John Grisham Verteidigung

(58)

Lovelybooks Bewertung

  • 74 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 11 Rezensionen
(16)
(26)
(13)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „Verteidigung“ von John Grisham

"Überzeugend und mit bissigem Witz. Das ist Unterhaltung auf höchstem Niveau." The Sunday Times Als Harvard-Absolvent David Zinc Partner bei einer der angesehensten Großkanzleien Chicagos wird, scheint seiner Karriere nichts mehr im Weg zu stehen. Doch der Job erweist sich als die Hölle. Fünf Jahre später zieht David die Reißleine und kündigt. Stattdessen heuert er bei Finley & Figg an, einer auf Verkehrsunfälle spezialisierten Vorstadt-Kanzlei, deren chaotische Partner zunächst nicht wissen, was sie mit ihm anfangen sollen. Bis die Kanzlei ihren ersten großen Fall an Land zieht. Der Prozess könnte Millionen einspielen – die Feuertaufe für David. Als Anwalt bei Rogan Rothberg, einer der renommiertesten Kanzleien im Großraum Chicagos, hat man ausgesorgt. Jeder Jurist würde seine rechte Hand für diesen Job geben. David Zinc ist seit fünf Jahren dabei. Fünf harte Jahre, in denen er sechs Tage die Woche von morgens sieben bis abends zehn arbeitet. Dann schmeißt er hin und bewirbt sich bei Finley & Figg, einem windigen Zweimannbetrieb, der seine Fixkosten mit Verkehrsunfällen und ähnlichen Kleinstdelikten deckt. Doch was Davids neuen Arbeitgebern an Prestige fehlt, machen sie an Einfallsreichtum wett. Kaum ein Winkelzug, den sie nicht geschickt für sich verwenden, kaum ein Paragraph, den sie nicht auszuschlachten wüssten. David kommt aus dem Staunen nicht heraus, bis Wally Figg einen Fall aufspürt, der die große Wende für die kleine Kanzlei bedeuten könnte: die Klage gegen einen Pharmakonzern, der ein Medikament trotz möglicherweise tödlicher Nebenwirkungen nicht vom Markt nehmen will. Die Partner versprechen ihren Klienten das große Geld, und auch David lässt sich von der Begeisterung anstecken, bis er erkennt, dass Finley & Figg jede Kompetenz für einen Prozess dieser Größenordnung fehlt.

Leider sehr langatmig, schade!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Keine schlechte Geschichte, die aber mit ein paar hundert weniger Seiten genau so gut erwählt wäre.

— Frauelein_S8
Frauelein_S8

Schräge Charaktere, unterhaltsame Geschichte. Mehr aber auch nicht

— dieben
dieben

Sehr gutes Buch!!

— Arika
Arika

Ein typischer Grisham. Die Handlung ist nicht besonders originell, aber die Charaktere sind herrlich humorvoll geschrieben

— AndreasMuench
AndreasMuench

Ein solider Grisham, leider ohne die ganz großen Überraschungen

— Callso
Callso

Sehr Chaotisch und viele verrückte anwälte, wird am ende etwas besser.

— Johnnyr
Johnnyr

Fazit: John Grisham in Hochform: Wendungsreicher, fesselnder und sehr unterhaltsam erzählter Justizkrimi.

— Bellexr
Bellexr

irgendwie immer dasselbe das Baldacci uns da auftischt

— harakiri
harakiri

Stöbern in Krimi & Thriller

Wildfutter

Für jemanden, der dem Fußball zugeneigt ist.

silvia1981

Oxen. Das erste Opfer

Ein wirklich guter Einstig in eine Trilogie, die eine Menge Spannung bietet: Runde Charaktere, brisantes Thema, meist flüssiger Schreibstil

StMoonlight

Der Mann zwischen den Wänden

Intensiv und böse mit subtilem Grusel.

Archer

Todesreigen

Wie immer ein absolut fesselnder Thriller

dermoerderistimmerdergaertner

Don't You Cry - Falsche Tränen

Leider habe ich mich von der Genre Einteilung des Verlages und dem Cover irreführen lassen.

ChattysBuecherblog

In ewiger Schuld

Unvorhersehbare Wendung, gut ausgearbeitete Geschichte.

AmyJBrown

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein recht humorvoller Grisham

    Verteidigung
    AndreasMuench

    AndreasMuench

    06. March 2015 um 21:07

    Nachdem John Grisham einige Romane außerhalb der Welt der Anwälte und Gerichtssäle (wie z.B. die Farm, Touchdown) geschrieben hat, liefert er mit Verteidigung wieder einen soliden Thriller, wie man ihn von John Grisham erwartet. Die Geschichte startet schnell durch: Der junge Anwalt David Zinc bekommt einen Nervenzusammenbruch, flieht aus der einer Mega-Anwaltskanzlei, besäuft sich in einer Bar und beschließt seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Seine neue Bestimmung findet er in der kleinen Anwaltskanzlei Finley & Figg. Diese Kanzlei wird von zwei Chaoten geleitet, die mit voller Geschwindigkeit in ein juristisches Abenteuer stürzen, als einer der Partner das große Geld bei einer erfolgversprechenden Sammelklage gegen einen mächtigen Pharmakonzern wittert.  Die Geschichte war von der eigentlichen Handlung nicht besonders originell. Der junge, aufstrebende Anwalt und das Thema Sammelklagen hat Grisham bereits früher häufiger in Büchern verwertet. Was das Buch dennoch so lesenswert macht sind m.E. die Charaktere. Gerade die Figur des Wally Figg ist so herrlich humorvoll beschrieben, dass man einiges zum Schmunzeln bekommt. Immer wieder denkt man: "Wie krass, was für ein Chaot. Schlimmer kann es nicht kommen" und wird dann doch eines besseren belehrt.  Wer die Romane von John Grisham mag und/oder gerne spannende sowie humorvolle Geschichten liest, wird mit Verteidigung seine Freude haben.

    Mehr
  • Der ausweglose Kampf gegen ein Pharmaunternehmen

    Verteidigung
    Callso

    Callso

    28. May 2014 um 09:57

    Grisham ist immer Grisham. Gut so. Der Godfather of Story und Spannung hat auch mit "Verteidigung" ein sehr solides Werk abgeliefert. Wieder gibt es Gefechte im Gerichtssaal. Und wieder mal hat der Autor auch einen intensiven Blick auf feine, starke Charaktere in petto. Wobei, und jetzt kommen wir zu meinem Kritikpunkt: Das Thema Sammelklagen, das die Hälfte des Buches ausmacht, habe ich bei Grisham jetzt schon einige Male lang und breit in vorherigen Romanen wahrgenommen. Insofern fehlten dem Buch teilweise die Überraschungsmomente. In den letzten Jahren drehen sich die Grisham-Romane schon sehr im Kreis. Große Prozesse gegen riesige Wirtschaftsunternehmen, die viel Geld und Staub aufwirbeln. Auch in dem Buch jagt eine kleine, heruntergekommene Anwaltskanzlei einen riesigen Pharmakonzern, der ein zweifelhaftes Medikament auf den Markt geworfen hat. Da das Buch wieder routiniert und erfolgreich umgesetzt wurde, war auch dieses Werk ein ordentliches Lesevergnügen.

    Mehr
  • „Verteidung“: Grisham nimmt den Leser wieder mit in die Anwalts-Kanzlei und den Gerichtssaal – überr

    Verteidigung
    Penelope1

    Penelope1

    23. April 2014 um 21:32

    Inhalt: David Zinc hat seine Arbeit satt: fünf Jahre lang hat der Harvard-Absolvent in einer angesehenen Anwaltskanzlei gutes Geld verdient, jedoch unter schwersten Bedingungen. Er kann und mag nicht mehr, schmeißt seinen Job kurzentschlossen hin und geht in die nächste Bar, wo er seinen Frust mit Alkohol betäubt. Doch ein neuer Job muss her, soviel ist klar – und so landet er schließlich in der kleinen Boutique-Kanzlei von Finley & Figg, die sich mit kleinen Gelegenheitsfällen mehr oder weniger erfolgreich über Wasser hält und vom großem Durchbruch träumt. Dieser Durchbruch scheint zum Greifen nah, als die Kanzlei einen Prozess mit vielversprechenden Millionenklagen an Land zieht. Meine Meinung: John Grisham nimmt den Leser in „Verteidigung“ wieder einmal mit in die Anwalts-Kanzlei und den Gerichtssaal. Sein Schreibstil dieses Romans ist dabei unverhofft humorvoll, ironisch und mit reichlich Wortwitz ausgestattet. Dies sorgt dafür, dass der Leser mit einem Schmunzeln im Gesicht die Geschehnisse verfolgt : die Jagd nach Mandanten, der Traum vom großen, schnellen Geld, als auch die vielversprechenden Aktivitäten rund um die Gerichts-Verhandlungen. Dennoch sollte man sich vom scheinbar „leichten“ und oft etwas ironischen Erzählstil nicht täuschen lassen: „Verteidung“ ist wie alle Grisham-Romane hochwertig und anspruchsvoll, mit einem aktuellen, ernsten Thema, das zum Nachdenken anregt. Grisham’s Erzählstil hat es einfach in sich – egal ob unterschwellig humorvoll oder ernst - er weiß, wie man die Leser an eine Geschichte bannt, ihn so fesselt, dass man das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen kann, bevor man weiß, wer als „Sieger“ bzw. Gewinner der Verhandlungen hervorgeht. Der Spannungsverbogen verläuft dabei auf einem recht hohen Niveau, ständig ergeben sich neue Aspekte und ich war geradezu fasziniert davon, wie es dem Autor immer wieder gelingt, den Leser in das Geschehen hineinzuversetzen. Er beschränkt sich nicht darauf, nur eine Seite dazustellen, sondern er gibt Einblicke in die Situation und Motivation von Anklägern UND Beklagten, aber auch von Anwälten und Richtern. Dabei wird die Aufmerksamkeit des Lesers trotz aller scheinbarer Leichtigkeit durchaus gefordert – einige Passagen sind juristisch recht detailreich - hier zeigt sich, dass Grisham weiß, worüber er schreibt - aber auch, wie umfangreich und kompliziert das Rechtswesen ist… nicht jedermanns Geschmack, aber immerhin haben wir es hier mit einem Gerichts-Roman bzw. –Thriller vor uns… Der Leser lernt ganz nebenbei und auf unterhaltsame Weise etwas über das – amerikanische – Rechtswesen im Allgemeinen und über Schadenersatz-Sammel- und Massenklagen im Besonderen, viele Ereignisse stimmen nachdenklich und man kann sich seine eigene Meinung über Sinn- und Unsinn – bilden… Die verschiedenen Perspektiven sind überaus facetten- und abwechslungsreich und sorgen für ein recht schnelles Tempo, immer wieder werden neue Fragen aufgeworfen, neue rechtliche und persönliche Herausforderungen entstehen, die es zu bewältigen gilt. Und genau dies macht einen Teil des Reizes dieses Romanes aus: die Art und Weise, wie die beteiligten Personen sich ständig anzupassen versuchen, sich beeinflussen lassen, selbst beeinflussen, Machtkämpfe ausfechten und dabei versuchen, skrupellos Recht und die Rechtssprechung zu überlisten. Zum Wohl des Rechtes…?! Fazit: Ein spannender Gerichtsroman, der den Leser von der ersten bis zur letzten Seite fesselt: ein äußerst interessantes und dabei aktuelles Thema, in einem für Grisham überraschend wortwitzigen Schreibstil, gleichzeitig wie gewohnt überaus wortgewandt - und natürlich überaus unterhaltsam !

    Mehr
  • david zinc

    Verteidigung
    wildfire

    wildfire

    10. April 2014 um 00:50

    6 von 5 sternen. eins der besten grisham-bücher überhaupt. ich schließe mich den beurteilungen in der buchinnenseite voll und ganz an. verteidigung ist mit einem augenzwinkern und mit einer brise humor geschrieben. es macht spaß zu lesen. 

  • Angenehm unterhaltsam

    Verteidigung
    quadrupes

    quadrupes

    30. March 2014 um 12:12

    David Zinc hat nach fünf Jahren pausenlosen Arbeitens in einer Chicagoer Großkanzlei genug und beschließt, auszusteigen. Durch einen Zufall findet er seinen neuen Arbeitgeber, die kleine Kanzlei Finley & Figg. War Davids Arbeitsalltag vorher von höchster Professionalität geprägt, arbeitet er nun mit zwei Kollegen zusammen, die vom Recht im Allgemeinen und der Prozessführung im Besonderen schlichtweg keine Ahnung haben. Dementsprechend schlecht laufen die Geschäfte. Dann zieht einer der Partner einen scheinbar lukrativen Fall an Land, der das große Geld verspricht und im Desaster endet. „Verteidigung“ beginnt erstaunlich uninspiriert und John Grisham benötigt schon ein bisschen zu viel des Guten an Einfallsreichtum, um die Handlung in eine unterhaltsame Richtung zu lenken. Nachdem dem Autor dies gelungen ist, entwickelt sich jedoch eine höchst unterhaltsame - wenn auch vorhersehbare - Geschichte, in deren Verlauf der Leser einen immer stärkeren Bezug zu den Protagonisten aufbaut. Dass das Ende etwas abrupt und einfach strukturiert ausfällt, vermag den guten Gesamteindruck nicht zu schmälern.

    Mehr
  • David gegen Goliath

    Verteidigung
    Ireland

    Ireland

    23. March 2014 um 08:28

    David Zinc arbeitet seit fünf Jahren in einer großen Chicagoer Anwaltskanzlei. 16 Stundentage sind die Regel und seine Frau bekommt er kaum noch zu Gesicht, was leider auch negative Auswirkungen auf die Familienplanung hat. Eines Tages hat er einfach genug und flüchtet aus dem Gebäude um sich ein einer benachbarten Bar zu betrinken. Volltrunken betritt er an diesem Abend die kleine Kanzlei Finley & Figg, die von nur zwei Partnern geführt wird und die sich auf Opfer von Verkehrsunfällen spezialisiert hat. Er erklärt den völlig verdutzten Anwälten, dass er ab sofort für sie arbeiten möchte. Überrascht nehmen Senior- und Juniorpartner am nächsten Morgen zur Kenntnis, dass David es wirklich ernst meint und so bekommt er einen kleinen Raum als Büro zugeteilt und wird sofort in den spektakulärsten Fall der Kanzleigeschichte hineingezogen – einer Klage gegen einen großen Pharmakonzern, bei dem das ganz große Geld winken könnte. Schnell merkt David, dass seine Chefs keinerlei Prozesserfahrung haben und mit dem Fall völlig überfordert sind, denn die Gegenseite fährt so richtig große Geschütze auf. Korruption, Betrug, Lobbyismus – John Grisham, selbst ehemaliger Strafverteidiger, knöpft sich mal wieder seine eigene Zunft vor. Die Geschichte ist beklemmend realistisch und hochaktuell, dennoch ist sie lustig und nimmt sich selbst nicht zu ernst.

    Mehr
  • David gegen Goliath

    Verteidigung
    Bellexr

    Bellexr

    31. July 2013 um 18:39

    Nach fünf Jahren als Anwalt in einer der angesehensten Großkanzleien Chicagos hat der Harvard-Absolvent David Zinc genug. Kaum noch Zeit für seine Frau, keine Freizeit und nur stupide Arbeit in einem Großraumbüro ist nichts mehr für David. Durch Zufall entdeckt er eine Werbeanzeige der kleinen Kanzlei Finley & Figg und heuert kurzentschlossen an. Für Wally Figg kommt David genau richtig, denn dieser hat gerade einen ganz dicken Fisch an der Angel. Mit der Klage gegen einen Pharmariesen verspricht sich Wally das große Geld. Allerdings haben weder Seniorpartner Oscar Finley, Juniorpartner Wally Figg noch David Erfahrungen mit Sammelklagen, geschweige denn hat einer von den drei Anwälten schon einmal einen Prozess vor dem Bundesgericht geführt. Das große Geld ist nicht alles für David. Völlig ausgebrannt nach der jahrelangen Tretmühle  in einer Großkanzlei wünscht sich David nur noch ein kleines Büro mit Fenster und Mandanten, die er persönlich kennt. Ganz spontan entschließt er sich deshalb bei dem chaotischen Anwaltsduo Figg & Finley anzuheuern und stört sich überhaupt nicht an den ständigen Streitereien der beiden Anwälte, und an der total unorganisiert geführten Kanzlei. Einzig die etwas mehr als fragliche Mandanten-Anwerbung behagt David nicht so recht. Aber da ist ja der große Fall, der ihm kaum Zeit lässt, hierüber nachzudenken. Außerdem soll die Klage endlich die Boutique-Kanzlei aus der mehr als desolaten Finanzlage führen.   Allerdings sind sich die Anwälte gar nicht bewusst, welche Arbeit diese Anklage für die Kanzlei bedeutet, geschweige denn sind die Kosten bedacht, die auf Finley & Figg zukommen. Und auch die Mandantensuche für eine Sammelklage entwickelt sich anfangs nicht unbedingt wie vorgestellt. Da werden den möglichen Mandanten von Wally auch schon mal Entschädigungen in Millionenhöhe versprochen, Hauptsache sie setzen ihre Unterschrift unter das Formular. Man merkt rasch, dass John Grisham viel Freude am Schreiben des vorliegenden Romans hatte. Seine Erzählweise sprüht vor Wortwitz und originellen Ideen, ist immer unterhaltsam und fesselnd erzählt und auch die Charaktere sind äußerst ausgefeilt beschrieben. Die Story an sich kann man jetzt nicht unbedingt als spannend bezeichnen, aber John Grisham gelingt es mehrmals, der Geschichte eine neue Wendung zu geben, mit der man in dieser Art nicht unbedingt rechnet. Es ist nicht nur eine Story über eine kleine Vorstadt-Kanzlei, die sich mit einem Großkonzern anlegt, sondern überrascht auch noch mit kleinen Nebenschauplätzen, die im Verlauf immer mehr Raum einnehmen. Gerade David ist ein komplexer Charakter, der immer mehr seine soziale Ader zeigt und hierdurch auch schlussendlich seine wahre Berufung als Anwalt findet. Stellenweise völlig selbstlos greift er der Kanzlei finanziell unter die Arme und kritisiert gerade Wally ob dessen zweifelhaften Vorgehens bei der Gewinnung von Mandanten. Denn Wally träumt immer nur vom großen Geld, scheut nicht davor zurück, seine Mandanten am Krankenbett anzuwerben, Frauen kann er sowieso nicht widerstehen und mit dem Alkohol steht er auf Kriegsfuß. Ein richtig schmieriger Winkeladvokat, den man aber fast sofort sympathisch findet. Der ruhige, aber nicht minder streitsüchtige Part übernimmt Seniorpartner Oscar Figg, der seit 30 Jahren unglücklich verheiratet ist und ständig von der Scheidung von seiner Frau träumt. Allerdings fehlt es ihm hierfür an Geld und vor allem an Mut. Die Vierte im Bunde der Kanzlei ist Rochelle, welche die Sekretariatsarbeit übernimmt und sich nicht davor scheut, Wally wie Oscar auch einmal ordentlich die Köpfe zurecht zu rücken. Fazit: John Grisham in Hochform: Wendungsreicher, fesselnder und sehr unterhaltsam erzählter Justizkrimi.

    Mehr
  • Interessantes Thema - gutes Buch

    Verteidigung
    Thommy28

    Thommy28

    26. June 2013 um 16:43

    Die Inhaltsangabe zum Buch stellt den Inhalt mehr als ausreichend dar, ich erspare mir hier deshalb eine Kurzdarstellung des Inhalts. Ausserdem ist der geübte Grisham-Leser ja darüber informiert, dass es fast immer um das Anwaltsthema geht. So auch hier. Wie immer schreibt der Autor sehr angenehm und hat die Charaktere sehr sorgfältig herausgearbeitet. Das Buch liest sich flüssig, das Thema ist interessant. Gegenüber anderen Büchern des Autors hält sich die Spannung sehr in Grenzen. Ein gutes Buch, aber kein Bestseller in meinen Augen. 

    Mehr
  • Rezension zu "Verteidigung" von John Grisham

    Verteidigung
    Nini61

    Nini61

    08. March 2013 um 15:32

    David Zinc ist ein hochdotierter Anwalt in einer renommierten Anwaltskanzlei in Chicago. Er arbeitet 15 - 16 Stunden am Tag, dann fällt er ins Bett, weil er todmüde ist. Seine Frau hätte gerne ein Baby, aber bei diesen Arbeitszeiten ist David nicht mehr in der Lage, auch dafür noch zu sorgen. Eines schönen Morgens, als er wieder mal im Aufzug steht, stellt er fest, dass er nicht mehr will. Er verlässt die Kanzlei und verbringt "den ersten Tag seines neuen Lebens" erstmal in einer Bar. Er lässt sich vollaufen und auf dem Heimweg findet er zufällig die kleine Kanzlei Finley & Figg. Dies ist eine Kanzlei, die sich mit Verkehrsunfällen und Scheidungen mehr schlecht als recht über Wasser hält. David steigt ein.... Grisham überzeugt mich diesmal eher mit hintergründigem Humor als mit Spannung. Hier sind es mal nicht die Superanwälte, sondern die, über die sonst niemand spricht. Der Seniorpartner träumt von der Rente und der Scheidung, der Juniorpartner ist trockner Alkoholiker und träumt vom großen Geld durch eine Klage gegen einen Pharmariesen. Einzig David ist glücklich, mehr Zeit für seine Familie zu haben. Sehr schnell ist seine Frau schwanger. Er übernimmt Fälle, in denen er Menschen vertritt, die sich allein nicht wehren können. Alles in allem ein gelungenes Buch und absolut lesenswert....

    Mehr
  • Rezension zu "Verteidigung" von John Grisham

    Verteidigung
    robbylesegern

    robbylesegern

    10. September 2012 um 20:08

    ein humorvoller Grisham John Grisham ist mir als Spannungsautor bekannt, in dessen Mittelpunkt immer juristische Themen stehen. Sein letztes Buch "Das Geständnis" hat mir ausnehmend gut gefallen,aber auch seine ersten Bücher "Die Firma", "Die Akte" oder "Das Urteil" sind mir in guten Erinnerung als Spannungsromane der Extraklasse. Um so erstaunter war ich über den Inhalt dieses Buches, dass mit Spannung kaum aufwartet, dafür aber um so humorvoller ist.Dieses Buch widmet sich den kleinen Anwaltskanzleien, die sich ihre "Fälle" auf der Straße, oder in Leichenschauhäusern holen und sich über jeden Scheidungsfall freuen, der in ihrer Praxis landet.Das die Juristerei so humorvoll erzählt werden kann, wird jeder feststellen können , der dieses Buch liest und Jura für eine trockene Sache hält. David Zinc, Anfang dreizig und Harvard Absolvent, verbringt seit fünf Jahren sein Leben in einer der angesehensten Großkanzleien Chicagos.In einem kleinen Raum ohne Fenster arbeitet er 15 Stunden am Tag, um das Vermögen der Partner zu mehren.Sein Gehalt ist auch sehenswert, doch nach 15 Stunden hochkonzentrierter Arbeit, fällt er zu Hause nur noch ins Bett und das ohne seiner Frau den Wunsch nach einem Kind erfüllen zu können.denn dafür ist er zu müde.Die Frage, ob dies sein Leben sein soll, beantwortet er eines Tages damit, dass er auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz umkehrt und den Tag in einer Bar verbringt , um über seinen weiteren beruflichen Werdegang nachzudenken.Auf dem Weg nach Haus, mittlerweile mehr als betrunken, sieht er aus dem Taxifenster heraus die Reklame einer Kanzlei namens Finnley&Figg.Als der Taxifahrer nach dem Ziel seiner Fahrt fragt, lässt er sich genau zu dieser Kanzlei fahren, die in einer der schlechtesten Gegenden Chicagos liegt. In mehr als angetrunkenem Zustand stellt er sich vor und bittet um Anstellung.Als er am nächsten Tag, nun wieder nüchtern, in der Kanzlei vorspricht, hat keiner mit seiner Rückkehr gerechnet.Trotzdem wird er eingestellt zu einem Hungerlohn und mit der Gewissheit , es hier mit absolut chaotisches Chefs zu tun zu haben.Oskar Finnley und Wally Figg halten ihre Kanzlei mit kleinen Verkehrsdelikten und Ehescheidungen über Wasser, bei denen sie auch vor unlauteren Methoden nicht zurückschrecken, um an ihre Fälle zu kommen. Als Wally, schon dreimal geschieden und zur Zeit wieder auf Alkoholentzug, von einem Medikament hört, dass angeblich einen plötzlichen Herztod zur Folge hat,wittert er eine Chance an das ganz große Geld zu kommen, Er hängt sich an eine große Anwaltspraxis , um ein Vergleichsverfahren mit einer großen Pharmafirma Amerikas abzuschließen, um somit nicht nur für seine Mandanten, sondern auch für seine Kanzlei das große Geld zu bekommen.David der Neuling der Kanzlei hat keinerlei Prozesspraxis und ihm schwant, dass auch seine Chefs nicht unbedingt sehr versiert sind, um es mit so einem Pharmariesen aufnehmen zu können. Doch die Weichen sind gestellt und es gibt kein Zurück. Was mir neben der flüssigen und sehr humorvollen Schilderungen der kleinen Anwaltskanzlei und seiner Besitzer sehr gefallen hat war, das sehr gut herübergebracht wurde, dass der keine Anwalt bei einem Prozess gegen so einen großen Konzern keinerlei Chance hat, da er nicht über die finanziellen Mittel verfügt, sich dementsprechend vorzubereiten.Das Einholen von Gutachten und das Beschaffen von Zeugen, die überzeugend und kompetent wirken, ist eine rein finanzielle Sache. Um so mehr hat es mir Spaß gemacht,zu beobachten, wie wenigstens eine kleine Genugtuung erfolgte, als man über die Machenschaften mancher Konzerne berichtete.In diesem Buch wird wirklich eine Lanze für die kleinen Anwaltskanzleien gebrochen,die sicherlich nicht immer Juristen a la Finnley und Figg aufweisen,aber trotzdem manchmal ums nackte Überleben kämpfen müssen. Trotzdem haben mich die Besitzer dieser Kanzlei über 460 Seiten gut unterhalten, die Figuren sind sehr humorvoll, aber trotzdem realistisch dargestellt worden. Auch der Fall des kleinen Thuya hat mich begeistert. Ich habe mich nicht eine Minute gelangweilt und ich finde, dem Autor ist dieser Roman ausgezeichnet gelungen. Spannung darf man von diesem Buch nicht erwarten , aber 460 Seiten großartige Unterhaltung.

    Mehr
  • Rezension zu "Verteidigung" von John Grisham

    Verteidigung
    Stefan_Huebner

    Stefan_Huebner

    27. August 2012 um 09:19

    Held dieser Geschichte ist David Zinc. Als Anwalt bei Rogan Rothberg, hätte er ausgesorgt, aber sein Privatleben leidet unter dieser Tretmühle und wohl fühlt er sich auch nicht dort. Also beschließt er spontan an einem Morgen an dem er schon im Aufzug zum Büro steht auszusteigen. Nach einem ausführlichen Gelage in einer Bar landet er mehr oder weniger per Zufall in der Kanzlei Finley & Figg, einem windigen Zwei-Mann-Betrieb, der seine Fixkosten mit Verkehrsunfällen und ähnlichen Kleinstdelikten deckt. Er beschließt dort anzuheuern und wird schon bald Teil eines der aufsehenerregendsten Prozesse der Zivilrechtsgeschichte. Die Partner versprechen ihren Klienten sofort das große Geld, und auch David lässt sich von der Begeisterung anstecken, bis er erkennt, dass Finley & Figg jede Kompetenz für einen Prozess dieser Größenordnung fehlt. Wow, kann ich da nur sagen! Für mich der Beste Grisham seit Ewigkeiten. Viel Ironie, tolle Wendungen, viel Spannung. Während die letzten Grishams allesamt mehr oder weniger den Eindruck machten sie wären aus Pflichterfüllung von Verträgen geschrieben ist hier wieder der Biss zu spüren der die frühen Grishams ausgezeichnet hat. Seitenhiebe auf Praktiken des Rechtsgewerbes, toll geschriebene Charaktere machen alle 460 Seiten zu einem Vergnügen.

    Mehr