John Guaspari Das letzte Meeting

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Inhaltsangabe zu „Das letzte Meeting“ von John Guaspari

Management-Klausurtagungen haben ihr besonderes Flair, speziell, wenn einer der Teilnehmer hinterrücks gemeuchelt wird und zwar mit den eigenen Konzept-Devotionalien: Geknebelt mit einem KNP-T-Shirt und KNP-Aufklebern, erstochen mit einem KNP-Brieföffner und auch noch maltraitiert mit einer KNP-Henkeltasse.<p> Das ist das Szenario, in das John Guaspari, Berater in Sachen Customer Value und Qualität, seine Leser entführt: Zum jährlichen Meeting der Lodstar Inc. kommen die Führungskräfte gewöhnlich zusammen, um über einen neuen Managementtrend zu beraten, firmenintern "NBT Next Big Thing" genannt. Doch dieses Mal ist alles anders. Vor einem Jahr wurde ein Programm namens KNP (Kundennutzen-Programm) aufgelegt, über das jetzt ein erster Erfahrungsaustausch stattfinden soll. Initiator des KNP ist ein Berater der Firma Condor, Michael Fallon. Und genau dieser wurde ermordet. Motive gibt es bei den Managern zuhauf: Jeder profitierte in der Vergangenheit von einem anderen Trend, und Fallons neues Konzept scheint einigen Mitgliedern der Führungsetage den Boden unter den Füßen weg zu ziehen. Scharfsinnig wie weiland "Der Alte" noch zu Erik Odes Zeiten entdeckt Police-Officer Leonard H. Gatling, dass ein Memo aus der Feder Michael Fallons der Schlüssel zum Mordfall ist.<p> Guaspari versucht mit seinem Wirtschaftskrimi, die Grundzüge des Kundennutzen-Programms als übergeordnete Denkweise in einem Unternehmen herauszustellen und analysiert traditionelle Managementtechniken geschickt durch die Vernehmungsaufzeichnungen ihrer Befürworter bei der Lodstar Inc. Aber der Schlüssel zum Buch ist das "Fallon-Memo", das irrwitzigerweise erst im Anschluss an das Lösungskapitel unter dem Stichwort "Beweislage" präsentiert wird. Leser des Buches sollten dieses Kapitel aus dramaturgischen Gründen vorziehen.<p> Das Buch ist handwerklich ordentlich geschrieben, wenngleich einige Dialoge leicht gestelzt klingen. Als Krimi keine Weltliteratur. Spannend und inhaltlich wertvoll wird das Werk durch das "Fallon-Memo", in dem auf rund 50 Seiten Gedanken zum Kundennutzen und der Einführung eines Kundennutzenprogramms niedergelegt sind. Hier finden sich auch grundlegende Schritte zur Einführung eines solchen Programms. Insgesamt gesehen ist das Buch ein interessanter und durchaus gehaltvoller Versuch, betriebswirtschaftliche Konzepte einmal anders als gewohnt darzustellen. Bei einem unvoreigenommenen Herangehen an das Buch und das Thema und auf der Suche nach neuer Denke und neuen Darstellungsformen: sehr lesenswert. <i>--Horst-Joachim Hoffmann</i>
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