Die wilde Geschichte vom Wassertrinker

von John Irving 
4,0 Sterne bei285 Bewertungen
Die wilde Geschichte vom Wassertrinker
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (200):
BluevanMeers avatar

Absurd, witzig, toll geschrieben!

Kritisch (23):
buchmadchens avatar

Der erste Irving, mit dem ich nichts anfangen konnte. Wahnsinnig enttäuschend. Zwischen Seite 40 und 50 war Schluß.

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Inhaltsangabe zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker"

Seine Frau will raus; seine Geliebte will ein Kind. Die Beschwerden, die er sich bei seiner einstigen Babysitterin geholt hat, machen ihm das Lieben zur Qual. Der Filmemacher, für den er arbeitet, will sein Leben verfilmen: als Dokumentation eines Fehlschlags. Dies ist die Geschichte des fluchbeladenen Fred Bogus Trumper, eines Schlawiners und Schwindlers, eines Nichtstuers voller Charme und guter Vorsätze.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257057034
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:735 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:01.01.2004

Rezensionen und Bewertungen

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    The iron butterflys avatar
    The iron butterflyvor 4 Jahren
    "Wie weit kommt man mit einem Pfeil im Busen?" oder wie alles mit allem verbunden ist

    Der Student Fred Bogus Trumper teilt mit seinem besten Freund Couth nicht nur die Erinnerungen an eine wüste Gonorrhoe aus Teenietagen, sondern auch seinen Geschmack was Frauen anbelangt im Allgemeinen. Aber seine ständigen urologischen Beschwerden sind wohl angeboren und sollen nun erst einmal mit der Wassermethode in Angriff genommen werden, bevor nur noch der Skalpell bleibt.
    Generell läuft es für Thump-Thump, wie Fred von seinem Freund und Filmemacher Ralph genannt wird, nicht wirklich rund.
    Sein Dissertationsthema, die Übersetzung der altniedernordischen Ballade Akthelt und Gunnel läuft schleppend und ist maßgeglich seiner blühenden Phantasie geschuldet. Sein Vater hat dem Dauerstudiosus den Geldhahn zugedreht und lässt sich auch nicht vom jungen Glück zwischen Bogus und der Skifahrerin Biggie beeinflussen. Und dann ist da irgendwann auch noch Tulpen, Bogus' Freundin mit der Vorliebe für Wasserschildkröten und dem dringenden Wunsch nach einem eigenen Kind...
    Unbeschreiblich schräg dieser Irving und mit viel Humor und Selbstironie, je nach Erzählposition, versehen. John Irving wechselt dazu immer wieder die Perspektive, so dass der Leser Fred in der Gegenwart zum Urologen begleiten kann, aber auch in Rückblenden die Anfänge der Beziehung zu Biggie verfolgen darf. Dann wieder durchwühlt man die Laken mit Bogus und Tulpen, lernt den kleinen Colm und seine Ansichten zum Klassiker Moby Dick kennen und nicht zu vergessen der skurrile Diabetiker Merrill Overturf.
    Dieser Fred Bogus Trumper ist ein würziger Charakter nach irvingschem Reinheitsgebot, wie auch die zahlreichen Protagonisten, die ihn auf seinen Irrwegen begleiten und verleiten. Wieder einmal hat mir ganz besonders das vorherrschend hohe Maß an Zuneigung gefallen. Auch wenn die Liebe nicht immer von Dauer ist, so bleibt doch immer der Respekt, diese bizzelnde Vibration vergangener Gefühle und je Menge an Empathie.

    Manchmal von Melancholie getragen, wieder und wieder sehr witzig und mit viel gesunder Selbstironie der Charaktere versehen, oft herzerfrischend skurrill und immer ein echter Irving.

    Kommentare: 3
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    Dornroeschens avatar
    Dornroeschenvor 5 Jahren
    Unspezifische Geschlechtskrankheiten, altniedernordische Balladen und andere Missgeschicke

    Unspezifische Geschlechtskrankheiten, altniedernordische Balladen und andere Missgeschicke

    Der Roman "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving handelt von dem ruhelosen, unglücklichen und tollpatschigen Fred Bogus Trumper. 
    Er erzählt seine Lebensgeschichte, die Höhen und Tiefen eines Ende 20jährigen gescheiterten Literaturdoktoranden, der Frau und Kind verlassen hat, finanzielle Problem hat und seine neue Freundin erwartet mehr von ihm als er geben kann. Er weiß nicht genau was er will und zu allem Überfluss will das kleine Filmstudio wo er als Tontechniker aushilft jetzt auch noch sein Leben als Beispiel eines Fehlschags verfilmen.

    Ein äußerst skurril-komisches, sehr lustiges, aber auch tragisch-melancholisches Buch über einen gescheiterten Protagonisten, der irgendwie versucht seinen Weg im Leben zu finden. Die Charaktere sind äußerst liebevoll und sehr realistisch gezeichnet. Der Erzählstil wechselt von Kapitel zu Kapitel von Ich-Perspektive, dritter Person oder kurzen Drehbuchbeschreibungen. Die Kapitel sind zum Teil sehr kurz und springen zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her, so dass man immer mehr den Hauptcharakter sowie alle anderen versteht und sich langsam der Kreis schließt. Irgendwie trotz allem auch ein hoffnungsvolles Buch.

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    Duffys avatar
    Duffyvor 6 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Es ist die Geschichte von Bogus Trumper, dessen urologische Verfassung nicht die beste ist, das Leben zwischen der Ex und Jetzt nicht einfach, das Verfassen einer sinnlosen und zeitraubenden Doktorarbeit, ein Leben, das verfilmt wird, ein schnelles, chaotisches, buntes und zwiespältiges Leben, dessen Hektik mal verstanden werden kann, aber unverständlich bleibt. Zum Schluss stellt sich die Frage, ob das Ganze nicht ein gigantischer Auftrieb von Haupt- und Nebensächlichkeiten war, oder ob nicht der Grund der Widrigkeiten in der Wassermethode eines französichen Urologen zu suchen ist.
    Wer Irving erst spät für sich entdeckt hat und sich nicht chronologisch durch sein umfangreiches Werk gelesen hat, der wird vielleicht ein paar Schwierigkeiten haben, dem Stil des Romans zu folgen. Er bedient sich der teilweisen Retrospektive sich überlappender Handlungsteile, man muss dem Geschehen folgen, damit man im Fluss bleiben kann, denn die Abläufe sind nicht stringent, es gibt viele Sprünge, es wird nicht so richtig gemütlich beim Lesen. Tatsächlich gibt es Momente, wo es ermüdend wird und manchmal scheinen die konstanten Phasen etwas zu kurz.Verglichen mit vielen seiner anderen Werke irgendetwas zwischen drei und vier Sterne.

    Kommentare: 1
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    G
    Gertvor 7 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Also, das ist ein so richtig guter Irving, dessen Bücher ja immer sehr skurille und zum großen Teil ausgeflippte Haupt- und Nebenfiguren enthalten. Die Situationsgbeschreibungen sind, vor allem auch durch die großartige Übersetzung und das Sprachgefühl, großartig. Dadurch wird es, wie Irving selbst, auch literarisdh bedeutsam als Teil der der zeitgenössischen amerikanischen Literatur.

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    Elocins avatar
    Elocinvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Es wird die Geschichte von Bogus Trumper erzählt, einem charmanten Nichtstuer, der unter den Spätfolgen einer Geschlechtskrankheit leidet.

    Das Buch hat mir gut gefallen, wenngleich es nicht ganz an „Garp“ oder „Hotel New Hampshire“ heranreicht. Manche Passagen fand ich etwas langatmig, allerdings hab ich an einigen Stellen wirklich laut lachen müssen.

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    Holdens avatar
    Holdenvor 8 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Vielleicht Irvings Lustigster.

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    Angizias avatar
    Angiziavor 8 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Ein sehr seltsames, aber sehr unterhaltsames und lustiges Buch :)

    Es geht um einen Mann, der einige "Probleme" hat, untenrum. Und auch in allen anderen Teilen seines Lebens. Er schafft es nicht, sein Studium zu Ende zu bringen. Er hat Probleme in der Liebe, seine Familie unterstützt ihn nicht und generell ist er in vielen Dingen.. ein typischer Versager. Das ganze will sein Freund sogar in einem Film über ihn dokumentieren, ein beispielhafter Film über das Leben eines Versagers. Das buch wechselt dabei stets zwischen zwei verschiedenen Zeiten - der Vergangenheit und der Gegenwart. Das ganze wird auch sehr gut umgesetzt.

    Lässt sich jedenfalls sehr gut verschlingen und ist auf jeden Fall empfehlenswert. Werde mir also bestimmt irgendwann nochmal ein Buch von John Irving zulegen.

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    Greebos avatar
    Greebovor 8 Jahren
    Kurzmeinung: Genial, unbedingt lesen!
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Bis jetzt mein Favorit unter Irvings Bücher, eine tolle Geschichte mit (für Irving typisch) bis ins kleinste Detail ausgearbeiteten Figuren.
    Schon der Anfang "Ihr Gynäkologe hat ihn mir empfohlen" verspricht eine äußerst skurrile Geschichte.

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    sandra1234s avatar
    sandra1234vor 9 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Seine Frau will raus; seine Geliebte will ein Kind. Die Beschwerden, die er sich bei seiner einstigen Babysitterin geholt hat, machen ihm das Lieben zur Qual. Der Filmemacher, für den er arbeitet, will sein Leben verfilmen: als Dokumentation eines Fehlschlags. Dies ist die Geschichte des fluchbeladenen Fred Bogus Trumper, eines Schlawiners und Schwindlers, eines Nichtstuers voller Charme und guter Vorsätze.
    Ein Buch das richtig Spaß macht. In dem 486seitigen Werk steckt vieles was einem die Lachmuskeln strapaziert. Obwohl es schon einige Zeit her ist, dass ich das Buch gelesen habe kann ich die Sätze noch deutlich vor mir sehen.
    Es ist ein herrlicher Genuss, der sich einem darbietet, wenn man sich mit der Geschichte des antriebslosen und doch sehr sympathischen Antihelden Bogus Trumper anfreundet. Es gelingt Irving vortrefflich, dem Leser seine manchmal verschrobenen, aber doch sehr liebenswürdigen und lebensnahen Charaktere nahe zu vermitteln und dies mit einer Leichtigkeit die mich überraschte. Besonders schaffte es der Autor mir Merril Overturfs ins Gedächtnis zu implantieren - herrlich wie die Probleme für einen Diabetiker mit dessen Krankheit dargestellt wurden (absolut nachvollziehbar) und wunderbar wie der Diabetiker dann hemmungslos über die Strenge schlug. Die vielen kleinen Detailschilderungen machen das Buch zu etwas ganz Besonderem, manchmal strotzt es vor Ironie und gleichzeitigem Respekt, wie z.B. die Jagd nach der kleinen Risky Mouse in Biggies Keller, empfand ich als genial.
    Ein Buch das das Prädikat - sehr empfehlenswert verdient hat.

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    u_kuers avatar
    u_kuervor 9 Jahren
    Rezension zu "Die wilde Geschichte vom Wassertrinker" von John Irving

    Mit dieser Geschichte, habe ich Irving kennen- und lieben gelernt. Ein wunderbares Buch, das wirklich zum herzhaften Lachen einlädt und letztendlich auch verführt!

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