John Grisham Die Jury

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Inhaltsangabe zu „Die Jury“ von John Grisham

Gerechtigkeit oder Rache?Tonya Hailey, ein zehnjähriges Mädchen, wurde von zwei betrunkenen Männern brutal vergewaltigt und missbraucht. Wenige Tage später erschießt Tonyas Vater Carl Lee Hailey die beiden Täter im Gerichtsgebäude, in dem sie zu einer ersten Anhörung vorgeführt wurden. Das Gerichtsverfahren, dass gegen ihn eingeleitet wird, gerät zum Sensationsprozess. Denn: die beiden Gewaltverbrecher sind Weiße; Carl Lee ist ein Schwarzer ... (6 CDs, Laufzeit: 8h 1)

ganz ok gewesen aber habe mir etwas mehr erhofft

— miarosesunny
miarosesunny

Ein verstörendes Buch, das einige Längen aufweist, aber dennoch sehr gut ist.

— Charlea
Charlea

Toll gelesen, eine gut durchdachte Geschichte, der es aber trotzdem etwas an Spannung fehlt.

— angi_stumpf
angi_stumpf

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  • Ein verstörendes Buch, das einige Längen aufweist, aber dennoch sehr gut ist.

    Die Jury
    Charlea

    Charlea

    24. January 2017 um 18:18

    Cover / Artwork / Aufbau des Romans Das Cover ist typisch für John Grisham eher schlicht gehalten, was ich aber nicht als störend empfinde, da ich auch bezweifele, dass man das Thema, um das es bei diesem Roman geht, halbwegs neutral darstellen kann, ohne dass es zu reißerisch aussehen könnte. Da ich das Hörbuch zum Roman gehört habe, kann ich zum Artwork eigentlich nicht mehr sagen. Der Aufbau des Romas ist sehr gut gewählt und der Sprecher Charles Brauer war in meinen Augen auch wirklich sehr gut gewählt, ich habe seiner Stimme wirklich sehr gerne zugehört. Inhalt Die Geschichte spielt in der amerikanischen Kleinstadt Clanton, welcher im Bundesstaat Mississippi liegt. Dort wird ein schwarzes Mädchen, Tonya, von zwei weißen angetrunkenen Männern sehr schwer mißhandelt und gefoltert. Anschließend entledigten sie sich ihrer und hofften vermutlich darauf, dass sie das nicht überleben werden würde. Doch das Mädchen kämpft sich auf und versucht, nach Hause zu kommen, wird aufgefunden und ins Krankenhaus gebracht. Da sie sich sehr gut an den Wagen des einen Täters erinnern konnte, wurden die Täter sehr schnell gefasst und festgenommen. An dieser Stelle könnte der Roman im Grunde zu Ende sein, doch Grisham lässt seine Geschichte jetzt erst richtig beginnen. Nach der ersten Anhörung bei Gericht taucht der Vater des Mädchens auf, der das Recht auf seiner Seite sieht und der sich an den beiden Männern rächen will. Der Protagonist des Romans ist Jake Brigance, ein junger, aufstrebender Anwalt, der den Vater verteidigen will. Doch er muss nicht nur gegen Vorurteile wehren, die seinem Klienten Carl Lee, einem Schwarzen, entgegen gebracht werden, sondern auch persönlichen Interessen von anderen bedenken, die nicht wirklich das Wohl von Carl Lee im Sinne haben, sondern ganz eigene Intentionen verfolgen. Fazit In meinen Augen gibt es verschiedene Themen, die in diesem Buch sehr gut aufgegriffen werden und damit zeitlos sind. Wie weit darf ein Vater gehen, dessen kleine Tochter ums Leben kämpft und für immer durch Gewalt, Intoleranz, Rassismus, Dummheit und dem Irrglauben auf eine Vormachtstellung der weißer Menschen über andersfarbige Menschen geprägt wurde. Der Vater weiß, dass seine Tochter fortan ein anderes Leben wird führen müssen wie andere Mädchen und Frauen und ob sie die psychischen Schäden jemals verarbeiten kann, ist absolut unvorhersehbar, also tut er das einzige, was er für richtig hält und nimmt sich die Männer vor. Neben diesem Hauptthema sehe ich aber auch den Kampf junger Anwälte um gute Fälle, um sich finanziell ein Polster schaffen zu können und sich die künftigen Fälle wirklich aussuchen zu können. Publicity ist ebenfalls ein großes Thema, denn das Spiel mit der Presse ist scheinbar ebenso wichtig wie vor Gericht selbst ein guter Anwalt zu sein. Ich habe vor Jahren den Film gesehen, den ich an sich ganz gut fand. Nachdem ich das Buch gelesen habe muss ich feststellen, dass wie es sooft der Fall ist, im Film sehr viele Details weggelassen wurden, was vor allem dazu beigetragen hat, dass ich den Anwalt Jake Brigance mit anderen Augen gesehen habe. Im Film war er für mich so eine Art Ritter in weiß, im Buch kommt er mit mehr Ecken und Kanten daher, was ihn mir zwar an der einen oder anderen Stelle unsympathisch gemacht hat, aber irgendwie auch schon wieder menschlicher. Da das Buch für mich einige Längen aufweist, kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben, dennoch ist das Buch wirklich gut, was vor allem durch die angenehme Stimme des Sprechers geprägt wird.

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  • Ein Plädoyer für die Selbstjustiz?

    Die Jury
    MissLovegood

    MissLovegood

    29. March 2014 um 00:26

    John Grishams "Die Jury" ist vor allen Dingen eines: ein polarisierendes Buch. Dabei ist es so nüchtern und juristisch detailreich verfasst, wie es mittlerweile Grishams Markenzeichen ist. Ein Buch, das die Selbstjustiz befürwortet? Nein. Vielmehr ein Buch, das vor Augen hält, wie wenig das Recht und die Gerechtigkeit einen Prozess leiten. Stattdessen wird ein Fall zu einem Spielball unterschiedlicher äußerlicher Faktoren: die Beeinflussbarkeit durch die Medien, die politischen Interessen der beteiligten Richter und des Staatsanwalts, der Einfluss der Öffentlichkeit. Es zeigt: in der Justiz ist alles möglich. Das Lesevergnügen wird besonders durch fehlende Spannung und zu viel Detailreichtum juristsicher Arbeitsweise geschmälert - nichtsdestotrotz ein gutes Buch, inhaltlich anspruchsvoll und einer Diskussion wert.

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