John Harding

 3.6 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Florence and Giles, The Girl Who Couldn't Read und weiteren Büchern.

Alle Bücher von John Harding

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John HardingFlorence and Giles
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Florence and Giles
Florence and Giles
 (5)
Erschienen am 09.02.2011
John HardingThe Girl Who Couldn't Read
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The Girl Who Couldn't Read
The Girl Who Couldn't Read
 (2)
Erschienen am 01.06.2015
John HardingSailing's Strangest Moments
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Sailing's Strangest Moments
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Erschienen am 30.03.2005
John HardingOne Big Damn Puzzler
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One Big Damn Puzzler
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Erschienen am 01.04.2007
John HardingWhat We Did on Our Holiday
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What We Did on Our Holiday
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Erschienen am 02.09.2006
John HardingUp the Road
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Up the Road
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Erschienen am 06.03.1997
John HardingPATRICK HAMILTON
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PATRICK HAMILTON
PATRICK HAMILTON
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Erschienen am 23.10.2007
John HardingBehind the Glory
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Behind the Glory
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Erschienen am 01.03.2009

Neue Rezensionen zu John Harding

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Anne2801s avatar

Rezension zu "Florence and Giles" von John Harding

Viele Wortneuschöpfungen und noch mehr düstere Anspannung
Anne2801vor 4 Jahren

Klappentext

A sinister Gothic tale in the tradition of The Woman in Black and The Fall of the House of Usher 1891. In a remote and crumbling New England mansion, 12-year-old orphan Florence is neglected by her guardian uncle and banned from reading. Left to her own devices she devours books in secret and talks to herself - and narrates this, her story - in a unique language of her own invention. By night, she sleepwalks the corridors like one of the old house's many ghosts and is troubled by a recurrent dream in which a mysterious woman appears to threaten her younger brother Giles. Sometimes Florence doesn't sleepwalk at all, but simply pretends to so she can roam at will and search the house for clues to her own baffling past. After the sudden violent death of the children's first governess, a second teacher, Miss Taylor, arrives, and immediately strange phenomena begin to occur. Florence becomes convinced that the new governess is a vengeful and malevolent spirit who means to do Giles harm. Against this powerful supernatural enemy, and without any adult to whom she can turn for help, Florence must use all her intelligence and ingenuity to both protect her little brother and preserve her private world. Inspired by and in the tradition of Henry James' s The Turn of the Screw, Florence & Giles is a gripping gothic page-turner told in a startlingly different and wonderfully captivating narrative voice.

Inhalt

Die zwölfjährige Florence erzählt in ihrer ganz eigenen Sprache von ihrem Leben auf Blithe. Dies ist das Haus ihres Onkels, den sie eigentlich gar nicht kennt, da er selbst nicht dort lebt. Die beiden Vollwaisen Florence und ihr jüngerer Bruder Giles wachsen in diesem Haus auf und werden von verschiedenen Angestellten umsorgt. Florence erhält keine Bildung (nur Nähen, Sticken,...) und auch Giles, der auf eine entfernte Schule geschickt wird, findet dort nicht sein Glück, sodass er zurück nach Blithe kommt, wo eine Governess für ihn angestellt wird, die ihn unterrichtet. Diese kommt jedoch auf tragische Weise ums Leben und mit der neuen zweiten Governess zieht nun auch endgültig die düstere Atmosphäre auf Blithe ein. Florence hat zudem noch ihren Bekannten und irgendwann auch guten Freund Theo, mit dem sie sich die Nachmittage auf Blithe vertreiben kann und der später ihr einziger Vetrauter wird, wenn es um ihre Ängste und Vermutungen bezüglich der neuen Governess geht.

Meinung/Leseeindrücke

Florences Wortneuschöpfungen haben den Lesefluss anfangs etwas verlangsamt, aber irgendwann fielen diese gar nicht mehr ins Gewicht, da man sich daran gewöhnt hatte und die englische Sprache war leicht zu verstehen.
Da die Geschichte aus Florences Sicht geschildert wird, erfahren wir nur relativ wenig über die anderen Charaktere. Mir ist allerdings bewusst geworden, dass nichts so ist, wie es scheint und man wirklich immer überrascht werden kann.
Wirklich viel kann ich an dieser Stelle auch gar nicht zu den doch irgendwie oft mysteriösen Charakteren sagen, da für mich stets die spannende Geschichte im Vordergrund gestanden hat: Das Buch war zu keiner Zeit langweilig und oft habe ich mich dabei erwischt, dass ich innerlich sehr angespannt war und aber auch unbedingt wissen wollte, wie es weiter geht.
Bisher habe ich erst eine Gothic Novel gelesen (Dracula), aber ich muss sagen, dass mich diese hier sehr begeistert hat. Lediglich die Tatsache, dass am Ende eben doch nicht alles aufgeklärt wird (z.B. Wer ist Miss Taylor wirklich? Was ist wirklich mit der ersten Governess geschehen?) stört mich ein wenig. Doch auch hierzu muss ich sagen, dass dem Leser genügend Hinweise gegeben werden, sodass man sich sein eigenes Bild machen und eine eigene Schlussfolgerung ziehen kann.
Insgesamt ist es schwierig, dieses Buch gut zu beschreiben, ohne gewisse Dinge vorweg zu nehmen.

Fazit

Diese Gothic Novel ist phantastisch erzählt und ist sowohl düster, als auch spannend und verlangt dem Leser eine gewisse Aufmerksamkeit ab und evtl auch den Willen sich etwas tiefer in die Geschehnisse hinein zu denken.
Wer also auf Geschichten der etwas düsteren Art und auch auf Spannung und Überraschungen steht, der wird an diesem Buch mit Sicherheit Gefallen finden.

Kommentare: 1
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TheRavenkings avatar

Rezension zu "Florence and Giles" von John Harding

Klassischer Grusel mit kleinen Schwächen
TheRavenkingvor 4 Jahren

Ein moderner Autor versucht sich an einer klassischen Ghost-Story.

Henry James' berühmter Gruselroman Das Durchdrehen der Schraube stand Pate für John Hardings Erzählung.

Zunächst einmal sticht einem das ungewöhnliche Cover ins Auge. Gerade deutschsprachige Taschenbücher zeichnen sich in dieser Hinsicht ja durch eine bemerkenswerte Einfallslosigkeit aus.

Aber auch der Inhalt ist ungewöhnlich: Die zwölfjährige Florence lebt mit ihrem achtjährigen Bruder Giles auf einem Anwesen in Neuengland. Nach dem Tod der Mutter hat der Vater die Kinder alleingelassen, einzig eine Haushälterin leistet ihnen Gesellschaft. Sie müssen nicht zur Schule und dürfen tun oder lassen, was sie möchten, mit einer Ausnahme: Bücher sind verboten. Der Grund ist eine allzu bildungshungrige Ex-Frau. Doch trotz des Verbots, oder vielleicht gerade deshalb entwickelt sich Florence zu einer leidenschaftlichen Leserin. Heimlich schleicht sie sich nachts in die Bibliothek und verschlingt Bücher.


Diese Idylle wird erst getrübt, als ihr Vater beschließt eine Erzieherin für seine Kinder zu engagieren. Doch es kommt noch viel schlimmer, denn die Erzieherin scheint ein besonderes Interesse an Giles zu haben. Florence fürchtet, dass es sich bei der Frau um einen Dämon handelt, der ihren Bruder entführen will.
Nun muss man wissen, dass Florence Giles über alles in der Welt liebt und alles tun würde, um ihn zu beschützen, sie ist wie eine Ersatzmutter für den kleinen Jungen. Also beginnt ein Psychokrieg zwischen den beiden Frauen, die jeweils versuchen Giles auf ihre Seite zu ziehen.


Vom Stil her ist Florence & Giles durchaus bemerkenswert. Durch die Abgeschiedenheit schafft sich Florence ihre eigene Sprache. Immer wieder kommt es so zu ziemlich humorigen Formulierungen: I lonelied myself in the library, - heißt es da zum Beispiel, oder I armageddonned with the governess. Dass die Geschichte von Florence selbst erzählt wird, hat also durchaus seinen Reiz, allerdings handelt es sich bei ihr, wie wir am Ende herausfinden, um eine unzuverlässige Erzählerin, was leider einige Probleme mit sich bringt. Beginnt man erst mal an der geistigen Zurechnungsfähigkeit des Erzählers zu zweifeln, lassen sich auch die ausgefallensten Handlungselemente erklären, was aber wiederum schlecht auf den Autor abfärbt, der manches gar nicht oder nur dürftig erklärt, vermutlich mit der Begründung: Oh, es war vielleicht alles nur in ihrem Kopf! Spielchen dieser Art kennt man aus Werken wie Shutter Island, und ich persönlich war nie ein großer Freund solcher Geschichten.

Insgesamt besitzt Florence & Giles eine Menge Qualitäten, doch die feine Ironie, der elegante Stil, die dichte Atmosphäre erweisen sich als unzureichend, wenn die Handlung nicht überzeugen kann, und gerade hier liegt die Achillesferse dieses Romans. John Harding orientiert sich an Henry James' Klassiker indem er offen lässt, ob sich die dargestellten Schrecken nur in der Fantasie seiner Protagonistin abspielen oder eine reale Grundlage haben. Aber diese Ambivalenz kann ebenso gut als Unentschlossenheit oder geistige Trägheit ausgelegt werden.

Trotzdem kann ich mir vorstellen in Zukunft noch weitere Bücher des Autors zu lesen, immerhin versteht er es höchst stimmungsvoll und sprachlich auf höchstem Niveau zu schreiben.

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