John Irving

 4,1 Sterne bei 5.963 Bewertungen
Autorenbild von John Irving (© Jane Sobel Klonsky)

Lebenslauf von John Irving

John Irving wurde 1942 im US-Bundesstaat New Hampshire geboren. Trotz schulischer Schwierigkeiten, welche durch seine Legasthenie verursacht wurden, begann er bereits im Alter von 14 Jahren mit dem Schreiben. Er studierte ab 1961 Englische Literatur an der Universität von Pittsburgh und absolvierte in dessen Verlauf auch zwei Semester in Wien. Inspiriert von seinen dortigen Erlebnissen schrieb er seinen ersten Roman „Lasst die Bären los!“, der 1968 erschien. In der Zwischenzeit hatte Irving sein Studium mit einem Master abgeschlossen und in Vermont eine Dozentenstelle an einem College angetreten. Nach zwei weiteren Romanen („Die wilde Geschichte vom Wassertrinker“ („The water-method Man“ sowie „Eine Mittelgewichts-Ehe“ (The 158-pound Marriage) gelang ihm der schriftstellerische Durchbruch. 1978 mit seinem Roman „Garp und wie er die Welt sah“ („The world according to Garp“). Der finanzielle Erfolg dieses Buches erlaubte es John Irving, seine Dozentenstelle aufzugeben und sich von nun an hauptberuflich der Schriftstellerei zu widmen. Viele seiner in den folgenden Jahren veröffentlichten Romane waren äußerst erfolgreich. Zum Teil war Irving auch an den Produktionen beteiligt. Für sein Drehbuch zu „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ wurde er u.a. mit dem Oscar ausgezeichnet. Häufig wiederkehrende Motive in Irvings Romanen sind unwahrscheinliche und skurrile Geschehnisse, das Ringen, bestimmte Schauplätze (etwa New Hampshire oder Wien), starke Frauenfiguren und immer wieder Bären. Wiederholt wird ihm von Kritikern vorgeworfen, zu autobiografisch zu schreiben.

Alle Bücher von John Irving

Cover des Buches Gottes Werk und Teufels Beitrag (ISBN: 9783257218374)

Gottes Werk und Teufels Beitrag

 (985)
Erschienen am 22.02.2000
Cover des Buches Garp und wie er die Welt sah (ISBN: 9783257068153)

Garp und wie er die Welt sah

 (782)
Erschienen am 21.02.2012
Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)

Das Hotel New Hampshire

 (722)
Erschienen am 22.05.2004
Cover des Buches Owen Meany (ISBN: 9783257224917)

Owen Meany

 (460)
Erschienen am 20.10.1992
Cover des Buches Witwe für ein Jahr (ISBN: 9783257233001)

Witwe für ein Jahr

 (460)
Erschienen am 27.09.2000
Cover des Buches Bis ich dich finde (ISBN: 9783257236217)

Bis ich dich finde

 (388)
Erschienen am 22.05.2007
Cover des Buches Die wilde Geschichte vom Wassertrinker (ISBN: 9783257057034)

Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

 (286)
Erschienen am 01.01.2004
Cover des Buches Die vierte Hand (ISBN: 9783257233704)

Die vierte Hand

 (277)
Erschienen am 30.05.2003

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu John Irving

Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783257211948)P

Rezension zu "Das Hotel New Hampshire" von John Irving

"Wachstumsversuche" (1)
PeWevor 4 Tagen

"Das Hotel New Hampshire" (1981) ist ein Roman von John Irving, der die skurrile und schräge Geschichte einer US-amerikanischen Familie im gesellschaftlichen und politischen Umfeld der 1940er bis 1960er Jahre erzählt.

Zum Inhalt:
Der Ich-Erzähler, John Berry, der mittlere von fünf Geschwistern, erzählt die Geschichte seiner Familie aus seiner Sicht. Die Familie macht einige schlimme Erfahrungen, erlebt Unglück und Tragödien, aber auch viel Liebe, Glück und Zusammenhalt. Es ist eine Geschichte des Wachsens, des Erwachsenwerdens und des Über-sich-Hinauswachsens. Und auch die Geschichte derer, die dabei verloren gehen.
Dabei müssen sie sich nicht nur mit den eigenen sondern auch mit politischen und gesellschaftlichen Spannungsfeldern auseinandersetzen.
Und bei all dem spielen eigensinnige Bären, Klasse-Hotels und Freud eine herausragende Rolle.

Persönliche Einschätzung:
Der Schreibstil ist insgesamt flüssig und gut lesbar mit teils ausgefeilten Formulierungen, aber gerade in der ersten Hälfte des Romans durchzogen von einer Masse an vulgären Begriffen und Schimpfwörtern sowie abgehackten Dialogen.
Der Einstieg ist etwas schwierig, da die ersten Seiten überladen sind von Informationen zu den verschiedenen Personen und der Familiengeschichte. Später folgen einige langatmige Passagen ohne richtiges Geschehen. In der zweiten Hälfte des Romans ändert sich das völlig bis hin zu einem großartigen Schluss.
Anfangs ist das schwer einzuordnen, später wird klar, dass sich Schreibstil und Dynamik der Geschichte mit den Personen mitentwickeln. Die stilistischen und inhaltlichen Extreme machen den Wachstumsprozess umso deutlicher.
John Irving hat einen ganz eigenen, ausgefallenen Stil.

Nachdem ich das Buch zu Beginn ganz in Ordnung fand, dann zur Mitte hin aufgeben wollte, gefiel es mir in der zweiten Hälfte von Seite zu Seite immer besser – ganz so wie sich eben alles in diesem Buch entwickelt.

Fazit: Ein gutes Buch, lesenswert, aber stellenweise etwas zu vulgär und langatmig. (3,5 von 5 Sternen)

---

(1) Zitat aus dem Buch

Kommentieren0
0
Teilen
Cover des Buches Das Hotel New Hampshire (ISBN: 9783937793092)LaNasBuchclubs avatar

Rezension zu "Das Hotel New Hampshire" von John Irving

Kummer schwimmt immer oben auf...
LaNasBuchclubvor 17 Tagen

In diesem schon etwas älteren Werk aus der Feder des Geschichtenerzählers John Irving geht es um die ereignisreiche und bisweilen skurrile Familiengeschichte der Berrys. Mit von der Partie sind "motorradfahrende und feministische Bären, weiße Vergewaltiger und schwarze Rächer, ein Wiener Hotel voller Huren und Anarchisten, ein Familienhund mit Flatulenz im Endstadium, Arthur Schnitzler, Moby Dick, der große Gatsby, Gewichtheber, Geschwisterliebe und Freud – nicht ›der‹ Freud, sondern Freud der Bärenführer."(so der Klappentext).
Über allem schwebt der Traum vom familieneigenen Hotel.


Dieses Buch ist ein wahres Füllhorn an Kuriositäten, von den Charakteren bis zu den zahlreichen unvorhersehbaren Wendungen. Doch trotz aller Eigenarten wächst einem die Familie Berry und ihr Schicksal unwiderbringlich ans Herz. Der Leser begleitet sie durch Höhen und (wie es scheint) noch mehr Tiefen und ein ums andere Mal demonstriert Irving, wie fließend die Übergänge zwischen Tragödie und Komödie doch eigentlich sein können. Denn entgegen aller Widrigkeiten und Rückschläge, die die Familie über die Jahre erlebt, verliert sie nie die Hoffnung, den Glauben an sich selbst und an den Traum vom Hotel. 


"Das Hotel New Hampshire" ist eine von diesen Geschichten, bei der man niemals müde wird, zuzuhören. Die Odyssee der Berrys könnte für immer weiter gehen und man würde trotzdem an den Seiten kleben bleiben.
Dieses Buch ist herausfordernd, besonders, tabulos, rebellisch, mit einem scharfen Humor und voller Gefühl. Kurz um, es ist herausragend. Wer sich an die Werke Irvings herantraut, sollte unbedingt auch einen Halt im "Hotel New Hampshire" einlegen.

Kommentieren0
1
Teilen
Cover des Buches Eine Mittelgewichts-Ehe (ISBN: 9783257017113)cyranellis avatar

Rezension zu "Eine Mittelgewichts-Ehe" von John Irving

Steht hinter den anderen zurück
cyranellivor 6 Monaten

Gute Unterhaltung, vor allem wegen der recht ausführlichen Sexszenen und dem dazugehörigen Vokabular. Von der Handlung her eher uninteressant. Habe schon bessere Irvings gelesen, aber zwischendurch konnte ich viel lachen.

Kommentieren0
1
Teilen

Gespräche aus der Community

Herzlich willkommen zur aktuellen Leserunde der Gruppe "Wir lesen Klassiker der Weltliteratur".

Im November haben wir uns für einen modernen Klassiker entschieden, nämlich "Gottes Werk und Teufels Beitrag" von John Irving.

Die Leserunde beginnt am 1. November.

Viel Spaß!
341 Beiträge
Hast du Lust auf eine skurrile Familiengeschichte, abgedrehte Charaktere und jede Menge Gefühlstaumel? Dann ist diese Leserunde vielleicht was für dich. Wir lesen hier zusammen „Das Hotel New Hampshire“ von John Irving. "Eine gefühlvolle Familiengeschichte, in der motorradfahrende und feministische Bären, weiße Vergewaltiger und schwarze Rächer, ein Wiener Hotel voller Huren und Anarchisten, ein Familienhund mit Flatulenz im Endstadium, Arthur Schnitzler, Moby-Dick, der große Gatsby, Gewichtheber, Geschwisterliebe und Freud vorkommen - nicht DER Freud, sondern Freud der Bärenführer." (Klappentext, Diogenes-Taschenbuch, 1984) „Irrsinnig komisch, meisterhaft erzählt, bezaubernd; als ob die Brüder Grimm und die Marx Brothers beschlossen hätten, gemeinsam einen draufzumachen.“ (The New York Times) Start der Leserunde wird voraussichtlich der 5. Februar werden. Mitmachen kann jeder, der Lust hat sich über diesen Roman auszutauschen – egal ob eingefleischter Irving-Anhänger oder Neuling. Jeder ist willkommen :)
89 Beiträge
Ich habe vor einiger Zeit versucht "Letzte Nacht in Twisted River" von John Irving zu lesen und hab das Buch nach etwa 200 Seiten weggelegt, weil ich es ganz furchtbar finde. Nun kommt es aber wirklich selten vor, dass ich ein Buch nicht zu Ende lese und irgendwie wurmt es mich, dass ich das nicht geschafft habe. Kann mir irgendwer von Euch einen Tipp geben, wie man diesen John Irving knackt?
5 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

John Irving wurde am 01. März 1942 in Exeter (New Hampshire) (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

John Irving im Netz:

Community-Statistik

in 4.261 Bibliotheken

von 597 Lesern aktuell gelesen

von 271 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks