Bis ich dich finde

von John Irving 
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Bis ich dich finde
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Positiv (284):
BluevanMeers avatar

Jack Burns - ein unvergesslicher Protagonist in einem genialen Roman.

Kritisch (29):

hat mich nicht überzeugt...

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Inhaltsangabe zu "Bis ich dich finde"

›Bis ich dich finde‹ ist die Geschichte des Schauspielers Jack Burns. Seine Mutter ist Tätowiererin, sein Vater ein Organist, der verschwunden ist. Ein Roman über Obsessionen und Freundschaften; über fehlende Väter und (zu) starke Mütter; über Kirchenorgeln, Ringen und Tattoos; über gestohlene Kindheit, trügerische Erinnerungen und über die Suche nach der einen Person, die unserem Leben endlich einen Sinn gibt.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257236217
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:1139 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:22.05.2007
Das aktuelle Hörbuch ist am 28.03.2006 bei Diogenes erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 3 Jahren
    "Wenn wir über die Vergangenheit reden, lügen wir mit jedem Atemzug" - William Maxwell

    Bereits vor einiger Zeit durfte ich "Bis ich dich finde" von John Irving, als Hörbuch vorgetragen von Rufus Beck (I still kiss your ring!), als eine nie enden wollende Achterbahnfahrt der Gefühle genießen. Aber wie das bei Hörbüchern manchmal so ist, blieb bei mir immer dieses wehmütige Gefühl dieses Hör-Erlebnis zwar intensiv verfolgt und an Becks Lippen gehangen zu haben, aber vermutlich doch die eine Zeile, den einen speziellen Moment nicht verinnerlicht zu haben. Der 1140 Seiten pralle Schmöker zog sowieso ins Regal ein, also sollte er auch in aller Ehre mit der Lektüre gewürdigt und genussvoll verschlungen werden. Jack und Alice sind auf der Suche, ein Leben lang, jeder für sich. Alice, die Tätowiererin und ihr kleiner Sohn Jack tingeln ohne viel Hab und Gut von Stadt zu Stadt. Immer nur solange vor Ort, bis Alice vermeintlich genug Informationen über William, den Vater von Jack sammeln und genug Leuten ihre Tattoo-Kunstwerke unter die Haut färben konnte. William ist Organist und süchtig nach Noten-Tattoos seiner liebsten Praeludien und Choräle und scheint alle Mädchen zu lieben. Wie bereits beim Hörbuch berührte es mich zutiefst über diese, manchmal tieftraurigen, dann wieder tolldreisten und witzigen Kindheitstagen zu lesen. Danach die weiteren Etappen in Jacks Leben, als er und "Tochter Alice" sesshaft werden, damit Jack seine Schulausbildung absolvieren kann, sein Wachsen und Gedeihen, seine Lieben, seine Verluste, seine Karriere als Schauspieler, seine nie endende Sehnsucht nach dem einzig wichtigen Zuschauer im weiten Rund der Zuschauer, William. Als Alice schwer erkrankt, entdeckt Jack nicht nur die trügerische Macht von Erinnerungen, sondern auch, dass wertvolle Zeit immer endlich ist. Wie jeder Abschnitt in seinem Leben offenbart auch der folgende, nämlich die Suche nach William, seinem Vater noch so manches Tattoo und ein unendliches Gefühlsspektrum. Ein Lebenszyklus mit allen Höhen und Tiefen und Charakteren, die nur Irving gebären kann. Die Lektüre war im Rückblick eine echte Bereicherung, da ich manchen Moment inniger für mich entdecken konnte. Stellenweise hätte ich gerne in Slowmotion gelesen, um diese Bilder im Innern und die aufkeimenden Emotionen zu konservieren. Tief empfunden z.B. die spezielle Freundschaft zu Emma, aber auch die Mißbrauchssituationen unter Mrs. Machado. Abgrundtief empfunden das Kapitel 39 „Der Musiker“. Kein anderer schaffte es bisher, mir seine Geschichten so innig intensiv zu vermitteln. Irving, weiterhin ein unerschöpfliches Mysterium für mich. Zwischen seinen Zeilen bin ich wie eine Membran - alles bringt mich zum Schwingen, macht mir kribbelige Gänsehaut, ich dehne mich bis ich zu bersten drohe, ziehe mich zusammen...dies ist wieder einmal keine Rezension, sondern eine tiefe Verneigung und Huldigung. Erwartet nichts anderes von mir! Ich liebe diesen Mistkerl einfach zu sehr.

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    monchichi.s avatar
    monchichi.vor 4 Jahren
    Bis ich endlich durch bin

    Wie gewohnt herrlich abstrus und voll mit schrägen Figuren, aber diesmal für meinen Geschmack zu voll... Nach der Hälfte hab ich mehrere 100 Seiten nur noch überflogen und konnte am Ende auch nicht sagen, dass die sich noch gelohnt hätten. 

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    Skruttens avatar
    Skruttenvor 5 Jahren
    John Irving eben ...

    Da hätte ich mich wohl besser nicht so weit aus dem Fenster gelehnt - bei meinem Ankündigungstext zu diesem Buch. Ja, es fing wirklich spannend an und die Geschichte entwickelte sich schön ungewöhnlich. Wie ein Autor aber im Verlauf der über 1.000 Seiten seine Figuren so verwässern und den amerikanischen Klischees derartig Tür und Tor öffnen kann, ist mir ein Rätsel. Letztendlich hätte ich meiner Erinnerung an schon einmal gemachte schlechte Leseerfahrungen mit diesem Autor trauen sollen ...

    Und ich weiß nicht, ob ich mich durch die weiteren Irving-Bände noch durchquälen soll, die ich im ersten Überschwang geordert hatte ... wohl besser nicht!

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    Skruttens avatar
    Skruttenvor 6 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    He - da habe ich ja noch ordentlich Lesestoff vor mir! Irvings Stil in "Bis ich Dich finde" gefällt mir gut - ja, ich bekomme Lust, daraus vorzulesen! Das Buch ist richtig dick - und ich bin erst auf den ersten Seiten ! - Freu!

    Soviel sei schonmal verraten - Tätoviersüchtige kommen so richtig auf ihre Kosten ...

    Kommentare: 1
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    S
    Starbucksvor 6 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    Ich habe das richtige Hörbuch von John Irving, 'Bis ich dich finde' gehört, nicht diese Liveversion, aber zu diesem Hörbuch kann ich keine Rezension eingeben. Daher hier zum Buch. Ich habe noch keinen Irving gelesen, aber 'Gottes Werk und Teufels Beitrag' als Film hat mich so fasziniert, dass ich mittlerweile 5 der dicken Irvings im Regal habe und erst einmal das Hörbuch gehört habe. Das Hörbuch aus 20 CDs und 24(!) Stunden Text wird gelesen von Rufus Beck, der das auch ganz gut macht. Soweit, so gut. Man erwartet viel, und wäre es nicht John Irving, so hätte ich vermutlich auch nicht weiter gehört. Das Gefühl, ich muss noch im Auto sitzen bleiben oder das Hörbuch gar mit rein nehmen (mache ich eigentlich nie), hatte ich nicht.
    Insgesamt erfahren wir die Lebensgeschichte des Jack Burns, der - gutaussehend und in einer Mädchenschule eingeschult - schon früh von Frauen und Mädchen missbraucht wird und dies als Normalität kennen lernt. Jack Burns wächst ohne Vater auf und leidet darunter. Nie schafft er es, ein einigermaßen 'normales' Leben zu führen.
    Insgesamt strotzt das Buch/Hörbuch von einer Menge an Namen und Charakteren. Große Teile der Handlung wiederholen sich, z.B. auf der vermeintlichen Suche nach dem Vater, und hätten gestrafft werden können. Viele Teile hätte man auch weglassen können.
    Das Buch hat keine Höhepunkte und plätschert so vor sich hin. Wenn Mitfahrer im Auto waren, habe ich es auf stumm gedreht, denn ständig ist von 'Mr. Penis', Masturbieren, Sex, etc. die Rede; es hat schon einen pornographischen Touch. Bei einem hochangesehenen Autor ist das natürlich literarisch - ich habe mich aber trotzdem gefragt, ob das sein muss.
    Kurz: Selbst bei der Begegnung mit seinem Vater am Ende - wir müssen wohl schon auf Seite 1000 sein, kommt es nicht zu einem Höhepunkt oder zum Aufleben der Geschichte. Ich hatte mir so viel mehr erwartet und bin froh, dass ich das Riesenwerk beendet habe. Es war möglicherweise kein guter Anfang für Irving. Ich freue mich trotzdem auf meine weiteren 5 Irvings im Regal und gebe allen eine Chance!

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    Chrischans avatar
    Chrischanvor 6 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    Viele der modernen Romane und Erzählungen zeichnen Lebensgeschichten, meist in biografischer oder gar autobiografischer Manier. Sei es die „unerträgliche Leichtigkeit des Seins“, die das Leben bestimmt oder einfach der „menschliche Makel“, der in jedem von uns stecken mag; stets wird die Geschichte eines Lebens erzählt. Und nicht selten erfährt man etwas über Zeiträume, Generationen und Kontexte, die für uns heute nicht mehr greifbar sind und daher kaum verständlich.
    Auch John Irving erzählt eine Lebensgeschichte. Das Erzählen des Amerikaners erinnert an Grass’ „Blechtrommel“ oder an eben jenen „menschlichen Makel“ von Philip Roth und dennoch ist die Lebensgeschichte von Jack Burns eine völlig andere. Sie beginnt als Jack vier Jahre alt ist und mit seiner Mutter Alice – einer Tätowiererin – durch die Hafenstädte der Nord- und Ostsee reist. Jack sieht viel, was er nicht oder kaum begreift und wie sich herausstellen wird, ist auch das, was in seiner Erinnerung bleibt nicht immer das, was wirklich geschehen ist. Bleiben wir wie John Irving chronologisch, denn das ist einer der Faktoren, der die Geschichte im Vergleich zu den Romanciers so anders macht, sie läuft zeitlich linear ab. Nur hie und da schenkt uns der Autor einen kleinen Vorausblick, doch nur, um die Szenerie zu festigen und den Leser ab und zu auf eine falsche Fährte zu locken.
    Es ist keine „gewöhnliche Lebensgeschichte“, nein, die Geschichte des Schauspielers Jack Burns ist eine Geschichte über Prägung und Zeichnung. Was eignet sich da besser, als das ganze in einem Metier anzusiedeln, das sich sowohl als Chiffre als auch Handlungsträger durch das Buch zieht: das Tätowieren. Eine Tätowierung ist das Symbol schlechthin für alles, das uns für den Rest unseres Lebens unauslöschlich zeichnet und prägt.
    Doch plötzlich stellt man erschüttert fest, dass man lediglich eine Rolle im Drama namens Leben spielt, ob gewollt oder ungewollt. Viel zu oft stellt sich heraus, dass andere das Drehbuch für unser Dasein schreiben, ein Drehbuch, auf das wir nur bedingt Einfluss nehmen können. Auch Jacks Drehbuch wird für ihn geschrieben, der „kleine Schauspieler“ hat seine erste Rolle noch bevor er weiß, dass er Schauspieler werden will.
    Jacks Leben ist eine „Reifeprüfung“ der besonderen Art, die schlussendlich an einem Wendepunkt anlangt, den sich keiner so erwartet hätte. Es ist doch aber eigentlich immer so, dass einschneidende Ereignisse im Leben eines Menschen meist unerwartet kommen.

    John Irvings Schreibweise ist durch und durch erfrischend, anregend, fesselnd und dennoch spürt man die Traurigkeit, Ratlosigkeit und Verwirrung seines Protagonisten Jack. Das Leben im Allgemeinen und sein Vater im Besonderen sind Jack ein Rätsel.
    Irving versteht es einfach bildlich zu schreiben. Man kann sich an jeder Stelle des Buches den Blick, die Mimik und Gestik, ja selbst die Gedanken vor sich sehen, die Jack durchfluten, seine Persönlichkeit ausmachen. Dabei hat der kleine Jack eine so herzliche Naivität, wie sie auch ein Forrest Gump hatte. Später fragt man sich zusammen mit Jack Burns: „Wer ist dieser Mensch, der sich Jack Burns nennt überhaupt?“. Die Antwort auf diese Frage, das Ablegen der Schauspielermaske und die zum Vorschein kommende Person verblüfft alle; John-als-Jack zeigt sich.
    John-als-Jack präsentiert psychologische Ausgefeiltheit, er bietet literarische wunderbar erfasste Stimmungen und Situationen. Und so wie Jack gern Einschübe macht, macht sie auch John Irving, indem er die kleinen Geschichten drumherum ausschmückt und uns präsentiert. Kein Wunder, dass Irving auf 1140 Seiten kommt, doch davon sollte man sich auf keinen Fall abschrecken lassen. Denn diese Seiten lesen sich einfach wunderbar und eh man es sich versieht, ist man derart gefesselt in der Geschichte von John-als-Jack, dass man getrost auch mal 300 Seiten am Tag liest.
    Am Ende findet Jack mehr, als er vermutlich zu Beginn der Geschichte gesucht hat.
    © Christian Hesse 2007

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    Miserables avatar
    Miserablevor 7 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    Eigentlich bin ich ein großer Fan von John Irving, doch dieses Buch hat mich ziemlich enttäuscht.
    Jack Burns reist im Alter von 4 Jahren mit seiner Mutter durch Europa auf der Suche nach seinem Vater, der die beiden verlassen hat. Irgendwann geben sie die Suche auf, Jack kommt auf eine Mädchenschule und wird zum Schauspieler. Doch sein Vater lässt ihn nicht los, und er erfährt immer mehr Ungereimtheiten in der Geschichte seiner Mutter, sodass er sich noch einmal auf die Suche nach William Burns begibt.
    "Bis ich dich finde" ist ein sehr langes Buch. Ich habe auf die große Auflösung, auf den besonderen Moment gewartet, den ich bei Irving sonst kenne. Für mich kam er dieses Mal nicht. Mit der Figur des Jack Burns konnte ich mich nicht so recht anfreunden und mit den anderen Charakteren, die ihn missbraucht und angelogen haben, noch weniger. Die meiste Zeit über fragte ich mich, wie man einem Kind so etwas antun könne, und war oft kurz davor, das Buch wegzulegen. Meiner Meinung nach plätschtert die Handlung sehr langsam dahin, erst am Ende wird es spannend. Dafür, dass ich knapp 1100 Seiten auf die Auflösung gewartet habe, war sie bzw. das Ende recht unbefriedigt und offen.
    Es ist schade, dass mir das Buch so wenig zusagt. Andere Bücher von Irving kann ich definitiv eher empfehlen!

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    Cibo95s avatar
    Cibo95vor 7 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    nach rund 250 Seiten abgebrochen ... ich habe nicht reingefunden und wollte auch nicht mehr lesen, wie eine 15jährige und ein 8jähriger die ersten sexuellen Spielchen spielen ...

    Kommentare: 1
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    S
    Sabrina Dvor 7 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    Schwer zu beschreiben, einfach lesen ;-)

    Hauptperson ist Jack, der mit seiner Mutter quer durch Europa reist, um seinen Vater ausfindig zu machen. Dabei zieht es sie von Tattoo-Studio zu Studio und Jack lernt viele verrückte Leute kennen. Wieder daheim geht es in eine ehemalige Mädchenschule und so weiter.

    Aber wer Irving kennt, weiß, dass jedes Buch ein Ausbund an Verrücktheit ist und keine Beschreibung dem gerecht wird.
    Wobei ich schon wesentlich bessere von ihm gelesen habe

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    R
    Renrewvor 7 Jahren
    Rezension zu "Bis ich dich finde" von John Irving

    Ein Einblick in die Szene der Tätowierer. Praktischerweise wird die Hauptfigur in Hollywood berühmt, somit sind finanzielle Aspekte ausgeblendet.

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