Aber da sei der Leser unbesorgt dieser Rudd kann sich wehren, privat wie beruflich.So ist verständlich (und wirkt frisch, anders), dass Sebastian Rudd, der Anwalt, der die dunkelsten Fälle übernimmt, sein Büro in einem Van eingerichtet hat und kaum einen Schritt ohne seinen Beschützer, Fahrer, Mädchen für alles und Freund „Partner“ unternimmt.Auf der einen Seite bietet Grisham in den einzelnen Hauptteilen des Buches immer wieder neue Fälle und neue Mandaten, deren Ergehen er zudem benutzt, immer wieder andere Teile des amerikanischen Gerichtswesens näher zu erläutern. Geschworenenauswahl, Vergabe von Richtern als Vorsitzende, die marode Arbeitsweise der Polizei, die vor gefälschten Beweisen, Vorverurteilungen, im Extremen gar Kindesentführung zur Erpressung von Informationen nicht zurückschreckt.Eine Staatanwaltschaft, die mit Eitelkeit und ständigem Schielen auf die eigene Karriere und Wiederwahl mehr beschäftigt ist, als mit gründlicher Rechtsprechung.Dass der des Mädchenmorde Angeklagte die Tat gar nicht begangen haben kann, egal, die Stadt will ihren Mörder und die Justiz ihren Erfolg.Dass ein unbescholtener Bürger sich mitten in der Nacht dunklen schießenden Gestalten gegenübersieht und Opfer zurückbleiben werden, was soll´s, da gibt es doch extra ein Gesetz für.Neben den konkreten Fällen lässt Grisham, auch das, wie bei erfolgreichen TV Serien üblich, einige Handlungsfäden sich durch die einzelnen Ereignisse durchziehen.Sein Sorgerechtstreit mi seiner Ex-Frau, die Anklage gegen einen MMA Kämpfer, den Rudd seit Jahren bereits mit gesponsert hat, alte Feindschaften, die auf harte Weise ihren Preis von Rudd einfordern, dazu ein gefährlicher Mann mit gefährlichen Neigungen und gefährlichen Informationen über das Verschwinden der Tochter eines Polizisten, der seinen Narren an Rudd gefressen zu haben scheint. Und diesen für die Polizei viel weiter in den Scheinwerfer rückt, als es ihm und seiner Familie je lieb hätte sein können.Wobei Grisham dafür sorgt, dass sich zum Ende hin alle Fäden vereinigen, alle Fälle auf die ein oder andere Weise schließen und so eine anregende, spannende, genau richtig getimte Lektüre ergibt.Temporeich, sehr flüssig und sprachlich eingängig aus einem Guss erzählt, sieht man die Ereignisse dieses neuen Romans und „neuen Helden“ tatsächlich bereits wie in Film-Form vor sich. Gespickt mit jeder Menge harter, teils zynischer (und wohl wahrer) Kritik am Justizwesen der USA.

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  • Grishams "Street Lawyer"

    Der Gerechte
    Havers

    Havers

    23. March 2016 um 18:54

    Nun hat also auch John Grisham seinen „Street Lawyer“, und dieser Sebastian Rudd, mit seiner Vorliebe für Bourbon, Mixed Martial Arts Käfigkämpfe, einem Bodyguard/Freund namens Partner und einer mobilen Kanzlei in einem kugelsicheren Van, verkörpert all das, was der Autor nach Abschluss seines Jurastudiums gerne gewesen wäre. So interpretiere ich zumindest den Klappentext seines neuen Romans „Der Gerechte“, in dem Grisham seine Leser direkt anspricht und Bezug auf seine anwaltliche Tätigkeit  vor der Schriftstellerkarriere nimmt. Auch wenn Rudd das Vertrauen in das amerikanische Rechtssystem längst verloren hat, ist er doch der Meinung, dass jeder Angeklagte das Recht auf eine engagierte Verteidigung und einen fairen Prozess hat. Und allein das ist ihm schon genug, weshalb er sich vornehmlich um Fälle kümmert, die seine Anwaltskollegen noch nicht einmal mit spitzen Fingern anfassen würden. Ganz gleich, ob unschuldig oder schuldig. Wenn Gardy, ein junger, debiler Mann, angeklagt des Doppelmordes an zwei Kindern, noch vor Prozessende bereits als Todeskandidat gehandelt wird und alle Beweise für seine Unschuld von der Anklage ignoriert und unter den Tisch gekehrt werden, zeigt der Autor die Mechanismen auf, die eine objektive Gerichtsverhandlung von vornherein unmöglich machen. Da ist die Presse, die Stimmung macht. Die Öffentlichkeit, die der Bestie den Tod wünscht. Der Richter, der nur an seiner Wiederwahl interessiert ist. Und so kann es schon mal vorkommen, dass Beweismaterial nicht beachtet wird oder verschwindet. Der Roman ist in zwei Teile gesplittet. Die erste Hälfte hat eher den Charakter einer Sammlung von Kurzgeschichten. In den verschiedenen Fällen lernt der Leser den Protagonisten kennen und erfährt Einzelheiten über dessen berufliches und privates Leben. Hier wird Grisham deutlich und zeigt auf, wie das Recht gebeugt wird und objektive Prozesse verhindert. Bestechung, Ignoranz, juristischer Filz, Einflussnahme der Politiker – mit der eigenen Karriere im Hinterkopf wird dann schon einmal ein Menschenleben zugunsten der öffentlichen Meinung bzw. der Wiederwahl geopfert. Hier bedarf es eines Anwalts, der mit allen Wassern gewaschen ist und die Winkelzüge seiner Gegner bereits im Vorfeld erahnt – wie Sebastian Rudd! Teil zwei ist dann „Grisham as usual“, auch wenn sich hier der Großteil der Handlung außerhalb der Gerichts abspielt. Aber es sind Mandanten aus dem ersten Teil des Romans, die hier neben Rudd und seiner Familie ins Zentrum der Handlung rücken. Eher konventionell und vorhersehbar. Ich habe zwar in den Medien noch keine Bestätigung dafür gefunden, könnte mir aber vorstellen, dass wir Sebastian Rudd zukünftig öfter begegnen werden, denn die Figur passt wunderbar in John Grishams  Anwaltsuniversum. Es würde mich freuen.

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