John Gwynne

 4.4 Sterne bei 27 Bewertungen
Autor von Macht, Bosheit - Die Getreuen und die Gefallenen 2 und weiteren Büchern.

Alle Bücher von John Gwynne

John GwynneMacht
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Macht
Macht
 (10)
Erschienen am 19.06.2017
John GwynneBosheit - Die Getreuen und die Gefallenen 2
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Bosheit - Die Getreuen und die Gefallenen 2
Bosheit - Die Getreuen und die Gefallenen 2
 (6)
Erschienen am 18.09.2017
John GwynneUngnade - Die Getreuen und die Gefallenen 4
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Ungnade - Die Getreuen und die Gefallenen 4
Ungnade - Die Getreuen und die Gefallenen 4
 (3)
Erschienen am 19.03.2018
John GwynneJähzorn - Die Getreuen und die Gefallenen 3
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Jähzorn - Die Getreuen und die Gefallenen 3
John GwynneMalice
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Malice
Malice
 (2)
Erschienen am 06.12.2012
John GwynneRuin
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Ruin
Ruin
 (1)
Erschienen am 10.03.2016
John GwynneWrath
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Wrath
Wrath
 (1)
Erschienen am 04.05.2017
John GwynneValour
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Valour
Valour
 (1)
Erschienen am 27.03.2014

Neue Rezensionen zu John Gwynne

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Rezension zu "Malice" von John Gwynne

Eine Portion Originalität, bitte!
Wortmagievor 4 Monaten

Greifbare, gelebte Geschichte ist für den Autor John Gwynne einer der stärksten Faktoren, die sein Schreiben beeinflussen. Das Nachstellen historischer Ereignisse gehört zu seinen Hobbies. Oh ja, Mr. Gwynne hüpft gern in ein Kostüm und spielt Schlachten, Turniere und das mittelalterliche Alltagsleben nach – begleitet von seiner gesamten Familie. Eine herrliche Schrulle. Er erklärt, dass die Erfahrungen, die er dort sammelte, den Entstehungsprozess des High Fantasy – Epos „The Faithful and the Fallen“ entscheidend inspirierten. „Malice“ ist der Auftakt der vierteiligen Reihe, mit dem ich mich vertrauensvoll in die Hände eines Schriftstellers übergab, der tatsächlich weiß, wie es sich anfühlt, einen Schwerthieb abzublocken.


Einst wurden Menschen und Riesen als unsterbliche Herren über die Erde geschaffen. Sie bevölkerten die Schöpfung des Gottes Elyon und lebten in Harmonie. Doch sie wurden beobachtet. Hasserfüllt und eifersüchtig blickte Elyons Gegenspieler Asroth auf die Welt. Bosheit erfasste ihn. Hinterlistig entzweite er Menschen und Riesen. Der Tod, vormals unbekannt, hob sein hässliches Haupt. Ströme aus Blut färbten die Erde und Elyons Zorn war schrecklich. Er entsandte seine Elitekrieger, die Ben-Elim, um seine geliebte Schöpfung auszulöschen. Sein Urteil war fast vollstreckt, als Elyon aus der Anderswelt Asroth‘ Lachen vernahm. Er erkannte, dass er hereingelegt worden war. Bestürzt und von tiefer Trauer überwältigt rettete er die Ruinen seiner ehemals prachtvollen Welt und verschwand. Er kehrte nicht zurück. Noch immer kämpfen die Ben-Elim gegen Asroth und seine Heerscharen, während die Völker der Erde in den Trümmern des Krieges zu überleben versuchen.
Jahrtausende später wächst Asroth‘ Einfluss erneut. Eine Prophezeiung weissagt, dass das Schicksal der Welt zwischen zwei Kämpfern entschieden wird: der Schwarzen Sonne und dem Leuchtenden Stern. Der junge Corban ahnt nicht, dass seine Zukunft eng mit der Prophezeiung verknüpft ist und dass sein Erwachen der Beginn des letzten Krieges sein wird…


„Malice“ ist nicht sehr originell. Leser_innen, die in der High Fantasy bewandert sind, wird schnell auffallen, dass der Reihenauftakt einige Details enthält, die deutlich an andere Vertreter des Genres erinnern. Zwischen den Zeilen lächelten George R.R. Martins „A Song of Ice and Fire“, Peter V. Bretts „Demon Cycle“ und Brandon Sandersons „Mistborn“-Reihe hervor. Es wirkte, als hätte John Gwynne einen Streifzug durch ein High Fantasy Factory-Outlet unternommen und all jene Elemente in seinen Einkaufswagen gepackt, die er für sein eigenes Epos als passend erachtete. Ich scheue mich trotz dessen, von einem Plagiat zu sprechen, weil ich das Ergebnis seiner Shoppingtour durchaus als individuell empfand. Die grundlegenden Ideen sind nicht revolutionär, aber die Geschichte, die Gwynne daraus spinnt, erschien mir dennoch einzigartig. Ich war sogar versucht, „Malice“ mit vier Sternen zu honorieren, konnte jedoch nicht darüber hinwegsehen, dass ich etwa 200 Seiten brauchte, um in die Handlung zu finden. Durch häufige Perspektivwechsel nimmt diese eher langsam Fahrt auf. Den Leser_innen wird viel Zeit gewährt, um die Figuren kennenzulernen und sich im Universum der Verbannten Lande zurechtzufinden. Besondere Aufmerksamkeit erhält natürlich Corban, dessen Aufwachsen ich mit Freude beobachtete. Ich durfte erleben, wie aus einem tollpatschigen Feigling ein mutiger Krieger mit starkem Gerechtigkeitssinn wurde und entwickelte daher eine enge Bindung zu ihm. Der Aspekt des Coming of Age entspricht in der High Fantasy ebenfalls nicht der Neuerfindung des Rades, doch es funktionierte. Die anderen POV-Charaktere dienten meinem Empfinden nach hauptsächlich dazu, einen weitreichenden Eindruck der Verbannten Lande zu vermitteln, die Eigenheiten des Settings vorzustellen und die Rollen der Geschichte zuzuweisen. Für mich war neben Corban vor allem Kastell interessant, durch dessen Augen ich mit den Riesen in Kontakt und Konflikt trat. Meiner Meinung nach ist die prominente Implementierung der Riesen der eine Faktor, der „Malice“ trotz des hohen Wiedererkennungswertes aufgrund genretypischer Strukturen, Figuren und Motive die dringend benötigte Kreativität lieferte. Das Volk der Riesen ist häufig nur eine Randerscheinung – John Gwynne hingegen deutet an, dass sie den Menschen einst gleichgestellt waren und über unschätzbares Wissen und beeindruckende Fähigkeiten verfügten. Die Exemplare, gegen die Kastell kämpfen muss, wirkten bar jeglicher Kultiviertheit oder Weisheit, nichtsdestotrotz stammt die Prophezeiung, die den entscheidenden Krieg um das Schicksal der Erde voraussagt, von einem Riesen. Es bleibt abzuwarten, inwieweit Gwynne das vorurteilsbehaftete Bild dieses Volkes in den Folgebänden korrigieren wird. Ich hoffe sehr, dass er sich auf diesen Punkt konzentriert, denn dort versteckt sich das Potential, „The Faithful and the Fallen“ aus dem tiefen Schatten des Genres heraustreten zu lassen.


Nach der Lektüre von „Malice“ wäre es leicht, anzunehmen, dass „The Faithful and the Fallen“ nicht viel zu bieten hat. Die Geschichte wirkt vorgezeichnet. Episch, aber vorhersehbar und zu genrekonform, um zu überraschen. Trotz dessen behauptet mein Bauchgefühl steif und fest, dass es sich lohnen wird, nachsichtig zu sein und dran zu bleiben. Unbestritten, John Gwynne muss nachlegen. Will er ernstgenommen werden und einen rechtmäßigen Platz in der Riege der High Fantasy – Autor_innen erobern, muss er sich von risikoarm erscheinenden Basiselementen distanzieren und etwas Neues wagen. Er muss seinen eigenen Impulsen vertrauen. „Malice“ lässt erahnen, dass das Potential dazu sowohl in ihm als auch in seiner Geschichte schlummert, denn das Buch begann, mich genau dann zu fesseln, als die Handlung den sicheren Hafen des Bekannten verließ. Das kann kein Zufall sein. Nur Mut, Mr. Gwynne. Wachsen Sie über sich hinaus.

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Ungnade - Die Getreuen und die Gefallenen 4" von John Gwynne

Wortgewaltiger, spannender Abschluß einer spannenden Saga
phantastische_fluchtenvor 6 Monaten

Mit "Ungnade" liegt nun der vierte und abschließende Band der epochalen und gewaltigen Saga vor. Nachdem ich bei Band drei doch einige Ermüdungserscheinungen hatte, konnte ich dieses Buch kaum noch aus der Hand legen. Natürlich ist es nicht möglich, den Inhalt widerzugeben, da alle Fäden hier zusammen laufen und jedes Wort zu viel wäre. Das die Entscheidung in Drassil fallen wird, ist allerdings jedem Leser klar. Die uralte Festung der Giganten, ein Ort voller Legenden, ist das Ziel beider Parteien.
Während Calidus immer noch nach den sieben Kostbarkeiten sucht, um Asroth endlich Fleisch werden zu lassen, sammeln sich die Gefährten, um gegen das Böse zu kämpfen.  


Corban hat alles, was der dunkle Magier nicht hat. Ehre, Loyalität, Ehrlichkeit, Treue, Opferbereitschaft und Freunde, die ihm zur Seite stehen. Der Junge ist zu einem Mann und Anführer herangereift und Ghar ist berechtigterweise Stolz auf seinen Zögling. Corban schafft es, Menschen und Giganten auf seine Seite zu ziehen Er erweist ihnen Respekt und spricht ehrlich mit ihnen, was viele davon überzeugt, dass er wirklich der strahlende Stern ist. Als er von den Jotun entführt wird, versucht er, auch diesen Stamm auf die Seite des Guten zu ziehen aber die Jotun habe es Jahrhunderte lang erfolgreich geschafft, sich aus den Angelegenheiten der Verfemten Lande herauszuhalten und möchten weiterhin den Kopf in den Sand stecken. Wie ein Kind, das sich Augen und Ohren zuhält um nichts zu sehen oder zu hören agiert dieser Gigantenclan. Corban versucht sie davon zu überzeugen, dass Asroth die Welt, so wie ist, vernichten wird und man sich für eine Seite entscheiden muss.
Es ist ein Kampf David gegen Goliath. Au der Seite Nathairs steht eine gewaltige Übermacht, ein Heer aus tausenden von Kämpfern. Doch sie folgen dem Draakenreiter nur aus zwei Gründen. Machthunger und Gier. Es steht sich die Frage, wie weit die Treue der Kämpfer geht, wenn es um ihr eigenes  Leben geht. Corban kann sich sicher sein, dass seine Getreuen ihm bis zu Tod zur Seite stehen. Kann es Nathair auch?
Wolfgang Thon hat auch diesen Roman wieder perfekt übersetzt und sprachlich schön umgesetzt. Der rasante Wechsel der Kapitel steigert die Spannung ins Unermessliche.
Ich denke, jeder Leser wird seine Lieblinge haben. Meine sind Veradis und Maquin, sehr unterschiedliche aber . absolut beeindruckende Männer. Beide haben einen weiten, beschwerlichen und abwechslungsreichen Weg hinter sich.  Auf der Gegenseite mag ich Uthas am liebsten. Der Gigant hat sicher nicht vorausahnen können, wohin sein Weg ihn führt. Aber einmal beschritten, muss dieser Weg weiter gegangen werden.
Neben den sehr schön gestalteten Karten gibt es noch ein ausführliches Glossar, das ich mir am Ende nochmals durchgelesen habe, um alles zu rekapitulieren.
Für mich ist die Reihe: "Die Getreuen und die Gefallenen" ein wahres Fantasy Highlight. Man sollte die Bände allerdings in der Reigenfolge lesen, da der Autor (zum Glück) auf langatmige Wiederholungen verzichtet. Auch in Band vier wird der Leser sofort in die Geschichte hinein katapultiert und er kommt kaum zum Luft holen. Wen nach dem dritten Buch die Unlust gepackt hat, der sollte diesem vierten Teil eine Chance geben. Ihr werdet es nicht bereuen.
Jetzt kann man nur hoffen, dass Blanvalet auch "Of Blood and Bones" übersetzt, die Inhaltsangabe auf der Website des Autor lässt die Gier nach Mehr in mir erwachen.

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Jähzorn - Die Getreuen und die Gefallenen 3" von John Gwynne

Die Streiter sind positioniert, der Götterkrieg hat begonnen
phantastische_fluchtenvor 8 Monaten

Der Götterkrieg hat begonnen!

Vor tausenden von Jahren fiel ein Meteorit vom Himmel. Aus diesem seltsamen Stein wurden die sieben Kostbarkeiten geschmiedet. Artefakte, um die sich heute Legenden ranken und um derentwillen viele Kriege geführt wurden.

Nun sind diese Kostbarkeiten verloren gegangen. Der Herr des Chaos, der Dämonenlord  Asroth, schickt seinen Diener in die Welt der Menschen, damit er die Kostbarkeiten findet. Denn wenn alle sieben Artefakte zusammen geführt werden, kann der dunkle Lord das Land der Menschen betreten und  seine Herrschaft über sie antreten.

Eine Prophezeiung besagt, dass in diesen dunklen Zeiten der strahlende Stern geboren werden wird, um der schwarzen Sonne entgegen zu treten.

Corban kann nicht glauben, dass er dieser strahlende Stern sein soll, der die Welt vor dem Chaos retten wird. Für ihn ist es nur wichtig, seine Freunde, seine Familie und die Menschen, die sich ihm angeschlossen haben, zu beschützen.

Als es Corban und seinen Freunden nicht gelingt, zu Königin Edana zu stoßen, die in Ardan den Widerstand anführt, begibt er sich nach Drassil, der uralten Gigantenfestung, in der es, laut Prophezeiung, zum ultimativen Kampf kommen soll,

Mit Jähzorn liegt nun der dritte Band der Reihe: Die Getreuen und die Gefallenen vor. Hier sammeln sich die einzelnen Gruppen und platzieren sich für den letzten Kampf. Corban trifft seine Entscheidung oft mit dem Herzen, was den Führer der Ben-Elim zur Verzweiflung treibt. Die Ben-Elim leben ausschließlich um zu dienen , menschliche Gefühle sind ihren fremd, so dass Meical die Handlungsweise des strahlenden Sterns häufig nicht verstehen kann. Dieser Konflikt zwischen Herz und Verstand zieht sich durch das ganze Buch und macht dem Leser bewusst, dass Corban kein genialer Feldherr oder Stratege ist, sondern ein liebenswerten junger Mann, dem seine Freunde über alles gehen.

Dieser dritte Band ist durchaus noch sehr spannend aber teilweise etwas zäh, da sich alle Gruppen auf dem Weg irgendwohin befinden und diese Reisen sehr viel Platz in der Geschichte  einnehmen. Ohne die beigefügte Karte wäre der Leser oft aufgeschmissen, wo sich denn welche Gruppe nun gerade befindet. Erst zum Ende hin wird es wieder atemlos spannend, wenn die Figuren platziert sind und der Götterkrieg seinem Höhepunkt zustrebt.

Die eigenen Gedanken der Protagonisten sind in Kursivschrift gedruckt, so dass man ihre Handlungen nachvollziehen kann. Auch bei solchen Charakteren wie Ulfilas, dessen Taten somit verständlich aber nicht akzeptabel werden.

Zu meinen Lieblingen gehört immer noch Veradis und jetzt auch Maquin und Camlin. Der Autor hat hier wirklich erstaunliche Figuren geschaffen, die einen unglaubliche Tiefe besitzen. Viele Charaktere sind ambivalent, nicht nur gut oder nur böse. Doch letztendlich treffen alle ihre Entscheidung, auf wessen Seite sie stehen wollen. Tragische Figur ist wohl Evnis, dessen Sohn Vonn sich Corban angeschlossen hat.

Ein gelungener Kniff, der zur Spannung beiträgt, ist der häufige Szenenwechsel. Jedes Kapitel ist wieder einer Person gewidmet, die Kapitel sind aber teilweise sehr kurz, so dass man sich immer wieder neu orientieren muss. Viele Leser verstört das, mir gefällt es, da es ein rasantes Tempo in die Geschichte bringt.

Wolfgang Thon hat diesen Roman wieder sehr schön übersetzt, von der Spannung geht kein bisschen verloren.

Vorne im Cover befindet sich eine Karte der verfemten Lande. Sie ist dringend notwendig, denn alle unterschiedlichen Gruppen  reisen kreuz und quer durch die Länder, manchmal verliert man fast ein wenig den Überblick. Hinten im findet sich eine Liste der handelnden Personen, mit hat es am Ende des Buches Spaß gemacht, mir noch einmal alle Protagonisten vor Augen zu führen.

Titel: Jähzorn

Reihe: Die Getreuen und die Gefallenen

Autor: John Gwynne

Übersetzer: Wolfgang Thon

Verlag: Blanvalet, Softcover, 925 Seiten

ISBN: 9783734161216

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John Gwynne wurde am 21. September 1968 in Singapur geboren.

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