John Grisham Rogue Lawyer by John Grisham (2016-05-05)

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Inhaltsangabe zu „Rogue Lawyer by John Grisham (2016-05-05)“ von John Grisham

Das Buch habe ich zur Seite gelegt - meine Finger sind immer noch schmierig. Das kommt von der Rogue-Lawyer-Hauptfigur: Großartig.

— Soeren83
Soeren83
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  • Grisham verarbeitet Dreck, Filz und Dunkelheit zu glänzendem Meisterstück

    Rogue Lawyer by John Grisham (2016-05-05)
    Soeren83

    Soeren83

    09. May 2017 um 15:36

    Es gibt Prinzipien, hinter denen sich die Gesellschaft nur so lange versammeln will, bis sie ihr lästig werden: Der mutmaßliche Kindsmörder ist unschuldig, bis ihm das Gegenteil bewiesen wird. Der Mixed-Martial-Arts-Kämpfer, dessen tödliche Attacke auf einen Kampfrichter mit einer Kamera aufgezeichnet wurde, hat einen fairen Prozess verdient, der bei seiner "Unschuld" beginnt. Die Vertraulichkeiten, die der Hauptverdächtige in einem Entführungsfall seinem Anwalt steckt, kommen theoretisch niemals ans Tageslicht. Rechtsanwalt Sebastian Rudd hält diese Regeln hoch, um sie brechen und beugen zu können. Er sagt, dass er spätestens dann falsch spielen muss, sobald auch die "good guys" krumme Dinger drehen. Und das tun sie in John Grishams schmierigem Thriller regelmäßig: In einer Geschichte stürmt ein übermotiviertes SWAT-Team das Haus eines Rentners, den es für einen Drogendealer hält. Diese Geschichte könnte man locker aus dem ansonsten filigran verzahnten Buch mit seinen verschiedenen Handlungssträngen herausschneiden - es wäre aber verdammt schade um die Geschichte. Bei John Grisham sind die Guten nicht immer gut, zum Glück aber ist der Anwalt wirklich schmierig. Das ist das Kettenfett für einen der genialsten Krimis, die ich je gelesen habe. 6 Sterne.

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  • Street fighting years

    Rogue Lawyer by John Grisham (2016-05-05)
    walli007

    walli007

    22. November 2016 um 21:13

    Sebastian Rudd, Anwalt, arbeitet alleine. Vater ist er aus Versehen, dennoch versucht er eine Beziehung zu seinem Sohn aufzubauen, der bei Rudds Ex-Frau lebt. Ein richtiges Büro hat er nicht, nur einen umgebauten Van. Nur einen Mitarbeiter hat er, der fast so etwas wie ein Freund ist und Bodyguard und Chauffeur. So ziemlich jeden Fall nimmt Rudd an, den des unter Mordverdacht stehenden Gard, den des braven Hausbesitzers, dessen Haus von einem Swat Team unter Beschuss genommen wurde. Und immer der Streit mit seiner Ex um das Umgangsrecht mit seinem Sohn. Was treibt ihn an, möchte man sich fragen. Etwas haltlos wirkt er, einzig auf die Tätigkeit als Anwalt konzentriert. Ohne Illusionen, was das amerikanische Rechtssystem angeht. Da wird eher gelogen als ermittelt, was wirklich gesehen ist. Selbst die Polizei oder die Staatsanwaltschaft schreckt nicht davor zurück, das Recht zu biegen oder gar zu brechen, wenn es darum geht einen Fall vor Gericht zu bringen. Ein Urteil, irgendein Urteil, das scheint das einzige Ziel zu sein. Kein Wunder, dass Rudd sich befleißigt fühlt, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Und meist macht er seine Sache gut, selbst wenn er persönlich in Gefahr gerät oder bedroht wird. Doch besteht nicht die Gefahr, das ein Fall im das Genick bricht. An einen Charakter wie Sebastian Rudd muss man sich erstmal gewöhnen. Er wirkt recht kühl und von seinen Fällen erzählt er recht distanziert. Nach und nach aber gewinnt man mehr Verständnis für die Art des Anwalts. Wenn kein anderer bereit steht, versucht er das beste für seine Klienten heraus zu holen. Verschiedene Verhandlungen werden nacheinander abgehandelt und erst nach einer Weile kristallisiert sich die eigentliche Handlung heraus, um dann gegen Ende wieder ein wenig zu zerfasern. Und so bleibt ein ungewöhnlicher Anwalt und nicht ganz einfacher Charakter mit teils ausgesprochen spannenden und interessanten Fällen, und ein Verlust jeglicher Illusion, die man über das amerikanische Rechtssystem in seiner praktischen Ausführung gehabt haben könnte.

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