John Healy Black

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Inhaltsangabe zu „Black“ von John Healy

Für Liebhaber makellos schöner schwarzer Männerkörper ein "Muss" unter den Bildbänden: Muskulöse Heroen glänzen in herrlichen Studioinszenierungen. Mal grazil, mal witzig und verspielt, aber immer mit dem Blick der Bewunderung, der Kraft und dem erotischen Glanz schwarzer Männerhaut. Healy hat seine schwarzen Modells mit Fantasie, Ehrfurcht und einem Schuss Ironie ins Bild gesetzt. Jedes Foto des Bandes ist eine längere Betrachtung wert. Die meisten Aufnahmen zeigen Studien des nackten, muskulösen, schwarzen Männerkörpers. Einige ergänzen die Ausstrahlung der Modells durch Accessoires, wie Folie, Wodka-Flasche und afrikanischem Ethnoschmuck. Auch zieren Staubsaugerschläuche, 10-lagige Halsringe und zentralafrikanische Kopfhauben rund zehn der Fotos. Technisch faszinieren die Fotos von John Healy durch ihre ungewöhnliche Schärfentiefe, die er durch lange Belichtungszeiten erreicht. Die Aufnahmen werden dadurch zu beeindruckenden Stillleben schwarzer Männererotik. Einzelne Posen und Körper sind bewusst überzeichnet, wirken künstlich und gestellt. In den USA gilt der aus Irland stammende Jungfotograf John Healy als ein Nachwuchstalent, das Mapplethorpe das Wasser reichen könnte. In Deutschland ist Healy bis heute in einigen Kreisen verrufen: Eines seiner fotografischen Vorbilder ist Leni Riefenstahl, die wegen ihrer Verbindung zum Nationalsozialismus und ihrer heroischen Körperdarstellungen in ihren Olympiafilmen lange Zeit verpönt war. In den 60er-Jahren lebte sie in Afrika mit dem Stamm der Nuba. Dort entwickelte Riefenstahl eine Bildästhetik, bei der der schwarze Mann zum Sinnbild des überzeichneten Helden wird. Die Kamerawinkel blicken von unten nach oben, überzeichnen so gezielt Maße und Dimensionen. John Healy übernimmt diese Technik in seinen Aufnahmen und entwickelt sie mit heutiger Technik weiter. Wer John Healy "weißen Voyeurismus am schwarzen Mann" vorwirft, tut ihm unrecht. Frei von deutschen historischen Bezügen lehnt sich der junge Fotograf an ein Schönheitsideal an, das er mit seinen schwarzen Modells akribisch herauszuarbeiten versucht. Und dieser Versuch ist ganz einfach gelungen! --Martin Kilgus
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