John Harwood

 3.3 Sterne bei 80 Bewertungen
Autor von Ruf ins Jenseits, Das Haus der vergessenen Bilder und weiteren Büchern.

Alle Bücher von John Harwood

Ruf ins Jenseits

Ruf ins Jenseits

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Erschienen am 01.08.2008
The Asylum

The Asylum

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Erschienen am 02.10.2014
Olivia Shakespear and W.B. Yeats

Olivia Shakespear and W.B. Yeats

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Erschienen am 01.12.1989
The Ghost Writer

The Ghost Writer

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Erschienen am 19.07.2007
The Seance

The Seance

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Erschienen am 12.10.2009
Pennsylvania Avenue

Pennsylvania Avenue

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Erschienen am 13.05.2008
The Seance

The Seance

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Erschienen am 15.01.2014

Neue Rezensionen zu John Harwood

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thiefladyXmysteriousKathas avatar

Rezension zu "Ruf ins Jenseits" von John Harwood

Séancen, Hypnose und vieles mehr
thiefladyXmysteriousKathavor einem Jahr

Ruf ins Jenseits:

Dieses Buch habe ich schon ganz lange im Auge gehabt. Mittlerweile ist es leider nur noch antiquarisch zu kaufen. Da vor kurzem Halloween war, wollte ich gerne etwas mit mystischem Inhalt lesen und dachte Geister und Séancen passen da perfekt. Das Buch hat einen wirklich besonderen Stil – eine typisch britische paranormale Geschichte mit leider ein zwei Längen. Dennoch kann ich das Buch empfehlen, wenn man einen sehr literarischen Stil mag und es durchhält besagte Längen zu lesen.

Inhalt:

«Verkaufen Sie das Haus oder brennen Sie es nieder. Sie dürfen niemals darin wohnen.»

Constance Langdon ist Erbin von Wraxford Hall, einem düsteren und verrufenen Anwesen in Suffolk. John Montague, Anwalt der Familie, erzählt der neuen Hausherrin von der schaurigen Geschichte des Hauses: Vor Jahren war es Schauplatz eines okkulten Experiments, das mehrere Menschenleben forderte. Montague überlässt Constance die Tagebücher der jungen Eleanor, die nach dem Experiment spurlos verschwand. Eleanor hatte eine schreckliche Begabung: In düsteren Visionen sah sie, wer dem Tod geweiht war. Constance ahnt, dass ihr eigenes Schicksal mit dem Eleanors zusammenhängt. Allen Warnungen zum Trotz geht sie mit einer Gruppe von Spiritisten nach Wraxford, um das verhängnisvolle Experiment von damals zu vollenden …

Meinung:

Ein wirklich sehr spezielles Buch – das muss man sagen. Ich habe lange kein Buch mehr mit so einer besonderen Geschichte gelesen, auch wenn mir die Lektüre nicht an jeder Stelle leichtgefallen ist. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt. Der erste Abschnitt aus Constance Sich war total spannend und interessant. Man erfährt, wie sie aufgewachsen ist und lernt sie genau kennen. Außerdem hat ihre Mutter den Tod ihrer anderen Schwester nicht verkraftet und Constance tut alles, um der Mutter zu helfen – selbst Séancen beiwohnen.

Leider folgte auf den spannenden Teil eine sehr schleppende Perspektive aus der Sicht von Constance‘ Anwalt. An dieser Stelle hätte ich das Buch am liebsten abgebrochen. Aufgrund der positiven Rezensionen bei Amazon habe ich dies jedoch nicht getan und kann nur sagen: zum Glück. Sobald Eleanor ins Spiel kam wurde die Geschichte wieder sehr interessant. Außerdem brannte ich darauf zu erfahren, was es mit Wraxford Hall auf sich hat.

Das Ende war sehr spannend, wenn auch nicht ganz nach meinem Geschmack. Positiv möchte ich auch den Schreibstil von John Harwood betonen, der mir mit seiner britischen, literarischen Note sehr gut gefallen hat. Das Buch kann ich nicht uneingeschränkt empfehlen. Man muss schon ein gewisses Durchhaltevermögen haben, um dieses Buch genießen zu können. Ob es das wert ist, muss jeder selbst entscheiden. Eine besondere Geschichte findet man in „Ruf ins Jenseits“ auf jeden Fall. Von mir gibt es 3 Sterne!

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Blackfairy71s avatar

Rezension zu "Ruf ins Jenseits" von John Harwood

Der Fluch von Wraxford Hall
Blackfairy71vor 3 Jahren

London, 1889. Die junge Constance Langton erbt überraschend ein altes Herrenhaus in Suffolk. Der Anwalt John Montague rät ihr dringend Wraxford Hall niemals zu betreten und es so schnell wie möglich zu verkaufen, denn es läge ein Fluch auf dem Anwesen. Aber die junge Frau ist neugierig, warum gerade sie die Erbin ist und ob sie so etwas über ihre Vergangenheit erfahren kann. Montague übergibt ihr daraufhin zwei Tagebücher, einmal sein eigenes und dann noch das einer Eleanor Unwin. Mit ihr fühlt Constance sich durch ihre Erzählung gleich auf eine merkwürdige Weise verbunden und spürt eine Art Seelenverwandtschaft. Findet sie in den Aufzeichnungen vielleicht endlich den Grund dafür, warum sie sich schon als Kind nie zugehörig zu ihrer Familie und sich besonders von ihrer Mutter nie richtig geliebt fühlte? Constance begibt sich auf eine Reise in die Vergangenheit und der Leser begleitet sie zurück ins Jahr 1867. Wir erfahren die Geschichte des Hauses Wraxford Hall und seiner Bewohner einmal aus der Sicht von John Montague und dann aus der Sicht von Eleanor Unwin.

Ich glaube, jeder fragt sich als Kind oder Teenager: Bin ich wirklich das Kind meiner Eltern? Und so waren die Gedankengänge von Constance für mich nicht verwunderlich, zumal sie schon rein äußerlich keinerlei Ähnlichkeit mit ihren Eltern oder ihrer Schwester hat. Als sie dann dieses alte Haus erbt, versucht sie natürlich herauszufinden, was sie mit der Familie Wraxford zu tun hat. Wer würde das nicht? Und als sie von den unheimlichen Vorgängen dort liest, ist ihre Neugier natürlich geweckt.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen, ein historischer Spannungsroman mit Mysteryeffekten. Früher nannte man so etwas Schauerroman. Ich liebe sogenannte Haunted-House-Geschichten, besonders wenn sie im historischen England spielen.

Der Schreibstil ist gut und flüssig, die Sprache sehr bildhaft, nicht zu altmodisch, aber auch nicht zu modern, es passt einfach. Ich hatte beim Lesen das Gefühl, die Figuren beim Gang durch Wraxford Hall und durch den dunklen Mönchswald zu begleiten.

Besonders Constance mochte ich gleich und auch Eleanor war mir sofort sympathisch. Bis zum Schluss hoffte ich, dass Constance in ihrer Vermutung über ihre Verbindung Recht behalten würde.

Das Ende hat mir schließlich auch gut gefallen, für alle Beteiligten ein schöner Abschluss.

Ein kleines…ja, Highlight für mich am Rande: Constances Besuch am Ende in Whitby. Ob der Autor den Ort an der englischen Küste absichtlich gewählt hat? ;-) „Dracula"-Fans werden wissen, was ich meine.

Kommentare: 7
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Cridillas avatar

Rezension zu "Das Haus der vergessenen Bilder" von John Harwood

The Ghost Writer, eine treffendere Beschreibung als der deutsche Titel
Cridillavor 3 Jahren

Über den Autor:

John Harwood stammt aus Australien. Er lehrte Englische Literatur an der Universität von Southern Australia und lebt nun in Adelaide als freier Schriftsteller. The Ghost Writer(Das Haus der vergessenen Bilder) war sein äußerst gelungener Erstling, der gekonnt mit den Stilmitteln der viktorianischen Schauerliteratur spielt, für den er mit dem International Horror Guild Award ausgezeichnet wurde.

"John Harwood ist ein wunderbarer Gruselschmöker gelungen." (Hamburger Morgenpost)

"Lustvoll - in der Tradition viktorianischer Schauerliteratur." (Brigitte)

"Hypnotisch... Harwood hat die Gabe, scheinbar mühelos Spannung zu erschaffen." (Ruth Rendell)

Über das Buch:

Als kleiner Junge, entdeckt Gerard in der Kommode seiner Mutter ein altes Manuskript und das Foto einer unbekannten Frau. Gerards Mutter weigert sich, darüber zu sprechen. Er gibt jedoch den Versuch, das Geheimnis zu lüften, nicht auf. Bei seinen Nachforschungen, die ihn in ein mysteriöses Haus in England führen, stößt er auf weitere Manuskripte: Ungefähr hundert Jahre alte faszinierende Erzählungen, die ihn in den Bann schlagen. Noch ahnt Gerard nicht, dass er an ein furchtbares Familiengeheimnis rührt.

Ein unheimliches Frauenportrait, die Augen einer Porzellanpuppe – wie Alpträume erscheinen die Geistergeschichten, die Viola Hatherley um 1900 in London geschrieben hat. Ein Jahrhundert später entdeckt ihr Enkel Gerard ein verlassenes Haus. Hier scheinen Violas Geschichten noch lebendig zu sein. Um das Geheimnis seiner Familie zu enthüllen, muss Gerard die Welt der Geister betreten…

Eigentlich reist Gerard nur aus zwei Gründen von Australien nach London: Erstens, weil die Geheimnisse seiner Mutter ihn dazu zwingen, mehr über seine Wurzeln herauszufinden und zweitens, weil er seit seiner Kindheit eine Brieffreundschaft mit einem englischen Mädchen, namens Alice pflegt, die häufig mit: deine unsichtbare Freundin/Geliebte unterschreibt. Die seltsame Heimlichkeit seiner Mutter hat ihn nach ihrem Tode wieder dazu gebracht nach dem Manuskript zu suchen, dass er einmal als Teenager in ihrer Kommode gefunden hatte und über das sie nie ein Wort verlor, auch wenn er sie mehrmals danach gefragt hat. Nachdem er es wiederentdeckt hat, zwingt ihn die Entdeckung über die Verwandtschaft mit der Verfasserin in die Vergangenheit seiner Mutter nach England einzutauchen und Recherchen seine Vorfahren betreffend zu betreiben. Dabei zeigt sich, dass seine Brieffreundin, die immer noch im Rollstuhl sitzt und bald operiert werden soll, nie per Telefon oder per Mail selbst zu erreichen ist, was Gerard immer häufiger aufstößt und nicht das einzige Geheimnis bleibt, was es zu entschleiern gilt…

Die Geschichten, die seine Vorfahrin geschrieben hat, sollen angeblich in der Vergangenheit wahr geworden sein und hier zeigt sich das wirklich wahre Talent von Harwood. Die Gruselstories über die lebendig gewordene lebensgroße Porzellanpuppe, die eine junge Frau in der Bibliothek verfolgt, nebelumwallende Szenerien in denen sich ein englischer Gentleman in eine geheimnisvolle Unbekannte verliebt und daraufhin ein Bild in einem Antiquariat ersteht, das ihn bis in den Wahnsinn in seinen Bann schlägt, woraufhin er unter seltsamen Umständen zu Tode kommt, Bilder, die lebendig zu werden scheinen, Pavillons, die eigentlich abrissreif sind, aber im Wach-Traum plötzlich in neuem Glanz erstrahlen und Tote, die als Geister wertvolle Hinweise liefern, zukünftige eventuelle Ehegatten, die sich als Vampire entpuppen, ein Haus, das als Requiem für einen noch lebenden Maler dient, in denen seine Werke unangetastet in einem abgeschlossenen Raum vor sich hin modern. Diese Geschichten sind ebenso gruselig wie zum Teil miteinander verstrickt und lassen einem beim Lesen wirklich zum Teil die Haare zu Berge stehen und Schauer über den Rücken laufen. Man muss sich versichern das Licht beim Lesen anzulassen, da man sonst durch die lebendige Sprache in die jeweilige Geschichte hineingezogen werden kann und man ertrinkt, bricht sich das Genick, obwohl man doch nicht fliegen kann und versinkt in einem verrotteten Keller, der mit Schutt zugeschüttet ist.

Beide Handlungsebenen spielen sich perfekt aufeinander ein, man versinkt mit Gerard immer tiefer in der Vergangenheit, wie auch in der seltsamen Beziehung zur mysteriösen Alice, mit der er noch nie wirklich Kontakt hatte. Beides kulminiert in der Hausbegehung, in der Viola ihre Geschichten erfunden und aufgeschrieben und wo seine Mutter als Kind gelebt hat. Die Geheimnisse seiner Familie drohen ihn zu erschlagen und die Vergangenheit seiner Mutter holt ihn im wahrsten Sinne des Wortes ein, bis seine Erkenntnis fast zu spät ist…

Alle möglichen Schauerszenarien reizt Harwood aus, er treibt gespenstische Versteckspiele, lädt zum Gruseln und rätseln ein und lässt einen manchmal geschockt im leeren Raum zurück, da man völlig unvorbereitet abrupt in die Gegenwart der Handlung zurückgeworfen wird. Er spielt die Klaviatur des Grauens gekonnt in Dur und Moll, und macht es einem als Leser nicht leicht sich von dem Kammerspiel des Grauens zu lösen, denn das ist es eigentlich. Der Hauptprotagonist ist auf Reise, während er seine Kindheitserinnerungen vor uns ausbreitet, und diese Kindheit war auch im weit entfernten Australien sehr von Einsamkeit geprägt. Der frühe Tod des Vaters tut sein Übriges und als junger Bibliothekar verliert er auch schon seine Mutter an den Krebs. Wieder auf sich allein gestellt, bis auf die Brieffreundin, die ihm seine Mutter Zeit ihres Lebens geneidet hat, tritt er die Reise nach England an um hier wieder auf postalischem Wege, von seinem Erbe – einem alleinstehenden Haus – zu erfahren. Nur die Geschichten, die er liest, sind von Personen bevölkert, sein Kontakt zum sozialen Umfeld ist auf das Minimalste beschränkt. Und diese Art des Erzählens macht das gesamt Erleben fast zu einem Klaustrophobischen, da Gerard auch nur durch Telefonate oder Mailkontakte mit den anderen Charakteren kommuniziert. Das Finale ist extrem aufwühlend, und soll dem grusel-geneigten Leser vorbehalten sein. Wieder zeichnet sich die Übersetzerin Susanne Goga-Klinkenberg für den deutschen viktorianischen und gegenwärtigen Grusel verantwortlich. Wer also alle feinen Nuancen des Horrors (von King bis Collins, über Herbert und Koontz) in einem Roman vereint lesen will, der auch ohne Splatter-Effekte perfekt zu schocken versteht, in dem Kopfkino eine große Rolle einnimmt, der ist hier mit einer klaren Leseempfehlung gut aufgehoben. Willkommen zur „Ghost Writer Experience“!

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